CeBIT 2010: Netbooks, Android und mehr bei Acer

Ich sitze hier im Pressezentrum der CeBIT und habe den ersten Termin hinter mir: Acer. Dort bekam ich eine absolute Neuheit gezeigt, die erst morgen auf der Pressekonferenz um 14:00 vorgestellt wird, und ich durfte sogar meine Kamera drauf halten. Online gehen die Bewegtbiler aber erst morgen um ca. 15:00. Versprochen ist versprochen!

Darüber hinaus bekam ich den Versuch seitens Acer vorgeführt, mit einem Dual-Boot-Netbook einen günstigeren Einstiegspreis zu erzielen, der bei 279 Euro liegt. Dafür bekommt der Anwender Windowx XP Home und eine angepasste Android-Version geboten. Vor allem Android auf einem Netbook ist dank der kurzen Bootzeit von 16 Sekunden eine sehr interessante Alternative. Und es gibt schon die ein oder andere App (Webbrowser, E-Mail-Client), die bereits auf Netbooks laufen. Andere Anwendungen wie Office oder ähnliche gibt es noch nicht, allerdings rechnet Acer fest damit, dass diese nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen.

Zu den Themen MeeGo und Intel AppUp Center konnte mir der Acer-Vertreter leider nix sagen, schätzt aber vor allem MeeGo als echte Alternative zu Windows 7 und Co. Er hat zumindest versprochen, sich mit den Themen ein wenig mehr zu beschäftigen. Und ich verspreche, die Videoclips so schnell wie möglich online zu schieben, damit ihr bald in den Genuss der neuen Acer-Geräte kommt.

Ach ja: Ich hatte ja angekündigt, auch die neuen Acer-Smartphones in Bild und Ton zu präsentieren. Das muss leider noch ein wenig warten, da man die Geräte nur am Vodafone-Stand in Aktion sehen kann. Das kommt also noch!

Intel unterstützt Software-Entwickler mit 1 Million Dollar

Ok, ihr Software-Entwickler da draußen, jetzt solltet ihr gut aufpassen: Intel hat einen Fonds eingerichtet, mit dessen Hilfe im Laufe der nächsten Monate (sprich: bis Ende des Jahres) insgesamt eine Million US-Dollar ausgeschüttet werden sollen. Damit will der Chip-Hersteller die Entwicklung neuer, mobiler Anwendungen für Netbook und so weiter beschleunigen und ermöglichen. Der Name dieses brandneuen Programms lautet Intel Atom Developer Program Million Dollar Development Fund. Ich nenne das hier mal der Einfachheit halber IADP-MDDF.

Der Fonds steht allen Software-Entwicklern offen – also vom Einzelkämpfer über mittelständische Entwicklerfirmen bis hin zu großen Softwareschmieden. Neben der finanziellen Unterstützung werden die teilnehmenden Entwickler auch mit der notwendige Hardware seitens Intel versorgt, also mit brandneuen Netbooks, damit ihr eure mobilen Anwendungen auch plattformgerecht testen könnt. Ziel des IADP-MDDF sind innovative Apps, die den mobilen Formfaktor eines Netbooks noch stärker berücksichtigen und das mobile Erlebnis mit solch einem Gerät weiter verbessern sollen.

Der IAPD-MDDF setzt sich aus einer Vielzahl von Einzelmaßnahmen zusammen. Die ersten drei stehen bereits fest und während der nächsten Monate zur Verfügung:

Fast Track 2010: Für ganze schnelle Entwickler ist dieses Sub-Programm gedacht. Die Idee dahinter: Die ersten 250 Anwendungen, die zwischen dem 1. und 31. März 2010 bei Intel eingereicht werden und den Validierungsprozess erfolgreich durchlaufen, erhalten eine Art Bonus in Höhe von 500 Dollar (nicht-US-Entwickler bekommen das Geld natürlich in der jeweiligen Landeswährung ausbezahlt). Und klar, dass diese Apps direkt im Intel AppUp Center landen und ab dem ersten Tag Umsatzerlöse erzielen können.

