Khadija Soussi über Machine Learning auf IBM-Mainframes

[Videochat] Khadija Souissi (IBM) über IBM Z und Machine Learning

Während der IBM Z-Roadshow habe ich dieses Interview mit Khadija Souissi von IBM über das Thema Machine Learning geführt. Darin spricht sie über ihren Vortrag, über das Software-Angebot seitens IBM für Machine Learning auf Mainframe-Rechnern und warum Machine Learning immer wichtiger wird.

„Wovon handelte Ihr Vortrag auf der Z-Roadshow?“

Im Kern sprach Frau Souissis darüber, wie zu analysierende Transaktionsdaten auf demselben Rechner konsolidiert werden können, auf dem sie gespeichert und verarbeitet werden, nämlich auf dem IBM-Mainframe. Hierfür kommen immer öfter Machine-Learning-Algorithmen zum Einsatz, was eine Sub-Disziplin der Künstlichen Intelligenz darstellt.

Diese Algorithmen und Tools werden optimalerweise direkt in die Anwendung integriert, mit denen die Analysedaten erfasst und verarbeitet werden sollen. Hierbei ist es vor allem wichtig, möglichst unterschiedliche Daten und Datentypen zu verwenden, weil nur dann ein umfassendes und aussagekräftiges Ergebnis erzielt werden kann.

„Welche Machine-Learning-Tools hat IBM in petto?“

Für das Analysieren transaktionaler Daten auf dem Mainframe setzt IBM ein Verfahren ein, das sich Hybrid Transactional/Analytical Processing (HTAP) nennt. Hiermit lassen sich operationale Worksloads (also die Transaktionsdaten) und analytische Workloads auf einer einzigen Maschine zusammenführen und dort direkt verarbeiten.

Zu diesem Zweck hat IBM eine Software namens Db2 Analytics Accelerator im Portfolio, die für z/OS verfügbar ist, eines der Betriebsysteme für die IBM Z-Mainframes. Damit lassen sich DB2-basierte Daten auf einem Mainframe-Rechner unmittelbar analysieren, was das umständliche Kopieren von der Transaktionsmaschine auf den Analyserechner erübrigt.

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Für das Erfassen unterschiedlichster Datentypen, die sich sowohl auf der Z-Maschine als auch außerhalb davon befinden können, bietet IBM ein Tool, das sich IBM Data Virtualization Manager for z/OS nennt.

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Darüber hinaus können IBM-Z-Kunden für das Analysieren ihrer Daten auf dem Mainframe mithilfe von KI-Algorithmen die Software-Lösung Machine Learning for z/OS einsetzen, die auf den bekannten IBM Watson Machine Learning Services basiert. Diese wurden auf z/OS portiert und stehen damit auf IBM-Mainframes zur Verfügung. Damit können sämtliche Watson-ML-Tools auch direkt im Rechenzentrum des Kunden als OnPrem-Variante installiert und genutzt werden.

„Warum wird – auch für IBM – Machine Learning immer wichtiger?“

Als Hauptgrund nennt Khadija Souissi die Möglichkeit, mithilfe der passenden Machine-Learning-Algorithmen dem Kunden das bestmögliche Analyse-Angebot unterbreiten zu können. Um das zu belegen, brachte sie eine äußerst beeindruckende Zahl ins Spiel: So werden im Vergleich zum täglichen Google-Suchaufkommen auf den weltweit installierten Mainframes zehnmal mehr Daten verarbeitet, was in Summe 30 Milliarden Transaktionen bedeutet – und das jeden Tag.

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Wenn man sich dann vergegenwärtigt, dass ein Großteil dieser Mainframe-Daten nach wie vor brach liegen, da sie gar nicht oder nur unzureichend genutzt werden, kann man sich leicht das Potenzial ausrechnen, das in diesen Transaktionsdaten schlummert. So ließe sich speziell in Verbindung mit Machine Learning jede einzelne Datenbuchung analysieren und damit die Transaktionen permanent verbessern oder noch besser absichern oder weitere Dinge damit anstellen.

Das Interview mit Khadija Souissi in voller Länge

Disclaimer: Für diesen Blogpost hat mich IBM Deutschland als Blogger engagiert.

Tobias Leicher über IBM-Mainframes als Cloud-Plattform

[Videochat] Tobias Leicher (IBM) über Mainframes als Cloud-Maschinen

Während der IBM Z-Roadshow habe ich dieses Interview mit Tobias Leicher von IBM geführt. Darin spricht er über seinen Vortrag, über die Mainframe auf dem Weg ins 21. Jahrhundert und was IBM alles dazu beiträgt.

