Allianz Arena des FC Bayern setzt auf intelligente Technik von Siemens

FC Bayern und Siemens MindSphere, ein IoT-Gespann

Gerade habe ich über den geplanten Hannover-Messe-Auftritt der Software AG und Siemens berichtet, und schon kommt eine Geschichte daher, die mich als Anhänger des FC Bayern natürlich hellhörig gemacht hat.

So will der erfolgreichste Fußballverein Deutschlands (erst am vergangenen Samstag wurde die 28. Deutsche Meisterschaft im Fußball eingetütet) mithilfe von ausgeklügelten Analysetechniken und damit verbundenen Vorhersagen noch erfolgreicher werden.

Siemens MindSphere sorgt für den schönen Rasen der Allianz Arena

Die Rede ist von der richtigen Rasenpflege, die in der heimischen Allianz-Arena nicht ganz trivial ist (in der morgen das sehr wichtige Rückspiel gegen den FC Sevilla um den Einzug ins Champions-League-Halbfinale stattfindet). Da aufgrund der Stadionarchitektur nicht genügend Sonnenlicht auf das Geläuf fällt, wird mithilfe einer speziellen Konstruktion und ganz viel Software dafür gesorgt, dass die fehlenden Sonnenstunden künstlich erzeugt werden.

Und genau an dieser Stelle kommt die Firma Siemens zum Einsatz, die mithilfe ihres IoT-Betriebssystems Mindsphere dafür sorgen will, dass anhand von Sensordaten immer genau die richtige Portion Sonnenlicht generiert wird, die für das optimale Wachstum des FC-Bayern-Rasens erforderlich ist. Genauso werden aber auch erforderliche Wassermengen zum Bewässern des Rasens sowie die richtige Menge an Düngemittel berechnet und automatisiert bereitgestellt.

Hierfür wurde eine Anwendung geschrieben, die auf Siemens MindSphere basiert und die für den schönsten und grünsten Rasen weit und breit sorgen soll. Und da mithilfe von Künstlicher Intelligenz das Greenkeeping (sprich: die Rasenpflege) in Zukunft weiter verbessert werden kann, soll diese Technik in den Heiligen Hallen des FC Bayern München ebenfalls Einzug halten.

Ende des Parkhaus-Chaos? Wer weiß…

Doch das ist laut des FC Bayern und Siemens noch nicht alles. So soll es künftig mithilfe von IoT möglich sein, Besucher anhand von Sensordaten stets zum nächstgelegenen Getränke- und Essensausschank zu leiten, an dem gerade am wenigsten los ist. Doch ob das Internet der Dinge dafür sorgen kann, dass nicht nach jedem Bayern-Spiel im Parkhaus das große Chaos ausbricht, bleibt dahin gestellt. Aber wer weiß, was mit MindSphere und IoT noch alles möglich sein wird.

Software AG auf der Hannover Messe 2018

Software AG auf der Hannover Messe: Mindsphere, Windpark-Steuerung und Fertigungsüberwachung

Ende März habe ich mit Oliver Edinger von der Software AG ein Videointerview geführt, in dem er über die IoT-Plattform Cumulocity spricht. Und gerade habe ich bei meinen Hannover-Messe-Vorbereitungen entdeckt, dass die Software AG vom 23. bis 27. April in Hannover an drei Ständen gleichzeitig vertreten sein wird.

Da ich für IBM auf der Hannover-Messe unterwegs sein werde, komme ich um einen Besuch bei der Software AG sicherlich kaum umhin. Zumal ich während der München-Ausgabe der IoT Innovation Tour 2018 Mitte Mai Videointerviews mit Vertretern der Software AG und anwesenden Geschäftspartnern und Kunden führen darf.

Software AG und Siemens

In Halle 9, Stand D35, wird Siemens eine MindSphere Lounge aufbauen, und genau dort will die Software AG zeigen, wie sich ihre ARIS Business Process Analysis Platform und das cloudbasierte IoT-Betriebssystem Siemens MindSphere für IoT-Projekte bestmöglich ergänzen. Hierbei fungiert ARIS als Prozessinformationslieferant, womit Business-Transformationen transparenter und damit leichter nachvollziehbar werden.

