Scott Apeland verrät Details zum Intel App Store

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Wer alles den Intel App Store braucht und was es damit auf sich hat, konnte man hier schon ausführlich nachlesen. Dass es aber immer noch Infos rund um den geplanten Netbook-Shop gibt, die eher unbekannt sind, zeigt das Interview, das Kollege Roland Quandt von netbooknews.de mit Scott Apeland von Intel geführt hat.

Auf die Frage, warum es überhaupt einen Intel App Store geben wird, antwortete Apeland wenig überraschend, dass Intel auf diesem Weg sicher stellen will, dass es in Zukunft verstärkt Software geben wird, die speziell für Netbooks entwickelt wurde. Zudem soll die Käuferschar vergrößert werden, was für eine Zunahme der Netbookverkäufe sorgen soll.

Für OEMs (Netbook-Hersteller) und Software-Entwickler hält der Intel App Store laut Apeland diverse Vorteile parat. So kümmert sich Intel um das Backend und die komplette Administration, so dass für die Netbook-und Software-Hersteller ein eher geringer Aufwand mit dem App Store entsteht. Darüber hinaus könnten laut Scott auch Internet Service Provider (ISP) vom Intel App Store profitieren. Warum zum Beispiel kein Vodafone-eigener Netbook-Store?!

Und wie sieht es mit den Erfolgsaussichten des Intel App Store aus? Nun, dazu wollte sich Apeland natürlich konkret äußern, aber die Prognosen scheinen gar nicht so schlecht zu sein. So haben sich schon viele  Entwickler dem Intel Atom Developer Program angeschlossen, um auf diesem Weg ihre Netbook-Software via App Store unters Volk zu bringen, sobald der Online-Shop seine Pforten öffnet. Und natürlich dürfte auch der Atom Developer Challenge seinen Teil zu dieser regen Teilnahme beitragen.

Richtig interessant wird laut Apeland der Intel App Store für alle Adobe Air- und Silverlight-Entwickler, sobald beide Plattformen vom Intel Atom Developer SDK unterstützt werden. Dann wird man vermutlich Netbooks-Apps sehen, die es bis dato nur als Webanwendung auf mobile Geräte geschafft haben. Und ja, auch das Interesse am linux-basierten Betriebssystem Moblin ist unter allen bisherigen App-Einreichungen recht groß.

Auf das Geschäftsmodell des Intel App Store angesprochen, verwies Apeland auf die gängigen Bezahlmodelle existierender App Stores. Dort kommen nämlich auf zehn kostenlose Programme eine Bezahlapp. Und darauf wird es wohl auch im Intel App Store hinaus laufen. Allerdings könne man als Software-Entwickler mit Netbook-Software trotzdem Geld verdienen, wenn man beispielsweise ein zweistufiges Einnahmemodell verfolgt. Das könnte eine Basisvariante vorsehen, die kostenlos angeboten wird. Für mehr und nützliche Features stünde dann eine Profivariante des Programms zur Verfügung, die natürlich Geld kostet.

via netbooknews.de