Bilder des Jahres 2018

Das alles fand 2018 auf dem IT-techBlog statt

Der Jahreswechsel ist stets ein beliebter Anlass, Rückschau abzuhalten. Daher folgt an dieser Stelle ein Rückblick auf mein vergangenes Jahr aus IT-techBlog-Sicht. Viel Spaß beim Schmökern.

Januar 2018: IBM-Cloud und ein Intel-CPU-GAU

Vor ungefähr einem Jahr beherrschte ein ziemlicher Intel-Aufreger die Nachrichten und Gazetten, indem schlaue Menschen zwei CPU-Schwachstellen aufgetan haben. Unter den Bezeichnungen „Spectre“ und „Meltdown“ sollte es damit möglich sein, eine Besonderheit vieler Prozessoren zu kriminellen Zwecken auszunutzen.

Für alle, die auf der Suche nach Infos rund um die bekannten Dateisysteme FAT und NTFS sind, habe ich die wichtigsten Fakten in einem Blogbeitrag zusammengetragen.

Und gegen Ende des Monats war ich auf einer IBM-Presseveranstaltung, wo ich zwei Interviews führen durfte zum Thema IBM-Cloud. Yasser Eissa sprach unter anderem über die DSGVO und Datensicherheit, und Patrick Palacin von der Firma Teleclinic verriet mir, was die IBM-Cloud mit der Digitalisierung der Ärzte-Branche zu tun hat.

Februar 2018: Künstliche Intelligenz, mit TenAsys auf der Embedded World

Der zweite Monat des vergangenen Jahres brachte mich intensiv mit dem Thema Künstliche Intelligenz (KI) zusammen. So wollte ich wissen, was die KI mit uns Menschen zu tun hat, wieviel Rechenleistung für KI-Anwendungen erforderlich ist, in welcher Beziehung der Turing Test mit der KI steht und was meine Leser über Machine Learning wissen sollten.

Darüber hinaus warfen die IBM Spectrum Scale Strategy Days erste Schatten voraus, und für meinen Kunden TenAsys war ich in Nürnberg auf der Embedded World.

März 2018: IBM Spectrum Scale Strategy Days, IoT und Machine Learning

Wie im Februar angekündigt, war ich im März für IBM auf deren Spectrum Scale Strategy Days. Im weitesten Sinne drehte sich dort alles rund um das Thema virtualisierte Speicherlandschaften, und genau dazu habe ich Videointerviews samt Blogbeiträgen verfasst.

So habe ich mit Dirk Thometzek von Rohde & Schwarz über deren Spycer-Boxen gesprochen, die auf Basis der IBM Spectrum Scale-Technik Fernsehanstalten und andere Anbieter von Videoinhalten beim ruckel- und störungsfreien Ausstrahlen von Bewegtbildern unterstützen. Aber auch ein IBM-Kunde kam zu Wort, nämlich Alf Wachsmann vom Max Delbrück Centrum für molekulare Medizin, der sich ganz begeistert zeigte von der Veranstaltung – und von Spectrum Scale.

Neben dieser Highend-IBM-Technik hat mich auch das Thema Internet of Things (IoT) im März beschäftigt. So war ich auf einer IDC-Veranstaltung, auf der eine groß angelegte Studie zum Thema IoT veröffentlicht wurde. Dazu habe ich Mark Alexander Schulte, der sich für die Befragung der IT-Entscheider verantwortlich zeichnete, vor der Videokamera befragt. 

Doch nicht nur mit ihm, sondern auch mit Oliver Edinger von der Software AG habe ich über das Internet der Dinge im Allgemeinen und deren Cumulocity-Plattform im Speziellen gesprochen.

Natürlich durfte auch die Künstliche Intelligenz nicht fehlen, und so habe ich im März den zweiten Teil des Machine Learning-Specials verfasst und zudem darüber gebloggt, wie die Europäische Union unseren Kontinent fit für die KI machen will.

