Lexikon: Von Blende und Schärfentiefe

Die Blende eine Kamera besteht aus Lamellen, die sich beim Schließen wie eine Iris kreisförmig zusammenziehen und beim Öffnen wieder kreisförmig auseinander gehen. Vereinfacht gesagt wird die Blende benötigt um die Lichtmenge, die auf den Bildsensor (früher den Film) fällt, zu steuern. Das heißt, je nach manuell oder vom Motiv bzw. Belichtungsprogramm eingestellter „Blende“ fällt mal mehr, mal weniger Licht auf den Sensor.

Wozu braucht man das?
Vor allem um die Schärfentiefe (nicht Tiefenschärfe!) zu steuern. Je weiter die Blende offen ist, desto geringer ist die Schärfentiefe. Je weiter sie geschlossen ist, desto größer die Schärfentiefe.

Das müssen wir uns versinnbildlichen: Stellen wir uns die Lichtstrahlen, die durch das Objektiv und die Blende auf den Bildsensor fallen wie einen Kegel oder Trichter vor. Man spricht auch vom Bildwinkel. Ist die Blende weit geöffnet, ist der Kegel sehr weit. Je weiter die Blende geschlossen wird, desto schmaler und dünner wird der Kegel. Nun kommt die Schärfentiefe und die Schärfeebene ins Spiel.

Preisvergleich Digitalkameras

„Lexikon: Von Blende und Schärfentiefe“ weiterlesen

Adobe Photoshop CS3 Beta: Schnelles Auswahlwerkzeug

Auf deutsch klingt das neue Werkzeug ein bisschen wie „Schneller Raumkreuzer Orion“. Die Bezeichnung Schnelles Auswahlwerkzeug trifft die Sache aber durchaus.

Mit dem Quick Selection Tool reicht es, einen Bildteil anzuklicken, die Maustaste gedrückt zu halten und wie mit einem Pinsel über den auszuwählenden Bildbereich zu gleiten – beispielsweise den Mauerbogen hier im Screen.

Quick Selection Tool

Das Quick Selection Tool eignet sich sehr gut für zusammenhängende Bildteile. Der Zauberstab hat seine Probleme, bei diesem Gemäuer die Kanten zu finden.

Wenn man jedoch den Baukran auswählen will, rechnet das schnelle Auswahlwerkzeug diesen einen Arm vom Kran immer dem Himmel zu. Hier macht der Zauberstab seinen Job eindeutig besser – siehe nächsten Screen.

Übrigens stehen für das Quick Selection Tool wie für beispielsweise das Lasso auch additive und subtraktive Pinsel zur Verfügung, die eine einmal getroffene Auswahl erweitern oder verkleinern können.

Vergleich

Eine im wahrsten Sinne feine Funktion ist Refine Edge, die sich im Auswahlmenü befindet – oder mit dem Tastenkürzel [Alt-Strg-R] aufrufen lässt. Refine Edge ersetzt die weiche Auswahlkante. Photoshop CS3 zeigt die Auswahl wahlweise auf schwarzem oder weißen Hintergrund sowie als Maske oder Schnellmaskierung an. Je nach Motiv lässt sich die Randbeschaffenheit so besser beurteilen.

Refine EdgeMit den Reglern wie Feather, Constraint/Expand oder Contrast wird dann die Randbeschaffenheit geregelt. Also aufgeweicht, erweitert, was auch immer. Und: Refine Edge steht für jedes Auswahlwerkzeug zur Verfügung, nicht nur für das schnelle.

Links dazu:

Adobe Photoshop CS Beta: Neue Oberfläche

Vorabversion von Photoshop CS3

Belichtung korrigieren in ACDSee 9

Das Schatten/Lichter-Tool von ACDSee 9 korrigiert die Belichtung.Eigentlich ist ACDSee 9 Foto Manager ja ein Verwaltungsprogramm. Wie die meiste aktuelle Software für Fotografen hat das rund 40 Euro teure Tool aber auch Bildbearbeitungsfunktionen zu bieten.

