Lars Herrmann (IBM) über das große IBM-Z-Event in München

[Video] Lars Herrmann (IBM) über das IBM Z-Event

Anlässlich des großen IBM Z-Events in München habe ich dieses Videointerview mit Lars Herrmann von IBM geführt. Darin spricht er über die große Klammer der Veranstaltung, über die Highlights des Paulo Carvao-Vortrags und über das Kundenfeedback zum Event.

Lars Herrmann kümmert sich bei der IBM um den Bereich Service Solutions für IBM POWER und IBM Mainframes. Er fasst den ersten Vormittag des Z-Events zusammen und verrät auch sonst wissenswerte Details.

„Vertrauen“ ist die Klammer des ersten Z-Vormittags

Zunächst einmal hat mich interessiert, ob es denn eine Klammer gab, mit der sich die vier Vorträge von Martina Koederitz, Martha Benneth, Jutta Rößner und Paulo Carvao zusammenfassen lassen. Und ja, die gab es, nämlich das Thema Vertrauen. Das sei für IBM sehr wichtig, da es ein zentrales Motiv seitens des Marktes und damit auch der Kunden darstelle.

Das hat auch damit zu tun, dass IBM immer mehr dazu übergehe, Kunden nicht etwas zu verkaufen, um zu verkaufen, sondern nur noch das zu verkaufen, was die Kunden auch wirklich kaufen wollen.

IBM z14 bietet vier wesentliche Aspekte: neues Preismodell, verbesserte Verschlüsselung, Machine Learning und offene APIs

Besonders erwähnenswert fand Lars Herrmann den Vortrag von Paulo Carvao, da er die Highlights der neuen IBM z14 kurz und knackig zusammengefasst hat. Dazu gehören ein kaufmännischer und drei technische Aspekte:

Kaufmännischer Aspekt: Mit dem Container Based Pricing ist es erstmals möglich, mit einer kleinen Mainframe-Version zu beginnen und diese dann bei Bedarf größer und größer werden zu lassen. Damit zahlt der Kunde immer nur genau das, was er auch benötigt.

Technischer Aspekt #1: Auf Basis der Pervasive Encryption wird eine umfängliche Verschlüsselung aller Daten gewährleistet, und das, ohne Anwendungen resp. Service Levels zu beeinträchtigen.

Technischer Aspekt #2: Mit der Fähigkeit, Machine Learning-Funktionen auf dem Mainframe-Rechner einzusetzen, können künftig Daten analysiert werden, ohne dass dafür vorher ein bekannter Algorithmus implementiert werden muss.

Technischer Aspekt #3: Mithilfe von offenen Schnittstellen (APIs) lassen sich externe Systeme nahezu beliebig mit der Mainframe verbinden. Damit können beispielsweise mit relativ geringem Aufwand hybride Cloud-Infrastrukturen eingerichtet werden, womit sich der Mainframe noch besser in die moderne Welt integrierten lässt, wie Herr Herrmann das nennt.

Neues Event-Konzept kommt gut bei Kunden an

Und wie sah es mit Kunden-Feedback auf dem Z-Event aus? Nun, auch damit war er sehr zufrieden, was wohl auch dem neuen Konzept geschuldet war. So hatte man sich dafür entschieden, mit den bereits angesprochen vier Kurzvorträgen zu beginnen, um das Event anschließend nahtlos in einen Showcase zu überführen, in dem IBM-Experten sämtliche Fragen zu Mainframe-relevanten Anwendungsszenarien beantworteten.

Videointerview mit Lars Herrmann: Infos aus erster Hand

Sämtliche Infos aus erster Hand präsentiert Lars Herrmann im folgenden Videointerview. Na dann: Film ab!

Disclaimer: Für diesen Beitrag hat mich IBM Deutschland als Blogger beauftragt.

Dr. Axel Köster (IBM) über Cognitive Storage

[Video] Dr. Axel Köster von IBM über Cognitive Storage

Während des IBM Storage Strategy Day 2017 in Ehningen habe ich dieses Interview mit Dr. Axel Köster geführt. Darin spricht er über Cognitive Storage und was es damit auf sich hat. Er zeigt, welche Speichertechniken bereits „Cognitive-ready“ sind und was das IBM Watson IoT Center damit zu tun hat.

Zunächst einmal gilt festzuhalten, dass Herr Köster einen tollen Titel trägt, er ist nämlich Cheftechnologe des Europäischen Speicherkompetenzzentrums in Frankfurt/Main. Zudem ist er Chairman der IBM Technical Expert Council (TEC) im deutschsprachigen Raum.

