Christopher Katzinski zur Blockchain-gestützten Fertigung

[Videochat] Christopher Katzinski von IBM über Blockchain-Marktplätze

Dieses Interview habe ich mit Christopher Katzinski von IBM auf der Hannover-Messe 2018 zum Thema Blockchain-Marktplätze geführt. Darin spricht er über die Möglichkeiten, die sich daraus für Fabrikinhaber und Firmen ohne Produktionsstätten ergeben, warum die Blockchain-Technologie hierfür eingesetzt wird und was IBM an dieser Stelle leistet.

„Was zeigt die Blockchain Techdemo auf der Hannover-Messe 2018?“

Die Techdemo Hyperfacture sollte das Potential zeigen, das in der Blockchain-Technologie für das produzierende Gewerbe schlummert. Dabei handelte es sich um eine Art Marktplatz, auf dem Produzenten freie Fertigungskapazitäten „verkaufen“ und Unternehmen ohne eigene Produktionszeiten „kaufen“ können.

Um Produktionskapazitäten an den Mann oder die Frau zu bringen bzw. zu erwerben, registrieren sich Fabrikinhaber und Firmen mit Produktionsbedarf auf der IBM Blockchain-Plattform. Sodann kann ein Unternehmen, das ein zu fertigendes Produktdesign besitzt, die Produktion desselben in Auftrag geben. Hierbei lässt sich genau festlegen, in welcher Qualität ein Produkt gefertigt werden soll, bis wann die Produktion abgeschlossen sein soll, und so fort.

Anschließend wird anhand einer bestmöglichen Übereinstimmung von angebotenen Fertigungskapazitäten und benötigten Produktionsmitteln ein sogenannter „Match“ hergestellt, der wie beim Onlinedating Anbieter und Nachfrager zusammenbringt. Um die Formalien wie die Bezahlung, Vertragsabschluss, etc. kümmert sich die Blockchain-Plattform.

Mithilfe der in die Produktionslandschaft integrierten IoT-Geräte lässt sich der aktuelle Fertigungszustand permanent darstellen. Damit kann beispielsweise der Auftragnehmer überprüfen, an welchem Standort produziert wird und ob es sich dabei um den vertraglich zugesicherten Fertigungsstandort handelt.

„Warum kommt in diesem Fall die Blockchain-Technik zum Einsatz?“

Der wesentliche Grund für den Einsatz der Blockchain-Technologie ist in diesem Fall das Thema Vertrauen. Denn dank der Blockchain-Plattform, auf dem Käufer und Verkäufer ins Geschäft kommen, lassen sich sämtliche Transaktionen speichern, und das unveränderlich. Das ist vor allem für mittelständische Unternehmen oder kleinere Start-ups wichtig, die einen eingeschränkten Bekanntheitsgrad aufweisen und damit einen nicht so hohen Stellenwert wie größere, bekanntere Mitbewerber genießen.

Genau für diese Unternehmen ist nämlich das Einhalten von Qualitätsstandards von allergrößter Wichtigkeit, was sich mithilfe der Blockchain-Technik transparent nachweisen lässt. Zudem ist in solche Systeme oft ein Rating-System integriert, womit sich Qualität und Zuverlässigkeit zusätzlich beurteilen lassen. Auch das erhöht das Vertrauen in das produzierende Unternehmen.

Für den Anbieter von Fertigungskapazitäten hingegen bietet solch ein System ebenfalls Vorteile, da sich Kriterien wie die Zahlungsmoral des Käufers von Produktionsmitteln transparent abbilden lassen. Diese und weitere Maßnahmen sorgen auf Käufer- und Verkäuferseite für eine erhöhtes Vertrauen.

„Wie kommt IBM an dieser Stelle ins Spiel?“

IBM kann innerhalb des Segments „Blockchain for Business“ durchaus als Pionier bezeichnet werden. So ist „Big Blue“ unter anderem seit 2016 Mitglied in der Hyperledger Foundation, wo gemeinsam mit der Linux Foundation die Blockchain-Technologie Hyperledger Fabric und Hyperledger Composer entwickelt wurde. Bei Hyperledger Fabric handelt es sich um ein Framework, mit dessen Hilfe Blockchain-Applikation entwickelt werden können. Diese Entwicklungsumgebung ist Teil der IBM Cloud, womit dieses Framework für jedermann zugänglich ist.

Für ein besseres Verständnis, welche Projekte sich mithilfe von Blockchain-Technologien realisieren lassen, bietet IBM Beratung, Workshops und andere unterstützende Maßnahmen an. Daraus resultierten bisher mehr als 400 Kundenprojekte, die mithilfe von IBM und Blockchain auf den Weg gebracht werden konnten. Allerdings ist nicht jede Anwendung blockchain-tauglich. Aber auch hier hilft IBM, genau das herauszufinden.

Das Interview mit Christopher Katzinski in voller Länge

 

Disclaimer: Für diesen Video-Blogpost hat mich IBM Deutschland als Blogger engagiert.

Axel Rogaischus von IBM über Blockchain, Digital Twins und Künstliche Intelligenz

[Videochat] Axel Rogaischus (IBM) zu den Top-Themen auf der Hannover-Messe 2018

Mit Axel Rogaischus von IBM Deutschland habe ich dieses Interview zu den Top-Themen auf der Hannover-Messe 2018 geführt. Darin spricht er (aus IBM-Sicht) über die Blockchain-Technik, über digitale Zwillinge und über die Künstliche Intelligenz, soll heißen über IBM Watson AI.