Software AG und EdgeX Foundry

Wer in Halle 6 vorbeikommt, sollte in Erwägung ziehen, Stand B17 einen Besuch abzustatten. Dort zeigen nämlich die Software AG und EdgeX Foundry, wie sich große Industrieanlagen wie ein Windpark mithilfe von passenden IoT-Lösungen überwachen und steuern lassen. In diesem Fall kommt die IoT-Plattform Cumulocity IoT der Software AG zum Einsatz. Damit können sämtliche Daten erfasst, analysiert und für weitere Zwecke bereitgestellt werden, die im Kontext der Windkrafträder anfallen. Dies geschieht auf Basis einer Echtzeit-Streaming-Analyse, die dem Betreiber von Windparks und anderen Energieanlagen nützliche Informationen liefern.

Software AG und Huawei

Sollten Sie dann immer noch nicht genug haben von der Halle 6, können Sie sich am Stand D18 von Huawei davon überzeugen lassen, dass Hardware und Software immer ein starkes Team sein werden. So wie die Edge Computing-IoT-Lösung von Huawei und Cumulocity IoT von der Software AG. Mit dieser Kombination lassen sich Streaming-Edge-Analysen durchführen, die beispielsweise beim Bau von Industriemaschinen zum Einsatz kommen.

Damit können während des Fertigungs- und Produktionsprozesses sämtliche Daten erfasst und analysiert werden, die von Maschinen über das EC-IoT-Gateway an das Backend-Cloud-System transferiert werden. Dort werden die Daten analysiert, um damit voraussagen zu können, welche Maschine voraussichtlich zu welchem Zeitpunkt einen Fehler aufweist und eventuell ausfallen wird. Vorbeugung ist hier das Gebot der Stunde.

Oliver Edinger von der Software AG zum Internet der Dinge

[Videochat] „Internet of Things ist hierzulande besser als sein Ruf!“

Internet of Things ist eines der zentralen und beherrschenden Themen der vergangenen und kommenden Jahre. Wen wundert es da, dass IDC Deutschland mittlerweile die dritte Umfrage dazu durchgeführt hat, um den Stand der Dinge in Sachen IoT in Deutschland abzuklopfen.

Bei der Vorstellung der Umfrageergebnisse durfte ich im Münchner Hotel Le Méridien dabei sein, und neben allerlei Tweets und einem Interview mit einem der Studienverantwortlichen habe ich auch dieses Videointerview mit Oliver Edinger von der Software AG geführt. Darin spricht er über die IoT-Plattform Cumulocity IoT, über größere und kleinere IoT-Projekte und wo Deutschland in Sachen Internet der Dinge steht.

Internet of Things ist hierzulande besser als sein Ruf

Und genau mit dieser Frage ging das Interview los. Die Meinung von Herr Edinger dazu war nicht so überraschend, sieht er den Wirtschaftsstandort Deutschland in puncto IoT besser aufgestellt, als dies von der breiten Öffentlichkeit im Allgemeinen wahrgenommen wird. Mehr noch: Er bewertet den hiesigen IoT-Markt im europäischen Vergleich ganz weit vorne, wenn man den Kenntnisstand rund um das IoT und das Umsetzen von realen Projekten betrachtet. Das deckt sich übrigens recht gut mit den Ergebnissen der IDC-IoT-Studie.

httpss://twitter.com/mhuelskoetter/status/974580406627524608

Dann wollte ich gerne wissen, was die IoT-Plattform Cumulocity alles Schönes kann, die bei der Software AG als die zentrale Software-Lösung für größere und kleinere IoT-Projekte zum Einsatz kommt. Damit ermöglicht Oliver Edinger und sein Team vor allem die vier großen „C“ des IoT, wie er sagt: Connect, Collect, Correlate und Consume, was die Daten innerhalb von IoT-Netzwerken betrifft.

Das tangiert innerhalb eines IoT-Projektes ganz unterschiedliche Ebenen: Seien es die vernetzten Geräte, die überwacht und ausgewertet werden sollen, oder die Analyse der gesammelten Daten oder das Bereitstellen der ausgewerteten Daten innerhalb der transaktionalen Systeme, was ja für spätere Vorhersagen und andere Dinge wichtig ist.

