Dr. Florian Jurecka (Dassault Systemes) über Digital Twins in der Simulation

[Videochat] Dr. Florian Jurecka (Dassault Systèmes) über Digital Twins zu Simulationszwecken

Dieses Videointerview habe ich mit Dr. Florian Jurecka auf der Hannover-Messe 2018 zum Thema Digital Twins in der Simulation geführt. Darin erklärt er, was Dassault Systèmes unter dem Begriff „Digital Twin“ versteht, was die Simulationssoftware von Dassault Systèmes in diesem Kontext leistet und wie sich die Rolle der Simulation gerade verändert.

Wie definiert Dassault Systemes den Begriff „Digital Twin“?

Dassault Systemès bezeichnet den Begriff „Digital Twin“ als „3DExperience Twin“, angelehnt an ihre Business Experience Plattform 3DExperience, mit der sich unter anderem Objekte konzipieren und gestalten lassen. Damit kann ein durchgängiges Modell eines digitalen Zwillinge dargestellt werden, also von der frühen Konzeptphase  bis zum fertigen Produkt. Auf diesem Weg lassen sich alle Abschnitte einer Produktentwicklung volldigital abbilden.

Was leistet SIMULIA im Kontext „Digital Twin“?

Mit SIMULIA lässt sich laut Herrn Jurecka ein Digital Twin zum Leben erwecken. Denn mithilfe von Produktsimulationen können die funktionalen Eigenschaften einer kompletten Maschine oder eines einzelnen Werkstücks digital abgebildet werden, und das analog zum realen „Gegenstück“. Damit können physikalische Eigenschaften eines echten Objekts am Computer abgebildet werden und kleinste Abweichungen lassen sich somit mühelos feststellen.

Mithilfe des digitalen Zwillings kann man also strukturmechanische Eigenschaften genauso darstellen wie Charakteristika aus den Bereichen Strömung, Elektromagnetik, etc. Damit lassen sich die zu erwartenden Hardware-Eigenschaften anhand der zuvor definierten Anforderungen genauesten überprüfen und bewerten.

Simulation à la Digital Twin kann aber noch mehr: So lassen sich virtuelle Produkte in einer frühen Phase schrittweise verbessern, sodass spezifische Eigenschaften so schnell wie möglich berücksichtigt werden können. Und das wiederum schont Ressourcen, führt also zu weniger Ausschuss bei der späteren Produktion oder ermöglicht bessere Ergebnisse beim finalen Produkt.

Wie ändert sich die Rolle der Simulation gerade?

Die Rolle der Simulation verändert sich im Produktentwicklungsprozess fortwährend, wird also immer bedeutender und wichtiger. So kommt die Simulation beispielsweise nicht mehr ausschließlich zu Validierungszwecken zum Einsatz, sondern trägt auch einen wichtigen Beitrag zur gesamten Wertschöpfungskette bei. Das hat zum einen damit zu tun, dass Simulationen immer früher eingesetzt werden, und zum anderen im Bereich „Predictive Maintenance“ eine immer wichtigere Rolle spielen. Damit lässt sich künftig noch genauer und früher vorhersagen, wie sich ein Produkt oder Bauteil im realen Einsatz verhalten wird.

Aber auch die Zunahme von Wissen innerhalb eines Unternehmens ist dem Einsatz von Simulation geschuldet. Denn aufgrund der zunehmenden Bandbreite an Simulationstools kann zum Beispiel ein Konstrukteur mit dem passenden digitalen Werkzeug ganz früh in den Entwicklungsprozess eingebunden werden. Und das alles auf Basis von Hochleistungsrechnern, die Simulationsberechnungen immer exakter in immer kürzerer Zeit durchführen können.

Das Videointerview mit Florian Jurecka in voller Länge

Christian Tarun (IBM) über digitalen Service-Support

[Videochat] Christian Tarun (IBM) über digitalen Service-Support mittels VR

Während der Hannover-Messe 2018 habe ich mit Christian Tarun von IBM über die Möglichkeiten des digitalen Service-Supports gesprochen, speziell mithilfe von Daqri-VR-Brillen und dem Software-Tool „IBM Maximo Enterprise Asset Management“.

„Was zeigen Sie auf der Hannover-Messe 2018?“

Christian Tarun und sein Team zeigten während der Hannover-Messe 2018 IBM Maximo Enterprise Asset Management mit all seinen Möglichkeiten. Damit lassen sich vor allem Instandhaltung und vorbeugende Wartung sehr gut abbilden und administrieren. Hierbei kommen zahlreiche Sensoren zum Einsatz, mit deren Hilfe der Zustand kompletter Anlagen überwacht und gesteuert werden können. Damit kann man auf Probleme bereits reagieren, bevor sie folgenschwere Komplikationen oder Betriebsausfälle verursachen. Darüber hinaus unterstützt Maximo Außendienstmitarbeiter bei ihren täglichen Arbeiten im Serviceeinsatz.

