Letzte Woche fand die IBM Z-Roadshow an drei Orten statt, nämlich in Köln, Frankfurt und München. Über Frankfurt habe ich in Form von Tweets und ergänzenden Informationen bereits berichtet, heute ist München an der Reihe.

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Bemerkenswert fand Andreas Thomasch während seines Vortrags unter anderem, dass die CEO von IBM, Ginni Rometty, eigens einen Brief zum Jahresbericht verfasst hat, in dem sie explizit das Thema Mainframe aufgreift. Das stimmte ihn sehr zuversichtlich, dass Transaktionsrechner wie die IBM z14 weiterhin hoch im Kurs bei IBM stehen.

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Das belegt unter anderem folgende Grafik, aus der sehr gut hervorgeht, dass die zusätzliche CPU-Last auf Mainframes zunehmend von Applikationen beansprucht wird, die nicht aus der Rubrik „Standard-Apps“ stammen, sondern von neuen Anwendungen, die man auf den ersten Blick nicht unbedingt dem klassischen Mainframe-Rechner zuordnen würde.

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Auf Andreas Thomasch folgt Christine Axnix vom Böblinger IBM-Labor, die auf der eher technischen Ebene über die neuen IBM z14 ZR1 sprach.

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Als erstes ging sie auf die offensichtlichste Änderung der neue IBM z14 ZR1 ein, nämlich den neuen Formfaktor. Da zahlreiche Kunden den großen Drang verspürten, IBM-Mainframes der Z-Serie künftig in Standard-Rechenzentren zu nutzen, hat sich IBM dieses Themas angenommen und baut die neue Mainframe-Maschine mit dem Zusatz ZR1 im 19-Zoll-Format. Das spart nicht nur Platz, sondern ermöglicht obendrein neue Optionen.

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Für das Absichern virtueller Maschinen auf Basis der IBM z14 (und davon sind immerhin bis zu 40 auf einer Maschine möglich), hat sich IBM etwas ganz Besonderes ausgedacht: den IBM Secure Service Container. Damit lassen sich ab sofort Cloud-basierte Anwendungen auf der Mainframe installieren, die dort in einem vollständig abgesicherten Raum ausgeführt werden. Das sorgt unter anderem für eine erhöhte Sicherheitsstufe, da Malware und andere Schadsoftware keinen Weg in die Anwendungen findet.

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Interessant an der IBM z14 ZR1 ist auch der freie Platz, der sich oberhalb der verbauten Komponenten befindet. Dabei handelt es sich um insgesamt 16 Höheneinheiten, die sich auf ganz unterschiedliche Weise nutzen lassen. So kann darin beispielsweise eine SAN-Appliance vom Typ SAN512B untergebracht werden, aber auch ein Flash-System der Marke IBM FlashSystem A9000 findet dort seinen Platz. Neben reinen IBM-Erweiterungen können in die 16 Höheneinheiten auch Hardware anderer Hersteller eingesetzt werden.

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Nach Christine Axnix enterte Gonzalo Muelas Serrano die Bühne, um ein wenig über z/VSE und Linux on Z zu sprechen.

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Danach präsentierte Rita Pleus ihre Sicht der Dinge in Sachen Sicherheit, die auf Mainframe-Rechnern eine ganz besondere Rolle einnimmt.

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So zeigte sie anhand der folgenden Grafik, dass es sich bei dem Verschlüsselungskonzept „Pervasive Encryption“ um einen ganzheitlichen Ansatz handelt, der bei einer dedizierten Hardware-Lösung beginnt und beim ausgefeilten Schlüsselmanagement endet. Darüber hat Rita mit mir am Ende der Veranstaltung in Form eines Videointerviews gesprochen.

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Rita Pleus weist im Video ausdrücklich darauf hin, dass Sicherheit nicht nur eine Frage der Verschlüsselung ist, sondern dahinter immer ein ganzheitlicher Ansatz steht. So sollte man sich vor allem ganz zu Anfang gut überlegen, wie weit die Sicherheit der eigenen IT reichen soll. Denn daran orientieren sich die Maßnahmen, die dann ergriffen werden.

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Auf Rita folgte Michael Störchle, der anhand seines Vortrags zeigen wollte, welche Möglichkeiten eine Mainframe-Maschine wie die IBM z14 im Cloud-Zeitalter bietet.

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Um zu belegen, warum es gerade für Betreiber von Mainframe-Anlagen immer wichtiger wird, auch Cloud-Applikationen anbieten zu können, präsentierte er Studienergebnisse, die zum einen belegen, dass 80 Prozent von IT-Entscheidern mittlerweile auf eine Kombination aus traditionellen Anwendungen und Cloud-Applikationen setzen. Und zum anderen bestätigen 90 Prozent großer Unternehmen, dass hybride Cloud-Infrastrukturen einen besseren ROI aufweisen als die typischen OnPrem- oder Cloud-only-Ansätze.

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Damit das auf einer IBM-Mainframe möglichst einfach und ohne größeren Programmieraufwand gelingen kann, steht mit z/OSMF ein Tool zur Verfügung, das die unkomplizierte Bereitstellung von Cloud-Services auf IBM Z quasi per Mausklick erlaubt.

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Damit werden native Cloud-Apps auf einer IBM Z-Maschine möglich, und das sogar unter Linux mit all seinen Techniken und Technologien wie Dockers, Kubernetes, openstack, Chef, etc. Somit lassen sich obendrein klassische Transaktionsanwendungen und Cloud-Applikationen nahtlos miteinander verbinden, was sich günstig auf die erforderliche Netzwerkbandbreite sowie deren Geschwindigkeit und Latenzen auswirkt.

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Den Abschluss eines sehr informativen Z-Nachmittags bildete der Vortrags von Khadija Souissi, die ein wenig über das sehr interessante Thema Machine Learning referierte. Mit ihr habe ich ebenfalls ein Interview geführt, das sich am Ende dieses Beitrags befindet.

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Gleich zu Anfang präsentierte sie eine ziemlich beeindruckende Zahl, die etwas über die Menge an Daten aussagt, die täglich auf Mainframe-Rechnern verarbeitet werden. Und wenn man dann bedenkt, dass aktuell gerade einmal 10 Prozent dieser riesigen Datenmengen sinnvoll genutzt werden, kann man sich ganz leicht die Auswirkungen vorstellen, die das richtige Analysieren und Einsetzen dieser Daten hat.

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Um das bestmögliche Auswerten dieser Daten zu ermöglichen, bietet IBM für seine Mainframe-Maschinen ein Tool, das sich Db2 Analytics Accelerator bietet. Damit lassen sich die Daten auf dem Mainframe-Rechner direkt erfassen und analysieren, und das ohne aufwändiges Hin- und Her-Kopieren, da das Ganze direkt auf der Mainframe geschieht.

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Da das Analysieren und Bewerten großer Datenmengen künftig immer häufiger mithilfe von KI-Algorithmen vonstatten geht, bietet IBM mit Machine Learning for z/OS ein Tool, das genau diese Aufgaben direkt auf dem Mainframe-Rechner à la IBM Z übernimmt. Damit lassen sich beispielsweise bestimmte Anomalien, die während einer Banktransaktion auftreten, noch schneller aufspüren. Was zu noch mehr Sicherheit führt. Auch darüber hat Khadija Souissi im folgenden Interview gesprochen.

Disclaimer: Für diesen Blogpost hat mich IBM Deutschland als Blogger engagiert.

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