Eine davon ist recht pfiffig. Die Schatten/Lichter-Funktion korrigiert die Helligkeitsverteilung im Foto. Dabei kann sie beispielsweise dunkle Bildbereiche aufhellen, ohne dass die Lichter ausgefressen werden – und umgekehrt.

Die Bedienung ist einfach.

  1. Ist das zu korrigierende Bild in ACDSee 9 importiert, öffnet man es mit einem Doppelklick im Editor.
  2. Ein Klick auf das Schatten/Lichter-Tool am linken Bildschirmrand aktiviert die Funktion.
  3. Mit den Schiebereglern im neuen Fenster stellen Sie die Belichtung ein.
  4. Wer will, kann die über die entsprechende Schaltfläche die Vorher/Nachher-Ansicht aktivieren.
  5. Mit „Fertig“ werden die Änderungen übernommen.

Infos dazu:

ACDSystems

Reinigung: Gehäuse und Displays von Digitalkameras

Hama Screen ProtectDigitalkameras sind empfindliche Geräte – gerade gegenüber Verunreinigungen. Nun beeinträchtigen Fettspuren oder Spritzer auf dem Kameragehäuse die Qualität von einem digitalen Foto im Normalfall nicht.

Trotzdem macht es sich gut, hin und wieder die Kamera mit einem weichen Ledertuch abzuwischen – besonders, wenn auch Freunde und Bekannte die Kamera nutzen.

Für das Objektiv ist es besser, auf optisches Papier oder Mikrofasertücher zurückzugreifen. Besonders hartnäckigem Schmutz kann man mit dem so genannten Scotch Magic Tape von der Firma 3 M zu Leibe rücken. Das ist ein Klebeband ähnlich wie Tesafilm, das auf die verschmutzte Stelle geklebt wird. Beim Abziehen bleibt der Schmutz daran haften.

Fettspuren und Fingerabdrücke vom Display lassen sich mit einem schon häufig gewaschenen Stofftaschentuch beseitigen – dies ist besonders saugfähig.

Noch besser eignet sich auch hier optisches Papier für eine solch empfindliche Oberfläche. Optisches Papier gibt es ähnlich wie Streichhölzer in dünnen Heftchen. Die einzelnen Papiere lassen sich von einer Art „Block“ abreißen. Ein 5er-Pack von beispielsweise Hama kostet rund 9 Euro.

Wer sein Display dauerhaft vor Verunreinigung schützen will, kann auch das so genannte Screen Protect verwenden. Das ist eine sepziell für LCD-Monitore an Digitalkameras entwickelte Schutzfolie.

Sie schützt nicht nur vor Fingerabdrücken und Kratzern, sondern mindert auch die Reflexionen auf dem Display. bei Hama kosten beispielsweise drei Stück rund 8 Euro – für eine Bildschirmdiagonale von maximal 3,5 Zoll.

Weitere Infos:

Teil 3: Wireless LAN richtig planen und aufbauen

Bisher konnten Sie in unserem WLAN-Kochrezept nachlesen, welche Komponenten Sie für Ihr WLAN brauchen und mit welchen Zusatzgeräten Sie noch mehr aus Ihrem drahtlosen Netzwerk herausholen. Im dritten Teil erfahren Sie alles über die richtige Planung und den Aufbau des eigenen Wireless LAN.

Planen Sie Ihr Wireless LAN gründlich

Ein gutes Wireless LAN steht und faellt mit der Planung, die Sie in Ihr Drahtlosprojekt investieren. Hierzu gehören beispielsweise Art und Anzahl der benötigten Hard- und Software, und das Vermessen der zu überbrückenden Funkstrecken. Sie dürfen bei der Planung aber auch nicht die Umgebung übersehen, in der Ihr Drahtlosnetzwerk eingebettet sein wird.

Für die Anzahl der notwendigen WLAN-Komponenten empfiehlt sich eine kleine Tabelle, die Sie in Word oder Excel erstellen. Unterteilen Sie die Liste die verschiedenen Adaptertypen (USB, PCMCIA, PCI), die Sie für die vorhandenen PCs und Notebooks benötigen.