April 2018: IBM Spectrum Scale, Hannover-Messe-Vorschau und IBM Mainframe-Roadshow

Die im März stattgefundene IBM Spectrum Scale-Veranstaltung beschäftigte mich auch noch im April, und zwar in Form zweier weiterer Videointerviews. Das eine habe ich mit Peter Ratuschni von der Deutschen Nationalbibliothek geführt, der vor allem wegen der wichtigen Infos und der guten Gespräche auf dem IBM-Event zugegen war. Und im anderen sprach Piyush Chaudhary von IBM über die Kombination Spectrum Scale/Hadoop.

Im April fand auch die Hannover-Messe statt, und so kam ich nicht umhin, erste News darüber online zu stellen. So kündigte die Software AG diverse Themen an, die das Unternehmen auf der Industriemesse zeigen wollte. Aber auch Dassault Systèmes und ihre geplanten Neuheiten rund um das Thema Simulation war mir einen Blogbeitrag wert.

Für IBM war ich im April gleich zweimal unterwegs: Zunächst ging es nach Frankfurt, einer Mainframe-Roadshow wegen, und dann fuhr ich auf die Hannover-Messe (dazu gibt es im Mai-Rückblick mehr Infos). Das Mainframe-Event stellte neue Z-Maschinen in den Vordergrund, genauer gesagt die IBM z14 ZR1 sowie den Linux-Server IBM LinuxOne Rockhopper II. Auf der Veranstaltung habe ich vier Interviews geführt, allesamt mit IBM-Experten. Das waren konkret:

Wer noch mehr Infos dazu haben möchte, dem empfehle ich den ersten und den zweiten Teil meiner ausführlichen Z-Roadshow-Rückschau.

Mai 2018: IBM auf der Hannover-Messe 2018 und ein IDC-KI-Event

Wie bereits angekündigt, folgte im Mai meine Videoblogserie für IBM, die auf der Hannover-Messe mit einem großen eigenen Stand waren. Dort durfte ich zahlreiche Interviews führen. Im einzelnen waren das:

Daneben habe ich noch auf der Messe mit Florian Jurecka von Dassault Systèmes über das Thema Digital Twins zu Simulationszwecken gesprochen. Auch ein sehr spannendes Thema.

Im Mai fand dann wieder einer der zahlreichen IDC-Presseevents statt, dieses Mal zum Thema Künstliche Intelligenz. Dort durfte ich mit Jürgen Wirtgen über die KI aus Microsoft-Sicht sprechen und mit Konstantin Greger von Tableau Software ebenfalls ein Videogespräch führen.

Juni 2018: Software-AG IoT-Roadshow, Lenovo-Interviews und CEBIT 2018

Zwar begann die IoT-Roadshow der Software AG bereits im Mai, die Videointerviews samt der zugehörigen Blogbeiträge habe ich aber erst im Juni veröffentlicht. Im einzelnen waren das:

Zudem habe ich noch eine ganz persönliche Rückschau der IoT Innovation Tour 2018 veröffentlicht, mit zahlreichen Tweets und weiteren Interviews.

Zum ersten – und leider gleichzeitig letzten – Mal fand die renovierte und reformierte CEBIT im Juni statt, und klar, dass ich dabei war. Wenn ich gewusst hätte, dass es die letzte Veranstaltung ihrer Art war, wäre ich noch ein bisschen länger geblieben. So sind es genau drei Interviews geworden, die die „Ehre“ hatten, meine finalen CEBIT-Videogespräche auf dem IT-techBlog zu sein.

Das eine habe ich mit Matthias Hartmann, dem deutschen Geschäftsführer von IBM, über die digitale Transformation geführt. Das zweite brachte mich mit dem werten Gero Dieckmann von der SVA GmbH zusammen, der in gewohnt souveräner Art über den CEBIT-Auftritt seiner Firma referierte. Die SVA wäre sehr gerne ein weiteres Mal auf der runderneuerten IT-Messe gewesen. Tja, und das dritte folgt dann im Juni-Rückblick.

Juli 2018: CEBIT, TRIAX A/S und Lenovo auf der ISC 18

Im Juni veröffentlichte ich das letzte von insgesamt drei CEBIT-Interviews, und zwar das mit Dominic Gaspary von der Volkswagen AG über VW We Experience. Darin spricht er über Machine Learning-Algorithmen, die verstärkt in Autos zum Einsatz kommen sollen, und was das alles mit IBM zu tun hat.

