Leif Walter von Fortinet über Enterprise Firewalls und KI in der Security

Videoblog: „Enterprise Firewalls müssen performant, skalierbar und offen sein“

Während der it-sa 2018 habe ich mit Leif Walter von Fortinet dieses Videointerview geführt. Darin spricht er über die Besonderheiten der Fortinet Enterprise Firewalls und die künftige Rolle der Künstlichen Intelligenz im Kontext der IT-Security.

FortiGate Enterprise Firewalls sind performant, skalierbar und offen

Firewall-Lösungen für den Enterprise-Markt müssen vor allem performant und skalierbar sein, aber auch offen gegenüber anderen Systemen und Lösungen. Genau diesen Anforderungen werden Fortinet-Firewalls gerecht, indem sie auf Techniken basieren, die darauf abgestimmt sind. Hierbei steht vor allem die Netzwerk-Performance im Vordergrund genauso wie die Skalierbarkeit, die sich auf diverse Bereiche wie das Internet der Dinge und andere Segmente bezieht. Und klar, dass solche Firewall-Systeme auch mandantenfähig sein müssen.

Darüber hinaus spielen offene Schnittstellen eine zunehmend wichtige Rolle, da die Netzwerk-Topologien und ihre Komponenten immer heterogener werden und Anwender genau nach Lösungen suchen, die mit dieser Technikvielfalt klar kommen.

Künstliche Intelligenz in der IT-Security hat noch einen weiteren Weg vor sich

Die aktuelle Künstliche Intelligenz befindet sich im Grunde immer noch in einem Anfangsstadium, sodass immer noch von einer „schwachen“ KI die Rede ist, die innerhalb einer in sich geschlossenen Disziplin wie Autonomes Fahren oder Bilderkennung gute bis sehr gute Dienste leistet, also auch innerhalb der IT-Security.

Will man allerdings äußerst komplexe Bedrohungsszenarien mithilfe der Künstlichen Intelligenz schneller und zuverlässiger erkennen und abwehren können, ist eine sogenannte „starke“ KI vonnöten. Denn nur dort können die bisherigen „Insellösungen“ miteinander interagieren und schaffen damit ganz neue Modelle, die deutlich „schlauer“ sind als die heutigen Ansätze. Und genau dort wollen und werden sich Sicherheitsexperten wie Fortinet künftig noch mehr engagieren.

Das vollständige Interview mit Leif Walter

Disclaimer: Dieser Videoblogbeitrag ist in Zusammenarbeit mit Akima Media entstanden. 

Oliver Edinger von der Software AG zum Internet der Dinge

[Videochat] „Internet of Things ist hierzulande besser als sein Ruf!“

Internet of Things ist eines der zentralen und beherrschenden Themen der vergangenen und kommenden Jahre. Wen wundert es da, dass IDC Deutschland mittlerweile die dritte Umfrage dazu durchgeführt hat, um den Stand der Dinge in Sachen IoT in Deutschland abzuklopfen.

Bei der Vorstellung der Umfrageergebnisse durfte ich im Münchner Hotel Le Méridien dabei sein, und neben allerlei Tweets und einem Interview mit einem der Studienverantwortlichen habe ich auch dieses Videointerview mit Oliver Edinger von der Software AG geführt. Darin spricht er über die IoT-Plattform Cumulocity IoT, über größere und kleinere IoT-Projekte und wo Deutschland in Sachen Internet der Dinge steht.

Internet of Things ist hierzulande besser als sein Ruf

Und genau mit dieser Frage ging das Interview los. Die Meinung von Herr Edinger dazu war nicht so überraschend, sieht er den Wirtschaftsstandort Deutschland in puncto IoT besser aufgestellt, als dies von der breiten Öffentlichkeit im Allgemeinen wahrgenommen wird. Mehr noch: Er bewertet den hiesigen IoT-Markt im europäischen Vergleich ganz weit vorne, wenn man den Kenntnisstand rund um das IoT und das Umsetzen von realen Projekten betrachtet. Das deckt sich übrigens recht gut mit den Ergebnissen der IDC-IoT-Studie.

httpss://twitter.com/mhuelskoetter/status/974580406627524608

Dann wollte ich gerne wissen, was die IoT-Plattform Cumulocity alles Schönes kann, die bei der Software AG als die zentrale Software-Lösung für größere und kleinere IoT-Projekte zum Einsatz kommt. Damit ermöglicht Oliver Edinger und sein Team vor allem die vier großen „C“ des IoT, wie er sagt: Connect, Collect, Correlate und Consume, was die Daten innerhalb von IoT-Netzwerken betrifft.