Cumulocity skaliert sehr gut und bietet ein umfangreiches Funktionsarsenal

Interessant fand ich auch die Aussage während Herrn Edingers Vortrag, dass Cumulocity sowohl in größeren als auch kleineren Projekten zum Einsatz kommt. Das hat laut seiner Aussage mit zwei Aspekten zu tun: Zum einen mit der Skalierbarkeit von Cumulocity und zum anderen mit dem vollständigen Funktionsumfang, den diese IoT-Plattform bietet. Damit lässt sich Cumulocity an die Bedürfnisse des Projektes jederzeit anpassen, also zum Beispiel neue Funktionen hinzufügen, aber auch wieder entfernen. Gerade eben so, wie es der Kunde wünscht und benötigt.

Daher gehören große Unternehmen wie die Deutsche Telekom genauso zu den Cumulocity-Anwendern wie kleinere Startup-Firmen wie zum Beispiel trackerando.

Das vollständige Interview mit Oliver Edinger in Bild und Ton

Mark Alexander Schulte von IDC über die große IoT-Studie

[Videochat] „2018 könnte das Jahr des ‚Internet of Things‘ werden“

Am vergangenen Freitag durfte ich einem IDC-Pressegespräch in München beiwohnen. Dort wurde eine groß angelegte Internet of Things-Studie vorgestellt, die IDC mittlerweile zum dritten Mal durchgeführt hat. Im Anschluss an die Vorträge und eine bayerische Brotzeit hatte ich die Gelegenheit, ein Videointerview mit dem federführenden Berater, Mark Alexander Schulte, zu führen. Darin spricht er über die Motivation für die Studie und deren Fazit, über die Motive der teilnehmenden Firmen, IoT auf ihre Agenda zu nehmen, über IoT-Hürden und über die Verbindung Blockchain-IoT.

httpss://twitter.com/mhuelskoetter/status/974567489161121792

Warum hat IDC die IoT-Studie durchgeführt?

IDC beobachtet das Thema schon seit längerem und führt die IoT-Studie nach 2014 und 2016 bereits zum dritten Mal durch. Als Hauptmotivation bezeichnet Herr Schulte die Frage, inwieweit sich das Thema weiterentwickelt hat und ob Unternehmen mittlerweile aufgeschlossener gegenüber IoT-Projekten sind, welche Vorteile Firmen darin sehen und ob IDC mit ihrer positiven Prognose richtig oder falsch liegen.

httpss://twitter.com/mhuelskoetter/status/974580402705879040

Wie lautet das Fazit der IoT-Studie?

Mehr als drei Viertel der befragten Unternehmen gaben an, dass sie noch in diesem Jahr ein IoT-Projekt umsetzen wollen. Mehr noch: etwas 75 Prozent der deutschen Unternehmen planen bereits ein IoT-Projekt und haben bestätigt, dass sie dafür Budget allokiert beziehungsweise eingeplant haben. Daher geht IDC davon aus, dass das Thema Internet of Things in diesem Jahr hierzulande seinen Durchbruch erfahren wird.

httpss://twitter.com/mhuelskoetter/status/974580406627524608

Warum nehmen Unternehmen IoT-Projekte auf ihre Agenda?

Die Motive „pro IoT“ sind äußert vielfältig. Derzeit optimieren viele Unternehmen ihre internen Abläufe und Prozesse, und das auf Basis von vernetzten Produkten, Maschinen und Anlagen. Ziel ist es, effizienter arbeiten zu können. Allerdings sieht IDC die wahren Mehrwerte von IoT in der Möglichkeit, mithilfe von IoT-basierten Produkten neue Services anzubieten und damit neue Umsatzquellen zu erschließen. Und genau dort sieht Herr Schulte noch brachliegendes, weil noch nicht ausgeschöpftes Potential.

Welche Hürden in Sachen IoT gibt es ganz Allgemein?