Vergeben Sie zudem für jeden Computer einen eindeutigen Namen, den Sie dem Gerät später zuweisen. Darüber hinaus empfiehlt sich eine Spalte für IP- und MAC-Adresse sowie den Besitzer des Rechners. Das erleichtert die Verwaltung des WLAN-Clients ganz erheblich.

Tipp: Viele Notebooks sind aufgrund der Centrino Mobiltechnologie von Intel bereits mit einem WLAN-Adapter ausgestattet. Nehmen Sie den Laptop trotzdem in die Liste auf, um dort Daten wie IP-, MAC-Adresse und ähnliches eintragen zu können.

An Software brauchen Sie eigentlich nur drei Dinge: die passenden Treiber zu den WLAN-Komponenten, einen Internetbrowser für das Einrichten des WLAN-Routers sowie ein kleines Programm, mit dem sich die beste Position der jeweiligen WLAN-Komponente ermitteln lassen.

Bei den Hardwaretreibern sollten Sie möglichst die neuesten auf allen Clients installieren. Überprüfen Sie auf der Internetseite des jeweiligen Herstellers, ob sich dort eine neuere Version als die auf Ihrem Computer installierte befindet.

Als kleines Aufspürprogramm für die Signalstärke können Sie zu Freeware greifen, die gute Dienste leistet und nichts kostet. Empfehlenswert sind beispielsweise iStumbler für den Mac und netStumbler für den PC.

Auf die Umgebung Ihres Wireless LAN haben Sie zugegebenermaßen nicht viele Einflussmöglichkeiten, da Sie wohl kaum wegen Ihres Drahtlosnetzwerks Umziehen oder ganze Mauern einreißen werden. Allerdings sorgen Sie mit ein wenig Umsicht und Beobachtungsgabe für ein besseres WLAN-Erlebnis.

Strahlenblocker erkennen

Aufgrund ihrer spezifischen Dichte sind diverse Baustoffe wahre Funkwellen-Killer, die Reichweite und Datentransferrate negativ beeinflussen können. Hierzu zählen unter anderem Gips, Stahlbeton und Glas.

Achten Sie daher bei der Planung Ihres WLANs darauf, dass die Funkstrahlen möglichst nicht durch Decken, Wände und Fenster hindurch müssen, die aus diesen Materialien bestehen. Aber auch eine Heizung, die sich funktechnisch genau zwischen Router und WLAN-Client befindet, ist möglichst zu vermeiden.

Bauen Sie Ihr WLAN richtig auf

Nach erfolgreich abgeschlossener Planung können Sie mit dem Aufbau Ihres drahtlosen Netzwerks beginnen. Achten Sie dabei vor allem auf die beste Position der WLAN-Komponenten und deren räumliche Verhältnisse zueinander.

WLAN-Clients mit Adaptern ausstatten und registrieren

Zunächst bauen Sie alle notwendigen WLAN-Adapter in die zugehörigen Computer ein. Installieren Sie die WLAN-Treiber und vergeben Sie für jeden Rechner – falls Sie DHCP ausschalten wollen – eine eigene IP-Adresse samt zugehöriger Subnetzmaske und tragen Sie den WLAN-Router als Gateway und DNS-Server ein. Nun sind schon mal die PCs und Notebooks WLAN-tauglich.

Beste Position des WLAN-Routers bestimmen

Die zweite Frage, mit der Sie sich beschäftigen müssen: Wo platziere ich meinen WLAN-Router am besten? Die richtige Antwort hängt von zwei Dingen ab: Lage der Telefonbuchse und Größe des geplanten Wireless LAN.

Die Lage der Telefonbuchse ist insofern wichtig, da sie direkten Einfluss auf das DSL-Modem hat, das sich entweder im WLAN-Router selbst befindet oder mit diesem verbunden ist.

