Zwei Herzen schlagen in meiner Brust: Eines folgt dem Rhythmus des Mac, das andere pocht im Windows-Takt. Apple-affin bin ich vor allem tagsüber bei den alltäglichen Arbeiten wie E-Mails schreiben und empfangen, im Internet recherchieren, Beiträge vorab in Pages verfassen, Präsentationen mit Keynote erstellen und vieles mehr. Dazu zählen aber auch so intuitive Anwendungen wie iTunes, EyeTV, iPhoto, und, und, und …
Aber ich bewege mich auch in der Vista- und XP-Welt, denn dort tummeln sich unsere Kunden, dort findet bevorzugt das IT-Leben statt. Jetzt ist es aber so, dass ich zwar einen schnellen Apple-Rechner besitze, aber leider nur ein eher lahmes Windows-Notebook. Aber für ein paar Windows-Aufgaben gleich einen neuen Rechner kaufen?! Das muss ja nicht sein, wozu gibt es schließlich Virtualisierungssoftware für den Mac wie VMWare Fusion oder Parallel Desktop.
[Update] Nicht nur Windows Vista lässt sich virtualisieren, sondern auch dessen designierter Nachfolger Windows 7. Die Beta hab’ ich mal spaßeshalber auf meinem Macbook Pro mittels VMware Fusio aufgespielt. Fazit: Installation und erste Eindrücke können sich durchaus sehen lassen. [/Update]
Daher habe ich Fusion auf meinem Macbook Pro installiert, um dort Windows Vista aufzuspielen. Das hat auch ganz gut geklappt (einen Bericht dazu gibt es später auf diesem Sender), aber es gab einen echten Hemmschuh: Den verbauten Arbeitsspeicher von zwei Gigabyte. Für den herkömmlichen OS-X-Job ist das ja ausreichend, wenn aber ein Windows-System wie Vista parallel laufen soll, sind vier Gigabyte unerlässlich – falls der Rechner nicht komplett in die Knie gehen soll.
Also habe ich letzte Woche vier Gigabyte RAM bestellt, die prompt am Freitag kamen und gestern ihrer Bestimmung zugeführt wurden. Mein Sohn Paul fand das ziemlich komisch, dass ich nahezu den kompletten Laptop aufschrauben musste, und das fand ich auch. Denn im Gegensatz zu der recht einfachen RAM-Erweiterung meines vorherigen Rechners, dem Macbook, gestaltet sich bei den neuen Apple-Mobilrechnern der Austausch von Speicherriegeln ganz schön umständlich.
Zunächst muss man die Schutzklappe an der Rückseite entriegeln, diese entfernen und dann den Akku herausnehmen (ziehen Sie vorher sicherheitshalber den Strom ab, schließen sie das Book und legen es mit der Oberseite auf einen Tisch). Das ist ja noch trivial.
Anschließend brauchen Sie einen sehr feinen Kreuzschlitz-Schraubendreher, mit dem Sie die Festplattenhalterung lösen. Dann lässt sich diese entfernen und die Festplatte an der Plastiklasche vorsichtig herausnehmen. Dabei müssen Sie sehr aufpassen, dass Sie nicht gleich das ganze Festplattenkabel mit herausreißen.
So weit, so gut. Nun aber kommt es dicke, denn um den Rückseitenrand herum sind acht Schräubchen verteilt, die Sie allesamt lösen und entfernen müssen. Erst dann lässt sich der Schutzdeckel vom Gehäuse abnehmen, der die gesamte Elektronik und auch den RAM-Slot freigibt. Die auszutauschenden Speicherriegel können übrigens durch ein seitliches Entriegeln relativ einfach entnommen werden. Erden Sie sich auf jeden Fall vorher, indem Sie einen Heizkörper, eine Wand oder ähnliches berühren, um den empfindlichen Teilen keinen elektrostatischen Schock zu verpassen.
Nehmen Sie dann die neuen Arbeitsspeicher aus der Antistatikhülle, führen Sie den Speicher vorsichtig in die Halterung ein (achten Sie dabei auf die Kerbe), verriegeln sie den RAM gut und schrauben Sie den Deckel wieder fest.
Dann noch die Festplatte einbauen, den Akku ebenfalls und mit viel Gefühl den Deckel wieder aufsetzen. Achten Sie jeweils dabei auf den Riegel, der senkrecht in die Luft zeigen muss. Drücken Sie diesen am Schluss wieder nach unten, damit der schmale Gehäusedeckel gut verschließt.
Voilà! Schalten Sie jetzt den Mac wieder an und klicken Sie links oben auf das Apfelsymbol und auf “Über diesen Mac”, um sich das erfolgreiche Upgrade anzeigen zu lassen. Und wie gesagt, die Vorzüge der Virtualisierung werden Sie hier sehr bald kennenlernen.
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