Wie die Studie zeigt, liegt die Komplexität von IoT-Projekten ganz oben an der Spitze der möglichen Herausforderungen und Hürden aus Sicht der befragten Unternehmen. Herr Schulte begründet dies mit der Tatsache, dass IoT nicht nur aus einer, sondern aus vielen Technologien und Techniken besteht, die innerhalb eines Projekts beherrscht und berücksichtig werden müssen. Dazu gehören Geräte und Sensoren genauso wie die Vernetzung dieser Devices und die notwendige IoT-Plattform, die das Ganze steuert und auswertbar macht. Aber auch Themen wie Security, Blockchain und Applikationen spielen beim Internet der Dinge eine wichtige Rolle und machen das Thema entsprechend komplex.

httpss://twitter.com/mhuelskoetter/status/974580406535286784

Welche Vorteile bietet die Blockchain-Technik im IoT-Kontext?

Die Studie zeigte aber auch, dass viele Befragte die Nachweisbarkeit entlang der Versorgungskette als einen der größten Vorteile der Blockchain-Technik im Kontext von IoT betrachten. Damit lässt sich zum Beispiel genau bestimmen, wann welche Lagerartikel bewegt wurden, womit sich eine enorme Transparenz herstellten lässt, wovon Hersteller, Kunden und Behörden profitieren.

httpss://twitter.com/mhuelskoetter/status/974583908238090240

Das ganze Interview mit Mark Alexander Schulte von IDC

Internet der Dinge: Vernetzen von Dingen via Internet

Internet of Things (IoT): Chancen und Herausforderungen [Upd]

Mitte Dezember, also kurz vor Jahresende, verkündete IBM noch einen echten Knaller: Das Watson IoT Center kommt nach München, und mit ihm rund 1.000 neue Arbeitsplätze, die in der bayerischen Landeshauptstadt entstehen werden. Das war natürlich Grund genug für mich, (a) der Einladung IBMs in den 16. Stock zu folgen und (b) ein Videointerview mit Bret Greenstein zu führen, der sinngemäß sagte, dass das Internet der Dinge (IoT) größer ist als wir alle.

Und heute, ja heute stelle ich mir dir Frage: Ist das wirklich so? Ist das Internet of Things (IoT) wirklich größer als wir alle? Und welche Möglichkeiten und Herausforderungen bietet es? Eine Bestandsaufnahme.

Internet of Things: Eine kleine Rückschau

Als Mark Weiser 1991 in seinem Artikel „The Computer for the 21st Century“ zum ersten Mal über das Internet der Dinge (IoT) schrieb, hatte er wohl nur eine kleine Ahnung davon, welche Möglichkeiten und Herausforderungen das IoT mit sich bringen würde. Denn mit dem aktuellen und zunehmenden Vernetzungsgrad lassen sich „Dinge“ mit dem Internet beliebig verknüpfen, mit all seinen Chancen und Risiken.

Etwa acht Jahre später beschäftigte sich Kevin Ashton im RFID Journal mit dem Thema IoT, und er kam zu dem Schluss, dass das Internet der Dinge das Potenzial hat, die Welt zu verändern, so wie es das Internet selbst auch schon getan hat. Oder vielleicht sogar noch ein bisschen mehr.

Friedemann Müttern und Christian Flörkemeier vom ETH Zürich befassten sich im April 2010 im Rahmen des Informatik-Spektrum ausführlich mit dem Thema IoT und konstatierten, dass das Internet der Dinge für eine Vision steht, „in der das Internet in die reale Welt hinein verlängert wird und viele Alltagsgegenstände ein Teil des Internets werden.“

Internet of Things mit all seinen Möglichkeiten

Das Internet der Dinge (IoT) ist also nichts anderes als eine Verschmelzung real existierender Dinge mit dem Internet. Das klingt ja erst mal recht einfach. Doch sind es die Anwendungsbeispiele auch?