Von „Cognitive Storage“ und IBM Watson

Meine erste Frage führte mich direkt zum Thema des Interviews, was denn „Cognitive Storage“ sei. Dabei handelt es sich laut Herrn Köster um eine zweigeteilte Technologie: Einerseits handele es sich um hochparalellen Speicher für die kognitiven Algorithmen, die dafür sorgen, dass kognitive Systeme wie IBM Watson  überhaupt arbeiten können.

Zum anderen stehen diese Algorithmen auch für Storage-Systeme zur Verfügung, womit intelligenter Speicher möglich wird, der also lernt, was zu tun ist. Die Speichereinheit weiß zum Beispiel nach einer gewissen Zeit, welche Daten wichtig (Hot Data) und welche weniger wichtig (Cold Data) sind.

Kognitive Speichersysteme sind in 10 Jahren Standard-IT

Aber gibt es überhaupt schon Speichersysteme, die mit dieser Form von Künstlicher Intelligenz zurecht kommen. Ja, diese Systeme gibt laut Herrn Köster schon, die extrem parallel arbeiten. Allerdings kommen diese Hochleistungssysteme vor allem bei größeren Unternehmen zum Einsatz, kleineren Firmen mangelt es an solchen Systemen noch.

Aber, und da ist er sich sicher, müssen sich mittel- bis langfristig alle IT-Verantwortlichen mit dieser neuen Form des Speichers befassen, denn in etwa zehn Jahren wird das zur Standard-IT gehören.

Sensoren & Co. generieren große Datenmengen

Natürlich hat auch das IBM Watson IoT Center mit großen Datenmengen zu tun, die beim Einsammeln derselben generiert werden. Denn überall dort, wo beispielsweise Sensoren große Datenmengen produzieren, lassen sich neue Erkenntnisse gewinnen, die dann an anderer Stelle eingesetzt werden können.

Diese Ergebnisse werden nicht mithilfe von Algorithmen erzielt, sondern auf Basis neuronaler Netze, die wie das menschliche Gehirn funktionieren. Damit können zum Beispiel Gebiete identifiziert werden, in denen möglicherweise Hagelschaden entsteht, um daraus die richtigen Maßnahmen abzuleiten.

x86 ist für neuronales Rechnen nicht parallel genug, IBM TrueNorth schon

Doch neben den hohen Anforderungen an Speicher kommen auch den Recheneinheiten von kognitiven Systemen eine große Bedeutung zu. So hat mich interessiert, ob General Purpose Prozessoren wie der Intel x86 für solche Aufgaben geeignet seien. Und nein, sind sie nicht, da diese CPUs laut Herrn Köster nicht parallel genug arbeiten. Hierfür taugen eher die grafischen Co-Prozessoren, wie man sie von NVIDIA kennt.

In dieser Kategorie tummelt sich auch der IBM-eigene Hochleistungschip TrueNorth, der bereits erste Rekorde aufgestellt hat und eben genau wie das menschliche Gehirn arbeitet. An dieser Stelle kommt Herr Köster geradezu ins Schwärmen, da die CPU gerade mal 70 Milliwatt im Betrieb verbraucht, weil sie ganz anders arbeitet als die Von-Neumann-Prozessoren.

Dr. Axel Köster im Videointerview

Wer die hier genannten Informationen lieber aus erster Hand bezieht, der klicke oder tippe auf den Startknopf des Videointerviews von und mit Axel Köster. Na dann: Film ab!

Disclaimer: Für diesen Beitrag hat mich IBM Deutschland als Blogger beauftragt.

IBM Watson IoT Center in München

Mein persönlicher Rückblick: IBM Z-Event im IBM Watson IoT Center

Auf der gestrigen IBM-Veranstaltung „Mit IBM Z geht’z weiter“ kamen hoch über München im IBM Watson IoT Center zahlreiche Kunden, Geschäftspartner und IBM-Vertreter zusammen, um die Ankunft des jüngsten Z-Spross zu feiern. Seine Name: IBM z14. Seine Vorschusslorbeeren: Vertrauen schaffen und Sicherheit gewährleisten.

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Dieser Anspruch zog sich durch die gesamte Veranstaltung, die standesgemäß von Martina Koederitz eröffnet wurde. In ihrem Vortrag zog sie gleich zu Anfang das Fazit: Digitalisierung und Deutschland, da passt noch nicht alles zusammen. Denn wir stehen Stand heute immer noch vor zahlreichen Herausforderungen, die laut Frau Koederitz sehr gut mit der Mainframe zu bewältigen sind.

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Der 20-Minuten-Pitch von Martha Bennett von Forrester Research handelte vom Thema Vertrauen. Dazu gehören, so Bennett, neben einer funktionierenden IT-Landschaft auch gemeinsame Werte und eine Firmenkultur, die diese Werte vorlebt und ermöglicht. Aber auch das Vertrauen der Kunden muss laut Martha Bennett im Vordergrund stehen. Denn nur wenn er merkt, dass Produkte für ihn geschaffen wurden, ist er auch bereit, diese zu kaufen.

