Wie aus einem iPhone- schrittweise ein Android-Anwender wird [Update]

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Update 18.9.2018: Der Sparkassen-Verband und Apple Pay, das ist so eine ganze eigene Geschichte – leider! Da lob ich mir doch mein Android-Smartphone, mit dem das Google-eigene drahtlose Bezahlverfahren Google Pay klappt, aber auch das mobile Bezahlen mit der eigens hierfür programmierten Sparkassen-App. Ab sofort kann ich im Supermarkt meiner Wahl – und anderswo – einfach mit meinem Motorola Moto Z2 Force bezahlen!

Wir schreiben das Jahr 2007: Der Blogger Michael H. aus M. erwirbt sein allererstes iPhone, exakt 7 Tage nach dem Deutschlandstart des Apple-Smartphones. Dieser Kauf stellt sein mobiles Leben völlig auf den Kopf und er konnte sich nie ein  anderes Smartphone vorstellen. Bis er dann auf der IFA 2018 die Begegnung der verändernden Art hatte…

So oder so ähnlich könnte meine Biografie eines Tages beginnen, falls Sie dann jemals über mich geschrieben würde. Da dies aber wohl eher nicht geschehen wird, bin ich mein eigener Autor und versuche aufzuzeigen, wie ein seit zehneinhalb Jahren eingefleischter und überzeugter iPhone-Fan schrittweise zum Android-User mutiert. Oder besser noch: Zum Motorola Moto Z2 Force-Anwender.

Wie alles anfing: erstes Fotoeindrücke auf der IFA 2018

Dieses Jahr war ich mal wieder seit ewigen Zeiten auf der IFA in Berlin, und zwar auf Einladung von Lenovo/Motorola, wo ich die neuen Gerätschaften bewundern und ein Interview mit Mirco Krebs zum Thema Künstliche Intelligenz in Notebooks führen durfte.

Meinen „Erstkontakt“ mit dem Moto Z2 Force samt Hasselblad-Erweiterung hatte ich auf der Abendveranstaltung im Soho House, bei dem ich neben einem der PR-Agentur-Verantwortlichen von Lenovo und Motorola zu sitzen kam. Und da er leidenschaftlich gerne fotografiert und ich auch leidenschaftlich gerne fotografiere, war das Thema Smartphones und Fotografie nicht weit entfernt.

So kam es also, dass er mir Bilder zeigte, eingefangen mit dem Motorola Moto Z2 Force in Kombination mit dem Aufsteckmodul von Hasselblad. Dabei handelt es sich um ein Teleobjektiv, das eine Brennweite von 4,5 bis 45mm aufweist, was umgerechnet einer zehnfachen Vergrößerung entspricht. Damit kann ich zum ersten Mal mit einem Smartphone Nahaufnahmen von entfernt liegenden Objekten machen. Und das in überzeugender Bildqualität.

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Wie sich dieses Gespann bei weniger gutem Licht schlägt, werde ich am kommenden Freitag auf dem IDC-Event zum Thema Cloud Computing verifizieren können. Darauf bin ich wirklich schon sehr gespannt. Bilder folgen.

Warum mich das Mod-Konzept von Motorola überzeugt

Neben dem Hasselblad True Zoom (so der offizielle Name dieser Erweiterung) überzeugen mich auch die anderen Mods, mit dem sich die kompatiblen Motorola Moto-Modelle um nützliche und sinnstiftende Funktionen ausstatten lassen. Ob das der JBL-Lautsprecher ist oder der Videoprojektor oder der Polaroid-Drucker – mithilfe dieser Erweiterungen wird aus dem Smartphone eine kleine Boom-Box und ein Heimkinobeamer und ein Auf-der-Stelle-Druckgerät. Ganz zu schweigen von der Akkuerweiterung und den anderen schicken Mods, mit denen die Motorola-Handys einen echten Mehrwert bekommen.

Mal sehen, vielleicht bekomme ich ja zu Testzwecken weitere Mods zugesandt. Dann werde ich natürlich auch darüber berichten!

Motorola Moto Mods

Lieferung und Unpacking des Motorola Moto Z2 Force

Noch während der IFA erreichte mich ein UPS-Paket. Sein Inhalt: Das Motorola Moto Z2 Force, das mich auf Anhieb ansprach. Denn alleine mit seinem großen und sehr guten 5,5-POLED-Display (gegen Stürze und Wasser geschützt) ist die sichtbare Fläche schon mal deutlich größer als die meines iPhone 6s. Zudem beläuft sich die Auflösung auf 2.560 x 1.440 Pixel. Das liegt sogar über den Werten des iPhone 6s Plus mit 5,5-Zoll. Klarer Punkt also an das Moto Z2 Force.