Paketverfolgung und automatisierte Tintenpatronenbestellung

Einfachstes Exempel ist die Paketverfolgung, die auf der Erfassung von Paketen mittels Strichcode basiert und die dem Empfänger die Möglichkeit bietet, via Internet den aktuellen Aufenthaltsort seiner Sendung zu bestimmen. Oder aber vernetzte Drucker, die mit dem Internet verbunden sind und anhand der zur Neige gehenden Tinte selbstständig neue Tintenpatronen bestellen. In beiden Fällen ist allerdings die menschliche Interaktion erforderlich, was nicht ganz im Sinne der automatisierten Internet-der-Dinge-Verbindung ist.

Interessant wird es erst dann, wenn die physischen Komponenten miteinander via Internet interagieren können und auf dieser Basis Entscheidungen selbstständig treffen können. So wie der Bürostuhl, dessen optimale Einstellungen vom Hersteller selbst via Internet vorgenommen werden, indem anhand der Benutzermerkmale die bestmöglichen Parameter ermittelt werden – und zwar automatisch.

Connected Cars, Bluetooth-Zahnbürsten und Industrie 4.0

Interessant ist das IoT auch für die Automobilhersteller, wie das Beispiel Connected Car zeigt. Damit lässt sich beispielsweise die aktuelle Position mittels GPS ermitteln und diese per App an das Smartphone des Autobesitzers übertragen. Oder aber die Bluetooth-Zahnbürste von Oral, die mittels Druckpunkt feststellt, ob der Anwender richtig seine Zähne putzt und das Ergebnis auf die zugehörige Smartphone-App übermittelt.

Interessant ist das IoT auch für die Industrie, weswegen das Internet der Dinge in diesem Fall Industrie 4.0 oder M2M (Machine to Machine) genannt wird. Die Idee dahinter ist klar: Ganze Industrieanlagen sind via Internet bzw. Netzwerk miteinander verbunden und können beliebig ihre Daten austauschen. Damit lassen sich komplette Windkraftanlagen überwachen und die aktuelle Energieleistung ermitteln. Oder aber Sensoren an einem Fließband stellen die aktuelle Auslastung fest, um so die optimale Produktionsmenge festzulegen. Und das meist über die Cloud, die in diesen Szenarien einen wichtigen Baustein darstellt.

IoT und seine zahlreiche Herausforderungen

Bei all diesen möglichen Szenarien stellt sich natürlich eine zentrale Frage: Wie sicher ist denn das Internet of Things überhaupt? Generell lässt sich sagen: Nicht so richtig, außer, man tut etwas für diese Sicherheit.

Denn mit der steigenden Zahl an IoT-Teilnehmern (den Dingen) samt den zunehmenden Kanälen (dem Internet, aber auch lokalen Kanälen) und den fehlenden Standards steigt auch die Gefahr der Kompromittierung. Daher gelten für das Internet der Dinge genau dieselben Verhaltensregeln, die man aus der vernetzten Welt kennt – nur noch etwas komplexer.

Sichere Authentifizierung und Verschlüsselung ein „Muss“

Dazu gehört beispielsweise eine starke Authentifizierung und sichere Webschnittstellen wie HTTPS. Darüber hinaus müssen Daten noch stärker als sonst gesichert werden, und das besonders auf dem Transportweg. Dazu zählt in jedem Fall eine abhörsichere Verschlüsselung, und zwar zwischen Geräten und mobilen Apps sowie zwischen den Geräten und der Cloud. Zudem sollte man die Software-Updates der Geräte verschlüsseln.

Firewalls und weitere Sicherheitsmaßnahmen schützen

Daneben sollten sämtliche IoT-Geräte in das Risiko-Management und das Monitoring einbezogen werden. Das bedeutet beispielsweise, dass die IoT-Devices genauso behandelt werden sollten wie Netzwerke und mobile Geräte. Erstellen Sie für alle IoT-Geräte ein Inventar und ein segmentiertes Netzwerk, das von einer Firewall überwacht und geschützt wird. Achten Sie bei den IoT-Komponenten zudem auf einen höchstmöglichen Schutz. Das schließt starke Kennwörter und WLAN-Verschlüsselung ein.

IPS- oder DPI-basierte Firewall: was soll es sein?