„Inwiefern unterstützt die [am IBM-Stand gezeigte] Daqri-VR-Brille Ihre Kunden?“

Mithilfe der Daqri-VR-Brille können sich zum Beispiel Außendienstmitarbeiter auf dem virtuellem Weg relevante Informationen zu einer Anlage auf das Display der Brille holen, um so mehr zu erfahren über den aktuellen Zustand der Maschine oder einer anderen Komponente, die sie warten oder reparieren sollen. Diese Zustandsinformationen werden in Echtheit ausgelesen und in der Brille angezeigt, sodass der Techniker genau weiß, an welchen Stellen er aktiv werden muss.

Sehr praktisch ist auch die Möglichkeit, mithilfe der in der Brille eingebauten Kamera technischen Support zu bekommen. So kann sich beispielsweise ein Experte über eine Remote-Anbindung mit der Brille verbinden und sieht somit genau die Maschine, an der der Außendienstmitarbeiter nicht weiterkommt. Damit können beide gemeinsam das technische Probleme dank der Daqri-VR-Brille beheben. Auf diese Art und Weise kann die VR-Brille auch zu Schulungszwecken eingesetzt werden.

„Wie lässt sich die Daqri-VR-Brille darüber hinaus nutzen?“

Neben den aufgeführten Möglichkeiten lässt sich die Daqri-VR-Brille auch zu Navigationszwecken nutzen. So kann der Außendienstmitarbeiter exakt zu der Maschine geleitet werden, an der ein technischer Mangel aufgetreten ist, den er beheben soll.

„Was leistest IBM Maximo Enterprise Asset Management?“

IBM Maximo Enterprise Asset Management überwacht den Gesundheitszustand einer zu überwachenden Anlage, und das wie bereits erwähnt mithilfe einer Reihe von Sensoren, die an den einzelnen Bauteilen der Maschine angebracht sind.

Wichtig dabei ist, dass der Betreiber der Anlage zunächst einen gewünschten Soll-Zustandswert definiert, der in Summe nicht unterschritten werden darf. Anschließend überwacht Maximo sämtliche Einzelwerte und zeigt Unregelmäßigkeiten an, sobald diese entstehen. Wird ein Schwellenwert unterschritten, wird auf dieser Basis ein Arbeitsauftrag erstellt, der einen technischen Mitarbeiter zur Anlage  schickt, damit dieser das technische Problem behebt, bevor es überhaupt entsteht. Dies wird unter dem Begriff „Predictive Maintenance“ subsumiert.

Dank des integrierten Kartenapplikation kann der Techniker mithilfe von Maximo den Standort der fehlerhaften Anlage lokalisieren und sich anhand der Lagedaten sofort auf den Weg machen. Dieser Kartenausschnitt ist zudem interaktiv nutzbar: Per Mausklick bekomme ich sämtliche Informationen zur Anlage am Bildschirm angezeigt.

Das Videointerview mit Christian Tarun in voller Länge

Christopher Katzinski zur Blockchain-gestützten Fertigung

[Videochat] Christopher Katzinski von IBM über Blockchain-Marktplätze

Dieses Interview habe ich mit Christopher Katzinski von IBM auf der Hannover-Messe 2018 zum Thema Blockchain-Marktplätze geführt. Darin spricht er über die Möglichkeiten, die sich daraus für Fabrikinhaber und Firmen ohne Produktionsstätten ergeben, warum die Blockchain-Technologie hierfür eingesetzt wird und was IBM an dieser Stelle leistet.

„Was zeigt die Blockchain Techdemo auf der Hannover-Messe 2018?“

Die Techdemo Hyperfacture sollte das Potential zeigen, das in der Blockchain-Technologie für das produzierende Gewerbe schlummert. Dabei handelte es sich um eine Art Marktplatz, auf dem Produzenten freie Fertigungskapazitäten „verkaufen“ und Unternehmen ohne eigene Produktionszeiten „kaufen“ können.

Um Produktionskapazitäten an den Mann oder die Frau zu bringen bzw. zu erwerben, registrieren sich Fabrikinhaber und Firmen mit Produktionsbedarf auf der IBM Blockchain-Plattform. Sodann kann ein Unternehmen, das ein zu fertigendes Produktdesign besitzt, die Produktion desselben in Auftrag geben. Hierbei lässt sich genau festlegen, in welcher Qualität ein Produkt gefertigt werden soll, bis wann die Produktion abgeschlossen sein soll, und so fort.

