Topseller-Game auf einem Netbook unter Moblin

Wenn man von Netbooks und 3D-Games spricht, kommt meistens keine große Begeisterung auf, da die grafischen Fähigkeiten der Mini-Notebooks nicht wirklich ausgeprägt sind. Wenn man dann aber ein Spiel wie Tower Bloxx Deluxe auf einem Netbook laufen sieht, sollte man seine Meinung zügig ändern. Denn das, was uns Henric Suuronen von Digital Chocolate während des Mobile World Congress gezeigt hat, lässt sich mit einem kleinen Wort umschreiben: Wow!

Dieses Stapelspiel sieht auf einem Netbook richtig gut aus und hat zudem eine interessante Geschichte hinter sich: 2005 begann es als Java-Spiel, mutierte dann zum Flash-Game, um schließlich auf dem iPhone als Topseller zu landen. Und dank der Linux-/Unix-Gemeinsamkeiten von iPhone OS und Moblin ließ sich Tower Bloxx Deluxe wohl recht schnell auf die mobile Linux-Distribution portieren.

Zum Thema MeeGo hat Henric natürlich auch seine ganz persönliche Meinung. So klang er auf jeden Fall ziemlich erleichtert, dass vor allem Entwicklerschmieden wie Digital Chocolate endlich eine Plattform zur Verfügung gestellt bekommen, mit der ein lang gehegter Wunsch offensichtlich in Erfüllung zu gehen scheint: „Develop once, distribute multiple.“

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[MWC2010] Mit Photoflow mobil durch Bilder blättern

Am dritten Tag des Mobile World Congress hatten wir die Gelegenheit, mit dem Vetriebschef von Scalado über das moblin-basierte Fotobetrachtungstool Photoflow zu reden. Wie uns Jim Thomas dabei berichtete, können Anwender mithilfe der Bildersoftware selbst auf einem MID oder Netbook durch hochaufgelöste Fotogalerien blättern, ohne dass dabei lange Wartezeiten anfallen. Und das Dekodieren großer Datenmengen scheint Photoflow auch vor keine größeren Probleme zu stellen.

Das ließ zumindest die Software-Demo erahnen, die wir neben den drei Fragen per Videokamera festhalten und auf Youtube kopieren konnten. Interessant fand ich unter anderem Thomas‘ Aussage bezüglich MeeGo: So soll es es relativ einfach sein, bereits vorhandene Moblin-Apps auf die neue Linux-Distribution zu portieren. Das wird aktive Moblin-Entwickler wohl so richtig freuen.

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[MWC2010] Mobiler, nativer Last-fm-Client für Moblin

Am heutigen Mittwoch während des Mobile World Congress im schönen Barcelona hatten wir die Gelegenheit, mit Juan José Sánchez Penas zu reden, der bei igalia den Job eines Business Development Managers bekleidet. Juan hatte zwei Software-Demos am Intel-Stand dabei: ein nativer Last.fm-Client und eine sehr schlanke E-Mail-App.

Beide Anwendungen laufen auf mobilen Geräten wie einem Netbook und sind beide moblin-basiert. Die Last.fm-App sieht ziemlich gut aus und wird wohl auch den Weg in den Moblin-/MeeGo-AppUp Center finden. Was wir anhand der kurzen Demo sehen konnten, wäre die Anwendungen eine echte Bereicherung für den Intel Appstore.

Juan zeigte sich übrigens angesichts des Moblin-MeeGo-Wechsels ziemlich zuversichtlich, dass igalia ihre linux-basierten Apps recht schnell auf die neue Plattform portieren kann.

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Mit Eye-Sight-API Gestensteuerung für mobile Geräte

Wie ich ja hier schon gebloggt habe, kommen auf dem Intel-Stand A49 in Halle 7 (App Planet) während des Mobile World Congress diverse Software-Entwickler mit ihren Demos vorbei, die hauptsächlich auf Moblin basieren und auf den vorhandenen Netbooks laufen.

Einer dieser ISVs (Independent Software Vendor) ist Eye Sight: Die Entwickler dort haben eine Schnittstelle programmiert, mit deren Hilfe die eingebaute Webcam zum Kontrollmedium mutiert. Soll heißen, dass man per einfacher Handbewegung nahezu jedes mobile Gerät steuern kann. So zeigte uns Amnon Shenfeld von Eye Sight, wie man per Wischbewegung durch eine Bilderdatenbank blättern kann. Wir wissen ja nicht erst seit der Wii, wie intuitiv und simpel das ist.