Viele herkömmliche Firewalls beherrschen IPS (Intrusion Prevention System), womit vor allem der eingehende Datenstrom analysiert wird, und das anhand bestimmter Filter und Signaturen. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass ein Angreifer nur dann erkannt und abgewehrt werden kann, wenn er in der Musterdatenbank auftaucht. Damit versagt eine IPS-basierte Firewall immer dann, wenn ein Hacker schlauer ist als die bekannten Firewall-Datenbanken.

Gerade im Kontext von IoT ist es zwingend notwendig, dass die enormen Datenströme, die zustande kommen, ständig auf mögliche Angriffe hin überwacht werden. Das betrifft alle ein- und ausgehenden Daten, da es gerade im Bereich industrielles IoT vermehrt zu Datenspionage kommen wird. Daher sind intelligentere Abwehrmechanismen wie DPI (Deep Packet Inspection) erforderlich, die ein ganzes Stück weitergehen als die IPS-basierten Firewalls. Damit werden tatsächlich nur die Daten durchgelassen, die auch übertragen werden dürfen.

Denn mit Deep Packet Inspection lassen sich ein- und ausgehende Datenströme sehr viel besser überwachen und bei Bedarf blockieren, da die Analyse kontextbasiert geschieht. Dies erfordert zwar sehr viel zuverlässigere Algorithmen und mehr „Feinarbeit“ als im Falle von IPS, ist allerdings auch sehr viel wirksamer, was gerade in Sachen IoT von höchster Wichtigkeit ist, da ja hier enorme Datenmengen innerhalb kürzester Zeit verschickt und empfangen werden.

In diesem Zusammenhang spricht man oft von sogenannten Next Generation Firewalls, die sich nicht ausschließlich auf Musterdatenbanken verlassen, sondern den Datenverkehr kontextbasiert analysieren – und bei Bedarf die richtigen Maßnahmen ergreifen. Allerdings halten nicht alle Firewall-Appliances am Markt das, was sie versprechen, da sie nur den ein-, aber nicht den ausgehenden Datenverkehr analysieren und überwachen.

Bret Greenstein von IBM zu Watson und IoT

[Videochat] „Das Internet of Things ist größer als wir alle!“

Vorgestern war ich in den HighLight Towers zu München, einer Einladung von IBM folgend. Ich wusste lediglich, dass das Thema „IBM Watson und Internet of Things“ auf der Agenda stand. Da mich beides sehr interessiert, bin ich dem Ruf von Big Blue gefolgt (allerdings nicht nur deswegen). Tja, und was soll ich sagen: Meine Überraschung konnte nicht größer sein, als ich den Anlass für das IBM-Event in luftiger Höhe (16. Stock!) erfahren habe.

Denn dort fand nicht irgendeine PR-Veranstaltung statt, sondern die offizielle Neueröffnung des IBM Watson IoT Center, in dem künftig rund 1.000 Experten und Fachleute dafür sorgen werden, zahlreichen Firmen und Forschungseinrichtungen die Dienste von Watson zur Verfügung zu stellen. Auf dass sie die drängendsten Fragen unserer Zeit beantwortet bekommen.

Natürlich habe ich die Gunst der Stunde genutzt und habe mit einem der anwesenden IBM-Experten ein Videointerview zum Thema Watson und IoT geführt. Darin beantwortet Bret Greenstein diverse Fragen, die allesamt mit Watson und dem Internet der Dinge zu tun haben. Und Bret sollte es wissen: Schließlich ist er Vice President IoT Solutions und seit 1988 bei IBM.

Natürlich wollte ich hören, was denn derzeit die größten Herausforderungen in Sachen IoT sind und wie IBM helfen kann, die damit verknüpften Aufgaben zu lösen. Zudem drängt sich im Zusammenhang mit dem Internet der Dinge die Frage auf, was IBM Watson damit zu tun hat und wie diese Cognitive Computing-Maschine die passenden Antworten auf die aktuellen Probleme findet.

Und, schon neugierig, was Bret zu meinen Fragen zu sagen hatte? Dann sollten Sie nicht zögern, diesem Video dreieinhalb Minuten zu spendieren. Das hat es auf jeden Fall verdient…

Oliver Niedung von Microsoft zu Windows 10 IoT

Oliver Niedung über Microsoft und das Internet der Dinge

Dieses Videointerview habe ich mit Oliver Niedung von Microsoft anlässlich der Produkteinführung von Windows 10 geführt. Darin spricht er über das Internet der Dinge aus Microsoft-Sicht, wie die Microsoft-Produkte in dieses Szenario passen und dass der IoT-Markt noch mit gewaltigen Zahlen aufwarten wird.