Anschließend wird anhand einer bestmöglichen Übereinstimmung von angebotenen Fertigungskapazitäten und benötigten Produktionsmitteln ein sogenannter „Match“ hergestellt, der wie beim Onlinedating Anbieter und Nachfrager zusammenbringt. Um die Formalien wie die Bezahlung, Vertragsabschluss, etc. kümmert sich die Blockchain-Plattform.

Mithilfe der in die Produktionslandschaft integrierten IoT-Geräte lässt sich der aktuelle Fertigungszustand permanent darstellen. Damit kann beispielsweise der Auftragnehmer überprüfen, an welchem Standort produziert wird und ob es sich dabei um den vertraglich zugesicherten Fertigungsstandort handelt.

„Warum kommt in diesem Fall die Blockchain-Technik zum Einsatz?“

Der wesentliche Grund für den Einsatz der Blockchain-Technologie ist in diesem Fall das Thema Vertrauen. Denn dank der Blockchain-Plattform, auf dem Käufer und Verkäufer ins Geschäft kommen, lassen sich sämtliche Transaktionen speichern, und das unveränderlich. Das ist vor allem für mittelständische Unternehmen oder kleinere Start-ups wichtig, die einen eingeschränkten Bekanntheitsgrad aufweisen und damit einen nicht so hohen Stellenwert wie größere, bekanntere Mitbewerber genießen.

Genau für diese Unternehmen ist nämlich das Einhalten von Qualitätsstandards von allergrößter Wichtigkeit, was sich mithilfe der Blockchain-Technik transparent nachweisen lässt. Zudem ist in solche Systeme oft ein Rating-System integriert, womit sich Qualität und Zuverlässigkeit zusätzlich beurteilen lassen. Auch das erhöht das Vertrauen in das produzierende Unternehmen.

Für den Anbieter von Fertigungskapazitäten hingegen bietet solch ein System ebenfalls Vorteile, da sich Kriterien wie die Zahlungsmoral des Käufers von Produktionsmitteln transparent abbilden lassen. Diese und weitere Maßnahmen sorgen auf Käufer- und Verkäuferseite für eine erhöhtes Vertrauen.

„Wie kommt IBM an dieser Stelle ins Spiel?“

IBM kann innerhalb des Segments „Blockchain for Business“ durchaus als Pionier bezeichnet werden. So ist „Big Blue“ unter anderem seit 2016 Mitglied in der Hyperledger Foundation, wo gemeinsam mit der Linux Foundation die Blockchain-Technologie Hyperledger Fabric und Hyperledger Composer entwickelt wurde. Bei Hyperledger Fabric handelt es sich um ein Framework, mit dessen Hilfe Blockchain-Applikation entwickelt werden können. Diese Entwicklungsumgebung ist Teil der IBM Cloud, womit dieses Framework für jedermann zugänglich ist.

Für ein besseres Verständnis, welche Projekte sich mithilfe von Blockchain-Technologien realisieren lassen, bietet IBM Beratung, Workshops und andere unterstützende Maßnahmen an. Daraus resultierten bisher mehr als 400 Kundenprojekte, die mithilfe von IBM und Blockchain auf den Weg gebracht werden konnten. Allerdings ist nicht jede Anwendung blockchain-tauglich. Aber auch hier hilft IBM, genau das herauszufinden.

Das Interview mit Christopher Katzinski in voller Länge

 

Disclaimer: Für diesen Video-Blogpost hat mich IBM Deutschland als Blogger engagiert.

Steffen Hartmaier über IBM Plant Advisor

[Videochat] Steffen Hartmaier zum Einsatz des IBM Plant Advisor in der Fertigung

Während der Hannover-Messe 2018 habe ich mit Steffen Hartmann von IBM dieses Interview zum IBM Plant Advisor geführt. Darin spricht er über die Techdemo am IBM-Stand, welche Aufgaben der IBM Plant Advisor im Produktionsumfeld übernimmt und wo dieses Tool überall zum Einsatz kommt.

„Was zeigen Sie auf der Hannover-Messe 2018?“

Auf der Hannover-Messe 2018 zeigten Herr Hartmaier und sein Team in Halle 7 eine Software-Lösung, mit der sich datenbasierte Produktionsprozesse optimieren lassen. Dabei analysiert und bewertet das Tool die während der Fertigung entstehenden Daten, um so beispielsweise den Energiebedarf zu senken oder den Output zu erhöhen.

