Ich habe ja hier schon das ein oder andere Mal über das künftige Linux-Derivat MeeGo berichtet. Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss der Linux-Systeme Maemo von Nokia und Moblin von Intel. Damit wollen beide Unternehmen ihre Kräfte bündeln und ein Betriebssystem für möglichst alle tragbaren und mobilen Gadgets zur Verfügung stellen.

Passend dazu habe ich gerade zwei anschauliche Videos gefunden. Im ersten kommen Doug Fisher und Imad Sousou von Intel sowie Ari Jaaksi  und Quim Gil von Nokia zu Wort. Im zweiten Clip reden Valtteri Hallá von Nokia und nochmals Imad Sousou über ihre Sicht der Dinge in Sachen MeeGo:

  • MeeGo ist das perfekte Bertriebssystem für jede Art von mobilem und tragbaren Endgerät wie Smartphone, Netbook etc.
  • Dank seines Open-Source-Gedankens steht MeeGo allen Entwicklern offen. Es gibt allso keinerlei Barrieren, um sich der MeeGo-Bewegung anzuschließen.
  • MeeGo wird die gemeinsame Schnittstelle für die Programmierung linux-basierter Anwendungen sein. Egal, ob auf oder in Netbooks, Smartphones, Fernsehgeräten, Kühlschränken und sonstigen Geräten – MeeGo unterstützt sie alle und alle verstehen MeeGo.
  • MeeGo wird – wenn es nach Intel und Nokia geht – die offene Software-Plattform für mobile Endgeräte sein. Das eröffnet Software-Entwicklern ganz neue Möglichkeiten, da sie nicht nur für einen Gerätetyp, sondern für eine Vielzahl von unterschiedlichen Devices Anwendungen schreiben können. Das spart Zeit und Geld!
  • Moblin war und ist wichtig hinsichtlich seines ausgefeilten Bedienkonzepts und der neuen Features, die in den Linux-Core eingeflossen sind. Maemo auf der anderen Seite bringt sich mithilfe seiner Qt-Schnittstellen und -Tools wie den Qt Creator in das MeeGo-Projekt ein, was Software-Entwicklern bei der Programmierung neuer Apps helfen wird.
  • Exisiterende Moblin- und Maemo-Anwendungen werden wohl ohne größeren Aufwand auf MeeGo laufen. Hierfür sind einheitliche Schnittstellen zuständig, die wiederum auf Qt basieren und mit Moblin-Features wie der Bedieneroberfläche kombiniert werden.
  • Da es sich bei MeeGo um ein Open-Source-Projekt handelt, das unter der Oberaufsicht der Linux Foundation steht, arbeiten die zuständigen Intel-Nokia-MeeGo-Teams sehr eng mit den Verantwortlichen diverser Projekte wie dem Linux-Kernel und dem oFono Telefonie-Stack zusammen.
  • MeeGo wird es schaffen, Betriebssystem- und Anwendungs-Entwickler zusammenzubringen, was den MeeGo-Markt beschleunigen dürfte. Apple macht es schließlich seit Jahren vor, wie wichtig perfekt aufeinander abgestimmte Software-Komponenten sind.
  • Künftige MeeGo-Entwickler können für eine große Zahl an verkauften Endgeräten ihre Anwendungen schreiben und diese mithilfe geeigneter Verkaufskanäle wie dem Nokia Ovi Store und dem Intel AppUp Center unters Volk bringen. Wenn das nicht nach echten Chancen klingt.