Wissenswerte Fakten zur iPhone-Firmware 2.0 [Upd]


Die Fimware 2.0 des iPhone im CheckSeit gestern läuft die Firmware 2.0 auf meinem iPhone, und dass ohne nennenswerte Probleme. Ok, der Upgrade-Prozess hat ziemlich lange gedauert (gefühlte zwei Stunden, es war aber wohl nur eine halbe), und beim Aktivieren hakte es auch kurz. Die iTunes-Verbindung zu Apple schien in diesem Moment nicht verfügbar zu sein.

Aber sonst: alles prima. Und da prangt er nun ganz prominent auf der Startseite des Apple-Handys als Zeichen der größten Veränderung: der App Store, mit man sich kostenlose und kostenpflichtige Tools und Programme auf sein iPhone laden kann. Ich finde übrigens einiges davon komplett überteuert. Oder wer will z.B. für Black Jack acht Euro ausgeben.

Nun, da hat uns Europäern Steve Jobs wieder einmal zuviel (resp. zu wenig) versprochen, als die Rede davon war, dass 90 Prozent aller Bezahl-Apps weniger als 10 Dollar kosten werden. Hallo, Cupertino, kennt ihr eigentlich den aktuellen Wechselkurs Euro/US-Dollar?!

Wie dem auch sei, erstens gibt sehr nette und nützliche Gratis-Tools im App Store, und zweitens hat sich mit der Firmware 2.0 auch noch so manch anderes getan. Unsere Highlights in chronologischer Reihenfolge:

Neu: die Suchfunktion im AdressbuchSuchfunktion im Adressbuch: Das sind gleich zwei Neuerungen in einem: Das Adressbuch ist ab sofort separat verfügbar (also ohne die Telefonanwendung drumherum), und zweitens kann man nach seinen Kontakten schnell und bequem suchen. Dies geschieht natürlich rekursiv, so dass man meist nur zwei oder drei Buchstaben eintippen muss, bis der gesuchte Name erscheint.

Warum Apple der iPhone-Software 2.0 allerdings keine globale Suchfunktion à la Spotlight spendiert hat, bleibt wohl deren Geheimnis.

Neu: Mehrere Kalender verwaltenMehrere Kalender: Endlich unterstützt das iPhone auch mehrere Kalender, so wie man diese in iCal auf dem Mac angelegt hat. Das erleichtert die Synchronisation der Termine und erlaubt ein Eintragen neuer Blind Dates direkt aus dem iPhone-Kalender in die richtige Sektion.

E-Mails blockweise löschen: Was habe ich schon geflucht, wenn ich wieder mal Dutzende vom Mails vom iPhone entfernen wollte: Finger über die Mail nach rechts wischen und Löschen bestätigen, Finger nach rechts, bestätigen, Finger nach rechts…

Neu: Mehrere E-Mails auf einmal löschenDamit ist jetzt Schluss. Man muss nur noch auf “Bearbeiten” tippen, und schon geht eine neue Spalte auf, in der jede angetippte E-Mail mit einem roten Häkchen angezeigt wird. Sehr Apple-mäßig wird die markierte Mail hellblau eingefärbt und das Löschsymbol zählt die ausgewählten Nachrichten mit. Dann noch ein Fingertipp auf “Löschen”, und schon landen alle Mails im Papierkorb.

Den kann man jetzt übrigens auch manuell löschen (bisher erfolgte dies automatisch nach einem festgelegten Zeitraum). Und dies geht sogar mit einzelnen, einigen oder allen Mails! Danke, Apple!

Wissenschaftlicher Taschenrechner: Der Rechenknecht des iPhone war bis dato ein echter Scherz. Man konnte nicht einmal Prozentrechnen betreiben. Doch auch dieser Unterfunktion hat sich Apple angenommen und hat einen wissenschaftlichen Rechner implementiert.

Neu: Der wissenschaftliche TaschenrechnerDoch wie passen die vielen notwendigen Tasten in das schlanke Hochkantformat des iPhone-Displays? Indem man das Apple-Handy einfach um 90 Grad dreht. Und schwupps, stehen Funktionen wie Wurzelrechnung, Quadratzahl, Potenzieren, Logarithmus, Cosinus, Sinus, Tangens und andere zur Verfügung.

Wirklich schade daran ist nur, dass die Zunahme an Rechenfunktionen mit einer extremen Miniaturisierung der Tasten einher geht. Schlankfinger so wie ich haben damit keine Problem, aber alle anderen?! Gut gemeint, nicht perfekt umgesetzt, Apple. Ihr hättet zum Beispiel die Ziffernanzeige schrumpfen können, dann wäre insgesamt mehr Platz für die Funktionstasten übrig geblieben.

