Cebit Brücke

Abgesang auf eine Messe: Lebe wohl, du Cebit!

2018 – 1992, das macht genau 27 Jahre. 27 mal Hin- und Rückfahrt nach Hannover. 27 mal Koffer ein- und wieder auspacken. 27 mal Cebit.

Ok, genau genommen waren es nur 26 mal Cebit, da ich tatsächlich 2013 nicht den Weg  in die niedersächsische Landeshauptstadt gefunden habe. Und schon dieses eine Mal war schmerzhaft für mich, und jetzt soll es ganz und gar vorbei sein?! Das kann und mag ich mir noch gar nicht vorstellen. Zumal die Cebit immer so etwas wie „nach Hause“ kommen bedeutete. Schließlich bin ich ganz in der Nähe von Hannover aufgewachsen.

Schmerzhaft? Da werden sicherlich die Augenbrauen des ein oder anderen Lesers noch oben wandern. Ja, ich mochte sie, diese viele Jahre lang größte Computermesse der Welt (auch wenn die Kolleg*innen von CES und Computex das auch nie so richtig glauben wollten). Und ich habe alle Phasen der Cebit mitgemacht. Die guten und die weniger guten.

1992: Für Intel als Spracherkennungsexperte

Angefangen hat das – wie gesagt – 1992. Damals habe ich noch studiert und war das erste Mal für Intel auf der Cebit. Dort habe ich eine Woche lang (zusammen mit meinem Bruder) die Faszination der PC-gestützten Spracherkennung zum Leben erweckt. So haben wir sieben Tage lang (inklusive Wochenende) immer und immer wieder den immer gleichen Text eingesprochen, und das Diktierprogramm (Dragon Dictate, das es in einer ähnlichen Form immer noch gibt) hat daraus Text gezaubert. Viele Besucher waren seinerzeit ziemlich beeindruckt ob der hohen Trefferquote. Was vor allem daran lag, dass die Software sehr gut trainiert war.

Das Jahr drauf habe ich das noch mal gemacht, und dieses Mal ganz alleine. Wieder habe ich eine Woche lang diktiert und diktiert und diktiert, sodass meine Stimme sieben Tage später eine ganze Oktave tiefer klang. Oder so ähnlich. Es hat auf jeden Fall wieder unfassbaren Spaß gemacht.

Das war übrigens die Zeit der legendären Standpartys. Da hat der Chef einer großen Elektronikmarktkette einfach mal so ein paar tausend D-Mark hingeblättert, damit die Fete weitergehen und die Leute weitertanzen konnten. Ja, auch das war immer mit sehr viel Spaß verbunden.

1995: Viele Tage und Nächte für Intel auf der Cebit

Ab 1995 war ich dann als festangestellter Intel-Mann auf der Cebit, und das war nicht immer Spaß. So waren ich und meine Kollegen (nur Männer) zwei Wochen lang in Hannover, um sicherzustellen, dass die komplette Hard- und Software nebst Netzwerktechnik am Intel-Stand funktionieren. Da waren viele Nachtschichten dabei, und am Ende lief immer alles wie am Schnürchen. Unvergessen sind auch hier die Partys, dieses Mal am eigenen Stand. Damals gab es diesen einen Spruch: „Work hard, dance hard!“. Und daran haben wir uns immer gehalten.

Die „Sunny Side“ der Cebit – als IT-Journalist

Dann, nach meinem Ausstieg bei Intel und meinem Einstieg in die Redaktionswelt, bot sich für mich  von der Cebit ein ganz neues Bild. Auf einmal gab es keine Nachtschichten mehr, auf einmal war ich der „Star“. Unvergessen sind die Toshiba-Zug-Fahrten nach Hannover, inklusive Verpflegung und Entertainment. Ok, die Unterkünfte waren bescheidener als zu meinen Intel-Zeiten, aber dafür wurde ich als Schreiberling hofiert und mit Geschenken bedacht. Ja, auch das war eine gute Zeit.

