Dominic Gaspary, Volkswagen AG, über VW We Experience

[Videoblog] Dominic Gaspary von der Volkswagen AG über VW We Experience

Auf der diesjährigen, komplett renovierten CEBIT habe ich dieses Interview mit Dominic Gaspary von der Volkswagen AG geführt. Thema war VW We Experience, das auf der IT-Messe in Hannover am IBM-Stand vorgestellt wurde. Und das geschah – räumlich betrachtet – aus gutem Grund.

Das verbirgt sich hinter „VW We Experience“

Grundsätzlich ist zu sagen, dass es sich bei Volkswagen We um ein digitales Ökosystem handelt. Konkret gesagt ist VW We der digitale Versuch, VW-Fahrer an jedem digitalen Touchpoint zu begegnen und ihm bestimmte Mehrwerte während der Autofahrt zu ermöglichen. Dazu gehören unter anderem so Dinge wie der Kofferraum als Lieferadresse für Amazon-Pakete, das Smartphone als digitale Parkuhr – und eben VW We Experience.

We Experience ist ein Bestandteil der VW-App „We Park“ und erlaubt beispielsweise das Einlösen von Gutscheinen entweder aus der App oder direkt aus dem Auto heraus.

Das können Autofahrer von We Experience erwarten

We Experience kann aber noch mehr. So bekommt der Fahrer beispielsweise im Falle eines niedrigen Wischwasserstands die nächste Tankstelle angezeigt, bei der sich der Wassertank wieder füllen lässt und erhält dafür in vielen Fällen sogar einen kleinen Rabatt eingeräumt. Hierfür werden Daten des Fahrzeugs genutzt, sodass VW-Besitzer nach und nach in den Genuss von Mehrwertdiensten kommen, die ihnen helfen, besser von A nach B zu gelangen.

Die We-Kooperation von IBM und Volkswagen im Detail

Volkswagen hat IBM ganz bewusst als Technologiepartner gewählt, um sich von „Big Blue“ in den Bereichen Machine Learning und Datenverarbeitung unterstützen zu lassen. IBM wiederum erlebt die Zusammenarbeit mit VW als enge Partnerschaft, aus der zukünftig weitere Dienste hervorgehen sollen. Diese neuen – aber auch aktuellen – Services entwickeln IBM und VW gemeinsam in Berlin, wo Mitarbeiter beider Firmen an neuen Konzepten und Ideen feilen.

Im Hintergrund kommt übrigens IBM Watson zum Einsatz, der die entscheidenden Impulse in Sachen Machine Learning und Co. liefert. Hierfür werden unter anderem Fahrzeug- und Bewegungsdaten benötigt, die VW an IBM Watson liefert, der daraus bestimmte Empfehlungen und Angebote ableitet. Das geschieht sehr individuell, also an die Bedürfnisse und Vorzüge des Autofahrers angepasst.

Das ist von VW We Experience noch zu erwarten

Volkswagen will und wird mit We Experience künftig weitere Bereiche erschließen und damit neue Teilnehmer in das Programm integrieren. Das können Tankstellenbesitzer bzw. -ketten sein, aber auch Einkaufszentren oder Ladengeschäfte. Das reicht vom Wechseln der Winterreifen bis hin zu speziellen Angeboten seitens der VW-Händler, die natürlich auch Teil des Ökosystems werden sollen. Aber letztlich sollen VW-Fahrer besser an die Marke Volkswagen gebunden werden. Hierzu bietet der Konzern mit VW We ein Fahrerlebnis, mit dem man Zeit und Geld spart.

Das komplette Interview in voller Länge

 

Gero Dieckmann über die SVA GmbH auf der CEBIT 2018

Gero Dieckmann über die SVA GmbH auf der CEBIT 2018

Dieses Videointerview mit Gero Dieckmann habe ich im Auftrag der SVA GmbH geführt. Darin spricht er über den Gesamtauftritt der SVA auf der CEBIT 2018, über den Slogan „IT back on Track“ und wie die „neue“ CEBIT bei der SVA ankommt.