Da es sich dabei um eine API handelt, die möglichst viele Entwickler in ihre Anwendungen einbauen sollen, werden wir wohl in Zukunft viele Menschen sehen, die ihrem Netbook oder Smartphone zuwinken. Und ganz bestimmt wird die Eye-Sight-Technik bald auch auf MeeGo laufen.

Und weil wir es noch ein wenig genauer wissen wollten, haben wir Amnon vor unsere Kamera gelockt und ihn mit drei schlauen Fragen konfrontiert, die er sehr unterhaltsam beantworten konnte. Und einen kleinen Einblick in die Eye-Sight-Technik gewährte er uns ebenfalls.

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Mit Fluendo DVD-Player mobil Videofilme ansehen

Tag zwei des Mobile World Congress brachte mich auf dem Intel-Stand A49 in Halle 7 (App Planet) mit Katia Martí zusammen, die sich bei Fluendo um die externe Kommunikation und das Marketing kümmert. Katia hatte den Fluendo DVD-Player für Moblin und ein externes DVD-Laufwerk dabei, das sie an ihr Netbook anschloss und dann damit einen DVD-Film ablaufen ließ.

Wer sich jetzt fragt, warum man eine DVD-Software für Mini-Laptops braucht, sollte sich den Fluendo DVD-Player genauer ansehen, den uns Katia kurz gezeigt hat. Er bietet alle Merkmale eines „richtigen“ DVD-Programms und ist gleichzeitig ein perfekter Reisebegleiter für Filmfreaks. Natürlich wollten wir von Katia hören, wie sie die von Intel und Nokia gemeinsam angekündigte Linux-Distribution MeeGo einschätzt und die Chancen, die sich daraus für ihr Unternehmen ergeben. Na dann: Film ab!

Interaktives und soziales Fernsehen der Zukunft mit Fuugo

Die Software steht zwar nicht auf unserer Vorab-Demo-Liste, interessant ist sie aber allemal: Fuugo, eine interaktive und äußerst soziale Fernseh-Software, die unter Moblin läuft und die für den Einsatz auf Netbooks, Smartphones und anderen mobilen Geräten konzipiert wurde.

Axel Technologies, die für Fuugo verantwortlich zeichnen, lassen ihre potenziellen Anwender auf ihrer Webseite ganz bescheiden wissen, dass Fuugo das Fernsehkonzept ganz neu erfindet, was sich Telefusion nennen soll. Die Ansätze von Fuugo können sich aber auch sehen lassen: Das Fernsehen der Zukunft wird mobiler, interaktiver und sozialer. Fuugo verbindet nämlich Anwender via Chat und erlaubt es ihnen, aktuelle Sendungen oder Sender per Twitter oder Facebook zu empfehlen. Coole Idee!

Wir hatten auf dem Intel-Stand zum Glück die Gelegenheit, mit dem zuständigen Vertriebsmann über Fuugo zu reden und uns die wichtigsten Features zeigen zu lassen. Und natürlich hatte Markus Kaarto auch eine Meinung zu MeeGo, die er uns gerne mitteilte. Und das Ganze haben wir per Videokamera aufgezeichnet und auf Youtube geladen. Na dann …

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PopCatcher vergrößert die MP3-Sammlung automatisch

Eine weitere coole mobile App, die während des Mobile World Congress am Intel-Stand auf einem Netbook gezeigt wurde, nennt sich PopCatcher und kommt von der gleichnamigen schwedischen Entwicklerschmiede. PopCatcher ist ein ziemlich cleveres Stück Software, das aus einem Radio-Livestream den Musikteil herausfiltert und als MP3 auf Festplatte oder Flash speichert. Denn PopCatcher erkennt Sprache und Werbung vor und nach dem Musikstück und lässt beides einfach durch den digitalen Rost fallen.

Toll an PopCatcher ist auch dessen Wandlungsfähigkeit: Ob als Stand-alone-Software auf einem Netbook oder als Bestandteil eines Radioempfängers oder MP3-Players mit Radiofunktion – PopCatcher lässt sich auf ganz unterschiedliche Arten einsetzen. Das macht die App zu einem echten Universalgenie.

Wie gut, dass CEO Jakob Berg für ein kurzes Interview zur Verfügung stand und uns drei kleine Fragen beantwortete. Unter seinen Antworten befindet sich auch ein Statement zur gerade vorgestellten Linux-Distribution MeeGo, die Intel und Nokia gemeinsam unter das Entwicklervolk dieser Welt bringen wollen.