Das tangiert innerhalb eines IoT-Projektes ganz unterschiedliche Ebenen: Seien es die vernetzten Geräte, die überwacht und ausgewertet werden sollen, oder die Analyse der gesammelten Daten oder das Bereitstellen der ausgewerteten Daten innerhalb der transaktionalen Systeme, was ja für spätere Vorhersagen und andere Dinge wichtig ist.

Cumulocity skaliert sehr gut und bietet ein umfangreiches Funktionsarsenal

Interessant fand ich auch die Aussage während Herrn Edingers Vortrag, dass Cumulocity sowohl in größeren als auch kleineren Projekten zum Einsatz kommt. Das hat laut seiner Aussage mit zwei Aspekten zu tun: Zum einen mit der Skalierbarkeit von Cumulocity und zum anderen mit dem vollständigen Funktionsumfang, den diese IoT-Plattform bietet. Damit lässt sich Cumulocity an die Bedürfnisse des Projektes jederzeit anpassen, also zum Beispiel neue Funktionen hinzufügen, aber auch wieder entfernen. Gerade eben so, wie es der Kunde wünscht und benötigt.

Daher gehören große Unternehmen wie die Deutsche Telekom genauso zu den Cumulocity-Anwendern wie kleinere Startup-Firmen wie zum Beispiel trackerando.

Das vollständige Interview mit Oliver Edinger in Bild und Ton

Mark Alexander Schulte von IDC über die große IoT-Studie

[Videochat] „2018 könnte das Jahr des ‚Internet of Things‘ werden“

Am vergangenen Freitag durfte ich einem IDC-Pressegespräch in München beiwohnen. Dort wurde eine groß angelegte Internet of Things-Studie vorgestellt, die IDC mittlerweile zum dritten Mal durchgeführt hat. Im Anschluss an die Vorträge und eine bayerische Brotzeit hatte ich die Gelegenheit, ein Videointerview mit dem federführenden Berater, Mark Alexander Schulte, zu führen. Darin spricht er über die Motivation für die Studie und deren Fazit, über die Motive der teilnehmenden Firmen, IoT auf ihre Agenda zu nehmen, über IoT-Hürden und über die Verbindung Blockchain-IoT.

httpss://twitter.com/mhuelskoetter/status/974567489161121792

Warum hat IDC die IoT-Studie durchgeführt?

IDC beobachtet das Thema schon seit längerem und führt die IoT-Studie nach 2014 und 2016 bereits zum dritten Mal durch. Als Hauptmotivation bezeichnet Herr Schulte die Frage, inwieweit sich das Thema weiterentwickelt hat und ob Unternehmen mittlerweile aufgeschlossener gegenüber IoT-Projekten sind, welche Vorteile Firmen darin sehen und ob IDC mit ihrer positiven Prognose richtig oder falsch liegen.

httpss://twitter.com/mhuelskoetter/status/974580402705879040

Wie lautet das Fazit der IoT-Studie?

Mehr als drei Viertel der befragten Unternehmen gaben an, dass sie noch in diesem Jahr ein IoT-Projekt umsetzen wollen. Mehr noch: etwas 75 Prozent der deutschen Unternehmen planen bereits ein IoT-Projekt und haben bestätigt, dass sie dafür Budget allokiert beziehungsweise eingeplant haben. Daher geht IDC davon aus, dass das Thema Internet of Things in diesem Jahr hierzulande seinen Durchbruch erfahren wird.

httpss://twitter.com/mhuelskoetter/status/974580406627524608

Warum nehmen Unternehmen IoT-Projekte auf ihre Agenda?

Die Motive „pro IoT“ sind äußert vielfältig. Derzeit optimieren viele Unternehmen ihre internen Abläufe und Prozesse, und das auf Basis von vernetzten Produkten, Maschinen und Anlagen. Ziel ist es, effizienter arbeiten zu können. Allerdings sieht IDC die wahren Mehrwerte von IoT in der Möglichkeit, mithilfe von IoT-basierten Produkten neue Services anzubieten und damit neue Umsatzquellen zu erschließen. Und genau dort sieht Herr Schulte noch brachliegendes, weil noch nicht ausgeschöpftes Potential.

Welche Hürden in Sachen IoT gibt es ganz Allgemein?