Das war auch die Zeit, als die Cebit noch so etwas wie ein alljährliches Klassentreffen war. So begab man sich im Laufe eines Tages mehrmals ins zentral gelegene Pressezentrum, um bei Kaffee oder Bier das ein oder andere Schwätzchen zu halten und sich mit den Kolleg*innen über die neuesten Neuigkeiten auf der Cebit auszutauschen. Das hatte immer etwas sehr Verbindendes.

Klar, das wurde nicht weniger, aber es hat sich in all den Jahren doch zusehends verändert. Die Kolleg*innen kamen immer seltener auf nach Hannover, weil die Redaktionen kleiner und kleiner wurden. Schon damals (ich spreche hier von Anfang/Mitte 2000) wurde der schleichende Abstieg bei den Besucherzahlen deutlich, was sich auch im abnehmenden Interesse seitens der IT-Verlage und -Journalist*innen widerspiegelte.

Cebit-Besucherzahlen 1986 bis 2013

Cebit-Besucherzahlen 1986 bis 2013

2006: Mein Leben als IT-Blogger und wieder eine neue Cebit-Zeitrechnung

Cebit Presseausweis2006 war ich dann zum ersten Mal als Blogger auf der Cebit, und es war großartig! Wir (Richard Joerges und ich) stellten unsere neu gegründete Blogplattform insight-infonet diversen Firmen vor, und es kam insgesamt sehr gut an. Richtig verdient haben wir damit zwar nie etwas, aber vor allem für mich war es der perfekte Einstieg in die Bloggerei. Von der ich ja bis heute seht gut leben kann.

Ein weiterer Wendepunkt in meiner Cebit-Historie war das Jahr 2014. Da war ich für IBM zum ersten Mal auf der Messe in Hannover und durfte dort zahlreiche Videointerviews mit IBM-Partnern und -Experten führen. Das war immer großartig und ich habe immer eine Menge gelernt. Dieser Trend ließ sich die Jahre danach weiter fortsetzen, und so war für mich die Cebit immer eine wichtige Veranstaltung, wenn es um das Akquirieren neuer Themen und neuer Kunden ging. Und ja, die Unterkünfte wurden in der Zeit auch wieder ein ganzes Stück besser. Auch dank AirBnB.

Cebit Unterkunft

2018 als Neuanfang – und dann doch das schnelle Aus

Um so erfreulicher und mutiger fand ich dann den Neuanfang der Cebit in diesem Jahr. Damit sollte so eine Art South by Southwest in Niedersachsen etabliert werden. Klar knirschte es noch an einigen Stellen, doch die ersten Schritte und Versuche in eine neue Cebit-Ära fand ich sehr ermutigend und richtig. Was sich vor allem im Zentralbereich rund um den EXPO Plaza widerspiegelte. Aber letzten Endes war das der Messegesellschaft wohl zu wenig – vor allem in Sachen Besucher- und Ausstellerzahlen. Aber so ist das halt, wenn man nur die Quantität, und nicht die Qualität einer Veranstaltung im Blick hat.

Mach’s gut, Cebit! War immer schön mit dir!

So bleibt mir nur noch zu sagen: Ich werde dich vermissen, Cebit, mit all deinen zahllosen Zufuß-Kilometern, deinen zu schlecht belüfteten Hallen, deinem zu ungesunden Essen. Und vor allem werde ich die zahlreichen Gespräche mit tollen und interessanten Menschen vermissen. Aber die treffe ich ja hoffentlich in Zukunft auf anderen Events.

IBM Havyn - interalktiver Security-Assistent inspired by IBM Watson

Die IT-SA 2017 wirft ihre Schatten voraus: IBM mit am Start

Zugegeben, bis zum Start der Sicherheitskonferenz und -messe IT-SA ist es noch eine ganze Weile hin, doch die ersten Presseinformationen machen schon die Runde. So meldet IBM heute, in Nürnberg vom 10. bis 12. Oktober 2017 wieder dabei zu sein. So will „Big Blue“ in Halle 10 am Stand 529 zahlreiche Lösungsangebote rund um das Thema IT-Sicherheit demonstrieren.