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Moblin bekommt ein neues Zuhause: MeeGo

Heute, am ersten Tag des Mobile World Congress zu Barcelona, lüfteten Nokia und Intel auf ihrer gemeinsamen Pressekonferenz im hoffnungslos überfüllten Once-Zentrum ihr gemeinsames Geheimnis: Aus Maemo und Moblin wird eine gemeinsame Linux-Plattform mit dem sehr lautmalerischen Namen MeeGo.

Die Idee dahinter ist recht einfach: Anstatt zwei verschiedene Linux-Süppchen für mobile Endgeräte zu kochen, wollen Intel und Nokia lieber etwas Großes auf die Beine stellen, was ja letztlich allen Software-Entwicklern zu Gute kommen könnte. Und um das Ganze möglichst neutral und vor allem opensource-tauglich zu halten, untersteht MeeGo der „Oberaufsicht“ der Linux Foundation.

Die Entwicklungsumgebung von MeeGo ist ebenfalls bekannt: So wird Qt zum Einsatz kommen, das sowohl unter Maemo als auch unter Moblin genutzt wird. Darüber hinaus werden Linux-Entwickler auf Qt Creator zugreifen können, der eine komplette Entwicklungsumgebung zur Verfügung stellt. Dazu gehört ein C++-Editor samt Compiler, ein GUI-basierter Debugger sowie Tools für Codemanagement und eine Online-Hilfe. Und das Beste daran: Qt Creator untersteht den LGPL-Richtlinien und kann damit völlig kostenlos für eigene, kommerzielle Projekte verwendet werden.

Was der Entwicklung von MeeGo-Anwendungen ebenfalls helfen wird, sind zweierlei Dinge: Einerseits gibt es den Qt Creator für Linux, Windows und Mac OS. Damit steht MeeGo nahezu allen C++-Programmierern offen. Und das betrifft sowohl bereits existierende Moblin- und Maemo-Entwickler als auch ganz neue Anwender. Andererseits sollen im Gegensatz zu Moblin oder Maemo nicht nur linux-basierte Anwendungen für Netbooks oder Smartphones geschrieben werden, sondern für alle Hardware-Plattformen, die derzeit auf dem Markt sind – und künftige.

Bis MeeGo allerdings zum ersten Mal auf einem passenden Gerät zu sehen sein wird, vergeht wohl noch ein knappes Vierteljahr, zumindest ist der offizielle Start für das zweite Quartal 2010 vorgesehen. Bis dahin sollten aktuelle Maemo- und Moblin-Projekte auf MeeGo portiert werden, was laut der Intel- und Nokia-Zuständigen kein echtes Problem darstellen sollte. Na, wir werden sehen.

Ach ja: Eine der wichtigen Fragen während der Pressekonferenz lautete, wie es angesichts der gemeinsamen, neuen Software-Plattform mit Symbian weitergehen wird. Die passende Antwort von Kai Öistämo, dem zuständigen Nokia-Manager, lautete: „Symbian wird natürlich weiterhin neben MeeGo existieren!“ Das klang ein bisschen wie ein Präsidenten-Dementi auf die Frage, ob der Verein noch zum Trainer steht. Und am nächsten Tag ist er dann entlassen …

Mobile Apps, Experten und Techtalks auf dem MWC2010

Sodala, mein Koffer ist (fast) gepackt, all das wichtige Equipment ist hoffentlich gut in Barcelona angekommen und das E-Ticket ist auch schon auf meinem iPhone. Na, da kann ja der Mobile World Congress 2010 endlich kommen.

Es gibt ja auch eine ganze Menge, was man von der größten Mobile-Verstaltung dieses Planeten erwarten kann. So könnt ihr beispielsweise den Kongressteil des MWC besuchen und euch von den Experten inspirieren und informieren lassen. Oder ihr macht euch auf den Weg durch all die großen Hallen, in denen hunderte von Ausstellern ihre neuesten Hardware-, Software- und Netzwerk-Produkte und -Lösungen zum ersten Mal der breiten Öffentlichkeit vorstellen.