Zunächst einmal wollte ich von Oliver Niedung wissen, was Microsoft mit dem Internet der Dinge zu tun hat. Dabei erfuhr ich, dass Microsoft bereits seit 20 Jahren im komplexen Feld der Embedded Systeme unterwegs ist. Diese Gerätschaften und deren Anwendungen waren allerdings in der Vergangenheit meist isoliert,  also Insellösungen, was sich seit den vereinfachten Vernetzungs- und Analysenmöglichkeiten dramatisch verändert hat. Damit findet gerade eine Bewegung vom Embedded Markt in Richtung Internet der Dinge statt.

Für jedes Gerät das richtige OS: Windows 10 IoT Core, Mobile Enterprise und Enterprise

Für diesen aufstrebenden Markt hält Microsoft ab sofort drei neue Produkte bereit, die für Embedded Systeme konzipiert wurden. Das sind Windows 10 IoT Core, Windows 10 IoT Mobile Enterprise und Windows 10 IoT Enterprise. Alle drei Editionen adressieren ihr ganz eigenes Segment. So kommt die Core-Variante vor allem auf kleinen und kostengünstigen Geräten zum Einsatz. Das kann beispielsweise ein Raspberry Pi-oder Arduino-System sein, das über wenig Speicher verfügt und keine eigene Bedieneroberfläche benötigt.

Mit Windows 10 IoT Mobile Enterprise adressiert Microsoft all die Tablets da draußen, die bis zu 512 MB RAM und 4 GB Speicher aufweisen. Die Zielplattform stellen darüber hinaus ARM-Prozessoren dar, die nach wie vor hauptsächlich in Tablet-PCs eingesetzt werden. Und zu guter Letzt bietet Microsoft mit Windows 10 IoT Enterprise ein vollwertiges Betriebssystem an, das immer dann zum Einsatz kommt, wenn man Spezialfunktionen wie Lockdown benötigt, um beispielsweise sein Kiosksystem vor fremden Zugriffen schützen möchten.

Mit den richtigen Tools wird aus Windows 10 IoT eine echte IoT-Anwendung

Doch mit dem passenden IoT-Betriebssystem alleine ist es nicht getan. So bietet Microsoft für die Analyse der IoT-Daten die passenden Tools wie zum Beispiel Azure Stream Analytics. Damit lassen sich Daten von einer großen Zahl an IoT-Devices in Echtzeit verarbeiten, analysieren und beobachten. Damit kann man beispielsweise Unregelmäßigkeiten aufspüren, indem große Anlagen permanent überwacht werden. Auf diesem Weg lassen sich Fehler erkennen und beheben, bevor diese überhaupt erst auftreten. In diese Kategorie fallen auch weitere Microsoft-IoT-Werkzeuge wie Azure Machine Learning und Cortana Analytics Suite. Letztere kommt allerdings erst im Herbst auf den Markt.

Aber das und weitere Infos rund um das Internet der Dinge aus Microsoft-Sicht erfahrt ihr von Oliver Niedung selbst. Na dann: Film ab!

MTC14: „Google Tango wird das nächste coole Ding!“

Am Dienstag war ich auf der Mobile Tech Conference in München. Dort habe ich unter anderem dem Vortrag von Mostafa Akbari von der Firma Bitstars gelauscht, der unter einem ganz aktuellen Motto stand.

 

Klar, dass der Raum gefüllt war, denn auf diese smarte Datenbrille von Google fahren sie derzeit irgendwie alle ab – ungeachtet der Tatsache, dass man bis dato diese SmartGlass kaum erwerben kann. Allerdings gibt es derzeit noch einen weiteren wichtigen Aspekt, warum Augemented Reality mithilfe von Google Glass und anderen mobilen Geräten noch immer nicht richtig funktioniert:

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