Wireless surfen, drucken, telefonieren, streamen

Ich gebe es zu: ich mag kabellos! Ich kann gar nicht mehr glauben, dass ich einst bei Intel auf Messen und Veranstaltungen stunden- und tagelang mit den Kollegen viele Meter Ethernetkabel verlegt habe. Und wehe, die Verbindung kam nicht sofort zustande, dann begann nämlich die große Fehlersuche. Und dass dauerte dann nochmals viele sinnlose Stunden.

Aber das ist ja jetzt alles anders! Denn mit Wireless LAN wird die Installation eines Netzwerks, gerade für temporäre Zwecke wie Messen oder ähnliche Events zum Kinderspiel. Was man sonst noch alles mit drahtlosen Verbindungen machen kann, verrät meine ultimative Top 7 der Drahtlos-Anwendungen.

1. Weltweit surfen: Klar, drahtlos surfen steht bei vielen ganz oben auf der Liste der WLAN-Anwendungen. Überall, jederzeit und mit geringem Aufwand ins weltweite Netz rein – das ist die perfekte Computerfreiheit, von der wir alle immer geträumt haben. Ob auf dem Klo, auf der Terrasse oder im Schatten dicht bewachsener Kastanienbäume im Biergarten – WLAN gewährt mir den ortsunabhängigen Zugriff auf die Infos, die ich brauche.

2. Musik und Video streamen: In Zeiten ohne WLAN kam die Musik entweder vom Tonträger oder aus dem Radio. Heute ist das alles ein bisschen anders und auch einfacher. Denn was liegt näher, als die Tonnen von MP3-Musik oder DVD-Filmen vom eigenen PC per Drahtlosverbindung an die Hifi-Anlage oder auf den Fernseher zu übertragen und dann in bester Ton- und Bildqualität anzuhören respektive anzusehen.

Alles, was Sie hierzu brauchen, ist einer der vielen Mediareceiver, die per Funkverbindung die Audio- und Videodaten vom PC auf die Stereoanlage oder Fernseher streamen. Dabei sollten Sie tunlichst darauf achten, dass der Mediareceiver möglichst alle Audio- und Videoformate wie MP3, MPEG4, AAC, MPEG2, etc. unterstützt. Dann klappt’s auch mit dem multimedialen Streamen.

3. Unterwegs mailen: Erst vorgestern konnte ich mich auf der MacExpo höchstpersönlich davon überzeugen, was die mobile Arbeitsstation – sprich mein Notebook – in Verbindung mit einem funktionierenden Hotspot Wert ist.

Einfach nur das PowerBook aufgeklappt, das passende WLAN per SSID identifiziert, IP-Adresse empfangen, und schon stand die Internetverbindung. Dann musste ich nur noch Microsoft Entourage öffnen und konnte dann wie im Büro oder Zuhause meine E-Mails empfangen. Damit verpasse ich auf Reisen keine wichtigen Nachrichten. Und die unwichtigen kann ich gleich löschen.

4. Wireless drucken: Wie oft hab ich’s schon bereut, dass ich Zuhause für jeden einzelnen Ausdruck jedes Mal unseren HP-Drucker an mein Notebook per USB-Kabel anschließen muss. Dabei geht es doch viel einfacher: nämlich drahtlos.

Die Möglichkeiten sind recht vielfältig. Am unkompliziertesten erfolgt der drahtlose Druckerzugriff direkt über den WLAN-Router. Hierfür muss der Access Point lediglich mit einem USB-Port ausgestattet sein, der eine Printserver-Funktion zur Verfügung stellt.

Solch ein Wireless-Gerät ist beispielsweise die Fritz!Box WLAN 3070 von AVM. An diesen Anschluss müssen Sie lediglich den USB-Drucker anschließen, die passenden Treiber auf den Rechnern installieren, und schon steht die WLAN-Druckfunktion zur Verfügung.

Es geht aber auch komfortabler und anspruchsvoller, und zwar mithilfe eines WLAN-Printservers. Dieses kleine Kästchen wird am Drucker befestigt und steht als Netzwerkkomponente im WLAN zur Verfügung.

Allerdings unterstützen nicht alle Printserver alle Druckermodelle. Informieren Sie sich am besten vor dem Kauf über die Kompatibilität des Printservers mit Ihrem Drucker.

5. Via Internet telefonieren: Gerade Handytelefonate aus dem Ausland sind immer noch nicht gerade günstig, sodass drahtloses Telefonieren per SIP oder Skype eine echte Alternative sind.

Zwar ist hierfür zwingend ein Hotspot erforderlich, was allerdings angesichts der zunehmenden Dichte an öffentlichen Zugangspunkten immer einfacher wird. Dann steht dem kostengünstigen Anruf von unterwegs aus nichts mehr im Wege. Und mit einem Skype-Handy wie dem Netgear SPH101 stehen Ihnen mit einem Schlag rund 70 Millionen Gesprächsteilnehmer zur Verfügung – und das fast ganz kostenlos.

6. Daten teilen: Was für den integrierten Printerport gilt (siehe Top 4), lässt sich über einen eingebauten USB-Port für den Datenaustausch genauso sagen: Er ist praktisch und stellt auf einfachstem Weg eine gemeinsame Datenplattform zur Verfügung.

Es lässt sich nämlich eine Festplatte anschließen, auf die sämtliche WLAN-Clients zugreifen und dort ihre Daten zentral ablegen können. Das erleichtert vor allem die tägliche Datensicherung für das gesamte Netzwerk.

Übrigens: Der Vorteil gegenüber des einfachen Datasharing per Windows- und OS-X-Bordmitteln ist die ständige Verfügbarkeit des Daten, da WLAN-Router meist die ganze Zeit eingeschaltet sind.

7. Digitale Helferlein synchronisieren: Ob Palm-PDA oder Pocket-PC, viele der kleinen digitalen Organizer lassen sich mit der passenden Software drahtlos mit Windows- und Mac-Rechnern synchronisieren. Hierzu eignen sich sowohl WLAN- als auch Bluetooth-Anbindungen.

Weitere Infos:
Hotspots im Biergarten
Infos zum Mediareceiver von D-Link
Infos zur AVM Fritz!Box WLAN 3070
Hotspot-Liste
Infos zum Netgear Skype-Handy SPH101

Published by Michael Hülskötter

Ich bin Blogger, IT-Journalist, (Buch-)Autor, Videotrainer, Content Manager - und das alles in einer Person. Ich gehöre seit 1999 der schreibenden Zunft an, und es macht mir immer noch sehr viel Spaß. Lebe seit 1977 in München und habe drei wundervolle Kinder.

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