Mobiler Kinospaß: Shrek auf tragbaren Internet-Gadgets

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MID von BenQ auf dem MWC: MID S6Ok, ja, ich weiß, das Thema mobiles Internet ist hier in letzter Zeit ein wenig zu kurz gekommen. Dafür startet mit dem heutigen Tag eine Serie „Mobile Anwendungen für Internet-Gadgets“, die manche auch MID (Mobile Internet Device) nennen.

Es soll sogar Leute geben, die das iPhone in diese Kategorie packen. Das stimmt allerdings nicht so ganz, da man mit dem Apple-Fon im Gegensatz zu den MIDs via GSM & Co. telefonieren kann. Außerdem bringen die meisten MIDs mehr Rechenleistung auf die Waage. Des Atom-Prozessors wegen.

Wozu ein MID alles taugt, habe ich hier schon mal überblicksweise dargestellt. Aber wie sieht es mit den Anwendungen im einzelnen aus? Taugen die tragbaren Dinger als Jukebox? Wie ist es mit mobilen Kinoabenden? Und kann man auch ohne Funkanbindung mit einem MID telefonieren? All diese Fragen und viele mehr werde ich hier Stück für Stück beantworten.

Den Anfang macht eines meiner bevorzugten Medien – die Wiedergabe von Videoinhalten. Ich habe zu diesem Zweck mal eben Shrek (den sehr guten ersten Teil) im MPEG4-Format auf einen USB-Stick gepackt, diesen mithilfe eines Verlängerungskabels an den Compal-MID angestöpselt und die Videoanwendung gestartet. Per Touchscreen-Berührung konnte ich dann via Dateiexplorer auf den USB-Stick zugreifen, den das Betriebssystem (es handelt sich dabei um Linux) automatisch gemountet hat.

Die Wiedergabe auf dem Compal-MID macht richtig Spaß: Die Auflösung ist sehr gut, und auch die Kontrastwerte sind auch sehr ordentlich. Über die Audiowiedergabe über den eingebauten Lautsprecher kann man auch nicht wirklich meckern, wenngleich der echte Stereosound nur mit einem Kopfhörer möglich ist. Und der große Bildschirm lässt fast ein Leinwandgefühl aufkommen. Na ja, fast eben.

Da es sich beim Videoplayer um den von Real Inc. handelt, kommt es auf das passende Videoformat an. Die Unterstützung ist recht umfangreich: DVD (*.vob), Video CD (*.dat), MPEG (*.mpg, *.mpeg, *.m2v, *.mpe, etc) und AVI (*.avi, *.divx).

Per Slider kann man übrigens sehr komfortabel vorwärts- und rückwärts springen. Natürlich lässt sich auch kapitelweise das Videos steuern. Und per Fingertipp auf den berührungsempfindlichen Bildschirm wird der Vollbildmodus aktiviert.

Fazit: Ein mobiles Internet-Gadget oder MID taugt sehr gut für den Videoabend im Taschenformat. Und sobald die Akkuleistung des Compal weiter verbessert werden kann, ist ein kompletter Film auch ganz ohne Netzteil drin.