SAP-Umgebungen schützen, Daten überwachen/analysieren und mehr

Zu diesen IT-Security-Lösungen gehören unter anderem QRadar (SIEM), IBM BigFix Detect und MaaS360 (Endpoint-Security), IBM Resilient Incident Response Platform Enterprise, IBM InfoSphere Guardium und IBM i2 Analyze. Damit will IBM ein möglichst breites Spektrum an erprobten Sicherheitsanwendungen bereitstellen, und das hinsichtlich Schutz von SAP-Umgebungen, Endpoint-Security, der zügigen Behebung von Störfällen, echtzeitnaher Datenüberwachung im Rechenzentrum sowie der ausführlichen Analyse von großen Datenmengen.

Denn in Zeiten von WannaCry und EU-Datenschutzgrundverordnung kommt es für Firmen immer mehr darauf an, sich den drängendsten Fragen der IT-Sicherheit zu stellen – und diese mithilfe von Experten wie IBM zu beantworten.

Dieter Riexinger über SOC und IBM Watson

Wem das nicht reicht, der kann auch zwei Vorträge besuchen, die IBM auf der IT-SA mitgestaltet. Namentlich sind das die Techsessions von und mit Dieter Riexinger, der am 10. Oktober um 14 Uhr und am 11. Oktober um 11.15 Uhr darüber sprechen wird, wie das Security Operations Center (SOC) der Zukunft aussehen wird – und welche Rolle dabei IBM Watson und dessen kognitive Fähigkeiten spielen wird.

Mit „Havyn“ interaktiv Sicherheitsbedenken ausräumen

Dazu wird es auf dem IBM-Stand auch eine Virtual Reality-Demo zu sehen geben. Damit können Besucher in virtueller 3D-Anmutung hautnah in das Thema SOC eintauchen und die Möglichkeiten kennenlernen, die der digitale Security-Assistent „Havyn“ bietet.

Mit Havyn können Anwender interaktiv kommunizieren, und das mithilfe der Watson-Technik. Der Clou dahinter: Es lassen sich jegliche Fragen an Havyn richten, die mit dem Thema Sicherheit zu tun haben. In der Hoffnung, die richtigen Antworten präsentiert zu bekommen.

Nachfolgendes Video lässt erahnen, in welche Richtung das geht und was uns am IBM-Stand anlässlich der IT-SA 2017 erwartet.

httpss://www.youtube.com/watch?v=nVyqGKhLBcY

Falls Sie mehr wissen wollen zu aktuellen IBM Security-Lösungen, sollten Sie dem zugehörigen Link per Mausklick folgen.

M-Days-iPhone-App: Gut gedacht, nicht ganz so gut gemacht

Die iPhone-App zur Konferenzmesse mit Macken

Die iPhone-App zur Konferenzmesse "M-Days" mit Macken

So sitze ich also hier im ICE 728 auf meinen Weg nach Frankfurt am Main, der M-Days 2012 wegen. Und was macht so ein Technik-Geek wie ich um diese Uhrzeit? Genau, er verfasst seinen ersten iPhone-App-Test des Tages. Und die handelt von der Konferenz-App höchstpersönlich, die ich an den nächsten Tagen gerne und sinnvoll eingesetzt hätte. Leider bleibt es wohl beim Teil-Konjunktiv. Warum aber nur?

Nun, die Gründe hierfür sind mannigfaltig, da die Konferenz-App mit Namen „M-Days Navigator“ nicht den Anforderungen genügt, die man an solch eine mobile Anwendung stellt. Die Schwachpunkte sehen wie folgt aus:

  • Die Funktion „Geländeplan“ erlaubt den grafischen Zugriff auf den kompletten Ausstellerplan.Theoretisch. Praktisch sind erstens nicht alle Ausstellerinfos verlinkt, und zum zweiten sind die vorhandenen Informationen pro ausstellender Firma derart dürftig, dass nicht  mal der Kompetenzbereich des Unternehmens vermerkt ist. Zu Recherchezwecken ist das leider nicht ausreichend.
  • Mithilfe der App-Funktion „Aussteller“ kann man nach den vertretenen Unternehmen suchen, und zwar anhand der Kategorien „Firma“ und „Produkte“. Schön. Weniger schön ist allerdings die Tatsache, dass „Produkte“ keinerlei Einträge aufweist. Sollten Nokia und Co. etwa ohne Lumia & Co.nach Frankfurt gereist sein?!
  • Was sich hinter „Buddys“ verbirgt, kann ich nur erahnen, da sich diese Funktion nicht wirklich nutzen lässt. Meine Vermutung: „Buddys“ ist so etwas wie Foursquare, speziell für die M-Days konzipiert. Allerdings lassen sich keinerlei Kontakt importieren (zum Beispiel über das iPhone-eigene Adressbuch), so dass eine Kontaktaufnahme mit anderen M-Days-Besuchern (sofern das die Idee hinter „Buddyfinder“ ist) nicht zustande kommen kann. Und wirklich nutzen scheint die App-Funktion bisher auch kaum jemand. Na ja, vor Ort werde ich das nochmals überprüfen.
  • Der Eintrag „Events“ führt den App-Anwender zu den zwei Kongresssträngen, zum Vortrags- und zum Messestrang. Abgesehen davon, dass der Messebereich seit dem 24. Januar nicht mehr kostenlos ist, sondern an der Tageskasse mit 20 Euro zu Buche schlägt, sind die Inhalte, die der Funktion hinterlegt sind (also die Detailinfos zum jeweiligen Vortrag) leider nicht an die Bildschirmgröße des iPhone angepasst, so dass ein manuelles Hinein-Zoomen notwendig ist; außerdem ist eine Rotation ins Querformat nicht möglich! Schade. Aber: interessante Sessions lassen sich als Favorit markieren und direkt in den Kalender kopieren.

Und was es mit der Funktion „Scanner“ auf sich hat, werde ich wohl auch erst auf der Veranstaltung erfahren. Hoffentlich.

Fazit: Gut gedacht, leider nicht so gut gemacht, die M-Days-iPhone-App der Messe Frankfurt. Da beschleicht mich ein wenig das Gefühl, dass unbedingt eine mobile Anwendung entstehen sollte, die aber leider nicht zu Ende gedacht wurde. Aber sehen wir es mal positiv: da ist noch ganz viel Raum für Verbesserungen…

Ach ja, noch ein Tipp an die Macher der App: Mal bei Ivo Wessel nachfragen, wie er so seine Apps konzipiert.

M-Days 2012: Mobile, Mobile, Mobile!

Heute beginne ich mal ganz musikalisch:

All my bags are packed, I’m ready to go,
I’m standing here outside the door,
I hate to wake you up to say good bye.
But the dawn is breakin‘, it’s early morn’in,
The taxi’s waitin‘, he’s blowin‘ his horn.
Already I’m so lone some I could die.

Ok, mein Koffer ist noch nicht gepackt, und ich werde auch nicht mit dem Taxi zum Bahnhof fahren. Fakt aber ist: morgen geht es in aller Herrgottsfrühe nach Frankfurt am Main, in die Halle 1.2 der Messe Frankfurt. Dort findet an zwei Tagen eine der europaweit größten Kongressmessen für mobile Komunikations-, Vertriebs- und Contentlösungen statt, die M-Days, und das mittlerweile zum siebten Mal.

Es ist schon beeindruckend, was aus dieser ehemaligen Kleinstveranstaltung geworden ist. Waren es bei der ersten Ausgabe 2005 eine Hand voll Leute, zählte die Veranstalterin der M-Days letztes Jahr über 3.000 Kongress- und Messeteilnehmer, und heuer sollen es etwa 4.500 Leute werden, was einem Zuwachs von 50 Prozent entspräche. Daneben haben sich rund 120 Aussteller für die M-Days 2012 angemeldet, und um die 200 Referenten werden auf den Bühnen der Kongressmesse ihr Wissen zum Besten geben. Die Vorträge beschäftigen sich unter anderem mit folgenden Fragen:

  • Kapiert die Printbranche doch noch, dass für ihr Überleben Mobile & Co. wichtig sind? (Hierfür konnte sogar Dr. Andreas Wiele vom Axel Springer Verlag engagiert werden, der zum Vorstand Bild-Gruppe und Zeitschriften gehört).
  • mAdvertising: Hört Werbung bei Online und Print auf (u.a. mit Microsoft und Ferrero)?
  • Welchen Herausforderungen stellen sich Unternehmen in Sachen Gerätefragmentierung?
  • Können Kunden mithilfe von Barcodes, LBS und Couping unterhalten und gebunden werden?
  • mPayment: Wohin entwickelt sich die mobile Geldbörse?
  • Liest du noch oder schaust du schon?
  • und viele andere mehr.