„Welche IBM-Lösung trägt dazu [seinen Anteil] bei?“

Diese Software-Lösung, die in der Fertigung zu Optimierungszwecken eingesetzt werden kann, nennt sich IBM Plant Advisor. Dabei übernimmt das Softwarewerkzeug unterschiedliche Aufgaben: Das beginnt beim „Einsammeln“ der Daten von den Maschinen, setzt sich mit dem Speichern auf der IBM Cloud-Plattform fort, wo sie analysiert und verarbeitet werden und endet beim Zurückführen eines passenden Modells in die Fabrik. Dort sollen die so gewonnenen Erkenntnisse zu einer Verbesserung der Produktionsergebnisse führen.

Interessant dabei ist, dass die generierten Modelle und ihre Daten lokal auf die Maschinen zurückgespeichert werden, sodass sich die Produktionsverantwortlichen sicher sein können, dass die Daten auf jeden Fall zur Verfügung stehen – und zwar unabhängig von der aktuellen Anbindung an die Cloud.

„Wo kommt der IBM Plant Advisor überall zum Einsatz?“

Das Einsatzspektrum des IBM Plant Advisor ist laut Herrn Hartmaier äußert vielfältig. Da es vor allem für energieintensive Produktionsanlagen konzipiert wurde, spielt es primär in den Bereichen eine Rolle, in denen z.B. das Trocknen von Baumaterial wie Zement prozesskritisch ist, da man es hier mit hohen Temperaturen zu tun hat. Dabei stehen vor allem solche Parameter im Vordergrund, die eine hohe Wechselwirkung mit anderen Faktoren aufweisen, wie zum Beispiel die Außentemperatur und der Luftdruck.

Aber auch unterschiedlich ausgeprägte Rohstoffe wie bei der Herstellung von Zement, wo z.B. große und kleine Steine für die Produktion eingesetzt werden, spielen in diesem Kontext eine Rolle. Das gilt auch für Naturprodukte wie Torf, die einen unterschiedlichen Feuchtigkeitsgehalt aufweisen.

Und genau hier setzt IBM Plant Advisor an, indem das Tool versucht, die nicht beeinflussbaren Faktoren mit den kontrollierbaren Faktoren möglichst gut zu „matchen“, sodass sich trotzdem ein optimales Ergebnis erzielen lässt. Das bedeutet konkret, dass man mit möglichst geringem Energieaufwand einen möglichst hohen Ertrag zu erreichen sucht.

Das Videointerview mit Steffen Hartmaier in voller Länge

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Plamen Kiradjiev über Smart Factory und IBM

[Videochat] Plamen Kiradjiev (IBM) über Smart Factories am Beispiel von Mettler Toledo

Während der Hannover-Messe 2018 habe ich dieses Videointerview mit Plamen Kiradjiev von IBM über das Thema Smart Factories am Beispiel von Mettler Toledo geführt. Darin zeigt er, wieso IBM ein wichtiger Teil der SmartFactory-Szene ist, welche Rolle IBM darin einnimmt und wie IBM mit seinen KI- und Cloud-Tools Industriekunden wie Mettler Toledo hilft.

„Was zeigen Sie hier [auf dem Smart Factory-KL-Stand] auf der Hannover-Messe 2018“?

Laut Herrn Kiradjiev zeigten auf dem Smart Factory-KL-Stand in Halle 8 wie seit vielen Jahren zahlreiche Aussteller ihre Lösungen rund um das Thema „Schlaue Fabriken“ und Industrie 4.0. Und auch dieses Jahr war IBM wieder von der Partie. Das Hauptinteresse seitens IBM auf diesem großen Messestand bestand im Sammeln, Analysieren und Bewerten der Daten, die hier zu Demonstrationszwecken benötigt wurden.

Einen dieser Messepartner, der gleichzeitig auch Kunde von IBM ist, versorgte IBM mit Daten für die Qualitätssicherung seiner Produkte. Die Rede ist von Mettler Toledo, dem Hersteller von Präzisionswaagen, für den das Thema Qualitätssicherung in der Fertigung von allerhöchster Wichtigkeit ist.

„Welche Rolle nimmt IBM in der Smart Factory ein?“

Die primäre Rolle von IBM innerhalb des Smart Factory-Kontexts war die vorausschauende Fertigung und Wartung, was auch als Predictive Manufacturing und Predictive Maintenance bezeichnet wird. Dabei hatte es sich IBM unter anderem zum Ziel gesetzt, diese beiden auf Machine Learning basierenden Ansätze auf der Hannover-Messe (und darüber hinaus) zu Lern-un Demonstrationszwecken bestmöglich einzusetzen.