Aber auch mit dem schnellen Octacore-Qualcomm-Prozessor und dem 64 Gigabyte große Speicher übertrifft das Motorola Moto Z2 Force die Leistungsdaten meines Apple-Smartphones. Was auch schick daran ist: Mithilfe des zweiten SIM-Schachts lässt sich der ohnehin schon üppig bemessene Speicher um bis zu 2 Terabyte erweitern, und das mithilfe der passenden Micro-SD-Karte. Was allerdings in Zeiten grenzenloser Cloud-Speicherkapazitäten nicht ganz so relevant ist.

Bei den verbauten Kameras ergibt sich aufgrund der 12 Megapixel auf der Rückseite und den 5 Megapixeln auf der Vorderseite (für Selfies) des Motorola Moto Z2 Force ein glasklares Patt, wenngleich das Motorola Moto Z2 Force mit zwei Kamerasensoren daher kommt, was für schärfere und bessere Fotos sorgen soll. Bei den Außenaufnahmen (siehe oben) konnte mich das Motorola-Handy schon mal überzeugen. Über die Qualität von Bildern in Räumen werde ich am Freitag nach dem IDC-Event mehr sagen können.

Nicht unbedingt erwähnenswert, weil mittlerweile fast schon zum Standard gehörend, ist der Fingerabdrucksensor, den ich aber schon bei meinem iPhone sehr praktisch finde und nicht mehr missen möchte.

Was mich am Android-Handy von Motorola auf Anhieb begeisterte

Ich als iOS-Anwender der ersten Stunde habe ja schon so manche Entwicklung des Apple’schen Betriebssystems mitgemacht, und das nicht nur zum Guten. Was mich daher am installierten Android 8.0 Oreo als allererstes beeindruckte, ist die flexible Gestaltung der Bedieneroberfläche, die sich genau meinen Bedürfnissen anpasst. Ob das die Widgets für den schnellen Zugriff auf häufig benötigte App-Funktionen sind oder das schnelle Verschieben und Deinstallieren von Apps – daran könnte sich Apple wirklich mal ein Vorbild nehmen.

Hinzu kommt, dass Motorola seinen Smartphones eigene Bedienfunktionen spendiert, mit denen sich die Handys noch besser und komfortabler bedienen lassen. Dazu gehören die Moto Actions, die es erlauben, dass die Kamerafunktion aktiviert wird, indem man das Smartphone zwei schnell um 90 Grad dreht. Hilfreich ist auch die Funktion „Anheben des Handys“. Damit wird das Motorola-Smartphone automatisch stumm geschaltet. Aber auch „Nicht stören“ ist praktisch, zum Beispiel in Besprechungen. Hierfür muss man das Gerät einfach nur auf den Bildschirm legen.

Was meinem iPhone 6s auch fehlt, ist das drahtlose Laden des Akkus. Auch das gibt es beim Motorola Moto Z2 Force gleich dazu, und zwar in Form der beiliegenden Schutzschale, die gleichzeitig die Mod-Kontaktstifte des Smartphones schützt. Obendrein ist die Schale angeraut, womit das Handy deutlich besser in der Hand liegt als ohne.

Was in meinem ehemaligen Apple-Universum noch nicht ganz passt

Zugegeben, ich nutze das Motorola Moto Z2 Force noch nicht so lange, dafür ist der Umstieg schon recht weit vollzogen. Ich kann sogar schon mithilfe der passenden Apps den Macbook-Kalender mit dem Google-Kalender synchronisieren und verpasse damit keine wichtigen Termine. Das gilt auch für meine Kontakte, die sich im Laufe der Jahre auf iPhone und Mac angesammelt habe. Was noch nicht funktioniert, ist der Zugriff auf die iCloud per App. Klar, via Chrome-Browser geht das auch, ist aber nicht so komfortabel wie auf dem iPhone. Und die ein oder andere Apps ist noch nicht eingerichtet, aber das kommt noch.

Update 18.9.2018: Google Mail ist jetzt komplett eingerichtet, die MVG-App ebenfalls. Es geht also voran.

Bilder vom Hasselblad-Mod True Zoom

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