IDC-Studie zeigt: Covid-19 belebt das industrielle Internet of Things

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Am vergangenen Freitag stand sie wieder an, die nächste virtuelle Ausgabe des IDC-Pressetreffs. Anstatt im schönen Sofitel zu München trafen sich wieder zahlreiche Kolleg*innen drüben bei GoToMeeting. Thema der digitalen Zusammenkunft: Industrial Internet of Things.

Los ging’s mit einer ersten Idee davon, wo und von wem das industrielle Internet der Dinge eingesetzt wird. Dazu gehören bekannte und weniger bekannte Namen wie Daimler Benz mit seiner Factory 56, die KION Group, Grenzebach Digital GmbH und Kärcher SoniQ Services.

Die zugrunde liegende Studie wurde übrigens Ende September/Anfang Oktober erhoben, also zwischen erstem und zweitem Lockdown. Hierfür wurden 254 Unternehmen in Deutschlang befragt, und das über maßgebliche Branchen wie Fertigung, Handel, Logistik und Versorgung hinweg.

Sieht man sich die aktuellen Aktivitäten in Sachen IIoT-Projekte an, fällt auf, dass es über diese Branchen verteilt keine allzu großen Unterschiede gibt. Außer, dass die fertigende Industrie sich deutlich abhebt vom Rest.

Befragt man die IIoT-Zuständigen, worin ihrer Meinung nach die größten Hürden bei der Umsetzung von IIoT-Projekten bestehen, liegen Aspekte wie Sicherheit und Budgets ganz weit vorne. Aber auch die Qualität der Daten, der Entwicklungsaufwand und das interne Know-how hält etwa ein Drittel der Befragten davon ab, das industrielle Internet der Dinge mehr einzusetzen.

Ein wichtiges Thema im Kontext von IIoT ist das Edge Computing, über das ich hier ja auch schon berichtet habe. Kein Wunder also, dass die Befragten das Thema Edge in IIoT-Projekten sowohl als Tool zu Optimierungszwecken als auch für das Vorantreiben von Innovationen bewerten.

Immer dann, wenn über Edge Computing gesprochen wird, ist auch das Thema Daten nicht weit. Damit eng verknüpft ist die Künstliche Intelligenz, die vom Umgang und Nutzen der richtigen Daten abhängig ist. Umso mehr erstaunt die Tatsache, dass fast die Hälfte der befragten Unternehmen angibt, die operativen Betriebsdaten im Kontext von KI-Anwendungen im eigenen Rechenzentrum verarbeiten zu wollen. Das nimmt Edge Computing ein wenig von seiner Existenzberechtigung.

Weniger überraschend ist die Antwort auf die Frage, welche Geschäftsmodelle am ehesten vom industriellen Internet der Dinge profitieren werden. Hier liegen Dienstleistungen vorne, die mit dem Thema vorausschauende Wartung (Predictive Maintenance) verknüpft sind.

Und auch die letzten Folie der IIoT-IDC-Studie offenbarte eine schon oft gehörte und gelesene Weisheit: Das Coronavirus hat wie in vielen anderen Bereichen auch das industrielle Internet of Things maßgeblich beschleunigt. Und sei es nur aus Gründen der Prozessoptimierung und Kostensenkung.

 

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