Gestern haben wir die ersten fünf Fragen und Antworten unseres großen Notebook-Specials präsentiert. Dabei geht um so Dinge wie die Akkulaufzeiten, die richtige Größe des Displays und andere Faktoren, die beim Laptop-Kauf wichtig sind. Heute folgen die restlichen fünf Themen, mit denen man sich beschäftigen sollte, wenn man ein Notebook käuflich erwerben wil.
Woran erkenne ich, ob das Notebook überhaupt etwas taugt?
Diese Frage lässt sich naturgemäß nicht mit ein, zwei Kriterien beantworten, aber der wichtigste Ratschlag lautet: Durch Anfassen und Ausprobieren des Notebooks. Gehen Sie also am besten in einen vernünftigen Laden und machen Sie sich ein Bild von den angebotenen Rechnern. Hierbei können Sie verschiedene Dinge selbst überprüfen:
Taugt die Verarbeitung des Notebooks etwas? Das merken Sie an einer klappernden Tastatur, dem wackligen Display und einer insgesamt unsauberen Verarbeitung des Laptops.
Ist das Display fehlerfrei? Eine lästige Erfindung bei Notebooks ist das Auftreten so genannter „toter Pixel“, also defekter Transistoren, die sich als schwarz, weiß, rot, grün oder blau leuchtende Punkte im Monitor zeigen. Um herauszufinden, ob das Display solch einen Defekt aufweist, müssen Sie den Hintergrund des Displays in die angegebenen Farben umstellen und nach schadhaften Pixeln Ausschau halten. Haben Sie einen oder mehr gefunden, sollten Sie das Gerät nicht kaufen.
Sind die Schnittstellen sinnvoll angeordnet? Oft liegen vor allem die USB-Anschlüsse so dicht beisammen, dass ein etwas größerer USB-Stick schon ausreicht, um den Nachbar-Port zu blockieren. Achten Sie daher am besten auf eine sinnvolle Schnittstellen-Anordnung, die sich nicht von Hause aus selbst stört.
Wie viel Geld muss ich für einen vernünftigen Mobil-PC ausgeben?
Sie ahnen es schon: Gerade in diesem Punkt gibt es keine Zauberformel, aber Hinweise auf ein vernünftiges Preis-Leistungsverhältnis gibt es durchaus. So sollte für den alltäglichen Gebrauch das Notebook Ihrer Wahl nicht mehr als 1.000 Euro kosten. Ein guter Gradmesser sind zum Beispiel die Aldi-Notebooks, die Medion von Zeit zu Zeit unters Volk bringt. Deren Modelle sind meist ordentlich ausgestattet und kosten meist 800 Euro oder weniger.
Aber auch Einsteigermodelle bekannter Marken von Toshiba, Dell und Konsorten sind schon ab 550 Euro zu haben. Da können Sie sicher sein, für Ihr Geld nicht den totalen Schrott zu bekommen. Einzig bei der Ausstattung müssen Sie bei den günstigen Notebooks Einschränkungen in Kauf nehmen. Aber zum Mailen und fürs Internet reichen diese Geräte allemal.
Komme ich mit meinem Notebook unterwegs ins Internet?
Einfache Antwort: Jein. Rein technisch gesehen sind sämtliche aktuellen Notebooks (zumindest solange sie mit Intel-Technik verbaut sind) internettauglich, sei es mithilfe des Ethernet-Anschlusses (kabelgebunden) oder noch komfortabler drahtlos auf Basis von 802.11n, g oder b, besser bekannt unter Wireless LAN. In den heimischen Gefilden ist damit die Einwahl ins Web immer möglich, einen (WLAN)-Router samt DSL-Modem vorausgesetzt.
Nicht ganz so trivial verhält es sich mit dem Internetzugang auf Reisen. Zwar will uns die Werbung immer wieder und gebetsmühlenartig weiß machen, dass man dank der öffentlichen Internetzugänge (auch Hotspots genannt) stets und überall online ist. Die Praxis lehrt uns aber eine andere Wahrheit: Oft handelt es sich um kostenpflichtige Zugangspunkte, die T-Mobile und Co. die Taschen füllen sollten.