Wie die Studie zeigt, liegt die Komplexität von IoT-Projekten ganz oben an der Spitze der möglichen Herausforderungen und Hürden aus Sicht der befragten Unternehmen. Herr Schulte begründet dies mit der Tatsache, dass IoT nicht nur aus einer, sondern aus vielen Technologien und Techniken besteht, die innerhalb eines Projekts beherrscht und berücksichtig werden müssen. Dazu gehören Geräte und Sensoren genauso wie die Vernetzung dieser Devices und die notwendige IoT-Plattform, die das Ganze steuert und auswertbar macht. Aber auch Themen wie Security, Blockchain und Applikationen spielen beim Internet der Dinge eine wichtige Rolle und machen das Thema entsprechend komplex.

httpss://twitter.com/mhuelskoetter/status/974580406535286784

Welche Vorteile bietet die Blockchain-Technik im IoT-Kontext?

Die Studie zeigte aber auch, dass viele Befragte die Nachweisbarkeit entlang der Versorgungskette als einen der größten Vorteile der Blockchain-Technik im Kontext von IoT betrachten. Damit lässt sich zum Beispiel genau bestimmen, wann welche Lagerartikel bewegt wurden, womit sich eine enorme Transparenz herstellten lässt, wovon Hersteller, Kunden und Behörden profitieren.

httpss://twitter.com/mhuelskoetter/status/974583908238090240

Das ganze Interview mit Mark Alexander Schulte von IDC

CeBIT 2017: Bas Zwartkruis von ZTE über Smart Cities 3.0

Auf der zurückliegenden CeBIT hatte ich das große Vergnügen, dieses Videointerview mit Bas Zwartkruis von ZTE über Smart Cities 3.0 zu führen. Darin spricht er über die drei kooperierenden Städte, deren gemeinsame und individuelle Ziele und welche Rolle ZTE in diesem Szenario übernommen hat.

Zunächst einmal wollte ich gerne wissen, was es mit der Smart Cities-Kooperation auf sich hat, die ZTE mit den teilnehmenden Städten Frankfurt-Kelsterbach, Rüsselsheim und Raunheim eingegangen ist. Bei dem Projekt handelt es sich mittlerweile um die dritte Stufe.

Von Smart City 1.0 bis Smart Cities 3.0

Im ersten Schritt stand nur eine Lösung innerhalb einer einzigen Stadt im Vordergrund, Schritt zwei sah die Integration in die Cloud vor, und mit Smart Cities 3.0 entsteht eine virtuelle, städteübergreifende IT-Lösung. Dabei kann jede Stadt die jeweils gewünschte und geforderte Lösung individuell implementieren und nutzen.

Smart Cities 3.0: Public WLAN, Smart Education und eHealth-App

Doch wie sehen diese Lösungen im Einzelnen aus? Nun, gemeinsam ist den drei Städten ein öffentliches WLAN, mit dem die Bürger der drei Orte jederzeit mit dem Internet verbunden sein können. Darüber hinaus nimmt sich Raunheim dem Thema Smart Education an, und Rüsselsheim wird sich auf eine Krankenhaus-App fokussieren.

Allerdings habe ich mich an dieser Stelle gefragt, was ZTE als Telekommunikationsunternehmen mit diesem Projekt zu tun hat. Generell lässt sich dazu sagen: Die Macher bei ZTE haben erkannt, dass die eigene Telekommunikationsinfrastruktur eine sehr gute und erprobte Basis für smarte Lösungen darstellt.

Das Projekt „MICT“ soll das Internet der Dinge voranbringen

Und so entstand eine Art Code of Conduct, das ZTE einfach „MICT“ nennt. Dahinter steht die Abkürzung für Mobile Information and Communications Technology, was aber auch M2M ICT (Machine-to-Machine) bedeutet.

Ziel des MICT-Projekt ist es, Smart Projects wie das mit Kelsterbach, Rüsselsheim und Raunheim mit der notwendigen Infrastruktur auszustatten. Dazu gehören beispielsweise Sensoren und die passenden Empfangsgeräte, die Cloud-Infrastrukturen und eine Analysesoftware, mit der sich die generierten Daten sinnvoll aufbereiten lassen.

Mithilfe dieses Projekts soll das digitale Leben der teilnehmenden Anwender einfacher und komfortabler werden. Ein sehr hehres Ziel…

Videochat: „INtime und RT Lua ermöglichen CANopen-IoT-Gateways“

Auf der diesjährigen SPS IPC Drives in Nürnberg hatte ich unter anderem die Gelegenheit, das folgende Videointerview mit Robert Bühlmann zu führen. Robert ist CTO der Firma Profimatics aus Barmstedtn und ist schon seit vielen Jahren partnerschaftlich mit TenAsys verbunden.