„Wovon handelte Ihr Vortrag?“

Tobias Leichers Vortrag  beschäftigte sich vor allem mit der Frage, wie sich die aktuellen Themen „Cloud Computing“ und „Microservices“ auf den Mainframe-Computer übertragen lassen. Verknüpft ist damit gleichzeitig die Frage, wie IBM-Kunden den Mainframe-Rechner künftig noch effizienter nutzen können und wie die Mainframe-Maschine im Cloud-Zeitalter ankommen kann.

„Wie kann die Mainframe im 21. Jahrhundert ankommen?“

Für die Beantwortung dieser Frage zog Tobias Leicher ein Zitat zurate, das dem großen Albert Einstein zugeordnet wird:

„Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.“

Übertragen auf die Mainframe-Plattform bedeutet das: Im Grunde gibt es keine Einschränkungen hinsichtlich ihrer Anwendungsmöglichkeiten, allerdings haben sich bestehende Prozesse und Herangehensweisen auf dem Mainframe in den letzten 30 Jahren stark auf den transaktionalen Bereich fokussiert, was es nicht unbedingt einfacher macht, den Mainframe-Rechner im 21. Jahrhundert ankommen zu lassen.

Um das zu erreichen, ist es primär wichtig, das Bereitstellen von Cloud-Apps und -Services auf Mainframe-Maschinen so einfach wie möglich zu gestalten. Damit neue Anwendungen und Services quasi auf Knopfdruck verfügbar gemacht werden können, so wie man das aus der Cloud-Landschaft kennt. Aber auch moderne Techniken und Programmiersprachen wie Go und Node.js müssen auf dem Mainframe zu Cloud-Zwecken bereit stehen, um eine Modernisierung dieser Plattform zu ermöglichen.

„Wie unterstützt IBM den Wechsel von der reinen Transaktionsmaschine zu einer modernen Cloud-Architektur?“

Nun, IBM nimmt sich dieses Themas schon seit einer geraumen Zeit an. So wurden die gerade erwähnten neuen Programmiersprachen auf den Mainframe portiert, neue Paradigmen wurden erschaffen, das Mainframe-Betriebssystem wurde auf den neuesten Stand gebracht, etc.

Zudem wurden viele, viele Gespräche mit IBM-Kunden geführt um herauszufinden, an welchen Stellen es noch knarzt und wo Mainframe-Anwender Verbesserungsbedarf sehen. Herausgekommen ist eine Rechnerarchitektur, die für viele Kunden eine perfekte Kombination aus transaktionaler und cloud-basierter Plattform darstellt.

Das Interview mit Tobias Leicher in voller Länge

Disclaimer: Für diesen Blogpost hat mich IBM Deutschland als Blogger engagiert.

Andreas Thomasch über IBM z14 ZR1 und ihre Roadshow

[Videochat] Andreas Thomasch (IBM) über IBM z14 ZR1 und ihre Roadshow

Anlässlich der Markteinführung der IBM-Mainframe z14 ZR1 veranstaltete IBM Deutschland eine Z-Roadshow, die an drei Orten stattfand. Und zwar in Köln, Frankfurt und München. Für die beiden letztgenannten hat mich IBM als Videoblogger engagiert. Nachdem ich beide Rückblicksbeiträge aus Frankfurt und München veröffentlicht habe, folgt an dieser Stelle das erste Interview, und zwar mit Andreas Thomasch, der für das Gesamtgeschäft der Z-Plattform in DACH (Deutschland, Österreich und Schweiz) zuständig ist.

Während unseres Videogesprächs wollte ich drei Dinge von ihm wissen:

  1. Warum hat IBM die z14 geschrumpft?

  2. Warum bietet die IBM z14 ZR1 „Luft nach oben“?

  3. Wie kam das Z-Event bei den Kunden an?

Die Antwort der ersten Frage hat viel damit zu tun, dass IBM mit ihren Kunden spricht und das Gehörte dann auch in neue Produkte einfließen lässt, so wie das mit der IBM z14 ZR1 der Fall ist. Denn bestehende Z-Kunden sprachen sich für einen neuen Formfaktor aus, der besser in ihr Rechenzentrum passt. Und hat IBM die IBM z14 mit ihrer 24-Zoll-Stellfläche „einfach“ mal „geschrumpft“ und sie in ein Standard-19-Zoll-Format überführt.

