Mit Pine Trail kommt noch mehr Spaß in die Netbooks

geschätzter Leseaufwand: 2 Minuten

Heute machte eine Pressemeldung von Intel die Runde, die für den Netbookmarkt weitreichende Konsequenzen haben wird. In dieser PM ist nämlich von Pine Trail die Rede, die Intel selbst als „Next-Generation Atom Platform“ bezeichnet. Dahinter verbirgt sich die Nachfolgetechnik des aktuellen Atom-Prozessors. Und ein ganzes Stück mehr.

First Intel Chips to Integrate Graphics and Memory Controller in CPU

Übersetzt bedeutet das: die künftigen Atom-Prozessoren mit der Bezeichnung N450 werden die ersten Vertreter eines „Single-on-a-Chip“ sein. Das heißt also, dass in Zukunft Prozessor, Grafikeinheit und Speichercontroller auf einem einzigen Chip sitzen werden. Daraus wird laut Intel in Verbindung mit der 45-nm-Fertigungstechnik ein um rund 20 Prozent reduzierter Stromverbrauch resultieren. Und natürlich auch schlankere und leichtere Netbooks, da die Bauhöhe in Zukunft geringer ausfallen wird.

Der N450-Atom-Prozessor wird mit 1,66 GHz getaktet sein, als Single-Core-Variante auf den Markt kommen, einen 512-KB-L2-Cache aufweisen und 7 Watt TDP ziehen. Erste Netbooks mit der nächsten Atom-Generation wird es wohl noch im Januar geben. Der Grafikchip hat die Bezeichnung GMA 3150, ist also mit dem bekannten GMA 3100 verwandt. GMA 3150 unterstützt DirectX 9 und MPEG2-Dekodierung in Hardware. Darüber hinaus lassen sich über einen der vier PCI-Express-Schnittstellen des NM10-Chipsatzes weitere Hardware-Dekoder-Chips in Netbooks verbauen. Apropos NM10: Neben den vier PCI-Express-Ports werden acht USB-und zwei Serial-ATA-II-Anschlüsse unterstützt.

Fazit: Mit der nächsten Atom-Prozessor-Generation aka Pine Trail werden bald Netbooks in den Regalen liegen, die noch schlanker sind, besser aussehen, mehr leisten und weniger Strom verbrauchen. Das wird insgesamt für mehr Leistung sorgen und in Zukunft neue Anwendungen ermöglichen, die bis dato noch auf keinem Netbook zu finden sind.