Review: Reise-Magazin im iPad-Format

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Ja, ich gebe es zu: ich gehe gerne auf Reisen, brauche dazu aber keine Inspiration in Form von dicken Reiseführern, Hochglanzmagazinen oder ähnlich schwerer Kost, die ohnehin nach dem Kauf nur auf meinem Wohnzimmertisch oder im Regal verstauben würde. Was ich allerdings mag, ist mein iPad, und so ergab es sich, dass ich auf das Digitalmagazin „Reise-Inspirationen“ stieß (okay, gestoßen wurde). Dieses, laut Herausgeberin Tourism Unlimited aus München, „erste Reisemagazin auf dem iPad“ musste ich mir dann doch mal angucken. Dadurch wird mein iPad schließlich nicht schwerer.

Die Idee hinter „Reise-Inspirationen“ ist ganz einfach: Man besorgt sich einmal die iPad-App im iTunes App Store für 79 Cent (hier geht’s direkt dort hin) und kann so in Zukunft sämtliche erscheinende Ausgaben für 1,59 Euro pro Ausgabe am Apple-Tablet lesen. Im Umfang der App ist derzeit die Juli-Ausgabe des „Heftes“, die alleine 1,59 Euro kosten würde (das ist zumindest der „Heftpreis“ ab der Augustausgabe).

Auf den ersten Blick ist Reise-Inspirationen ein handwerklich gut gemachtes „Heft“ (zu den Inhalten kann ich weniger sagen), das mit ein paar wohl durchdachten Details aufwartet:

  • Die einzelnen Seiten sind an die iPad-Ausmaße perfekt angepasst. Klar. Zudem kann man per Doppelklick in die hochaufgelösten Bilder reinzoomen, was einen echten Mehrwert darstellt. Denn die vielen sehr anspruchsvollen und ansprechenden Fotos laden gerade dazu ein, weiter hineinzusehen. Schade, dass man nicht einzelne Bilder abspeichern kann, um sie beispielsweise als Hintergrundbild seines iPad einzurichten. Aber dagegen dürften wohl die Rechteinhaber, sprich Fotografen, etwas haben. Aber psst, wozu gibt es auf dem iPad die Screenshotfunktion (Home- und Ein-/Aus-Taste gleichzeitig drücken)…
  • Gelungen ist auch die Navigation innerhalb des iPad-Reisemagazins. Wer nämlich nicht jede einzelne Seite durchflippen will (und wer will das schon), berührt einfach nur den unteren Bildschirmrand, und schon öffnet sich eine Miniaturansicht des kompletten „Heftes“. Per Fingerscrolling gelangt man so ganz schnell an eine andere Stelle des Magazins. Das funktioniert übrigens auch, wenn man den oberen Bildschirmrand des iPad berührt: Dann öffnen sich diverse Zusatzfunktionen wie E-Mail an die Redaktion, die Webseite des Verlages, das Öffnen des Twitterstreams und eben das Anzeigen des Inhaltverzeichnisses – allerdings im klassischen Heftstil.
  • Weitere Gimmicks wie die Bildergalerien, die über das „Heft“ verteilt sind oder das Öffnen von verlinkten Webseiten innerhalb der App oder die Zusatzinfos zu einzelnen Bildern, die beim Antippen des Fotos angezeigt werden, runden das postive Bild der Reise-Inspirationen ab. Was man bemängeln könnte sind die fehlenden Multimediainhalte wie das eine oder andere Video, das einem digitalen Reisemagazin gut zu Gesicht stehen würde. Aber das ist wohl für 1,59 Euro ein bisschen viel verlangt. Und die Bezeichnung „Heft“, wie sie innerhalb des Magazins gerne verwendet wird, könnte auch mal überdacht werden. Aber das ist jetzt doch ziemlich kleinkariert, oder?!