Daneben gibt es im Gegensatz zu den kostenpflichtigen Kongressinhalten (490 Euro) vier Bühnen im Messebereich, die für alle offen stehen und deren Eintritt schlappe 20 Euro kostet (Messebesuch inklusive). Dort geht es um die Themen mAdvertising, Mobile Apps, mCommerce, Mobile Web und Mobile Development. Zu Wort werden dort unter anderem RIM (Blackberry), Microsoft und Nokia (Windows Phone).

Klar, es gibt auch eine Abendveranstaltung auf den M-Days 2012, die sich standesgemäß Mobile Media Night nennt und auf der es im SKYclub Frankfurt wohl hoch hergehen wird.

Für alle, die es interessiert: ich werde auch auf den M-Days zugegen sein. Und für alle zu Hause gebliebenen: ich werde sicherlich das ein oder andere twittern und facebooken. Also, immer schön folgen…

Ach ja: die obige Textstelle stammt aus einem der wohl bekanntesten Countrysongs: „Leavin‘ on a jetplane“. Es wurde geschrieben von einem gewissen John Denver (ja, okay, auch ich habe meine Laster), und zwar in Jahr 1966. Da konnte ich gerade mal laufen…

Photokina: Der ultimative IT-techBLOG-Messerundgang


Leider, leider können wir dieses Jahr nicht nach Köln fahren, auf das diesjährige Foto-Event schlechthin. Die Rede is von der Photokina, die vom 23. bis zum 28. September ihre Pforten öffnet. Zum Glück hat sich unsere Kollegin Katja Leonhardt von Fototools.de bereit erklärt, uns zu vertreten. Hier ist ihr definitiver und ultimativer Messe-Rundgang mit allen wichtigen Messe-Neuheiten der Kamera-, Zubehör- und Software-Hersteller

Wie schon vor zwei Jahren folgt der Hallenplan dabei in etwa dem fotografischen Workflow. So sind die Hallen 2,3 4.2, 5.2, 6, 9, und 10 der Bildaufnahme und dem Zubehör gewidmet, in Halle 4.1 der Kölnmesse lassen sich die Bildbearbeitungslösungen begutachten. In der Halle 5.1 zeigen die Hersteller von Fotospeicher ihre Lösungen und in Halle 10 kann man sich über die Möglichkeiten der Bildausgabe informieren. Wir haben auf einem Rundgang durch die Messehallen ein paar Highlights der diesjährigen Photokina zusammengestellt. Dies kann natürlich kein vollständiger Überblick sein. Aber wer an neuen Kameratechnologien und aktueller Software interessiert ist, bekommt hier ein paar nützliche Tipps.

Wer sich der Kölnmesse vom Bahnhof Messe/Deutz nähert, betritt die Hallen durch den Eingang Süd. Hier findet man auch gleich das Informationszentrum, links vom Eingang gelangt man in Halle 3. Wie die Hallen 2, 4 und 5 ist auch diese doppelgeschössig, unten befindet sich Halle 3.1, oben 3.2.

Hallen 3.2: Canon und Panasonic

Die beiden Hersteller Canon und Panasonic teilen sich das obere Geschoss der Halle 3. Ein Besuch lohnt sich bei beiden Ausstellern. Canon hat erst letzte Woche die neue Vollformatkamera EOS 5D Mark II vorgestellt, die sicherlich genauso zu bewundern sein wird wie die Einsteiger-SLR Canon EOS 1000D oder der 40D-Nachfolger Canon EOS 50D. Natürlich fehlen auch die neuen Kompaktkameras nicht, wie etwa die erste Powershotkamera mit CMOS-Sensor Powershot SX1 IS oder die Bridge-Kamera Powershot G10.