Aber zum Glück gibt es kostenlose Alternativen: Das sind zum einen gastronomische Betriebe wie Kaffeehäuser und Kneipen, die ihren Kunden einen drahtlosen Gratis-Zugang ins Web bieten. Oder man wird Fonero und hat damit die Möglichkeit, den drahtlosen Internetzugang anderer Foneros auf der ganzen Welt zu nutzen.
Falls Sie wirklich „always on“ sein müssen, sollten Sie über den Kauf eines UMTS-tauglichen Notebooks nachdenken. Sie können aber auch UMTS-Steckkarten erwerben, mit deren Hilfe Ihr Laptop UMTS-tauglich wird.
Praxistipp: Auf Webseiten wie mobileaccess.de können Sie checken, wo der nächste kostenlose Hotspot zu finden ist. Überprüfen Sie das am besten vor der Reise in eine fremde Stadt, dann wissen Sie schon vorher, wo Sie zwecks der Interneteinwahl hin müssen.
Lässt sich ein Laptop später ohne größeren Aufwand besser ausstatten?
Ein Notebook ist konzeptionell ein in sich abgeschlossenes System, das man allerdings mit ein bisschen Know-how um diverse Komponenten erweitern kann. Was sich allerdings von Hause aus nicht verbessern lässt, ist die Rechen- und Grafikleistung, da sowohl Prozessor als auch Grafikchip fest mit der Systemplatine des Laptops verbunden sind. Und auch das Display lässt sich nicht durch ein größeres ersetzen.
Anders verhält es sich mit Arbeitsspeicher und Festplatte, die in vielen Fällen mit ein wenig Erfahrung selbst getauscht werden können. Hierfür benötigen Sie lediglich die passenden Schraubendreher, ein Cent-Stück zum Entriegeln des Akkus und genügend Zeit und Geduld.
Natürlich können Sie bei der Erweiterung Ihres Notebooks ein wenig tricksen: Falls Ihnen beispielsweise die eingebaute Festplatte aus den Nähten platzt, ist die Anschaffung einer externen Platte mit USB- oder Firewire-Anschluss eine sinnvolle Alternative zum Festplattentausch. Und eine weniger zeitintensive obendrein.
Praxistipp: Falls Sie Macbook-Besitzer sind und wissen wollen, wie man den Arbeitsspeicher erweitert, sollten Sie mal den hierzu passenden Workshop lesen.
Welche Geräte lassen sich standardmäßig an einem Notebook anschließen?
Notebooks verfügen über eine Reihe von Schnittstellen, an denen sich diverse externe Geräte anschließen lassen. So können Sie am USB-Port fast alles mit dem Notebook verbinden: Drucker, Digitalkamera, USB-Stick, Maus, Scanner und vieles mehr.
Aber auch Audiogeräte wie Mikrofon und Lautsprecher bzw. Kopfhörer finden am Standard-Laptop den passenden Port. Nicht immer vorhanden, aber auch sehr sinnvoll ist der Firewire-Anschluss, an dem sich ein digitaler Camcorder, aber auch diverse Festplatten anschließen lassen.
Zu den drahtlosen Verbindungsmöglichkeiten zählen Wireless LAN (802.11) und Bluetooth, mit deren Hilfe Sie ins Internet gehen können, aber auch Handy, PDA und Maus mit dem Notebooks verbinden können. Mehr und mehr Notebooks sind auch mit ExpressCard-Schächten ausgestattet, in der schmale Erweiterungskarten Platz finden, an die sich beispielsweise eine schnelle Serial-ATA-Festplatte anschließen lässt. Aber auch ein UMTS-Modul findet auf diesem Weg seinen Platz im Notebook.


Pingback: Zehn wichtige Fragen und Antworten zu Notebooks | IT-techBLOG
Pingback: Das richtige Notebook für die Euro 08 | IT-techBLOG