Zum ersten Mal in der langen Photoshop-Geschichte stellt Adobe eine Vorabversion der Profi-Bildbearbeitung ins Netz – für Windows und MacOS. Der Launch der Beta von Photoshop CS3 lässt sich jedoch vor allem als Signal für die Mac-User werten.
Grafiker und Fotografen waren von der Performance der Creative Suite 2 auf den neuen Intel-Macs nicht überzeugt. Zu recht: Die Performance unter dem Emulationsprogrammen Rosetta ließ häufig zu wünschen übrig. Dies soll sich ab Photoshop CS3 ändern. Als erstes Programm der Creative Suite von Adobe ist die Bildbearbeitung jetzt für Intel-Macs optimiert und läuft als Universal Binary sowohl mit PowerPCs als auch mit Intel Core.
Auch die Marketing-Abteilung von Apple dürfte sich über den Launch so kurz vor Weihnachten freuen . . .
Öffentlich ist die Beta von Photoshop CS3 jedoch nicht. Um sie nutzen zu können, benötigen Anwender eine gültige Seriennummer von Adobe Photoshop CS2, Adobe Creative Suite 2, Adobe Creative Suite Production Studio, Adobe Design Bundle, Adobe Web Bundle oder Adobe Video Bundle. Anwendern ohne gültige Seriennummer steht die Photoshop CS3 Beta nur für zwei Tage zur Verfügung. Für den Download ist zudem eine Registrierung bei Adobe nötig.
Die Betaversion soll laut Adobe bis zum Launch der finalen Version im Frühjahr gültig sein. Wann genau dies sein wird, hat der Hersteller nicht verraten. Jedoch steht ja im März die PMA in Las Vegas an. Das wäre doch mal ein netter Zeitpunkt . . .
Jetzt hier noch die wichtigsten Neuerungen – später gibt es dazu mehr.
- Verlustfreie Bildbearbeitung: Mit der Smart-Object-Technologie lassen sich jetzt auch Filter nach dem Speichern noch löschen oder ändern.
- Camera Raw 4 läuft mit der gleichen Engine wie Lightroom. Auch einzelne Filter zur Sättigung oder Belichtung wurden aus dem Raw-Workflow-Programm übernommen.
- Das Quick Selection Tool selektiert zusammenhängende Bildteile per Mausklick.
- Die Gradationskurve soll auch Einsteigern schmackhaft gemacht werden. So gibt es ab Photoshop CS3 Voreinstellungen sowie ein Histogramm, das die Tonwertverteilung des Ausgangsbildes zeigt.
- Den Quellbereich für den Kopierstempel zu treffen, war immer eine usmtändliche Angelegenheit. In CS3 lässt sich dieser genau festlegen – sogar mit nummerischen Werten.
- Die Device Central soll in der finalen Version Daten wie Bildschirmgröße und Farbtiefe von Handys und Smartphones liefern. Dadurch können sich Webdesigner sich schon in der Bildbearbeitung ein Bild davon machen, wie selbiges auf dem entsprechenden Display wirkt.
- Der Dateibrowser Bridge kommt jetzt in edlem Schwarz – und kann Bildausschnitte mit der Lupe heranzoomen, ohne dass erst das ganze Bild vergrößert werden muss. Auch die Gruppierung von Bildern im Browser ist möglich.
Und weil es so schön ist, gibt es hier gleich noch eine Liste – mit den Systemanforderungen.
Adobe Photoshop CS3 Beta für MacOS:
- Mac OS X 10.4.8 bis 10.5
- 1 GHz PowerPC G4 oder G5 Prozessor, Intel-basierte Macintosh-Systeme
- mind 512 RAM
Adobe Photoshop CS3 Beta für Windows:
- Intel Xeon, Xeon Dual, Centrino oder Pentium 4 Prozessor
- Microsoft Windows XP mit Service Pack 2 oder höher, Microsoft Windows Vista
- mind. 512 RAM
Achja – und der Link zum Download:
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