Für die Firma TRIAX war ich Anfang Juni in Köln auf einer großen Messe rund um das Thema Videolösungen. Dort zeigte das dänische Unternehmen, was es in diesem Kontext alles in petto hat. Herausgekommen sind folgende Videogespräche:

Für Lenovo war ich ebenfalls wieder einmal unterwegs, und zwar auf der International Supercomputing Conference 2018. Dort habe ich insgesamt vier Interviews geführt:

Daneben war ich erneut auf einem IDC-Event, auf dem eine Studie zum Thema IT-Sicherheit vorgestellt wurde. Im Anschluss an die Präsentationen habe ich wie immer Interviews geführt, und zwar mit Udo Schneider von Trend Micro über die aktuelle IT-Sicherheitslage sowie mit Sergej Schlotthauer über Matrix42, EgoSecure und aktuelle Sicherheitsthemen.

Und klar, dass das Thema Künstliche Intelligenz nicht außen vor blieb im Juli. So durfte ich mit Dagmar Schuller vom Startup-Unternehmen audEERING über deren Sprachsoftware sprechen, mit der Audio-Emotionen „sichtbar“ gemacht werden können.

August 2018: audEERING, Cloud-Daten verschlüsseln und Lenovo auf der IFA

Der August ist zwar traditionell mein Urlaubsmonat, trotzdem war ich ein wenig aktiv. So ging der zweite Teil des Videointerviews mit Dagmar Schuller von audEERING online, in dem sie über ihre Software-Lösungen openSMILE und sensAI spricht.

Darüber hinaus habe ich für luckycloud aus Berlin aufgeschrieben, wie man effizient seine Cloud-Daten verschlüsselt. Und finally war ich mit Lenovo auf der IFA in Berlin, wo ich all die neuen Notebooks begutachten durfte.

September 2018: IFA-Interviews, Android-Handy, SuperMUC-NG, IDC-Cloud-Event und IBM Storage Strategy Days

Der September war ziemlich voll, so rückblickend betrachtet. Er begann damit, dass ich zwei IFA-Interviews nachreichte, und zwar das mit Mirco Krebs von Lenovo über KI in Notebooks sowie mein Gespräch mit Poppy Szkiler von der britischen Firma Quiet Mark zum Thema geräuscharme Gerätschaften.

Apropos IFA: Dort hatte ich das erste Mal Kontakt mit einem Motorola-Android-Smartphone, das mich als langjährigen iPhone-Anwender derart überzeugt hat, dass ich es immer noch nutze – und darüber gebloggt habe.

Wenn ein Supercomputer wie der SuperMUC-NG quasi vor der Haustür eingeweiht wird, bin ich mit meiner Videokamera nicht weit. Und so durfte ich mit einem der Verantwortlichen des LRZ Garching ein Interview führen.

Was im September ebenfalls stattfand war ein IDC-Event, dieses Mal zum Thema Multi-Cloud. Herausgekommen sind drei Interviews:

Um den September so richtig voll zu machen, war ich dann noch für IBM in Ehningen, und zwar auf den Storage Strategy Days, wo ich wieder in typischer Manier meine Videoblogposts produziert habe.

Oktober 2018: it-sa, it-sa, it-sa

Falls ich angenommen haben sollte, dass der September voll war, wusste ich noch nicht, was im Oktober auf mich wartete. Der stand nämlich ganz und gar im Zeichen der Security-Messe it-sa in Nürnberg. Dort habe ich an drei Tagen etwa 20 Videos gedreht, von denen viele auf meinem Blog landeten. Das waren im einzelnen:

Daneben habe ich noch die Zeit gefunden, auf Einladung der Firma OVH nach Paris zu reisen, um mit deren CTO ein Videogespräch zum Thema Cloud-Plattform zu führen und mit dem CEO Michel Paulin über die Open-Source-Strategie von OVH zu sprechen.