Robert war auch dieses Jahr als Co-Aussteller in Halle 7 auf dem TenAsys-Stand, um dort ein CANopen-IoT-Gateway zu demonstrieren, und das mithilfe von RT Lua und INtime. Das Gateway war ein herkömmlicher Windows-PC mit eingebauter CAN-Karte und passendem Treiber.

Die Idee hinter der Techdemo war simpel und mit einer einfachen Frage verknüpft: Wie schaffe ich es,  Steuersignale deterministisch über eine CANopen-Anbindung zeitnah zu empfangen und zu versenden, und das mithilfe des quelloffenen Nachrichtenprotokolls MQTT in Richtung der Cloud? MQTT kommt vorzugsweise im M2M-Umfeld (Machine-2-Machine) zum Einsatz.

Die Antworten dazu liefert Robert Bühlmann im folgenden Videoclip. Na dann: Film ab!

https://youtu.be/P061m64xEbs

Disclaimer: Dieser Beitrag ist im Auftrag der Firma TenAsys Europe GmbH entstanden.

Internet der Dinge: Vernetzen von Dingen via Internet

Internet of Things (IoT): Chancen und Herausforderungen [Upd]

Mitte Dezember, also kurz vor Jahresende, verkündete IBM noch einen echten Knaller: Das Watson IoT Center kommt nach München, und mit ihm rund 1.000 neue Arbeitsplätze, die in der bayerischen Landeshauptstadt entstehen werden. Das war natürlich Grund genug für mich, (a) der Einladung IBMs in den 16. Stock zu folgen und (b) ein Videointerview mit Bret Greenstein zu führen, der sinngemäß sagte, dass das Internet der Dinge (IoT) größer ist als wir alle.

Und heute, ja heute stelle ich mir dir Frage: Ist das wirklich so? Ist das Internet of Things (IoT) wirklich größer als wir alle? Und welche Möglichkeiten und Herausforderungen bietet es? Eine Bestandsaufnahme.

Internet of Things: Eine kleine Rückschau

Als Mark Weiser 1991 in seinem Artikel „The Computer for the 21st Century“ zum ersten Mal über das Internet der Dinge (IoT) schrieb, hatte er wohl nur eine kleine Ahnung davon, welche Möglichkeiten und Herausforderungen das IoT mit sich bringen würde. Denn mit dem aktuellen und zunehmenden Vernetzungsgrad lassen sich „Dinge“ mit dem Internet beliebig verknüpfen, mit all seinen Chancen und Risiken.

Etwa acht Jahre später beschäftigte sich Kevin Ashton im RFID Journal mit dem Thema IoT, und er kam zu dem Schluss, dass das Internet der Dinge das Potenzial hat, die Welt zu verändern, so wie es das Internet selbst auch schon getan hat. Oder vielleicht sogar noch ein bisschen mehr.

Friedemann Müttern und Christian Flörkemeier vom ETH Zürich befassten sich im April 2010 im Rahmen des Informatik-Spektrum ausführlich mit dem Thema IoT und konstatierten, dass das Internet der Dinge für eine Vision steht, „in der das Internet in die reale Welt hinein verlängert wird und viele Alltagsgegenstände ein Teil des Internets werden.“

Internet of Things mit all seinen Möglichkeiten

Das Internet der Dinge (IoT) ist also nichts anderes als eine Verschmelzung real existierender Dinge mit dem Internet. Das klingt ja erst mal recht einfach. Doch sind es die Anwendungsbeispiele auch?

Paketverfolgung und automatisierte Tintenpatronenbestellung

Einfachstes Exempel ist die Paketverfolgung, die auf der Erfassung von Paketen mittels Strichcode basiert und die dem Empfänger die Möglichkeit bietet, via Internet den aktuellen Aufenthaltsort seiner Sendung zu bestimmen. Oder aber vernetzte Drucker, die mit dem Internet verbunden sind und anhand der zur Neige gehenden Tinte selbstständig neue Tintenpatronen bestellen. In beiden Fällen ist allerdings die menschliche Interaktion erforderlich, was nicht ganz im Sinne der automatisierten Internet-der-Dinge-Verbindung ist.