Panasonic hat im Sommer zusammen mit Olympus die neue Micro 4/3-Technologie vorgestellt. Mit diesem System sollen Kameras möglich werden, die zwar mit Wechselobjektiven arbeiten, aber kleiner als herkömmliche SLRs sind. Der Abstand zwischen Objektiv und Sensor ist nur halb so groß, außerdem wird der Objektivdurchmesser am Bajonett um sechs Millimeter kleiner sein. Wie dieses System in einer Kamera arbeitet, kann man an der Lumix DMC-G1 begutachten, auch neue Objektive für den Standard gibt es schon.

Halle 2.2: Die Kamerahalle mit Olympus, Nikon & Co.

Panasonics Kooperationspartner Olympus und Leica sitzen gleich nebenan in Halle 2.2. Leicas neue Kompaktkameras D-Lux 4 und C-Lux 3 lohnen ebenso einen Blick wie Olympus‘ Spiegelreflexkamera E3 oder die Olympus SP-565 UZ mit ihrem 20fach-Zoom. Pentax stellt neben dem Kamerasortiment auch sein erstes Objektiv DA 17-70 mm / f 4 AL [IF] SDM mit neuem KAF 3-Bajonett aus. Bei Casio wird es spannend: Der Hersteller hat mit der Exilim EX-FH20 eine neue Kamera in petto, mit der sich bis zu 40 Fotos in der Sekunde aufnehmen lassen. Und bei Nikon gibt es gleich zwei SLR-Neuheiten zu bewundern, nämlich die D80-Nachfolgerin D90 und die Vollformat-Kamera D700. In dem kompakten 13,5-Megapixelboliden Nikon P6000 steckt als Besonderheit ein GPS-Empfänger, der an alle Fotos ein Geo-Tag anhängt.

Halle 2.1: 50 Megapixel und Zubehör

Ein Stockwerk tiefer lässt sich anhand der Hasselblad H3 DII überprüfen, wie eine 50-Megapixelkamera für rund 30.000 Euro so in der Hand liegt. Canon-Fotografen können bei Carl Zeiss einen Abstecher machen und die erstmals mit Canon-SLRs kompatiblen Objektive des Herstellers ausprobieren. Anderes nützliches Zubehör – und das nicht nur für Spiegelreflex-Fotografen – sind das Ausrichtungstool Action Level von Kaiser Fototechnik, Taschen bei Dörr oder Lichtzelte und Studioblitzgeräte bei Brenner.

Halle 4.2: Von der Ultrakompakten zur Mittelformatkamera

Geradeaus weiter geht es in Halle 4.2 zu Samsungs eleganten Kompaktkameras NV9, NV100HD oder der L310W. Sanyo hat neben Camcordern auch neue Schnappschusskameras im Portfolio, Aiptek zeigt in dieser Halle seine Bilderrahmen und anderes Zubehör. Bei Fujifilm kann man beispielsweise die Gesichtserkennung der Fujifilm F60fd ausprobieren oder das 15fach-Zoom der Finepix S2000HD testen. Wer sich für Mittelformatkameras interessiert, sollte auf jeden Fall bei Phase One vorbeischauen. Auch das neue Tilt/Shift Objektiv 3,5/45mm TS ist hier zu sehen.

Halle 5.2: Digital Imaging bei Sony

Im Juli hatte Sony seine erste Vollformatkamera vorgestellt. Sie heißt Alpha 900 und glänzt unter anderem mit einem bildstabilisierten 24,6-Megapixel-Sensor, zwei Prozessoren und einem hochaufllösenden Display von 921.000 Bildpunkten auf einer Bildschirmdiagonalen von 3 Zoll. Außerdem sind in der Halle die Produkte von Kodak wie beispielsweise die Kompaktkamera Z1015 IS zu sehen sowie viel Zubehör, darunter Taschen von Lowepro oder die Stativlösung Gorilla Pod von Joby.

