Während der Hannover-Messe 2018 habe ich mit Christian Tarun von IBM über die Möglichkeiten des digitalen Service-Supports gesprochen, speziell mithilfe von Daqri-VR-Brillen und dem Software-Tool „IBM Maximo Enterprise Asset Management“.

„Was zeigen Sie auf der Hannover-Messe 2018?“

Christian Tarun und sein Team zeigten während der Hannover-Messe 2018 IBM Maximo Enterprise Asset Management mit all seinen Möglichkeiten. Damit lassen sich vor allem Instandhaltung und vorbeugende Wartung sehr gut abbilden und administrieren. Hierbei kommen zahlreiche Sensoren zum Einsatz, mit deren Hilfe der Zustand kompletter Anlagen überwacht und gesteuert werden können. Damit kann man auf Probleme bereits reagieren, bevor sie folgenschwere Komplikationen oder Betriebsausfälle verursachen. Darüber hinaus unterstützt Maximo Außendienstmitarbeiter bei ihren täglichen Arbeiten im Serviceeinsatz.

„Inwiefern unterstützt die [am IBM-Stand gezeigte] Daqri-VR-Brille Ihre Kunden?“

Mithilfe der Daqri-VR-Brille können sich zum Beispiel Außendienstmitarbeiter auf dem virtuellem Weg relevante Informationen zu einer Anlage auf das Display der Brille holen, um so mehr zu erfahren über den aktuellen Zustand der Maschine oder einer anderen Komponente, die sie warten oder reparieren sollen. Diese Zustandsinformationen werden in Echtheit ausgelesen und in der Brille angezeigt, sodass der Techniker genau weiß, an welchen Stellen er aktiv werden muss.

Sehr praktisch ist auch die Möglichkeit, mithilfe der in der Brille eingebauten Kamera technischen Support zu bekommen. So kann sich beispielsweise ein Experte über eine Remote-Anbindung mit der Brille verbinden und sieht somit genau die Maschine, an der der Außendienstmitarbeiter nicht weiterkommt. Damit können beide gemeinsam das technische Probleme dank der Daqri-VR-Brille beheben. Auf diese Art und Weise kann die VR-Brille auch zu Schulungszwecken eingesetzt werden.

„Wie lässt sich die Daqri-VR-Brille darüber hinaus nutzen?“

Neben den aufgeführten Möglichkeiten lässt sich die Daqri-VR-Brille auch zu Navigationszwecken nutzen. So kann der Außendienstmitarbeiter exakt zu der Maschine geleitet werden, an der ein technischer Mangel aufgetreten ist, den er beheben soll.

„Was leistest IBM Maximo Enterprise Asset Management?“

IBM Maximo Enterprise Asset Management überwacht den Gesundheitszustand einer zu überwachenden Anlage, und das wie bereits erwähnt mithilfe einer Reihe von Sensoren, die an den einzelnen Bauteilen der Maschine angebracht sind.

Wichtig dabei ist, dass der Betreiber der Anlage zunächst einen gewünschten Soll-Zustandswert definiert, der in Summe nicht unterschritten werden darf. Anschließend überwacht Maximo sämtliche Einzelwerte und zeigt Unregelmäßigkeiten an, sobald diese entstehen. Wird ein Schwellenwert unterschritten, wird auf dieser Basis ein Arbeitsauftrag erstellt, der einen technischen Mitarbeiter zur Anlage  schickt, damit dieser das technische Problem behebt, bevor es überhaupt entsteht. Dies wird unter dem Begriff „Predictive Maintenance“ subsumiert.

Dank des integrierten Kartenapplikation kann der Techniker mithilfe von Maximo den Standort der fehlerhaften Anlage lokalisieren und sich anhand der Lagedaten sofort auf den Weg machen. Dieser Kartenausschnitt ist zudem interaktiv nutzbar: Per Mausklick bekomme ich sämtliche Informationen zur Anlage am Bildschirm angezeigt.

Das Videointerview mit Christian Tarun in voller Länge