WWDC-Keynote: Neues iPhone, neue Macbooks, neues OS

Gestern Abend, 19:00 Uhr unserer Zeit, war es also soweit: Apple in persona Phil Schiller (ohne Gastauftritt von Steve Jobs) präsentierte der anwesenden (Entwickler-)Schar die lang erwarteten Neuigkeiten aus dem Hause Cupertino. Dass es neben den spekulierten Ankündigungen in Sachen iPhone OS 3.0 und Snow Leopard auch im größeren Umfang um neue Hardware ging, überraschte schon ein wenig:

>> Den Anfang machte ein Upgrade der Macbook-Pro-Serie. Kaum zu erwarten war der SD-Speicherkartenslot, mit dem nun alle Alu-MPBs aufwarten. Auch einheitlich neu: der eingebaute Akku, der sich nur noch mit sehr viel Know-how und technischen Fertigkeiten austauschen lässt. Dafür verlängern sich die Akkulaufzeiten. Überrascht hat auch die Einführung eines Alu-Macbook-Pro mit 13-Zoll-Bildschirm, der wie alle anderen Displays auch hintergrundbeleuchtet ist. Und der Startpreis der MPB-Serie von 1.150 Euro für das 13-Zoll-Modell ist ebenfalls ganz hübsch.

>> Dann ging’s rüber zur Software, und zwar in Gestalt von Snow Leopard, auch bekannt unter Mac OS 10.6, also die nächste Betriebssystemversion aus dem Hause Apple. Die vielen neuen Funktionen wie Exchange-Support, verbesserter Finder, verschnellerter Safari und verhübschter Quicktime-Player will ich gar nicht genauer eingehen (Macbook-Pro-Serie).

Nein, wirklich bemerkenswert an Snow Leopard sind zwei Dinge: zum einen der Erscheinungstermin (September’09), also etwa einen Monat vor Erscheinen von Windows 7. Und zum anderen ist der Upgradepreis ein echter Knüller: laut Phil Schiller wird Mac OS 10.6 gerade mal 29 Dollar (= Euro?!) kosten. Die deutsche Pressemeldung hält sich in dieser Frage ein wenig bedeckter: „Details zum Preis werden zum Zeitpunkt der Markteinführung bekannt gegeben.“.

>> Auf das „große“ Betriebssystem folgte das „kleine“: Macbook-Pro-Serie. Mit mehr als 100 neuen Funktionen preist Apple das zu erwartende Major Upgrade wie auf dem Basar an: Ob Copy & Paste, Spotlight-Suche, Breitbildtastatur, Sprachmemos, MMS, Find-me-Funktion, Peer-to-Peer-Netzwerk oder verbesserte Kindersicherung – mit iPhone OS 3.0 kommen viele neue Dinge aufs Smartphone, auf die wir alle schon mehr oder weniger sehnsüchtig warten. Diese Warterei hat übrigens am 17. Juni ein Ende, dann lässt sich die 3.0er-Version via iTunes aufs iPhone laden.

>> Und, was gehört zu einer neuen Software?! Genau, die passende Hardware. Soll heißen: Ab dem 19. Juni 2009 gibt es das iPhone der dritten Generation zu kaufen. Die genaue Bezeichnung lautet Macbook-Pro-Serie, wobei „S“ für „Speed“, also Geschwindigkeit steht. Das bezieht sich wohl auf schnellere Ladezeiten der Software, auf schnellere Downloads (7,2, MBit/s im HSDPA-Modus anstatt 3,6 MBit/s) und auf schnellere (und vor allem bessere) Bilder, da die eingebaute Elektronik mit 3 Megapixel auflöst, einen Autofokus bietet und zudem Videoclips aufzeichnen kann. Aber auch die Akkulaufzeiten sollen verbessert worden sein. Wäre ja sehr schön!

Ach ja: Was das iPhone 3G S bei T-Mobile kosten wird, ist leider noch nicht ganz klar. Allerdings gibt es hierzu schon Macbook-Pro-Serie. Auch, was die Bestandskunden und deren vorzeitigen Umstieg betrifft. Na, wir werden ja sehen.

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