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Einer dieser Kunden, der IBM-Technik vertraut, ist die DATEV eG, die Jutta Rößner abgesandt hatte, auf dass sie über IBM-Mainframes im Allgemeinen und IBM z13 im Speziellen spricht. Und das tat sie dann auch, sehr ehrlich und sehr offen. So referierte auch darüber, warum sich die DATEV für die IBM z13 entschieden hat und warum sie plant, ob Oktober die neue z14-Mainframe zu installieren.

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Der Abschluss der kurzweiligen Vortragsreihe blieb Paulo Carvao vorbehalten, der das weltweite Systems-Geschäft bei IBM leitet. Er wurde ziemlich technisch, indem er beispielsweise über die Vorteile der Pervasive Encryption der IBM z14 sprach, über Blockchain und IBM Z und über das Zusammenspiel von IBM Z und der Cloud.

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Abschließend hatten die anwesenden Besucher die Veranstaltung ausreichend Zeit und Gelegenheit, sich in einem eigens dafür geschaffenen Showroom über die möglichen Anwendungen zu informieren, die mithilfe von IBM Z möglich sind.

Ach ja: Ich habe mit Jutta Rößner, Lars Herrmann von IBM  und zwei weiteren Kunden interessante Videointerviews geführt, die hier allesamt in den nächsten Tagen online gehen werden.

Disclaimer: Für diesen Beitrag und der nachfolgenden Videointerview-Posts hat mich IBM Deutschland als Blogger beauftragt.

CeBIT 2017: Paulo Carvao, IBM Systems, über Cognitive Computing

Während der CeBIT 2017 hatte ich die Gelegenheit, dieses Videointerview mit Paulo Carvao von IBM zu führen. Während des Gesprächs erfuhr ich, warum Paulo und IBM auf der CeBIT waren, welche Trends in Sachen Künstliche Intelligenz und Cognitive Computing auf uns warten und was er vom Watson IoT Center in München hält.

Paolo und IBM hatten sich für die CeBIT fest vorgenommen, mit Kunden und Partnern ausführlich über das Thema Cognitive Computing und die kognitive Ära zu reden. Was ihnen offensichtlich gelungen ist, wenn man sich den IBM-Stand in Halle 2 angesehen und die Presseberichte verfolgt hat.

IT-Infrastruktur und Cognitive Computing müssen zusammenpassen

Damit eng verknüpft ist für Paolo und sein Team natürlich das Thema IT-Infrastruktur, also das Bereitstellen der passenden Hardware und Software für rechenintensive Aufgaben, wie sie beim Cognitive Computing anfallen. Dabei ist es vor allem wichtig, mit den enormen Datenmengen vernünftig umgehen zu können, die bei CC-Applikationen entstehen.

Drei Trends: Acceleratoren, Hybrid-Clouds und Techniktransformation

Doch welche Trends sieht IBM in Sachen Cognitive Computing? Nun, dazu gehören laut Paolo Carvao mindestens drei: Hardware-Acceleratoren, hybride Cloud-Infrastrukturen und die Transformation von vorhandenen Techniken.

Hardware-Acceleratoren sorgen dafür, dass speziell in heterogenen IT-Umgebungen Daten und Anwendungen so schnell wie möglich verarbeitet werden können. Zu den Acceleratoren gehören spezielle Grafikkarten und FPGAs, aber auch der Quantencomputer IBM Q.

Hybride Cloud-Infrastrukturen werden laut Paolo dafür sorgen, dass Public und Private Cloud-Anwendungen sinnvoll und sicher verschmelzen können.

Mit der Transformation vorhandener Techniken wie Blockchain werden sich angestammte Geschäftsmodelle vollständig verändern und neue Märkte erschließen.

IBM Watson IoT Center steht nicht zufällig in München

Zu guter Letzt wollte ich von Paolo noch wissen, welche Chancen das IBM Watson IoT Center für Deutschland und Europa bietet. Seine Antwort überrascht kaum:  es sei kein Zufall, dass das Watson IoT Headquarter in München entstanden ist. Bündeln sich doch hier die kreativen und innovativen Köpfe und Firmen der IT- und Automobil-Szene.