Das verbirgt sich hinter dem Slogan „IT back on Track“

Diesen Slogan bewertet die SVA als eine Art Provokation, denn wenn „IT wieder auf Spur“ läuft, muss sie ja erst einmal davon abgekommen sein. So interpretiert die SVA den Einsatz von traditionellen IT-Umgebungen, auf die viele ihrer Kunden gesetzt haben bzw. immer noch setzen. So werden nämlich die zunehmenden Forderungen seitens der Fachabteilungen nach neuen Diensten wie S3-Services via Amazon Web Services, Google oder SoftLayer ignoriert. Und genau das können sich viele Unternehmen einfach nicht mehr leisten.

Das führt zu einer Art Schatten-IT, die zur Konsequenz haben kann, dass Daten via Dropbox und anderen nicht-autorisierten Cloud-Diensten Unternehmen verlassen, was vor allem in Zeiten von DSGVO und Co. äußerst unangenehme Folgen nach sich ziehen kann. Daher hat die SVA für seine Kunden (und andere Unternehmen) einen Weg gesucht und gefunden, wie das IT-Management benötigte und gewünschte Cloud-Services künftig mit geringem Aufwand bereitstellen kann.

Die Lösung hierfür ist ein umfassendes Multi-Cloud-Management, was das Speicher und Bereitstellen von Daten sowohl on-premise (direkt auf dem Server des Kunden) als auch off-premise (in der eigenen Cloud-Umgebung) ermöglicht. Und das so sicher und zuverlässig wie eben nur möglich. Realisiert wird dieser Ansatz mithilfe aktueller Techniken wie Docker, Container, Kubernetes und Helm, und das alles auf Basis der IBM Private Cloud-Plattform.

Diese CEBIT-Highlights hatte die SVA im Gepäck

Klar, dass als erstes die Anki Overdrive-Rennbahn am SVA-Stand im IBM-Pavillon ins Auge stach, die eine Vielzahl von Besuchern genau dorthin lockte. Interessanterweise haben diesen Jungentraum technisch versierte SVA-Mitbarbeiter selbst in tagelanger Arbeit selbst konzipiert, aufgebaut und zum Laufen gebracht. Eine echte Meisterleistung, wie ich finde.

Doch die die Spielzeugrennbahn war nicht nur Eye-Catcher, sondern sollte auch den gerade vorgestellten Slogan „IT back on Track“ visualisieren. So stellte jedes der kleinen Rennwagen einen bestimmten IT-/Cloud-Service dar,  die sich dank der verbauten Leitplanken an Geschäftsprozessen orientieren können und so in der Spur gehalten werden. Die Leitplanken selbst werden von der IT-Abteilung vorgegeben.

Das Ziel, das damit erreicht werden soll, ist das Umgehen so genannter Phantomstaus, die dazu führen können, dass die IT-Abteilung technische Engpässe zulässt, da diese nicht rechtzeitig erkannt werden und so Innovationstaus innerhalb der Firmen-IT entstehen.

Die SVA nimmt die Veränderungen der „neuen“ CEBIT durchaus positiv wahr

Laut Gero Dieckmann sind die Veränderungen der neuen CEBIT viel mehr als nur deren neue Schreibweise. Das macht sich unter anderem in einem neuen, angepassten Standkonzept der IBM bemerkbar, von dem die SVA als einer der größten IBM-Partner maßgeblich profitiert hat. Das hat unter anderem mit dem Umzug von der „alten“ Halle 2 in die großen, modernen Pavillons zu tun (ein Relikt der Weltausstellung EXPO 2000), in denen sich neue Konzepte und neue Ideen besser darstellen ließen als bisher.

Aber auch neue Fachbesucher schien die neue CEBIT anzulocken, wie man Gero Dieckmanns Worten entnehmen kann. So kamen nämlich nicht nur die bekannten IT-Entscheider und Geschäftsführer im dunklen Zweireiher auf diese Messe, sondern auch Software-Entwickler, Projektmanager sowie Marketing- und PR-Experten wollten sich bei der SVA über das Thema Multi-Cloud-Umgebungen und Co. informieren. Zudem waren die zahlreichen Gespräche mit potenziellen Kandidaten für die SVA sehr wertvoll auf der CEBIT 2018, da das Systemhaus aus Wiesbaden kontinuierlich wächst und immer wieder neues Personal braucht.