Dollars for Download 2010: Die ersten 100 Anwendungen, die Software-Entwickler vom 1. bis 31. März an Intel schicken und die den Validierungsrichtlinien entsprechen, erhalten für die Dauer von vier Monaten einen Zuschlag, der den Umsatz in dieser Zeit entsprechend erhöht. Das betrifft sogar kostenlose Apps! In Zahlen ausgedrückt bedeutet dies: Für jede runtergeladene App bekommt der Entwickler 2 Dollar (resp. denselben Betag in seiner Landeswährung) gutgeschrieben, allerdings nicht mehr als 5.000 Dollar für jede kostenlose Anwendung und 25.000 Dollar pro Bezahl-App. Dabei spielt es übrigens keine Rolle, wie viele Netbook-Apps ein Entwickler einreicht. Das betrifft Fast Track 2010 ganz genauso.

Intel Atom Developer Challenge: Intels Entwicklerwettbewerb geht in die nächste Runde und lockt mit einer Reihe attraktiver Preise. Am 9. März gibt es hier auf diesem Sender mehr Informationen dazu.

Ach ja: Wichtige Infos zum Intel Atom Developer Program, zu den Validierungsrichtlinien, zum notwendigen SDK und zum brandneuen Linux-Derivat MeeGo findet ihr per Mausklick auf den jeweiligen Link.

CeBIT 2010: Netbooks, Smartphones, Google Nexus One

Morgen geht sie also offiziell los, die weltweit größte IT-Messe in Hannover, die auch als CeBIT bekannt ist und seit 1986 stattfindet. Ganz so lang fahre ich zwar noch nicht in die Stadt an der Leine, aber seit 1992 werde ich dort jedes Jahr aufs Neue gesichtet.

So bin ich also auch heuer (für Nicht-Bajuwaren: dieses Jahr) für zweieinhalb Tage auf der CeBIT, um mir zwischen den Hallen 2 und 23 die Füße wund zu laufen. Allerdings ist mein Terminkalender weniger gefüllt als in den letzten Jahren, da ich mir Zeit nehmen will für meine Videocasts und außerdem die Zeit zum Netzwerken und Plaudern nutzen werde.

Daher habe ich für den Dienstag nur zwei fest Termine klar gemacht: Mit Acer (Halle 15, Stand F20) und Fujitsu Technology Solutions (Halle 4, Stand E20). Acer wird neben neuen Pine-Trail-Netbooks auch Smarphones dabei haben. Mal sehen, ob sie auch ein Netbook zeigen, das den heute angekündigten Atom-Prozessor N470 verbaut hat. Und auf dem FTS-Stand werde ich mir den ein oder anderen Tablet-PC ansehen.

Am Mittwoch sind dann Asus und MSI an der Reihe, beide ebenfalls mit braundneuen Pine-Trail-Netbooks im Gepäck. Bei Asus (Halle 17, Stand H16) werden wohl die Netvertibles – also eine Kombination aus Netbook und Tablet-PC – für Furore sorgen. Und bei MSI (Halle 17, Stand C38) gibt es das Wind U160 zu begutachten, dass es auf unglaubliche 15 Stunden Akkulaufzeit bringen soll. Ok, das werde ich zwar nicht mit meiner Kamera einfangen können, den Rest des Books aber schon.

Der Donnestag klingt dann eher entspannt aus mit einem Termin, und zwar bei HTC (Halle 14, Stand J16). Dort wird es vier ganz neue Smartphone-Modelle zu sehen geben, und zwar Legend, Desire, HD mini und Smart.

A propos Smartphones: Wie ich bereits berichtet habe, sind zwar Samsung und Sony Ericsson nicht auf der CeBIT, ihre neuesten Gadgets kann man aber trotzdem begutachten. So wie Windows Phone 7 am Microsoft-Stand und das LG mini. Und ob Google in der Webciety-Area wieder einen Haufen Nexus One unter Volk wirft, werde ich natürlich auch überprüfen.

Also dann: Man sieht oder liest sich!

Ach ja, bevor ich’s vergesse: Als alter Mac-Fan werde ich mir natürlich nicht die Gelegenheit entgehen lassen, auf dem brandneuen OS X Business Park vorbeizusehen, um die dort ausgestellten iPhone-Lösungen genauer zu betrachten. Aber auch Elgato ist auf der CeBIT und Parallels und weitere Aussteller aus dem Mac-Universum.