Oder wollt ihr mehr über den portablen Markt mit seinen mobilen Aspekten kennen lernen? Dann ist es bestimmt keine schlechte Idee, am Intel-Stand vorbei zu kommen, der sich in Halle 7 (App Planet) befindet. Dort werden Steve „Chippy“ Paine und Sascha Pallenberg insgesamt vier Techtalks durchführen, die eine Menge interessanter Dinge wie Netbooks, MIDs, Nutzermodelle, mobile Apps und andere Themen betrachten und besprechen werden. Ihr solltet also schon mal eure Kalender mit den Terminen versehen: Dienstag, 16.2., und Mittwoch, 17.2., um jeweils 11 und 14 Uhr.

Ihr seid Entwickler mobiler Anwendungen (oder wollt das zumindest werden) und braucht ein paar Tipps, was ihr bei der Entwicklung portabler Apps alles beachten solltet? Dann habt ihr noch einen guten Grund, den Intel-Stand zu besuchen. An allen vier Tagen werden nämlich zahlreiche Applikationen gezeigt, die auf Netbooks und MIDs laufen, und das vorwiegend unter Moblin. Und da die zuständigen Software-Firmen anwesend sein werden, ist das eine gute Gelegenheit, ihnen Löcher in den Bauch zu fragen und alles über die „mobile Entwicklung“ zu erfahren.

Ok, ich bin dann mal offline, um mich auf den Weg nach Barcelona zu machen. Hoffentlich sehen wir uns dort und können über dies und das plaudern. Und vielleicht können wir ja auch ein kleines Bierchen (oder Wein) zischen. Man sieht sich!

Der Mobile World Congress 2010 auf einen Blick

Falls ihr nächste Woche zufällig nach Barcelona fahrt, gibt es natürlich diverse Optionen, was ihr dort alles machen könnt: Entweder setzt ihr euch an den Strand (falls es die Temperaturen zulassen), oder ihr trinkt leckeren spanischen Kaffee auf den berühmten Las Ramblas – oder ihr geht einfach auf den Mobile World Congress. Dort erfahrt ihr in zahlreichen Sessions das Neueste aus der mobilen Branche, könnt aber auch in den vielen Hallen die dort ausstellenden Firmen besuchen und euch deren Produkte und Lösungen zeigen lassen. Oder ihr geht direkt in die Halle 7 (App Planet) und kommt am Intel-Stand (A49) auf einen Plausch vorbei.

Kongressteil: An allen vier Tagen wird ein umfangreiches Kongressprogramm angeboten. Die zahlreichen Sessions unterliegen jeweils einem Thema, das sich durch den kompletten Tag zieht. So geht es am Montag um mobile Anwendungen und Bezahlsysteme, der Dienstag beschäftigt sich vor allem mit Strategien, Sicherheit und Unterhaltungsprogrammen, am Mittwoch werden Wachstumspotenziale und Neuheiten genauer betrachtet und der Donnerstag schließlich steht unter dem Motto Werbung und technische Entwicklungen. Die Sessions beginnen jeweils um 9:00 Uhr und enden Montag bis Mittwoch zwischen 17 und 18:30 und am Donnerstag bereits um 16 Uhr. Ach ja, die GSM-Seminare sollen nicht unerwähnt bleiben. Dort erfährt man ebenfalls ein ganze Menge über die Branche.  Wer Teil des Kongresses sein will, muss tief in die Tasche greifen, denn allein für den Silver Pass werden 2.000 Euro fällig. Wie gut, dass zumindest die GSMA-Seminare allen Messebesuchern offen stehen. Und die zahlen „nur“ 600 Euro.

Messeteil: Über das gesamte Messegelände verteilt buhlen Hunderte von internationalen Ausstellern um die Gunst des anwesenden Publikums, dem sie ihre neuesten Produkte und Lösungen zeigen wollen. Die Aussteller sind in acht Hallen zu finden ( Halle 1 bis 8 ), außerdem gibt es den App Planet, der in Halle 7 sein Zuhause gefunden hat. Falls ihr also sehen wollt, was unter anderem RIM (Blackberry), Alcatel Mobile Phones, Skype, Samsung, HTC, Google, LG, Microsoft and all die anderen dabei haben, solltet ihr unbedingt ihren Stand aufsuchen. Und im App Planet finden täglich wechselnde Entwicklerseminare statt. So zeigen beispielsweise am Montag Vodafone und Motorala ihre neuesten Errungenschaften, am Dienstag sind RIM und Sony Ericsson an der Reihe und am Mittwoch präsentiert Google, was es zu bieten hat.

Ach ja, zu vergessen sind natürlich nicht all die wichtigen Networking-Events, die erst am Ende des Tages stattfinden. Und davon wird hier auch noch die Rede sein. So, stay tuned!