Hallo 5.1: Abtauchen auf der Photokina

Um aus Halle 5.1 nur zwei Besonderheiten herauszuheben: Jobo stellt mit dem GPS Tool ein Gerät vor, das alle Digitalkameras mit Blitzschuh zu einer GPS-fähigen Kamera macht. Die GPS-Daten werden im zugehörigen Modul gespeichert und dann in der Software mit den Bildern zusammengebracht. Freunde der Unterwasserfotografie sollten die Halle 5.1 auf keinen Fall auslassen. In der Underwater Imaging World können Unterwasser-Kameras in einem Becken getestet werden. Neben den Produktvorstellungen haben Hobbytaucher die Möglichkeit, ihre Aufnahmen von den Unterwasserfotografen Todd Essick und Steve Jones beurteilen zu lassen und gemeinsam die Fotos vor Ort zu optimieren.

Halle 4.1: Bildbearbeitung und weitere Software

In Halle 4.1 steht Fotosoftware im Mittelpunkt. Deren Hersteller haben sich einige Neuigkeiten für die Photokina aufgespart. Zum Beispiel will Application Systems die neue Version 5 des von ihnen vertriebene Raw-Konverters Bibble Pro vorstellen. Bibble Labs hat bereits verraten, dass eine Datenbank und eine komplett andere Oberfläche als Neuerungen mit dabei sind. Und unter dem Dach von Globell, das erstmals mit einem eigenen Stand auf der Photokina vertreten ist, vereinigen sich zahlreiche interessante Software-Lösungen für Profi- und Hobbyfotografen, darunter Fotostation von Fotoware, DxO Optics Pro oder die Photoshop Plug-ins von onOne Software wie etwa Genuine Fractals.

Apropos Photoshop-Plug-ins: Adobe fehlt natürlich nicht beim Stelldichein der Fotosoftware-Hersteller. Photoshop Lightroom 2 kann man sich genauso zeigen lassen wie die „kleine“ Bildbearbeitung Photoshop  Elements 7, die allerdings vorerst nur für Windows vorliegt. Nik Software ist ebenfalls mit einem Stand vertreten, auf dem man unter anderem die neuen Bildbearbeitungstools Sharpener 3 und Silver Efex ausprobieren kann.

Auch die Hallen 6, 9 und 10 laden mit Zubehör sowie Produkten zur Fotoausgabe wie Papier oder Online-Services zum Besuch ein. Für die Planung des Messebesuchs steht auf der Photokina-Webseite eine praktische Suche bereit, mit der sich die gewünschten Aussteller finden lassen.

Das Informatikjahr auf der Cebit

Hat es jemand gemerkt? Nach dem Einsteinjahr, schreiben wir nun das Informatikjahr! Getragen wird es vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, der Initiative Wissenschaft im Dialog und der Gesellschaft für Informatik. Dahinter steht laut Selbstdarstellung eine hehre Idee: „Die leitende Idee auch dieses Wissenschaftsjahres ist es, auf informative, spannende und unterhaltsame Weise mit der breiten Öffentlichkeit Inhalte, Prozesse und Umsetzung von Wissenschaft zu diskutieren“.

Klar, daß die Cebit genau das richtige Forum für diese Initiative ist. Und so präsentiert sich dort das Informatikjahr im future parc. Geboten werden eine Reihe von Veranstaltungen. Dazu gehört die Ausstellung „Mensch-Technik-Information“ am Stand B40. Auf einer Fläche von 1000 Quadratmetern werden dort 43 Exponate zur Interaktion des Menschen mit IT-Technologien zu bewundern sein. Ausserdem gibt es den so genannten future talk mit täglich stattfindenden Podiumsdiskussionen rund um die IT.

Die Cebit bildet auch den Auftakt für die Wanderausstellung Jahrhundert des Computers mit Exponaten vom historischen Großrechner bis zum modernen Mikrochip. Weitere Veranstaltungen sind das Schülerquiz Bit jagt Byte am 10., 13. und 15 März sowie eine Präsentation von Lego mit einem Bauwettbewerb. Ausserdem wird dort das aktuellste Lego-Robotersystem Mindstorms NXT vorgestellt.