Ein wichtiger Prozess dabei ist das Extrahieren und Analysieren der Daten, die IBM mithilfe geeigneter Tools aus den Industrieanlagen der Partner holt. Hierfür kommt ein einheitliches Protokoll zum Einsatz, mit dessen Hilfe sämtliche Daten in einem einheitlichen Format in den zur Verfügung stehenden Datenpools gespeichert werden. Von dort aus gelangen sie in den unterschiedlichsten Cloud-Plattformen, die je nach Anwendung und Kunde genutzt werden. Hierbei kommen auch Multi-Cloud-Szenarien zur Anwendung.

„Wie hilft IBM in diesem Kontext [dem Hersteller von Präzisionswaagen] Mettler Toledo?“

Bei dem gemeinsamen Projekt mit Mettler Toledo steht für den Anbieter und Hersteller von Präzisionswaagen die Qualität seiner Messgeräte an allererster Stelle. Denn die Waagen werden primär selbst zur Qualitätssicherung eingesetzt, indem gefertigte Produkte zur Überprüfung von möglichen Abweichungen von der gewünschten Qualität vermessen werden. Da die Mettler-Toledo-Waagen bis in das Milligramm genau wiegen können, lassen sich mithilfe dieser Hightech-Messgeräte kleinste Produktionsabweichungen exakt feststellen, ohne jedes einzelne Bauteil oder ein komplettes Produkt aufwändig nachmessen oder gar zerlegen zu müssen.

Aus diesem Grund ist es für Mettler Toledo immanent wichtig, sich auf die hundertprozentige Messgenauigkeit seiner Waagen verlassen zu können. Und genau hier kommt IBM mit seinen Softwarelösungen ins Spiel. So stellt „Big Blue“ eine Schnittstelle in seine IoT Cloud zur Verfügung, mit dessen Hilfe Mettler Toledo Zugriff auf geeignete Machine-Learning-Algorithmen erhält. Damit kann der Hersteller ziemlich exakt voraussagen, wann und bei welchen Waagen eine Ungenauigkeit von Messergebnissen zu erwarten ist, da sich bei der Produktion der Messgeräte mit hoher Wahrscheinlichkeit Unregelmäßigkeiten einstellen werden.

IBM IoT Cloud und Watson Studio für das Überprüfen von Qualität von Präzisionswaagen

Hierfür werden die von Mettler Toledo zur Verfügung gestellten Daten innerhalb der IBM IoT Cloud in das Softwaretool Watson Studio importiert. Daraus erstellt die Anwendung ein Produktionsprozessmodell, das anschließend installiert und konfiguriert wird. Sobald die vorhandenen Daten durch dieses Modell geleitet werden, lässt sich ziemlich genau vorhersagen, welche Waage mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit Abweichungen bei der gewünschten Qualität aufweisen wird. In solch einem Fall erhält der Smart-Factory-Administrator von der Software einen Warnhinweis, der auf die mögliche Abweichung der Messgenauigkeit hinweist. Damit kann er unmittelbar und ohne größeren Messaufwand die Qualität der Waage überprüfen lassen.

Das Interview mit Plamen Kiradjiev in voller Länge

Disclaimer: Für diesen Video-Blogpost hat mich IBM Deutschland als Blogger engagiert.

Eduard Erhart über IBM Supply Chain Insights

Eduard Erhart über IBM Supply Chains Insights und Watson AI

Während der Hannover-Messe 2018 habe ich dieses Videointerview mit Eduard Erhart zum Thema IBM Supply Chains Insights geführt. Mit diesem Tool hilft IBM ihren Kunden, Lieferkettenprozesse künftig mithilfe von Watson AI zu optimieren und einfacher zu gestalten.

„Was zeigt IBM [auf der Hannover-Messe] zum Thema Watson AI und Supply Chains?“

Kern des Demopunktes, an dem Eduard Erhart während der Hannover-Messe 2018 sein Wissen weitergegeben hat, war das Teilen von Erkenntnissen mit Messebesuchern rund um das Thema Supply Chains, also Lieferketten, und welche Erfahrungen IBM während der letzten Jahren im Kontext ihrer Supercomputer und Speicherlösungen sammeln konnte. Herausgekommen ist ein Softwaretool, das sich IBM Supply Chain Insights nennt, mit dem auf die sehr speziellen Anforderungen von Kunden an deren Lieferketten reagiert werden kann.

