So funktioniert Granulate

Granulate senkt Kosten und verbessert die Leistung im Rechenzentrum

geschätzter Leseaufwand: 3 Minuten

Auf der diesjährigen Intel Vision 2022 durfte Sandra Rivera höchstpersönlich den Zusammenschluss von Intel und des in Israel beheimateten Unternehmens Granulate verkünden. Das tat sie mit solch einer Begeisterung, dass in diesem Blogpost steht, was so besonders an der gleichnamigen, KI-gestützten Software ist und wie sie Rechenzentrumsbetreibern und Cloud Service Providern helfen kann, Kosten zu sparen und mehr Leistung mit derselben Hardware zu bieten.

Es ist mittlerweile 3 Jahre her, da kam Intel auf die Idee, die israelischen Software-Entwickler von Granulate in ihr Startup-Programm Intel Ignite aufzunehmen. Was sich im Nachhinein als ziemlich schlau und wegweisend herausstellt. Denn Granulate hat eine Software entwickelt, die vor allem Data Center- und Cloud Service Providern helfen soll, ihre Kosten zu senken und gleichzeitig leistungsfähigere Plattformen zu bieten. Doch was steckt hinter dieser Lösung?

Granulate beschleunigt Workloads automatisiert

Nun, wie Granulate CEO Asaf Ezra im folgende Kurzvideo sagt, sorgt Granulate für eine kontinuierliche Verbesserung von Data Center- und Cloud-Anwendungen, und das in Echtzeit. Damit sollen Workloads 20 bis 80 Prozent schneller ausgeführt werden können als ohne Granulate. Der Grundgedanke dahinter ist ganz simpel: Nur wenige Unternehmen haben die personellen Ressourcen und das notwendige Know-how, um ihre Software-Plattform für ein Höchstmaß an Leistung zu optimieren.

Hier kommt Granulate ins Spiel. Mit dieser Software lässt sich nämlich genau das erreichen, und das ohne irgendeine Änderung am Programmcode der jeweiligen Anwendung. Doch was genau geschieht im Hintergrund, und das zur Laufzeit der installierten Anwendungen und des gesamten Systems?

Granulate analysiert, findet und eliminiert Systemschwachstellen

Nun, es werden diverse Parameter ständig überprüft und diese bei Bedarf der aktuellen Situation angepasst. Ob das langsame Antwortzeiten bei Datenbankabfragen betrifft oder den Datendurchsatz auf jeder einzelnen Maschine im Rechenzentrum, Granulate findet diese Schwachstellen und eliminiert sie bestmöglich. Doch wie macht die Software das?

Nun, die Arbeitsweise von Granulate besteht aus drei wesentlichen Schritten: Mustererkennung, kontinuierliche Verbesserungen und Verschlankung des gesamten Systems.

1. Bei der Mustererkennung lernt Granulate automatisiert, wie die einzelnen Applikationen und Workloads die vorhandenen Ressourcen nutzen und wie es um deren Datenflüsse bestellt ist. Hierfür analysiert die Software permanent die vorhandenen CPU-Zeitplanungsreihenfolgen (CPU Scheduling Order), aber auch, wie Speicher-, Netzwerk- und Festplattenkomponenten funktionieren. Anhand dieser Erkenntnisse identifiziert Granulate beanspruchte Ressourcen und lästige Flaschenhälse, womit Prioritäten neu vergeben werden können.

2. Der Granulate-Agent trifft auf Basis der so ermittelten Daten selbstständig Entscheidungen, wie die CPU-, Cache, und Speicherzugriffe bestmöglich erfolgen und priorisiert werden können. Das soll die Gesamtleistung des Systems und der Workloads deutlich verbessern.

3. Die Verbesserungen, die an den Applikationen in Echtzeit vorgenommen werden, führen zwangsläufig zu einer Reduzierung der vorhandenen Ressourcen wie der Speicher- und Cluster-Größe. Damit lassen sich die Gesamtkosten eines Data Centers enorm senken. Gleichzeitig nimmt die Systemleistung zu.

Das folgende Video zeigt anschaulich, wie Granulate prinzipiell funktioniert:

Sandra Rivera auf der Intel Vision 2022 über Granulate und ihr Nutzen

Während ihres Talks auf der Intel Vision 2022 spricht Sandra Rivera unter anderem über Nylas, einem SaaS-Anbieter, der eine Automatisierungssoftware im Portfolio hat. Diese Anwendung kommt sowohl auf AWS– als auch auf Google Cloud-Instanzen zum Einsatz. Mit dem Implementieren von Granulate konnte in beiden Fällen die CPU-Auslastung um rund 35 Prozent gesenkt werden. Darüber hinaus ließen sich Latenzen um 58 Prozent reduzieren, und der Datendurchsatz um 35 Prozess erhöhen. Und das alles ohne jegliche Anpassung des Programmcodes.

Aber auch andere Unternehmen profitieren bereits von Granulate. Dazu gehört beispielsweise Bigabid, die sich mit dem Thema Mobile App Marketing beschäftigen. In diesem Kontext ließ sich mithilfe von Granulate unter anderem die Zahl an Gebotsüberschreitungen um 90 Prozent senken, sowie die vorhandenen Cloud-Infrastrukturkosten um 60 Prozent reduzieren.

Disclaimer: Für das Verfassen und Veröffentlichen dieses Blogbeitrags hat mich die Firma Intel beauftragt. Bei der Ausgestaltung der Inhalte hatte ich nahezu freie Hand.