Während einer IDC-Veranstaltung zum Thema Cloud Computing habe ich dieses Interview mit Heinz-Dieter Speidel von LG Electronics zum Thema Cloud-Monitore geführt. Darin spricht er über die Vorzüge spezieller Cloud-Devices und warum sich LG damit auf dem richtigen Weg sieht.

LG Electronics und die Cloud – ein nicht so offensichtliches Gespann

Eines ist klar: Die Begriffe „LG Electronics“ und „Cloud“ gehören nicht unbedingt zum Standardrepertoire eines IT-interessierten Anwenders. Dabei ist doch die Verbindung zwischen Cloud Computing und LG-Monitoren gar nicht so abwegig. Allerdings, und das durfte ich im Sofitel München lernen, findet man Cloud-Monitore vor allem im Projektgeschäft von LG, und das ziemlich erfolgreich. So hat erst eine große US-Bank mehrere 1.000 Stück dieser Spezialbildschirme für seine Mitarbeiter bestellt. Davon liest man normalerweise nichts in den Medien.

Darüber hinaus ist LG verstärkt im sogenannten Thin-Client-Geschäft unterwegs. Das sind diese auf ein Minimum reduzierten Mini-PCs, die mit einem eher rechenschwachen Prozessor, ein wenig Arbeitsspeicher und sonst nichts ausgestattet sind. Diese Geräte greifen via Inter- bzw. Intranet auf Server-Anwendungen zu, benötigen daher außer der passenden Remote-Client-Software keine weiteren Programme und damit auch keine Festplatte oder ähnlichen Speicher.

Daher war es naheliegend, beide Gerätetypen – also Cloud-Monitor und Thin-Client-PC – in einem einzigen Device zusammenzufassen, was dann als All-in-One-TC-Lösung im November auf den Markt kommt. Was LG erst einmal ein Alleinstellungsmerkmal bescheren wird. Mal sehen, wann andere Hersteller auch auf diese doch recht naheliegende Idee kommen.

LG wird diese Geräte in drei Modellen feilbieten: Als kleine Box, mit 24-Zoll- und als 38-Zoll-Monitor, der vor allem in Banken und Versicherungen zum Einsatz kommen wird.

Der Einsatz von Cloud-Monitoren ist durchaus sinnvoll

Jetzt, wo diese neue Gerätekategorie klarer wird, fallen einem auch ganz schnell diverse gute Gründe für solch ein All-in-One-Device ein:

  • Der Schreibtisch ist wesentlichen aufgeräumter, da nur noch ein Bildschirm auf dem Tisch steht
  • es gibt deutlich weniger Kabel rund um den Arbeitsplatz
  • diese Cloud-PCs kommen ohne Lüfter aus, was für mehr Ruhe sorgt
  • das Ganze ist stromsparend, da die Geräte nur etwa ein Drittel an Energie im Vergleich zu herkömmlichen Lösungen benötigen.

Cloud-Monitore können aber noch mehr

Diese neue Klasse von All-in-One-Monitoren für Cloud-Anwendungen sind universell einsetzbar, womit sich ihre Anschaffungskosten relativ schnell amortisieren. Hinzu kommt, dass sich die LG-Geräte entweder mit vorinstalliertem Windows 10 IoT oder ganz ohne Betriebssystem erwerben lassen. Und zu guter Letzt verfügen diese Cloud-Bildschirme über einen 4K-tauglichen HDMI-Anschluss, womit sich das Gerät um einen weiteren Monitor ergänzen lässt, was vor allem in Banken, Versicherungen und anderen Finanzdienstleistungsunternehmen ein unabdingbares Kaufargument darstellt.

Das vollständige Interview mit Heinz-Dieter Speidel