„Welche Vorteile ergeben sich dabei aus dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz (AI)?“

Laut Herrn Erhart ergeben sich im Kontext von Lieferketten durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz ganz neue Möglichkeiten. So lassen sich mithilfe von IBM Watson AI Services die bestehenden Supply-Chain-Daten von Unternehmen um externe Daten und Informationen anreichern, die allerdings in vielen Fällen unstrukturiert vorliegen.

Genau das erfordert eine ganz spezielle Behandlung und Verarbeitung dieser Daten von außerhalb. An dieser Stelle kommt IBM Supply Chain Insights ins Spiel. Damit lassen sich die Daten des Kunden mühelos auswerten, bewerten und in den richtigen Kontext setzen mit den eigenen und fremden Daten.

„Wie profitieren IBM-Kunden [dabei genau] von IBM Supply Chain Insights?“

Die große Herausforderung, mit der sich Kunden und Anwender konfrontiert sehen, lautet: Wie kann ich die riesigen Datenmengen sinnvoll einsetzen, um möglichst schnell gewinnbringende Informationen über meine Lieferkettenprozesse zu bekommen? Hierfür bietet sich eben das Softwaretool IBM Supply Chains Insights an, das innerhalb der IBM Cloud zur Verfügung steht.

Damit haben IBM-Kunden einerseits einen schnellen Zugriff auf diese Lieferketten-Analysesoftware, andererseits können sie gleichzeitig die anderen vorhandenen IBM-Cloud-Tools nutzen, die dort ebenfalls bereit stehen. Auch damit lassen sich Lieferkettenprobleme analysieren und beheben. Dies geschieht unter anderem auf Basis eines Chattools, auf das jeder Anwender innerhalb des Unternehmen Zugriff hat.

„Wie genau arbeitet IBM Supply Chain Insights?“

IBM Supply Chain Insights betrachtet die vorhandenen Transaktionsdaten und erkennt automatisch die Abweichungen von einem vorher definierten Soll-Zustand. Sollte dieser Fall eintreten, wird der Anwender darüber in Kenntnis gesetzt, um darauf reagieren zu können. So kann er sich mit seinem Team innerhalb eines Chatrooms von IBM Supply Chain Insights treffen, um eine möglichst probate Lösung des Problems zu eruieren.

Dabei füttert er IBM Watson AI mit den gewonnenen Erkenntnissen und möglichen Lösungsansätzen, von denen Watson wiederum lernen kann. Was am Ende dazu führen soll, dass beim nächsten Auftreten eines ähnlichen oder gleichen Problems eine Lösung schneller herbei geführt werden kann.

Das Videointerview mit Eduard Erhart in voller Länge

 

Disclaimer: Für diesen Video-Blogpost hat mich IBM Deutschland als Blogger engagiert.

Axel Rogaischus von IBM über Blockchain, Digital Twins und Künstliche Intelligenz

[Videochat] Axel Rogaischus (IBM) zu den Top-Themen auf der Hannover-Messe 2018

Mit Axel Rogaischus von IBM Deutschland habe ich dieses Interview zu den Top-Themen auf der Hannover-Messe 2018 geführt. Darin spricht er (aus IBM-Sicht) über die Blockchain-Technik, über digitale Zwillinge und über die Künstliche Intelligenz, soll heißen über IBM Watson AI.

Top-Thema Nummer 1: Blockchain-Technologie

Hierbei geht Herr Rogaischus vor allem auf Blockchain im Business-Umfeld näher ein. Doch was sind die besonderen Herausforderungen, wenn man von Blockchain-Lösungen im kommerziellen Einsatz spricht? Laut Herrn Rogaischus ist das in den allermeisten Fällen nicht die Technik an sich, denn die funktioniert zumeist tadellos, da oft nichts anderes als eine cloud-basierte Datenbanktechnik dahinter steckt.

Ein häufiger Knackpunkt ist eher die Governance bei der Implementierung einer Blockchain-Lösung innerhalb eines Netzwerks. Soll heißen: Wer hat den Blockchain-Hut auf? Wer bestimmt die „Mitspieler“ eines Blockchain-Netzwerks? An diesen und weiteren Entscheidungen scheitern leider nach wie vor viel zu viele Blockchain-Projekte.

Top-Thema Nummer 2: Digital Twins

Mit Digital Twins sind im Allgemeinen digitale Modelle bestehender Anlagen wie einer Fabrik gemeint, mit deren Hilfe exakte Simulationen vorgenommen werden, was zu einer Verbesserung von Prozessen führen kann, zu neuen Erkenntnissen rund um das reale Vorbild des digitalen Zwillings führt und vieles mehr.