Den Abschluss des zehnten Monats des Jahres bildete ein Interview zum Thema Unified Collaboration & Communications, das ich mit Philipp Bohn von der Firma Unify/Atos führen durfte.

November 2018: Sumo Logic, Delphix, Fujitsu Forum & IoT Security Kongress

Der November startete mit einem sehr entspannten Interview mit dem Gründer der US-amerikanischen Firma Sumo Logic, Christian Beedgen. Darin spricht er über die Monitoring Services seines Unternehmens und warum diese wichtig sind für Online-Dienste wie AirBnB, die zu den Kunden von Sumo Logic gehören.

Am gleichen Tag veröffentlichte ich ein Videointerview, das in den Räumen von T-Systems entstanden ist. Sein Thema: Maskierungstechniken, mit denen sich sensible Daten unkenntlich machen lassen. Das wird in Zeiten von DSGVO und Cloud-Anwendungen immer wichtiger.

Im November fand auch das Fujitsu Forum statt, also jene „Hausmesse“, die alljährlich mehrere tausende Menschen in die Münchner Messehallen lockt. Dort durfte ich vier sehr interessante Interviews zu den Themen Künstliche Intelligenz, Storage und Multi-Cloud führen.

Zum Abschluss des vorletzten Monats des Jahres 2018 begab ich mich noch auf eine IoT-Veranstaltung, die die Uniscon GmbH gemeinsam mit dem TÜV Süd veranstaltet hatte. Auch dort konnte ich interessante Gesprächspartner vor die Kamera locken:

„Mit LUCON lassen sich kritische von unkritischen Daten a priori unterscheiden“

„Der IoT Security Kongress soll das Projekt car-bits.de bekannter machen“

Dezember 2018: Dassault Systèmes Anwenderkonferenz

Den Abschluss des Jahres 2018 bildete eine Reise nach Hanau, wohin es mich wegen eines Fachartikels zum Thema Model-based Systems Engineering verschlug. Da ich aber schon mal dort war, habe ich mit meinem Interviewpartner auch noch ein Videogespräch geführt, in dem er kurz und knapp Wissenswertes zu dem Thema und zu der Akquisition der Firma No Magic erzählt hat.

Und klar, dass ich kurz nach Bekanntwerden des Aus‘ für die CEBIT meine Gedanken darüber in meinen Blog gekippt habe. Wofür betreibe ich diese Plattform schließlich…

Prof. Dr. Dieter Kranzlmüller vom LRZ Garching über den SuperMUC-NG

Videochat: „Der SuperMUC-NG ist ein weiterer Meilenstein für das LRZ“

Am 24.9.2018 war es soweit: Da wurde die dritte Ausbaustufe des Supercomputers mit der Bezeichnung SuperMUC-NG am Leibniz Rechenzentrum in Garching bei München in Betrieb genommen. Warum der neue Rechner für das LRZ und seine Kunden wichtig ist und ob KI-Anwendungen darauf zum Laufen kommen werden, darüber habe ich mit einem der verantwortlichen Köpfe, Prof. Dr. Dieter Kranzlmüller, gesprochen.

Profiteure des SuperMUC-NG: Wissenschaftler mit hohem Rechenbedarf

Schon bei SuperMUC und SuperMUC 2 stand eine möglichst große Bandbreite an Anwendern und Anwendungen im Vordergrund. So verteilten sich beispielsweise beim SuperMUC etwa 7,5 Milliarden Rechenzyklen auf 700 verschiedene Nutzer, die ihrerseits die Charakteristik des Supercomputers am LRZ in Garching mitbestimmen.

Natürlich sind dabei möglichst hohe Leistungswerte wichtig, und davon hat der SuperMUC-NG eine ganze Menge zu bieten. Trotz dieser enormen Rechenleistung ist der LRZ-Rechner ein äußerst energieeffizienter Supercomputer, der dank seiner Heißwasserkühlung im Gegensatz zu vielen anderen Supercomputern wesentlich ressourcenschonender mit Strom umgeht.