Interessant wird es erst dann, wenn die physischen Komponenten miteinander via Internet interagieren können und auf dieser Basis Entscheidungen selbstständig treffen können. So wie der Bürostuhl, dessen optimale Einstellungen vom Hersteller selbst via Internet vorgenommen werden, indem anhand der Benutzermerkmale die bestmöglichen Parameter ermittelt werden – und zwar automatisch.

Connected Cars, Bluetooth-Zahnbürsten und Industrie 4.0

Interessant ist das IoT auch für die Automobilhersteller, wie das Beispiel Connected Car zeigt. Damit lässt sich beispielsweise die aktuelle Position mittels GPS ermitteln und diese per App an das Smartphone des Autobesitzers übertragen. Oder aber die Bluetooth-Zahnbürste von Oral, die mittels Druckpunkt feststellt, ob der Anwender richtig seine Zähne putzt und das Ergebnis auf die zugehörige Smartphone-App übermittelt.

Interessant ist das IoT auch für die Industrie, weswegen das Internet der Dinge in diesem Fall Industrie 4.0 oder M2M (Machine to Machine) genannt wird. Die Idee dahinter ist klar: Ganze Industrieanlagen sind via Internet bzw. Netzwerk miteinander verbunden und können beliebig ihre Daten austauschen. Damit lassen sich komplette Windkraftanlagen überwachen und die aktuelle Energieleistung ermitteln. Oder aber Sensoren an einem Fließband stellen die aktuelle Auslastung fest, um so die optimale Produktionsmenge festzulegen. Und das meist über die Cloud, die in diesen Szenarien einen wichtigen Baustein darstellt.

IoT und seine zahlreiche Herausforderungen

Bei all diesen möglichen Szenarien stellt sich natürlich eine zentrale Frage: Wie sicher ist denn das Internet of Things überhaupt? Generell lässt sich sagen: Nicht so richtig, außer, man tut etwas für diese Sicherheit.

Denn mit der steigenden Zahl an IoT-Teilnehmern (den Dingen) samt den zunehmenden Kanälen (dem Internet, aber auch lokalen Kanälen) und den fehlenden Standards steigt auch die Gefahr der Kompromittierung. Daher gelten für das Internet der Dinge genau dieselben Verhaltensregeln, die man aus der vernetzten Welt kennt – nur noch etwas komplexer.

Sichere Authentifizierung und Verschlüsselung ein „Muss“

Dazu gehört beispielsweise eine starke Authentifizierung und sichere Webschnittstellen wie HTTPS. Darüber hinaus müssen Daten noch stärker als sonst gesichert werden, und das besonders auf dem Transportweg. Dazu zählt in jedem Fall eine abhörsichere Verschlüsselung, und zwar zwischen Geräten und mobilen Apps sowie zwischen den Geräten und der Cloud. Zudem sollte man die Software-Updates der Geräte verschlüsseln.

Firewalls und weitere Sicherheitsmaßnahmen schützen

Daneben sollten sämtliche IoT-Geräte in das Risiko-Management und das Monitoring einbezogen werden. Das bedeutet beispielsweise, dass die IoT-Devices genauso behandelt werden sollten wie Netzwerke und mobile Geräte. Erstellen Sie für alle IoT-Geräte ein Inventar und ein segmentiertes Netzwerk, das von einer Firewall überwacht und geschützt wird. Achten Sie bei den IoT-Komponenten zudem auf einen höchstmöglichen Schutz. Das schließt starke Kennwörter und WLAN-Verschlüsselung ein.

IPS- oder DPI-basierte Firewall: was soll es sein?

Viele herkömmliche Firewalls beherrschen IPS (Intrusion Prevention System), womit vor allem der eingehende Datenstrom analysiert wird, und das anhand bestimmter Filter und Signaturen. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass ein Angreifer nur dann erkannt und abgewehrt werden kann, wenn er in der Musterdatenbank auftaucht. Damit versagt eine IPS-basierte Firewall immer dann, wenn ein Hacker schlauer ist als die bekannten Firewall-Datenbanken.

Gerade im Kontext von IoT ist es zwingend notwendig, dass die enormen Datenströme, die zustande kommen, ständig auf mögliche Angriffe hin überwacht werden. Das betrifft alle ein- und ausgehenden Daten, da es gerade im Bereich industrielles IoT vermehrt zu Datenspionage kommen wird. Daher sind intelligentere Abwehrmechanismen wie DPI (Deep Packet Inspection) erforderlich, die ein ganzes Stück weitergehen als die IPS-basierten Firewalls. Damit werden tatsächlich nur die Daten durchgelassen, die auch übertragen werden dürfen.