Doch was macht ein Digital-Twin-Projekt wie der Port of Rotterdam auf einem Fertigungsevent wie der Hannover-Messe? Nun, interessant an diesem Digital Twin des Rotterdamer Hafens ist laut Herr Rogaischus die Komplexität dieser riesigen Anlage, die alleine im Jahr 2016 rund 29.000 Seeschiffe und 105.000 Binnenschiffe abgefertigt hat.

Und genau solch eine aufwändig zu wartende Anlage ist nun einmal auch eine Fabrik, von denen ebenfalls verstärkt digitale Zwillinge aufgebaut werden. Hiermit lässt sich am Rechner der gesamte Material-, Fertigungs- und Prozessfluss sowie sämtliche Maschinenketten anschaulich darstellen. Und genau diese Komplexität lässt sich mit vorhandener Technik in Form von Digital Twins mühelos abbilden.

Top-Thema Nummer 3: Künstliche Intelligenz

Mit der Künstlichen Intelligenz und deren Sub-Disziplinen wie Machine und Deep Learning werden künftig ganz neue Möglichkeiten geschaffen. Bei IBM hat man hierfür sogar eine eigene Marke geschaffen, die sich IBM Watson AI nennt, also Watson Artificial Intelligence. Mit dieser Technologie will IBM Anwendern helfen, Prozesse zu vereinfachen und zu verbessern, ganz gleich, an welcher Stelle das geschehen soll.

Speziell im Fertigungsumfeld – und damit auch auf der Hannover-Messe – spielt das Thema Predictive Maintenance eine immer wichtigere Rolle. Zu nennen sind hier beispielsweise der Use Case KONE, bei dem der Aufzug- und Rolltreppenhersteller mithilfe von Watson AI seine Außendienstmitarbeiter in die Lage versetzt, die notwendigen Wartungsarbeiten noch besser steuern und planen zu können. Hierfür stehen die notwendigen Informationen und Daten mithilfe von Watson AI bereits im Vorhinein zur Verfügung, mit denen sich Ausfälle von KONE-Anlagen präventiv vorhersagen lassen.

Das Interview mit Axel Rogaischus in voller Länge

Disclaimer: Für diesen Video-Blogpost hat mich IBM Deutschland als Blogger engagiert.

3DEXPERIENCE-Plattform von Dassault Systèmes auf einen Blick

Dassault Systèmes auf der Hannover-Messe: Simulationen aller Art

Erst vorgestern hatte ich angekündigt, mit dem ein oder anderen Aussteller während der Hannover-Messe 2018 das ein oder andere Videointerview zu führen. Da sich heute freundlicherweise die PR-Agentur von Dassault Systèmes bei mir zwecks Terminvereinbarung gemeldet hat, folgt zu meinem geplanten Treffen dieser kurze Beitrag.

Dassault Systèmes wurde 1981 in Frankreich gegründet und ist auf Software spezialisiert. Die Firma besitzt eine eigene Plattform, die sich 3DExperience nennt, auf der zahlreiche Anwendungen basieren. Dazu gehören unter anderem CATIA, ENOVIA und SIMULIA. Und genau über Letztgenannte möchte ich in Hannover mit einem der zuständigen Experten sprechen. Doch was hat es damit genau auf sich?

Nun, wie der Name schon vermuten lässt, ermöglicht SIMULIA 3D-basierte, virtuelle Simulationen auf Hochleistungsrechnern, und das über zahlreiche Anwendungsfelder hinweg. Dazu zählen unter anderem:

Luft- und Raumfahrt: Hier wird SIMIULIA in die Entwicklungsumgebung derart integriert, dass sich beispielsweise zu einem frühen Zeitpunkt zeigen lässt, wie sich veränderte Konstruktionen günstig oder weniger günstig auf den Luftantrieb einer Flugzeugturbine auswirken oder wie sich das Fahrwerk einer Boing unter ganz bestimmten Umgebungsverhältnissen verhält.

Architektur und Bauwesen: Wie wirkt sich ein Unwetter auf die Stahlkonstruktion der geplanten 2-Mrd-Brücke aus? Mit welchen Schäden ist zu rechnen, wenn der neue 200-Stockwerk-Tower einem Erdbeben ausgesetzt wird? Diese und weitere Fragen beantwortet SIMULIA direkt am Rechner, sodass das Risiko von Fehlkonstruktion aufwändiger Projekte erheblich verringert werden kann.