Hierfür beschreitet das LRZ Garching – wie bereits bei seinen Vorgängern – ganz eigene Wege: So wird zum einen die Abwärme des SuperMUC-NG zum Beheizen der LRZ-Gebäude genutzt, und zum anderen sorgen Absorptionskältemaschinen dafür, dass das heiße Kühlwasser der SuperMUC-NG-Kühlung in kaltes Wasser umgewandelt wird. Damit wird das scheinbar nutzlose Abwasser in den Wasserkreislauf rücküberführt und kann so ein zweites Mal genutzt werden.

Der SuperMUC-NG stellt einen logischen Evolutionssprung dar

Zwei Gründe sprachen für die dritte Ausbaustufe des SuperMUC: Zum einen war es in diesem Fall sinnvoller, eine neue Anlage wie den SuperMUC-NG bauen zu lassen als das „alte“ System mithilfe neuer Komponenten „upzugraden“. Das wirkt sich nämlich auf die möglichen Leistungswerte und auf die Betriebskosten äußerst positiv aus. Zudem führen neue Wissenschaftsbereiche dazu, dass immer mehr Anwender immer mehr Rechenleistung benötigen. Und auch hier bietet der SuperMUC-NG deutlich verbesserte Werte, und das nicht nur in absoluten Zahlen, sondern auch relativ, wenn man sich das Preis-Leistungsverhältnis ansieht.

Der SuperMUC-NG ist noch nicht vollends KI-tauglich

Für das Thema Künstliche Intelligenz ist der SuperMUC-NG noch nicht vollständig ausgerüstet. So setzt das LRZ Garching für Machine Learning und Deep Learning eigene neuronale Systeme ein, die mit den komplexen KI-Berechnungen einfach besser zurecht kommen als die im SuperMUC-NG verbauten Komponenten. Allerdings bietet der riesige Speicher des LRZ-Supercomputers ausreichend Platz für die großen Datenmengen, die bei KI-Anwendungen anfallen. Damit leistet der SuperMUC-NG dann doch einen wichtigen KI-Beitrag.

Aber, und da wagte Herr Kranzlmüller einen Ausblick, wird der nächste SuperMUC wohl seine eigenen KI-Komponenten aufweisen, womit dann Berechnungen und Daten auf einem einzigen System stattfinden bzw. gespeichert werden können.

Die Zusammenarbeit mit den Hardware-Lieferanten des SuperMUC-NG: sehr zufriedenstellend

Da solch ein System wie der SuperMUC-NG stets eine über viele Jahre angelegte Kooperation darstellt, kommt es für den Erfolg solch einer Installation maßgeblich auf eine kontinuierliche und partnerschaftliche Zusammenarbeit an. Und diese war im Falle des neuen LRZ-Supercomputers von großem Vertrauen geprägt. Und klar, es ging alles pünktlich vonstatten, andernfalls wäre der heutige Start des SuperMUC-NG nicht möglich gewesen.

Das komplette Interview mit Prof. Dr. Kranzlmüller vom LRZ Garching

Antigoni Chrysostomou über HPC in Deutschland

[Videoblog] Antigoni Chrysostomou über das Lenovo HPC-Geschäft

Während der International Supercomputing Conference 2018 habe ich dieses Interview mit Antigoni Chrysostomou von der Lenovo Data Center Group über das HPC-Geschäft in Deutschland geführt. Darin spricht sie über das

Der deutsche HPC-Markt im weltweiten Vergleich: echt stark!

Betrachtet man den hiesigen HPC-Markt (High-Performance Computing), kann man ihm durchaus bescheinigen, wettbewerbsfähig zu sein. Das liegt vor allem an der hohen Zahl an Forschungsinstituten, die sich in Deutschland tummeln, da diese einen großen Bedarf an viel und noch viel mehr Rechenpower zu Forschungszwecken haben.

Dazu gehört beispielsweise das Gauss Supercomputing Center, das einen Verbund der drei großen Universitätsrechenzentren darstellt. Dazu gehören das Jülicher Supercomputing Center, das Leibniz-Rechenzentrum (LRZ) in München-Garching und das HPC-Zentrum Stuttgart. Und eines davon, nämlich das LRZ, ist einer der größten RZ-Kunden Lenovos, wo gerade der größte Supercomputer Deutschlands entsteht, nämlich der SuperMUC-NG.

