Videoblog: ” Die agile Softwareentwicklung spiegelt unsere Gesellschaft ganz gut wider”

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Der Jobtitel von Sarah Mück bei der SVA GmbH nennt sich “Head of Business Line Agile IT & Software Development”. Genau aus diesem Grund habe ich mich mit ihr auf dem PRESENCE MEETS FUTURE-Event in Hamburg über Themen wie agile Softwareentwicklung, DevOps und Kubernetes unterhalten.

Warum Firmen zunehmend auf DevOps und agile Softwareentwicklung setzen

Für Sarah verfolgen beide Bereiche grundsätzlich unterschiedliche Ansätze. Denn im Falle von DevOps-Methoden Unternehmenspolitik kommt man um das Thema Agilität nicht herum, umgekehrt schon. So haben die agilen Arbeitsweisen auch mit den permanenten Veränderungen unserer Gesellschaft zu tun, was sich eben in der agilen Softwareentwicklung widerspiegelt. Anwender wollen nämlich in immer kürzeren Abständen und mit immer höheren Frequenzen neue Funktionen, die sie bei ihrer Arbeit unterstützen.

Darin stecken laut Sarah intrinsische Verhaltensmuster, die dazu führen können, dass Anwender*innen selbst bestimmen wollen, welche Komponenten und Funktionen die Applikation ihrer Wahl umfasst. Und dass eben nicht der Softwareanbieter mehr oder weniger die Ausgestaltung der Anwendung vorgibt. Das trifft auf die Softwareentwicklung selbst auch zu, denn immer mehr Entwickler wollen verstärkt am Produkt mitwirken, anstatt nur vorgefertigte Konzepte umzusetzen.

Im Gegensatz dazu stehen bei DevOps-Ansätzen bestimmte Technologien im Vordergrund. Hier geht es also vor allem um die Abstrahierung und Digitalisierung der gesamten Infrastruktur, die sich als Anwendung oder Teil davon abbilden lässt. Damit stellen Technik und Software eine homogene Einheit dar, was den aktuellen und zunehmenden Erfolg der DevOps-Methoden begründet.

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Cloud-Container erfordern sichere Methoden und eine sichere Infrastruktur

Für viele Anwender ist der Umgang mit der Container-basierten Softwareentwicklung noch relativ neu. Daher stellt sich für viele Entwickler die Frage, wie sie möglichst sichere Container-Umgebungen bereitstellen können. Dazu gehört auch die IT-Security als Gesamtdisziplin, die für eine sichere Infrastruktur sorgt.

Hierbei spielen aber auch Container-Cluster eine entscheidende Rolle, die mittels Schnittstelle mit der Cloud kommunizieren. Da stellt sich schnell die Frage, wie diese Verbindung nach außen abgesichert werden kann. Zudem stellt der nahtlose Übergang von einem Container zum nächsten zur Laufzeit der Anwendung eine echte Herausforderung dar. Hier geht es sowohl um das Absichern des Netzwerks, der Ports, etc. als auch um die notwendigen Route-Rechte der Container.

Wichtig bei Container-Anwendungen sind auch die zugehörigen Images, deren Herkunft und ihre sichere Verwendung. All das ergibt ein vollständiges Konstrukt, das gegen Angriffe von außen und innen abgesichert werden muss. Dies geschieht auf Basis von bekannten, etablierten Standards, die natürlich Teil des Container-Clusters sein müssen.

Kubernetes spielt im Cloud-Umfeld eine wichtige Rolle

Container funktionieren ausschließlich im Verbund, also als Cluster. Damit kann eine Anwendung elegant und agil in ihre Einzelteile, sprich Funktionen zerlegt werden, die sich wiederum in einzelnen Containern befinden. Das hat den wesentlichen Vorteil, dass Anwendungen flexibel bereit gestellt werden können, da sich Container quasi ein- und ausschalten lassen, je nach Bedarf.

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Dieses Bereitstellen von Funktionen innerhalb eines oder mehrere Container geschieht natürlich nicht manuell, sondern automatisiert. An der Stelle kommt Kubernetes ins Spiel, das die Orchestrierung sämtlicher Container übernimmt. Kubernetes legt also selbständig fest, welche Funktionen in welchen Containern in welchem Umfang zur Verfügung stehen sollen. Zudem kümmert sich Kubernetes auch um die richtige Skalierung der Anwendungen, damit sich die zur Verfügung stehenden Ressourcen bestmöglich nutzen lassen. Und das kann Kubernetes derzeit am allerbesten.

Das vollständige Interview mit Sarah Mück

Disclaimer: Dieser Beitrag und das zugehörige Video sind im Auftrag der SVA GmbH entstanden. Bei der Auswahl der Interviewfragen und der Erstellung des Blogposts hat mir die SVA größtenteils freie Hand gelassen.

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