Dieses Interview habe ich während des BI Kongress 2018 mit Sebastian Amtage, dem CEO von b.telligent, über den Status Quo der Künstlichen Intelligenz geführt. Darin spricht er über den aktuellen Stand der Dinge der KI, über die größten KI-Herausforderungen und was seine Firma dazu beizutragen hat.

Wie ist es aktuell um das Thema KI bestellt?

Aus Sicht von b.telligent handelt es sich beim Thema KI um einen Hype, da viele Unternehmen im Rahmen ihrer Digitalisierungsstrategie den Einsatz von KI-Techniken und -Tools durchaus einplanen. Hierbei stehen unter anderem effizientere Prozesse und intelligentere Produkte im Vordergrund. Allerdings ist der Wissensstand in vielen Unternehmen sehr unterschiedlich ausgeprägt, vor allem der datengetriebene Ansatz der KI ist für viele Firmen noch recht neu.

Diese Unternehmen müssen erst einmal grundsätzliche Fragen klären: Woher kommen die richtigen Daten? Wie ist es um deren Qualität bestellt? Wie kann ich die vorhandenen Datenpools sinnvoll zusammenfassen, etc.

Andere Firmen hingegen beschäftigen sich mit der KI schon sehr viel länger und haben damit einen erheblich leichteren Einstieg in dieses Thema. Diese Unternehmen setzen bereits komplexere Techniken und Methoden wie Deep Learning und Machine Learning ein, was über das klassische Data Mining und statistische Modelle bei weitem hinaus geht.

Worin bestehen die größten KI-Herausforderungen?

In diesem Kontext sind zahlreiche Hürden und Hindernisse zu nennen. Das sind zum einen die bereits erwähnten Daten. Hier kommt es vor allem auf eine ausreichende Datenmenge und deren Qualität an. Zum anderen spielt das Thema Know-how innerhalb der Firma eine große Rolle. Denn oft fehlt es an sehr gut ausgebildeten KI-Experten, die solch ein Projekt sach- und fachgemäß steuern und mit Leben füllen können. Hier sind diejenigen Unternehmen auf jeden Fall im Vorteil, die sich schon mit den Themen Business Intelligence und Big Data beschäftigt haben und entsprechendes Know-how aufbauen konnten.

Was trägt b.telligent zum Thema KI bei?

Mit dem Thema Data Science, was ja einen Oberbegriff der KI darstellt, beschäftigt sich b.telligent schon seit 15 Jahren. Damit gib es im Unternehmen zahlreiche Experten, die die Herausforderungen vieler Unternehmen kennen und helfen können, diese zu bewältigen.

Für b.telligent steht meist die Hilfe zur Selbsthilfe im Vordergrund, wie sich also innerhalb von Unternehmen KI-Experten und -Projektteams ausbilden und aufbauen lassen, um sich mit dem Thema bestmöglich auseinandersetzen zu können. Das nimmt aber oft einen langen Zeitraum in Anspruch, da die Künstliche Intelligenz mit all ihren Disziplinen viel Erfahrung und Wissen voraussetzt.

Das Interview mit Sebastian Amtage in voller Länge