Top-Thema Nummer 1: Blockchain-Technologie

Hierbei geht Herr Rogaischus vor allem auf Blockchain im Business-Umfeld näher ein. Doch was sind die besonderen Herausforderungen, wenn man von Blockchain-Lösungen im kommerziellen Einsatz spricht? Laut Herrn Rogaischus ist das in den allermeisten Fällen nicht die Technik an sich, denn die funktioniert zumeist tadellos, da oft nichts anderes als eine cloud-basierte Datenbanktechnik dahinter steckt.

Ein häufiger Knackpunkt ist eher die Governance bei der Implementierung einer Blockchain-Lösung innerhalb eines Netzwerks. Soll heißen: Wer hat den Blockchain-Hut auf? Wer bestimmt die „Mitspieler“ eines Blockchain-Netzwerks? An diesen und weiteren Entscheidungen scheitern leider nach wie vor viel zu viele Blockchain-Projekte.

Top-Thema Nummer 2: Digital Twins

Mit Digital Twins sind im Allgemeinen digitale Modelle bestehender Anlagen wie einer Fabrik gemeint, mit deren Hilfe exakte Simulationen vorgenommen werden, was zu einer Verbesserung von Prozessen führen kann, zu neuen Erkenntnissen rund um das reale Vorbild des digitalen Zwillings führt und vieles mehr.

Doch was macht ein Digital-Twin-Projekt wie der Port of Rotterdam auf einem Fertigungsevent wie der Hannover-Messe? Nun, interessant an diesem Digital Twin des Rotterdamer Hafens ist laut Herr Rogaischus die Komplexität dieser riesigen Anlage, die alleine im Jahr 2016 rund 29.000 Seeschiffe und 105.000 Binnenschiffe abgefertigt hat.

Und genau solch eine aufwändig zu wartende Anlage ist nun einmal auch eine Fabrik, von denen ebenfalls verstärkt digitale Zwillinge aufgebaut werden. Hiermit lässt sich am Rechner der gesamte Material-, Fertigungs- und Prozessfluss sowie sämtliche Maschinenketten anschaulich darstellen. Und genau diese Komplexität lässt sich mit vorhandener Technik in Form von Digital Twins mühelos abbilden.

Top-Thema Nummer 3: Künstliche Intelligenz

Mit der Künstlichen Intelligenz und deren Sub-Disziplinen wie Machine und Deep Learning werden künftig ganz neue Möglichkeiten geschaffen. Bei IBM hat man hierfür sogar eine eigene Marke geschaffen, die sich IBM Watson AI nennt, also Watson Artificial Intelligence. Mit dieser Technologie will IBM Anwendern helfen, Prozesse zu vereinfachen und zu verbessern, ganz gleich, an welcher Stelle das geschehen soll.

Speziell im Fertigungsumfeld – und damit auch auf der Hannover-Messe – spielt das Thema Predictive Maintenance eine immer wichtigere Rolle. Zu nennen sind hier beispielsweise der Use Case KONE, bei dem der Aufzug- und Rolltreppenhersteller mithilfe von Watson AI seine Außendienstmitarbeiter in die Lage versetzt, die notwendigen Wartungsarbeiten noch besser steuern und planen zu können. Hierfür stehen die notwendigen Informationen und Daten mithilfe von Watson AI bereits im Vorhinein zur Verfügung, mit denen sich Ausfälle von KONE-Anlagen präventiv vorhersagen lassen.

Das Interview mit Axel Rogaischus in voller Länge

Disclaimer: Für diesen Video-Blogpost hat mich IBM Deutschland als Blogger engagiert.

CeBIT 2017: Oliver Naegele über die Notwendigkeit der Blockchain-Technik

Auf der CeBIT 2017 habe ich am IBM-Stand dieses Videointerview mit Oliver Naegele geführt. Er ist Gründer und CEO des verteilten Autorisierungsnetzwerks Blockchain HELIX. Während unseres Gesprächs habe ich erfahren, dass Oliver ein großer Verfechter des digitalen Bürgerrechts ist, dass er seine Lösungen auch persönlich für sehr wichtig hält und was seine Firma mit IBM verbindet.

Mit seinem Start-Up-Unternehmen Blockchain HELIX bietet Oliver Naegele eine blockchain-basierte Lösung für Identity-Management feil, mit dem sich digitale Identitäten auf höchstem Vertrauensniveau im Internet speichern lassen. Damit können Geschäftspartner und ähnliche Parteien interagieren, ohne sich zwangsläufig kennen zu müssen. Was Oliver als digitales Bürgerrecht erachtet.

300 Logins und keine rechtsgültige Authentifizierung – bis jetzt

Genau das ist es, was ihn nunmehr seit mehr als 15 Jahren umtreibt. Denn alleine die Tatsache, dass der Durchschnittsanwender etwa 300 Logins in unterschiedlicher Art und Weise verwalten muss, zeigt das Potential einer einheitlichen Blockchain-Lösung. Denn aktuell kann man sich in solch einem Umfang nicht rechtsgültig authentifizieren, sodass es wirklich anerkannt wird.

Blockchain HELIX macht sich diverse erprobte Techniken zueigen

Und an dieser Stelle will Blockchain HELIX ansetzen. Schließlich sei Blockchain ein Zusammenspiel unterschiedlicher Techniken wie Java, JavaScript, etc, was das erfolgreiche Umsetzen einer starken und zuverlässigen Identity-Lösung endlich ermöglicht.

Und warum sich Blockchain HELIX am IBM-Stand befand, erklärt Oliver Naegele ab Minute 2:13 am besten selbst. Na dann: Film ab!