Denn mit Deep Packet Inspection lassen sich ein- und ausgehende Datenströme sehr viel besser überwachen und bei Bedarf blockieren, da die Analyse kontextbasiert geschieht. Dies erfordert zwar sehr viel zuverlässigere Algorithmen und mehr „Feinarbeit“ als im Falle von IPS, ist allerdings auch sehr viel wirksamer, was gerade in Sachen IoT von höchster Wichtigkeit ist, da ja hier enorme Datenmengen innerhalb kürzester Zeit verschickt und empfangen werden.

In diesem Zusammenhang spricht man oft von sogenannten Next Generation Firewalls, die sich nicht ausschließlich auf Musterdatenbanken verlassen, sondern den Datenverkehr kontextbasiert analysieren – und bei Bedarf die richtigen Maßnahmen ergreifen. Allerdings halten nicht alle Firewall-Appliances am Markt das, was sie versprechen, da sie nur den ein-, aber nicht den ausgehenden Datenverkehr analysieren und überwachen.

Oliver Niedung von Microsoft zu Windows 10 IoT

Oliver Niedung über Microsoft und das Internet der Dinge

Dieses Videointerview habe ich mit Oliver Niedung von Microsoft anlässlich der Produkteinführung von Windows 10 geführt. Darin spricht er über das Internet der Dinge aus Microsoft-Sicht, wie die Microsoft-Produkte in dieses Szenario passen und dass der IoT-Markt noch mit gewaltigen Zahlen aufwarten wird.

Zunächst einmal wollte ich von Oliver Niedung wissen, was Microsoft mit dem Internet der Dinge zu tun hat. Dabei erfuhr ich, dass Microsoft bereits seit 20 Jahren im komplexen Feld der Embedded Systeme unterwegs ist. Diese Gerätschaften und deren Anwendungen waren allerdings in der Vergangenheit meist isoliert,  also Insellösungen, was sich seit den vereinfachten Vernetzungs- und Analysenmöglichkeiten dramatisch verändert hat. Damit findet gerade eine Bewegung vom Embedded Markt in Richtung Internet der Dinge statt.

Für jedes Gerät das richtige OS: Windows 10 IoT Core, Mobile Enterprise und Enterprise

Für diesen aufstrebenden Markt hält Microsoft ab sofort drei neue Produkte bereit, die für Embedded Systeme konzipiert wurden. Das sind Windows 10 IoT Core, Windows 10 IoT Mobile Enterprise und Windows 10 IoT Enterprise. Alle drei Editionen adressieren ihr ganz eigenes Segment. So kommt die Core-Variante vor allem auf kleinen und kostengünstigen Geräten zum Einsatz. Das kann beispielsweise ein Raspberry Pi-oder Arduino-System sein, das über wenig Speicher verfügt und keine eigene Bedieneroberfläche benötigt.

Mit Windows 10 IoT Mobile Enterprise adressiert Microsoft all die Tablets da draußen, die bis zu 512 MB RAM und 4 GB Speicher aufweisen. Die Zielplattform stellen darüber hinaus ARM-Prozessoren dar, die nach wie vor hauptsächlich in Tablet-PCs eingesetzt werden. Und zu guter Letzt bietet Microsoft mit Windows 10 IoT Enterprise ein vollwertiges Betriebssystem an, das immer dann zum Einsatz kommt, wenn man Spezialfunktionen wie Lockdown benötigt, um beispielsweise sein Kiosksystem vor fremden Zugriffen schützen möchten.

Mit den richtigen Tools wird aus Windows 10 IoT eine echte IoT-Anwendung

Doch mit dem passenden IoT-Betriebssystem alleine ist es nicht getan. So bietet Microsoft für die Analyse der IoT-Daten die passenden Tools wie zum Beispiel Azure Stream Analytics. Damit lassen sich Daten von einer großen Zahl an IoT-Devices in Echtzeit verarbeiten, analysieren und beobachten. Damit kann man beispielsweise Unregelmäßigkeiten aufspüren, indem große Anlagen permanent überwacht werden. Auf diesem Weg lassen sich Fehler erkennen und beheben, bevor diese überhaupt erst auftreten. In diese Kategorie fallen auch weitere Microsoft-IoT-Werkzeuge wie Azure Machine Learning und Cortana Analytics Suite. Letztere kommt allerdings erst im Herbst auf den Markt.

Aber das und weitere Infos rund um das Internet der Dinge aus Microsoft-Sicht erfahrt ihr von Oliver Niedung selbst. Na dann: Film ab!