Zentraler Internetzugang

Befindet sich die Telefonbuchse halbwegs zentral innerhalb des Drahtlosnetzes, ist alles in Ordnung und Sie können den WLAN-Router ziemlich genau in der Mitte des Wireless LAN montieren. Befestigen Sie das Gerät möglichst an der Decke oder hoch oben an einer Wand. Dies hängt von der jeweiligen Beschaffenheit und damit von den Reflexionseigenschaften der Decke oder Wand ab (siehe „Umgebung“).

Tipp: Für den besten Platz der WLAN-Komponenten sollten Sie zum Drahtlosdetektiv mutieren. Nutzen Sie hierzu ein Notebook mit eingebautem WLAN-Adapter und ein Freewaretool wie iStumbler (Mac) oder netStumbler (PC).

Bringen Sie den WLAN-Router an der Decke an, starten Sie die Freeware, gehen Sie mit dem Notebook möglichst nah an den Access Point und notieren Sie die Signalstärke. Wiederholen Sie diesen Vorgang mehrmals mit veränderten Positionen des WLAN-Routers und entscheiden Sie sich dann für die Standort mit dem besten Signal. Dies kann auch hoch oben an einer Wand der Fall sein.

Dezentraler Internetzugang

Falls sich Ihre Telefondose und damit der Splitter nicht zentral innerhalb des WLANs befinden, empfiehlt sich ein langes Netzwerkkabel, das Sie zwischen DSL-Modem und Router spannen, falls beide Komponenten nicht in einem Gerät stecken.

Bei integrierten Router-Modem-Lösungen können Sie auch mit einem passenden Kabel zwischen Splitter und Router für die entsprechende Verlängerung in Richtung WLAN-Zentrum sorgen.

Tipp: In Teil 2 unseres WLAN-Kochrezepts finden Sie weitere Möglichkeiten, wie Sie die Reichweite des WLAN-Routers erhöhen, ohne lästige Kabel zu ziehen.

Hierzu zählen spezielle MIMO-Router, externe Antennen und zusätzliche Access Points, die als Bridge oder Repeater fungieren. Dies empfiehlt sich vor allem bei weitläufigen Wireless LANs, die sich mit einem einzigen Access Point nicht ausreichend abdecken lassen.

WLAN-Clients innerhalb des Wireless LAN platzieren

Sobald der WLAN-Router seinen Lieblingsplatz gefunden hat, können Sie sich um die optimale Position sämtlicher WLAN-Clients kümmern.

Schalten Sie dazu den ersten Rechner ein und weisen Sie im den Platz zu, den Sie für ihn vorgesehen haben. Dabei ist dieser Ort ja meist vorgegeben, da sich der Schreibtisch des Anwenders bereits an einer festen Stelle befindet.

Allerdings sollte Sie auch bei den WLAN-Clients mit iStumbler oder netStumber ein wenig experimentieren, um so den besten Platz für den PC oder das Notebooks zu finden.

Gerade bei Laptops erweist sich eine veränderte Position um wenige Zentimeter nach links oder rechts als probates Mittel. Falls ein WLAN-Rechner einfach kein vernünftiges Funksignal empfangen will, sollten Sie wenn möglich über eine Raumveränderung des Computers nachdenken.

Tipp: Desktop-PCs mit eingebauter WLAN-Karte sind wahre Funksignal-Killer, falls sich die WLAN-Antenne aus Sicht des Routers hinter dem Gehäuse befindet. Drehen Sie den Rechner und damit den WLAN-Adapter in Richtung Access Point. Das verbessert das Funksignal um Klassen. Ändern Sie zudem die Ausrichtung der Antenne solange, bis net(i)Stumbler den besten Ausschlag anzeigen.

Praxistipp: Falls sich innerhalb Ihres Drahtlosnetzes Computer befinden, die oft und schnell große Datenmengen austauschen sollen, empfiehlt es sich, diese Rechner möglichst nah zueinander und zum WLAN-Router zu platzieren. Dies minimiert die Funkstrecke, die die Datenpakete vom Rechner A über den Router zum Rechner B zurücklegen müssen.