Damit stand für Herrn Dieckmann relativ schnell fest: Die SVA GmbH ist wohl auch 2019 wieder auf der CEBIT vertreten. Und dann vielleicht wieder mit solch einem schönen Gespräch wie diesem hier!

Matthias Hartmann (IBM) über die digitale Transformation

CEBIT 2018: Matthias Hartmann, IBM, über die digitale Transformation

Während der CEBIT 2018 hatte ich die Gelegenheit, dieses Interview mit Matthias Hartmann, General Manager IBM DACH, zu führen. Darin spricht er über sein erklärtes Lieblingsthema „Digitale Transformation“: Wo wir stehen, wie IBM helfen kann und ob die CEBIT in diesem Kontext der richtige Neuanfang ist.

Wie ist es hierzulande um die digitale Transformation bestellt?

In diesem Punkt ist Herr Hartmann etwas zwiegespalten: Es ist nicht so schlecht, wie oft behauptet wird, aber auch noch nicht so, wie es eigentlich sein sollte. Hierbei tun sich diverse Fragen auf:

  • Wie gehen Unternehmen mit der digitalen Transformation um?
  • Wie nimmt der einfache Anwender die digitale Transformation wahr?
  • Wie verhält es sich diesbezüglich mit grenzüberschreitenden Regeln und Regularien?

Wer aus Herrn Hartmanns Sicht zur digitalen Transformation auf jeden Fall beiträgt, ist die stetig größer werdende Start-up-Szene in Deutschland, aber auch die großen Technologieunternehmen wie IBM, Intel und Co. Und doch, so Hartmann, geht es eher um Wissen, um Kultur, um Geschäftsmodelle, als um eine rein technische Betrachtungsweise dieses Themas.

Wie kann die IBM bei der digitalen Transformation helfen?

Wichtig ist aus Herrn Hartmanns Sicht erst einmal die Bereitschaft, neue Dinge und Wege auszuprobieren – mit allen Möglichkeiten, sowohl im erfolgreichen als auch im weniger erfolgreichen Sinne. In diesem Zusammenhang sieht sich IBM als eine Art „Bereitsteller“ von Plattformen, an denen Unternehmen jedweder Couleur und Größe partizipieren können. Damit will „Big Blue“ leichter „konsumierbar“ werden, wie das Beispiel Watson ja sehr deutlich zeigt. Das belegt eindrucksvoll, dass sich IBM permanent dem Markt anpasst, um auf diesem Weg ein zuverlässiger und innovativer Partner sein zu können, den viele Firmen bei ihrer ganz persönlichen digitalen Transformation brauchen.

Stellt die „neue“ CEBIT einen Neuanfang dar?

Ja, so Herr Hartmann, die CEBIT 2018 ist ein Neuanfang, gar ein großer Wurf, über den er sich recht angetan zeigt. Nicht zuletzt wohl auch deshalb, weil die IBM als kritischer Geist an den Ideen- und Konzeptfindungstreffen teilgenommen hat. Natürlich muss man abwarten, wie die „neue“ CEBIT ankommt und welche Lehre daraus gezogen werden können. Doch eines ist für ihn völlig klar: Die Entscheidung – auch seitens der IBM – Technik und Technologie anfassbarer und transparenter zu machen, war eine sehr gute.

Und es ist wohl so, wie Herr Hartmann es sagt: Die neuen Konzepte und Ideen wurden angenommen, selbst viele Kritiker finden auf einmal wieder Gefallen an der CEBIT. Und selbst wenn die Besucherzahlen noch einmal schlechter waren als im vorherigen Jahr: Der Neustart der CEBIT war wichtig und richtig und macht Mut für weitere Ausgaben.

Das vollständige Interview mit Matthias Hartmann