Spannend dürfte die Podiumsdiskussion zum kontroversen Thema RFID-Standort Deutschland werden. Sie findet am Freitag den 10. März von 11.00 bis 13.00 Uhr im CC, Saal 3A statt. Ein Höhepunkt der Veranstaltungen rund um das Informatikjahr auf der Cebit dürfte der am 11. März stattfindende Tag des Supercomputing sein. Den krönenden Abschluß bildet am 12. März ein Vortrag von Dr. Horst Zuse über das Werk seines Vaters, des deutschen Computerpioniers Konrad Zuse.

Vollanimierte CeBIT-Angebote bei Media Markt

Während der U-Bahn-Fahrt stolperte ich über ihn quasi drüber, den lauthals schreienden Prospekt von Media Markt, der diesmal noch größer und und noch voller ausgefallen ist. Aufgefallen ist mir dabei das Hinweiskästchen „CeBIT-Highlights“, die sich mal wieder sehr angeberisch zeigen. Und, ich nicht faul, hab natürlich reingeguckt, und was mir da entgegen sprang, ist wirklich nicht von schlechten Eltern.

Zum einen gibt’s ein Notebook von Fujitsu Siemens für rund 1300 Euro. Angesichts der Ausstattung, die man fürs Geld bekommt, muss man neidlos anerkennen, dass dies ein echtes Schnäppchen ist: Highlight ist zweifelsohne die verbaute Centrino Duo Technologie, die wegen des Intel Core Duo Prozessor T2300 dem Laptop ordentlich Power mitgibt, ohne dabei die Akkuleistung aus den Augen zu verlieren.

Auch der Rest wie eingebaute WLAN-Karte, 1 Gigabyte RAM, 80 GB SATA-Platte, Multinorm DVD-Brenner und die ATI Mobility Radeon X1400 mit PCI-Express-Anbindung machen aus dem Notebook eine echte Allround-Maschine. Und der 15,4-Zoll große TFT-Monitor ist auch sehr ordentlich. Fazit: Kaufen ist sicherlich kein Fehler.

Aber auch der Microstar-PC, der dort angepriesen wird, ist einen Blick wert: Hier besticht vor allem die Viiv-Technologie von Intel, die aus dem Rechner einen echten Multimedia-Alleskönner machen soll. Hierfür sorgen unter anderem der Pentium D 930, der mit zwei Prozessorkernen ausgestattet ist und mit zweifachem 3-GHz-Tempo rechnet.

Aber auch der große 1-GB-Arbeitsspeicher, die riesige 300-GB-Platte auf SATA-Basis und 7.200 UpM sowie den zwei optischen Laufwerken (DVD-ROM und DVD-Brenner) machen aus dem Computer einen leistungsstarken Boliden. Angereichert wird das Ganze noch durch die schnelle ATI-Grafikkarte aus der X1600-Serie mit 256 MB Video-RAM und digitalen DVI-/DVB-T-Anschlüssen. Damit eignet sich der Medion-Rechner für den digitalen terrestrischen TV-Empfang und für die Wiedergabe von HD-Inhalten. Weitere Schnittstelle wie USB 2.0, WiFi, Firewire und Multicardreader sind bei solch einem Gerät wohl Ehrensache. Preis dieses Nobel-PCs: 1100 Euro. Auch hier kann man nicht ganz viel falsch machen.

Übrigens: Für Prospekthasser in Papierform steht der Infoflyer auch als Flash-Animation mit Zooming zur Verfügung. Sehr cool!

Kostenlos zur Mac expo 2006 in Köln

Vom 8. bis 10. Juni findet in Köln die Mac expo statt. Vertreten sind alle wichtigen Hersteller aus der Mac-Szene. Ausserdem gibt es einen Seminarbereich, in dem die Hersteller sogenannte Masterclasses zu ihren Produkten präsentieren werden. Angesprochen werden von der Mac expo sowohl Profis, als auch Consumer. Wer kostenlos ins Mekka der Mac-Fans will, kann sich zur Zeit auf der Web-Site des Veranstalters um eine der 3000 kostenlosen Eintrittskarten bewerben.