Bret Greenstein von IBM zu Watson und IoT

[Videochat] „Das Internet of Things ist größer als wir alle!“

Vorgestern war ich in den HighLight Towers zu München, einer Einladung von IBM folgend. Ich wusste lediglich, dass das Thema „IBM Watson und Internet of Things“ auf der Agenda stand. Da mich beides sehr interessiert, bin ich dem Ruf von Big Blue gefolgt (allerdings nicht nur deswegen). Tja, und was soll ich sagen: Meine Überraschung konnte nicht größer sein, als ich den Anlass für das IBM-Event in luftiger Höhe (16. Stock!) erfahren habe.

Denn dort fand nicht irgendeine PR-Veranstaltung statt, sondern die offizielle Neueröffnung des IBM Watson IoT Center, in dem künftig rund 1.000 Experten und Fachleute dafür sorgen werden, zahlreichen Firmen und Forschungseinrichtungen die Dienste von Watson zur Verfügung zu stellen. Auf dass sie die drängendsten Fragen unserer Zeit beantwortet bekommen.

Natürlich habe ich die Gunst der Stunde genutzt und habe mit einem der anwesenden IBM-Experten ein Videointerview zum Thema Watson und IoT geführt. Darin beantwortet Bret Greenstein diverse Fragen, die allesamt mit Watson und dem Internet der Dinge zu tun haben. Und Bret sollte es wissen: Schließlich ist er Vice President IoT Solutions und seit 1988 bei IBM.

Natürlich wollte ich hören, was denn derzeit die größten Herausforderungen in Sachen IoT sind und wie IBM helfen kann, die damit verknüpften Aufgaben zu lösen. Zudem drängt sich im Zusammenhang mit dem Internet der Dinge die Frage auf, was IBM Watson damit zu tun hat und wie diese Cognitive Computing-Maschine die passenden Antworten auf die aktuellen Probleme findet.

Und, schon neugierig, was Bret zu meinen Fragen zu sagen hatte? Dann sollten Sie nicht zögern, diesem Video dreieinhalb Minuten zu spendieren. Das hat es auf jeden Fall verdient…

IBM Watson IoT Center in München

IBM eröffnet das weltweite Watson IoT Center in München [Upd]

IBM Watson IoT Center in MünchenDas ist mal ein echter Knaller: Eines meiner IBM Lieblingsthemen, nämlich der Kognitiv-Superrechner Watson, den ich auf dem Hightech Computing Blog schon mehrfach besprochen habe, kommt nach München. Genauer gesagt in die HighLight Towers im Norden der bayerischen Hauptstadt. Das ist aus mehreren Gesichtspunkten sehr bemerkenswert.

Es ist natürlich nicht so, dass solch eine neu zu gründende Forschung- und Entwicklungszentrale aus IBM-Sicht so ungewöhnlich wäre. So unterhält „Big Blue“ in Böblingen bei Stuttgart seit vielen Jahrzehnten ein großes R&D-Labor, das sich unter anderem um die Entwicklung des IBM Power-Prozessors kümmert. Mit einem der Leiter, Herrn Dr. Maier, habe ich schon mehrfach Interviews geführt.

Darüber hinaus kann man München ohne Übertreibung als das Herz der deutschen IT bezeichnen. Somit ist es kaum überraschend, dass sich IBM für München als Watson-Standort entschieden hat. Dazu konnte sicherlich auch die aktuelle Staatsregierung beitragen, und das in persona Ilse Aigner, die sich immer wieder rund um neue IT-Projekte einen Namen gemacht hat. So möchte ich das Werk1 im Kunstpark Ost erwähnen, das sie in gewisser Weise als ihr „Baby“ sieht und wo sie schon des öfteren gesichtet wurde. So wie hier heute auch, nebenbei bemerkt.

Für die Entscheidung, aus München die IBM Watson-IoT-Zentrale zu machen, sprechen aber sicherlich auch die vielen, vielen IT-Unternehmen, die hier oder im Umland niedergelassen sind. Ob Microsoft, IBM selbst oder andere namhafte Firmen zeugen von einer hohen Innovationskraft, die diese Stadt prägt.

IBM hat übrigens mehrere Stockwerke in den HighLight Towers angemietet, die in den nächsten Monaten sukzessive bezogen werden sollen. Die Rede ist von 1.000 neuen Arbeitsplätzen, die hier entstehen werden. Das ist ziemlich genau die Hälfte aller Arbeitsstellen, die mit dem Thema Watson IoT verknüpft sind. Eine sehr beeindruckende Zahl, die sich München ans Revers heften darf.

Mehr dazu gibt es demnächst auf diesem Kanal, und zwar in Form eines Videointerviews, das ich in den nächsten Minuten mit einem der zuständigen Projektmanager führen werden, der für das Münchener Watson IoT Center mitverantwortlich ist.

Update: Das Videointerview mit Oliver Droske samt nützlicher Zusatzinfos ist online. Und das mit Bret Greenstein zum Thema Watson und IoT auch.