Daneben sind deutsche Supercomputer zahlreich in der Top-500-Liste der weltweit schnellsten Rechner vertreten. Alleine Lenovo trägt zu insgesamt 117 Systemen bei, die zu den leistungsfähigsten ihrer Art zählen, womit das Unternehmen die Top-500 in dieser Kategorie anführt.

Darum ist der HPC-Markt so interessant für Lenovo

High-Performance Computing mit seinen unterschiedlichen Ausprägungen stellt ganz bestimmte Anforderungen an Rechnersysteme, die vor allem von den HPC-Anwendern eingefordert werden. Folge: Neue Anwendungen rufen neue, innovative Lösungsansätze hervor, wovon gerne Unternehmen wie Lenovo profitieren, das sie selbst Teil dieser Innovationsmaschinerie sind. Wichtig dabei ist, dass die Entwicklerteams von Lenovo sehr stark mit ihren Kunden vernetzt sind, um so schnellst- und bestmöglich auf deren Anforderungen reagieren zu können.

Als ein „Nebeneffekt“ dieser HPC-Entwicklungen kann die Transformation solcher neuen Lösungen in den RZ-Massenmarkt betrachtet werden. Dazu gehören beispielsweise wassergekühlte Systeme, die Stück für Stück in den herkömmlichen Rechenzentren zum Einsatz kommen werden, nachdem sie sich im HPC-Umfeld bewährt haben.

Hiesige HPC-Schwerpunkte: Energieeffizienz und Warmwasserkühlung

Vor allem die hohen Ansprüche deutscher RZ-Betreiber an die Energieeffizienz eines solchen Systems treibt hierzulande ganz entscheidend zu den aktuellen Entwicklungen bei. Dies hat zwei wesentliche Gründe: Einerseits sind die Strompreise in Deutschland höher als in anderen Ländern, und zum anderen spielen bei uns die Themen Nachhaltigkeit und Verantwortung gegenüber der Umwelt eine größere Rolle als anderswo. Dies führt beispielsweise zu heißwassergekühlten Rechenzentren, wie sie in Garching bei München seit Jahren zu bewundern sind.

Ein weiterer hiesiger Aspekt, der ebenfalls mit dem Thema Energieeffizienz zu tun hat, betrifft die klassische TCO-Betrachtung. So fließen in die Gesamtkalkulation eines deutschen Rechenzentrums nicht nur die Anschaffungskosten für Hardware und Software ein, sondern auch die Energiekosten für Strom und Wasser. Was Lenovo speziell in Deutschland gegenüber anderen Anbietern einen großen Vorteil verschafft, da deren HPC-Systeme verstärkt mit Heißwasserkühlsystemen betrieben werden sollen.

Aus diesem und anderen Gründen hat Lenovo pünktlich zur ISC18 eine neue Technik vorgestellt, die sich Lenovo Neptun nennt und die das Kühlen von großen Rechenzentren mithilfe von Heißwasser ermöglichen soll – und das sehr viel energieeffizienter als andere vergleichbare Lösungsansätze.

Das komplette Videointerview mit Antigoni Chrysostomou

Disclaimer: Diesen Video-Blogbeitrag habe ich im Auftrag von Lenovo verfasst. Bei der Ausgestaltung hatte ich freie Hand.

Martin W. Hiegl über das Leibniz-Rechenzentrum (LRZ) und Lenovo

[Videoblog] Lenovo und die LRZ-SuperMUC-NG-Kooperation

Im Herbst 2018 geht die dritte Ausbaustufe des Lenovo Supercomputers der „Marke“ SuperMUC mit dem Zusatz „NG“ für „Next Generation“ ans Strom-Netz. Grund genug, mit einem der führenden Köpfe dieses für Lenovo so prestigeträchtigen Projekts ein Videointerview zu führen. Namentlich ist das Martin W. Hiegl von der Lenovo Data Center Group, der dort die Position des Director WW HPC & AI bekleidet. Mit ihm habe ich mich auf der International Supercomputing Conference 2018 über SuperMUC-NG und Co. unterhalten.