Erweiterte Einstellungen: Es gibt jetzt einen eigenen Schalter für Ortungsdienste, der für diverse Anwendungen wie NetPics zum Einsatz kommen. Damit ist das iPhone per Wifi-, EDGE- und UMTS-Hotspots lokalisierbar. Und beim iPhone 3G natürlich auch per eingebautem GPS. Wer Big Brother nicht auf seinem Apple-Handy haben will, schaltet die Funktion einfach aus.

Neu: die KindersicherungHinter “Einschränkungen” befindet sich eine Kindersicherung, mit deren Hilfe der eigene Nachwuchs vom Benutzen ungewünschter Inhalte ferngehalten werden soll. Hierzu legt man zunächst einen vierstelligen Geheimcode fest (und das zweimal), um anschließend die Programme iPod, Safari, YouTube, iTunes und Software-Installation zu sperren.

Wünschenswert wäre das einfache Sperren bestimter Webseiten, aber das kommt vielleicht in einer nächsten Release.

Die Uhrzeit lässt sich mit der neuen Firmware 2.0 am iPhone sehr einfach eintragen: Anstatt mühsam die Stunde und Minuten einzustellen, reicht die Auswahl der jeweiligen Zeitzone, in der man sich gerade befindet. Falls das mal nicht ganz stimmen sollte (Stichwort: Sommerzeit), steht eine manuelle Einstellung immer noch zur Verfügung.

Neue Tastatur-EinstellungenAuch bei der Tastatur hat sich etwas getan: Ein Doppeltipp auf die Leertaste setzt hinter das Wort ein Punkt und fügt dahinter gleichzeitig ein Leerzeichen ein.

Im Abschnitt “Zurücksetzen” gibt es ebenfalls Neuheiten zu entdecken. So lässt sich mithilfe der Funktion “Inhalte & Einstellungen löschen” der gesamte Speicher rückstandsfrei eliminieren. Das ist besonders wichtig, wenn man sein iPhone schweren Herzens verkaufen oder verschenken will.

Aber auch der Punkt “Ortswarnhinweise zurücksetzen” ist neu. Damit kann der Warnhinweis reanimiert werden, der in Google Maps oder beim Fotografieren mit der Kamera erscheint. Dieser erkundigt sich danach, ob man das iPhone und dessen aktuellen Standort für die Ortungsdienste (siehe oben) freigeben will.

Neu: SIM-Kontakte importieren und separate KalenderDie neue Sektion “Mail, Kontake, Kalender” vereint alle drei Anwendungen und deren Einstellungen. Neu daran ist zum Beispiel der Import von SIM-Kartendaten. Das war auch dringend notwendig. Aber auch der Zeitzonen-Support und der Standardkalender sind neu hinzugekommen.

Apropos: Unter “Accounts” dieses Abschnitts gibt jetzt natürlich auch die Möglichkeit, Exchange- und MobileMe-Accounts einzurichten. Zu Exchange gehört übrigens auch die Einstellung “Neue Daten laden”, die sich in der Hauptsektion von “Einstellungen” befindet. Hierüber kann man festlegen, ob die Exchange-Daten permanent im Push-Verfahren auf dem iPhone landen, oder doch nur alle 15, 30 oder 60 Minuten. Aber ist das dann noch echtes Push-Mail?!

Unter “Safari” gibt es jetzt den Punkt “Entwickler”. Damit lässt sich der Debug-Modus von Safari einschalten. Dieser stellt einfach fest, ob sich auf der gerade besuchten Webseite Fehler im Code eingeschlichen haben.

Ach ja: Das GPS-Tracking mithilfe von Google Maps ist auch neu, nur das kann ich in Ermangelung eines iPhone 3G nicht ausprobieren.

Update: Eine versteckte, aber sehr nützliche Funktion habe ich gerade entdeckt: Das Erstellen von Bildschirmfotos geht jetzt ganz offiziell und ohne Jailbreak!

Update II: Eine weitere nützliche Funktion ist die Darstellung neu hinzugekommener Dateiformate, die sich via E-Mail-Anhang am iPhone darstellen lassen. Das betrifft vor allem Powerpoint-, Pages-, Numbers- und Keynote-Dokumente. Nett dabei ist übrigens das Darstellungsoption “horizontal” durch eine 90-Grad-Drehung des iPhone.

Update III: Bilder lassen sich direkt aus Mobile Safari in die Fotogallerie speichern und anschließend als Hintergrundbild einrichten, per E-Mail versenden oder einem Kontakt zuweisen… Nett!

Und hier nochmal alle Firmware-Bilder zum Angucken und Vergrößern:


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