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Damit nimmt die ZR1 deutlich weniger Platz in Anspruch und passt besser in aktuelle Rechenzentren, in denen 19-Zoll-Racks gang und gäbe sind. Hierfür mussten allerdings ein paar Dinge wie die Kühltechnik, etc. angepasst werden, damit ein Hochleistungsrechner wie die IBM Z in einem reduzierten Serverschrank Platz hat. So wurde beispielsweise die z14 einmal komplett „gespiegelt“: Soll heißen, dass sich die Lüfter, etc. jetzt an der Vorderseite der Mainframe befinden und sämtliche IO-Shields und andere Komponenten auf der Rückseite, was eine veränderte Luftzirkulation zur Folge hat.

„Warum bietet die IBM z14 ZR1 ‚viel Luft nach oben‘?“

 

Mit der zweiten Frage spielte ich auf den freien Platz an, den die IBM z14 ZR1 oberhalb der verbauten Standardkomponenten bietet. Genauer gesagt handelt es sich um zweimal 8 Höheneinheiten, die sich relativ beliebig vom Z-Kunden nutzen lassen. Doch was ist das im einzelnen? Nun, laut Andreas Thomasch findet dort Erweiterungshardware seinen Platz, was ebenfalls dem Wunsch vieler Kunden nach einer höheren Packungsdichte entspricht. In den 16U-Erweiterungsplätze finden Komponenten für den Anschluss an ein Storage Area Network (SAN) genauso Platz wie Speichereinheiten vom Typ Flash oder Standard-Festplatten.

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Auch diese Verbesserung der IBM z14 ZR1 sorgt für eine weitere Platzersparnis, da die zusätzlichen Komponenten im selben Rack untergebracht werden können. Also spielt auch an dieser Stelle das Thema Packungsdichte und die damit verbundene Kostenersparnis eine wesentliche Rolle, was gerade in Zeiten schrumpfender IT-Budgets ein wesentlicher Faktor ist.

„Wie kam das Z-Event-Format bei Ihren Kunden an?“

Die Entscheidung seitens IBM, die Roadshow an drei verschiedenen Locations durchzuführen und damit näher an die Kunden heranzurücken, kam laut Andreas Thomasch sehr gut an. Denn so bestand die Möglichkeit, in einem kleinen, überschaubaren Kreis erste Themen direkt zu besprechen und sich mit den IBM-Experten vor Ort intensiv auszutauschen.

Aber auch das Halbtagesformat mit kurzen Vorträgen war aus Kundensicht die richtige Entscheidung. Zumal das Ende der Veranstaltung auf den Abend fiel und man das Ganze bei einem schönen Kaltgetränk und leckeren Häppchen entspannt ausklingen lassen konnte. Und das ist ja schließlich auch wichtig.

Das Interview mit Andreas Thomasch in voller Länge

Disclaimer: Für diesen Blogpost hat mich IBM Deutschland als Blogger engagiert.

Lars Herrmann (IBM) über das große IBM-Z-Event in München

[Video] Lars Herrmann (IBM) über das IBM Z-Event

Anlässlich des großen IBM Z-Events in München habe ich dieses Videointerview mit Lars Herrmann von IBM geführt. Darin spricht er über die große Klammer der Veranstaltung, über die Highlights des Paulo Carvao-Vortrags und über das Kundenfeedback zum Event.

Lars Herrmann kümmert sich bei der IBM um den Bereich Service Solutions für IBM POWER und IBM Mainframes. Er fasst den ersten Vormittag des Z-Events zusammen und verrät auch sonst wissenswerte Details.

„Vertrauen“ ist die Klammer des ersten Z-Vormittags

Zunächst einmal hat mich interessiert, ob es denn eine Klammer gab, mit der sich die vier Vorträge von Martina Koederitz, Martha Benneth, Jutta Rößner und Paulo Carvao zusammenfassen lassen. Und ja, die gab es, nämlich das Thema Vertrauen. Das sei für IBM sehr wichtig, da es ein zentrales Motiv seitens des Marktes und damit auch der Kunden darstelle.

Das hat auch damit zu tun, dass IBM immer mehr dazu übergehe, Kunden nicht etwas zu verkaufen, um zu verkaufen, sondern nur noch das zu verkaufen, was die Kunden auch wirklich kaufen wollen.

IBM z14 bietet vier wesentliche Aspekte: neues Preismodell, verbesserte Verschlüsselung, Machine Learning und offene APIs

Besonders erwähnenswert fand Lars Herrmann den Vortrag von Paulo Carvao, da er die Highlights der neuen IBM z14 kurz und knackig zusammengefasst hat. Dazu gehören ein kaufmännischer und drei technische Aspekte:

Kaufmännischer Aspekt: Mit dem Container Based Pricing ist es erstmals möglich, mit einer kleinen Mainframe-Version zu beginnen und diese dann bei Bedarf größer und größer werden zu lassen. Damit zahlt der Kunde immer nur genau das, was er auch benötigt.