Darum ist für Lenovo die Kooperation mit dem Leibniz-Rechenzentrum so wichtig

Seit fast nunmehr zehn Jahren arbeiten Lenovo (seit 2014, vorher IBM) und das Leibniz-Rechenzentrum in Sachen Supercomputer zusammen. Dabei lag und liegt einer der Schwerpunkte im Bereich Energieeffizienz. So wies bereits der allererste SuperMUC im Jahr 2012 eine Heißwasserkühlung auf, die die gesamte Supercomputer-Anlage deutlich effizienter kühlte als andere Verfahren. Drei Jahre später folgte die zweite Ausbaustufe namens SuperMUC 2, und dieses Jahr im Herbst geht mit dem SuperMUC-NG die dritte Generation des Lenovo Supercomputers an der Start. Damit stellt die Kooperation mit dem LRZ für Lenovo einen wichtigen, langfristigen Baustein der Supercomputing-Strategie dar.

Der SuperMUC-NG geht im Herbst 2018 an das Strom-Netz

Nach drei Jahren SuperMUC 2 geht die dritte Generation des SuperMUC mit dem Zusatz „NG“ (wie „Next Generation“) ans Garchinger Stromnetz. Er umfasst 90 Compute-Racks, was 6.500 Compute-Knoten der Marke Lenovo ThinkSystem SD 650 DWC entspricht, die auf den skalierbaren Intel Xeon-Prozessoren basieren.

Der erste dieser Serverschränke wurde bereits ins Betrieb genommen, und über den Sommer verteilt wird Rack für Rack hinzukommen, sodass der SuperMUC-NG wie geplant im Herbst 2018 vom LRZ abgenommen und in Betrieb werden kann. Gerade rechtzeitig vor der Veröffentlichung der Herbstausgabe der Top-500-Liste, in der sich die 500 schnellsten Supercomputer der Welt befinden.

Der SuperMUC-NG weist beeindruckende Leistungswerte auf

In Sachen Leistungswerte wird der SuperMUC-NG aus dem Stand auf einem der vordersten Plätze der Top-500 klettern. Denn mit seiner Rechenleistung von rund 27 PetaFLOPS wird der LRZ-Rechner – Stand heute – der schnellste Supercomputer in Europa sein und darüber hinaus zu den Top 10 der Top 500 zählen. Das ist auch erforderlich, denn als HPC-Provider aller Münchner Universitäten ist das Leibniz-Rechenzentrum auf solche Hochleistungswerte dringend angewiesen, will es künftig seine Kunden zufriedenstellen. Denn diese benötigen die Rechenleistung des SuperMUC-NG für vielfältige Anwendungsbereiche, die mehr und mehr CPU-Power erfordern.

Die Kooperation mit dem LRZ umfasst mehr als nur Hardware

Bei der Implementierung des SuperMUC-NG gehört neben der Hardware auch die komplette Infrastruktur und die benötigte Software. Hierbei ist vor allem der Lenovo Intelligent Cluster Orchestrator zu nennen, der sich um sämtliche HPC-Funktionalitäten kümmert. Darüber hinaus zeichnet sich die Lenovo Data Center Group für die Wartung des Systems und den Anwendersupport verantwortlich.

Zudem sieht der Kooperationsvertrag eine Zusammenarbeit in Sachen Energieeffizienz vor. Hierbei soll mithilfe von optimiertem Software-Quellcode und der Energy Aware Runtime (EAR) für eine höhere Energieeffizienz gesorgt werden. Die EAR hat Lenovo in Kooperation mit dem Barcelona Supercomputing Center entwickelt. Dieses Tool sorgt unter anderem für angepasste Taktfrequenzen der Xeon-Prozessoren zur Laufzeit, je nachdem, ob eine Anwendung gerade mehr oder weniger Rechenleistung benötigt.

