Praxisbericht: Windows 7 auf dem Netbook

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Seit letzter Woche ist es meins: Ein MSI Wind, besser bekannt als Netbook. Dieses kleine und recht schicke Mininotebook habe ich mir vor allem für unterwegs besorgt, aber auch für Arbeits- und Twittersessions auf der Couch, im Bett und sonst wo.

Ursprünglich ist auf dem Netbook (wie auf den meisten anderen auch) Windows XP installiert, was aber nicht mehr ganz zeitgemäß ist. So hatte ich in einem ersten Schritt Moblin aufgespielt, was mittlerweile sowohl vom USB-Stick als auch von einer 4-GB-SD-Karte fehlerfrei läuft (den Beitrag dazu gibt es auch noch). Außerdem habe ich mir den Release Candidate von Windows 7 besorgt, um es auf dem Wind zu installieren.

Da ich kein passendes Tool gefunden hatte, um Windows 7 auf einem USB- Stick oder einer SD-Karte zu installieren, habe ich das System auf die zweite Partition der eingebauten Festplatte übertragen. Jetzt bootet zwar Windows 7 von Platte, dafür habe ich keinen Zugriff auf Windows XP mehr, trotz diverser Tricks. Falls jemand für mich den entscheidenden Tipp hat, wie ich die boot.ini wieder zugänglich mache – nur her damit.

Aber wer braucht schon Windows XP, wenn er Windows 7 haben kann. Ich muss sagen, ich mutiere gerade zum echten Windows-7-Fan. Denn bisher habe ich noch keine Probleme festgestellt – nun ja, fast keine. Aber schön der Reihenfolge nach:

1. Windows 7 ist bekanntermaßen deutlich ressourcenschonender als Windows Vista (daran hat Microsoft richtig herumgeschraubt). Soll heißen, dass die Grundausstattung eines Netbooks (1 GB RAM, Onboard-Grafikchip, mäßige Prozessorleistung, lahmer Systembum) ausreicht, um ein System zu bekommen, das schnell bootet und sich bei den Standard-Apps reaktionsschnell zeigt. Klar stößt es bei aufwändigeren Anwendungen an seine Grenzen, aber dafür kauft man schließlich auch kein Netbook.

2. Das Einbinden des Netztwerkdruckers (in meinem Fall ein Multifunktionsgerät von HP) klappte vorzüglich. Diese Drucker-/Scanner-Faxeinheit hängt per Ethernetkabel am Fritzbox-Wifi-Router. Ich musste also nur via „Geräte- und Netzwerk“ einen neuen Netzwerkdrucker hinzufügen. Den HP hat Windows 7 automatisch erkannt, automatisch die richtigen Treiber installiert und eine Minute später lag die Testseite gedruckt im Ausgabeschacht. Das hat OS-X-Format!

3. Mein kürzlich erworbenes Bluetooth-Headset von Sony wollte ich nur mal spaßeshalber mit dem Netbook verbinden, um es als Audioquelle verwenden zu können. Mit meinem Macbook ist mir das nämlich nicht gelungen. Und siehe da: Windows 7 erkannte auch diese Komponente, und das wiederrum ohne externen Treiber und ohne Gezicke. Und beim Abspielen eines Musikstücks hat das System das Bluetooth-Headset sogar automatish erkannt und als Wiedergabegerät eingestellt. Hallo, Apple!?

4. Unterwegs fernsehen am Netbook ist natürlich perfekt: Geringes Gewicht, guter Bildschirm, lange Akkulaufzeit. Also habe ich für diesen Fall meinen USB-TV-Stick von Equinux ans MSI-Minilaptop gehängt. Erste Überraschung: Ich musste keine Treiber und keine Software aufspielen. Zweite Überraschung: Mit dem Media Center von Windows 7 ließ sich der TV-Stick einbinden und einrichten. Und das dauerte auch nicht länger als sonst. Jetzt habe ich meine Glotze immer dabei, und das in bester Bild- und drahtloser Tonqualität (dank des Bluetooth-Headsets).