Verbrauchsgüter: Gerade in Zeiten heftiger Diskussion rund um zunehmende und nicht mehr beherrschbare Plastikmüllhalden, die unsere Meere fluten, sind neue Materialien gefragter denn je. Doch wie wirkt sich ein neuer Verbundstoff auf die  Festigkeit einer Flasche aus, und welche Risiken gehen für die Verbraucher damit einher? Diesen und anderen Unwägbarkeiten soll man mit einem Tool wie SIMULIA auf die Schliche kommen. Hoffentlich zum Wohle unseres Planeten.

Energie- und Prozesstechnik: Das, was für den Plastikmüll gilt, lässt sich auf erneuerbare Energiengleichermaßen anwenden. Denn auch hier drängen sich zahlreiche Fragen bei der Konstruktion neuer Anwendungen auf: Wie wirken sich die zunehmend veränderten klimatischen Verhältnisse auf Energieerzeuger wie Windräder und Solarkollektoren aus? Welchen Einfluss hat die Korrosion von Salzwasser auf Erdgas-Pipelines? Mit welchen Bruchrisiken müssen Betreiber von Kraftwerken aufgrund veränderter thermischer Belastungen rechnen? Diese und weitere Fragen soll ebenfalls SIMULIA beantworten.

Das sind nur vier von zahlreichen Anwendungsbereichen, in denen SIMULIA zum Einsatz kommt. Bin schon sehr gespannt, was ich darüber auf der Hannover-Messe alles erfahren werde. Welche Fragen würdet ihr Dassault Systèmes stellen?

Software AG auf der Hannover Messe 2018

Software AG auf der Hannover Messe: Mindsphere, Windpark-Steuerung und Fertigungsüberwachung

Ende März habe ich mit Oliver Edinger von der Software AG ein Videointerview geführt, in dem er über die IoT-Plattform Cumulocity spricht. Und gerade habe ich bei meinen Hannover-Messe-Vorbereitungen entdeckt, dass die Software AG vom 23. bis 27. April in Hannover an drei Ständen gleichzeitig vertreten sein wird.

Da ich für IBM auf der Hannover-Messe unterwegs sein werde, komme ich um einen Besuch bei der Software AG sicherlich kaum umhin. Zumal ich während der München-Ausgabe der IoT Innovation Tour 2018 Mitte Mai Videointerviews mit Vertretern der Software AG und anwesenden Geschäftspartnern und Kunden führen darf.

Software AG und Siemens

In Halle 9, Stand D35, wird Siemens eine MindSphere Lounge aufbauen, und genau dort will die Software AG zeigen, wie sich ihre ARIS Business Process Analysis Platform und das cloudbasierte IoT-Betriebssystem Siemens MindSphere für IoT-Projekte bestmöglich ergänzen. Hierbei fungiert ARIS als Prozessinformationslieferant, womit Business-Transformationen transparenter und damit leichter nachvollziehbar werden.

Software AG und EdgeX Foundry

Wer in Halle 6 vorbeikommt, sollte in Erwägung ziehen, Stand B17 einen Besuch abzustatten. Dort zeigen nämlich die Software AG und EdgeX Foundry, wie sich große Industrieanlagen wie ein Windpark mithilfe von passenden IoT-Lösungen überwachen und steuern lassen. In diesem Fall kommt die IoT-Plattform Cumulocity IoT der Software AG zum Einsatz. Damit können sämtliche Daten erfasst, analysiert und für weitere Zwecke bereitgestellt werden, die im Kontext der Windkrafträder anfallen. Dies geschieht auf Basis einer Echtzeit-Streaming-Analyse, die dem Betreiber von Windparks und anderen Energieanlagen nützliche Informationen liefern.

Software AG und Huawei

Sollten Sie dann immer noch nicht genug haben von der Halle 6, können Sie sich am Stand D18 von Huawei davon überzeugen lassen, dass Hardware und Software immer ein starkes Team sein werden. So wie die Edge Computing-IoT-Lösung von Huawei und Cumulocity IoT von der Software AG. Mit dieser Kombination lassen sich Streaming-Edge-Analysen durchführen, die beispielsweise beim Bau von Industriemaschinen zum Einsatz kommen.

Damit können während des Fertigungs- und Produktionsprozesses sämtliche Daten erfasst und analysiert werden, die von Maschinen über das EC-IoT-Gateway an das Backend-Cloud-System transferiert werden. Dort werden die Daten analysiert, um damit voraussagen zu können, welche Maschine voraussichtlich zu welchem Zeitpunkt einen Fehler aufweist und eventuell ausfallen wird. Vorbeugung ist hier das Gebot der Stunde.