Das komplette Interview mit Martin W. Hiegl

Disclaimer: Diesen Video-Blogbeitrag habe ich im Auftrag von Lenovo verfasst. Bei der Ausgestaltung hatte ich freie Hand.

Der SuperMUC-NG wird wie seine Vorgänger wieder mit warmen Wasser gekühlt

SuperMUC-NG: Der nächste Supercomputer aus München

26,7 PetaFLOPS, das ist eine gewaltige Zahl. Sie besteht nämlich aus 17 Stellen – und zwar vor dem Komma! Diese enorme Rechenleistung, gemessen in Fließpunktoperationen pro Sekunde, kommt auf das Landesrechenzentrum (kurz: LRZ) Garching zu, wenn es den nächsten Supercomputer der Markt „SuperMUC“ einweihen darf. Sein genauer Name lautet SuperMUC-NG, wobei die Buchstaben „NG“ für „Next Generation“ stehen.

6.400 Lenovo-Server für Big-Data-Analysen und Erdbeben-Simulationen

Und genau darum geht es beim nächsten SuperMUC, dessen dritte Generation bereits zum Einsatz kommen wird. Denn in Zeiten von Big Data-Analysen und Echtzeitsimulationen sind Großrechner wie der SuperMUC-NG erforderlich, die mit riesigen Datenmengen, wie sie heute und morgen entstehen, auch zurecht kommen. Hierfür werden im Herzen des SuperMUC-NG gut 6.400 Hochleistungsrechner vom Typ Lenovo ThinkSystem SD 650 DWC werkeln, in denen der Intel Xeon Scalable-Prozessor das Berechnen bekannter und künftiger HPC-Applikationen unterstützt. In Summe sind das mehr als 300.000 CPU-Kerne, die die eingangs erwähnten 26,7 PetaFLOPS schaffen.

Warmwasserkühlung spart Energie und schafft gleichzeitig neue

Bei dieser unfassbar hohen Rechenleistung darf in Zeiten von Global Warming der Umweltschutzgedanke natürlich nicht zu kurz kommen. Daher setzt man im LRZ auch beim SuperMUC-NG wieder auf die Warmwasserkühlung, die seit Anfang an für eine sehr effiziente „Kühlung“ der gesamten Supercomputeranlage eingesetzt wird. Das führt nicht nur zu enorm reduzierten Energiekosten um bis zu 45 Prozent, sondern ermöglicht gleichzeitig das Recyceln der Abwärme in Form von Warmwasser für umliegende Einrichtungen und Gebäude. Doppeltes Energiesparen, sozusagen.

Erdbeben- und Klimawandel-Simulationen stehen auf der SuperMUC-NG-Liste

Doch was macht man mit dieser geballten Rechenpower, damit sie auch sinnvoll und zum Wohle der Gesellschaft eingesetzt werden kann? Nun, hierfür kommen zahlreiche Anwendungen infrage, wie die Vergangenheit bereits gezeigt hat. So konnte beispielsweise mithilfe des SuperMUC 2 das große Sumatra-Erdbeben simuliert werden, das im Dezember 2004 einen gewaltigen Tsunami auslöste. Hierfür erhielt das LRZ Garching sogar einen Preis, verliehen auf der diesjährigen Supercomputing Conference 2017. Aber auch der Klimawandel und die damit in Verbindung stehenden Auswirkungen auf Mensch und Umwelt können künftig mithilfe des SuperMUC-NG noch besser analysiert und bewertet werden.

Video-Rückblick: Prof. Dr. Bode im Interview

Dreieinhalb Jahre ist es schon wieder her, da habe ich mit Professor Dr. Arndt Bode vom LRZ Garching dieses Interview zum SuperMUC 2 geführt.

Ältere Informationen zu den Vorgängern des SuperMUC-NG

https://www.hightech-computing.de/supermuc-schafft-der-erdbebensimulation-mehr-als-1-petaflops/

https://www.hightech-computing.de/supercomputer-mit-super-kuehlung-der-supermuc-von-ibm/

https://www.hightech-computing.de/isc14-klaus-gottschalk-ibm-ueber-den-geplanten-ausbau-des-supermuc/