Technischer Aspekt #1: Auf Basis der Pervasive Encryption wird eine umfängliche Verschlüsselung aller Daten gewährleistet, und das, ohne Anwendungen resp. Service Levels zu beeinträchtigen.

Technischer Aspekt #2: Mit der Fähigkeit, Machine Learning-Funktionen auf dem Mainframe-Rechner einzusetzen, können künftig Daten analysiert werden, ohne dass dafür vorher ein bekannter Algorithmus implementiert werden muss.

Technischer Aspekt #3: Mithilfe von offenen Schnittstellen (APIs) lassen sich externe Systeme nahezu beliebig mit der Mainframe verbinden. Damit können beispielsweise mit relativ geringem Aufwand hybride Cloud-Infrastrukturen eingerichtet werden, womit sich der Mainframe noch besser in die moderne Welt integrierten lässt, wie Herr Herrmann das nennt.

Neues Event-Konzept kommt gut bei Kunden an

Und wie sah es mit Kunden-Feedback auf dem Z-Event aus? Nun, auch damit war er sehr zufrieden, was wohl auch dem neuen Konzept geschuldet war. So hatte man sich dafür entschieden, mit den bereits angesprochen vier Kurzvorträgen zu beginnen, um das Event anschließend nahtlos in einen Showcase zu überführen, in dem IBM-Experten sämtliche Fragen zu Mainframe-relevanten Anwendungsszenarien beantworteten.

Videointerview mit Lars Herrmann: Infos aus erster Hand

Sämtliche Infos aus erster Hand präsentiert Lars Herrmann im folgenden Videointerview. Na dann: Film ab!

Disclaimer: Für diesen Beitrag hat mich IBM Deutschland als Blogger beauftragt.

Bernd Bohne von der SDV-IT zu IBM-Mainframes und der IBM z14

[Video] Bernd Bohne von der SDV-IT zu IBM-Mainframes

Im IBM Watson IoT Center zu München durfte ich mit Bernd Bohne von der Sparda-Datenverarbeitung (SDV-IT) während es großen IBM Z-Events dieses Interview zum Thema IBM-Mainframes führen. Darin nennt er zahlreiche Gründe, warum Sparda-DV IBM-Großrechner einsetzt und warum er das z14-Feature „Pervasive Encryption“ so spannend findet.

IBM-Mainframes kommen bei der SDV-IT seit 1983 zum Einsatz

Die SDV-IT blickt auf eine lange IBM-Mainframe-Historie zurück. So werden die Rechner seit Gründung des Unternehmens im Jahr 1983 eingesetzt. Die Großrechner kommen vor allem im Bereich Transaktionsverarbeitung zum Einsatz, und das sowohl im Zahlungsverkehr als auch bei den Bankgeschäften. Zudem werden die Rechner massiv bei der Stapelverarbeitung verwendet.

Derzeit stehen unter anderem zwei Mainframes vom Typ IBM z13 in den Rechenzentren der SDV-IT, auf denen z/OS und z/VM sowie z/Linux installiert sind.

„Pervasive Encryption erlaubt die umfassende Verschlüsselung, vom Server bis zu den Platten“

Natürlich interessierte mich, wie Herr Bohne das neue Sicherheitsfeature der IBM z14 „Pervasive Encryption“ einschätzt. Er findet dieses neue Feature für einen Banken-IT-Dienstleister natürlich hochinteressant, da sich daraus eine vollständige Verschlüsselung vom Server über die Verbindungswege bis zu den Platten ergibt, wie er im Interview sagt.

„Vom IBM Watson IoT Center gehen wirklich eigene Impulse aus“

Neben den technischen Aspekten der Veranstaltung fand Bernd Bohne auch die Event-Location sehr bemerkenswert. Denn vom IBM Watson IoT Center gehen vollkommen neue Impulse aus und man komme dazu, mal wieder in neue Richtungen zu denken. Und klar, dass er auch wegen der IBM z14 den „weiten“ Weg von Nürnberg nach München auf sich genommen hat.

Bernd Bohne im Videointerview zu IBM Z und mehr

Alle Fans des Bewegtbilds können sich natürlich das Interview mit und von Bernd Bohne per Mausklick oder Fingertipp ansehen und -hören. Na dann: Film ab!

Disclaimer: Für diesen Beitrag hat mich IBM Deutschland als Blogger beauftragt.