HD-Daten per Powerline-Technik über die Stromleitung transferieren – so geht’s

Der eine Teile meines Stromnetz-Setups: Media Router und Powerline-Adapter von ZyXEL

Vor ein paar Tagen habe ich via Facebook entdeckt, dass die Firma ZyXEL Tester für diverse Komponenten sucht. Und da ich aus historischen Gründen immer noch ganz gute Kontakte dorthin habe, dauerte es gar nicht lange, bis ein hübsches, kompaktes Paket bei mir auftauchte, in dem sich zwei Powerline-kompatible Adapter und ein Multimedia-WLAN-Router befanden.

Genauer gesagt handelt es sich dabei um die Modelle ZyXEL HD Powerline Adapter mit der Modellbezeichnung PLA5205 und dem Media Router N750 (NBG5615). Beide Komponenten weisen unter anderem folgende Eigenschaften auf:

HD Powerline Adapter PLA5205

  • maximale Datentransferrate: 600 MBit/s
  • ein Gigabit-Ethernet-Anschluss
  • drei Leuchtdioden (Strom an/aus, Powerline- und Ethernet-Verbindung)
  • zwei Schalter (Datenverbindung/-verschlüsselung, Reset)

Media Router N750 (NBG5615)

  •  Dual-Band-Router (2,4 GHz und 5 GHz)
  • vier Gigabit-Ethernet-Anschlüsse
  • zwei Schalter für Strom und WLAN-Modul
  • WAN-Anschluss für externes DSL-Modem
  • zwei USB-Anschlüsse für separaten Drucker und Speichermedien wie Festplatte, USB-Stick, Digitalkamera, etc.

I. Das Powerline-Media-Router-Streaming-Setup

Für den ultimativen Powerline-Videostreaming-Test kam folgendes Setup zum Einsatz:

  • Zwei Powerline-Adapter. Einer davon befand sich neben mir auf dem Schreibtisch, verbunden per Ethernet mit meinem Windows-8-Tablet von Acer, der zweite auf demselben Stockwerk, allerdings zwei Räume weiter. Beide Stromadapter waren mit einer Mehrfachsteckdose verbunden, was ZyXEL zwar nicht empfiehlt, was aber trotzdem funktioniert. Allerdings leidet die maximale Datenrate unter diesem Umstand. Daher: Für Höchsttempi die PLA 5202 am besten direkt an die Steckdose ran.
  • Der Media-Router: diesen habe ich per Gigabit-Ethernet mit dem zweiten Powerline-Adapter verbunden. Für die Datentransfers habe ich meine schicke, silberfarbene, externe Festplatte an einem der beiden USB-Anschlüsse angesteckt. Möglicherweise werden nicht alle Festplatten unterstützt, vor allem die ohne eigene Stromversorgung nicht, da die USB-Ports des ZyXEL-Routers nicht ausreichend Strom liefern.

II. Das Einrichten des Stromnetzwerks

Sobald alle drei Lämpchen am PLA 5202 grün leuchten, weiß man: alles gut!
Sobald alle drei Lämpchen am PLA 5202 grün leuchten, weiß man: alles gut!

Für das Verbinden zweier Ethernet-Komponenten (in meinem Testfall war das der Windows-8-Tablet-PC und der ZyXEL Media-Router) über das Stromnetz habe ich folgende Schritt durchgeführt:

1. An Adapter 1 habe ich via Ethernetkabel den Tablet-PC angeschlossen, den Adapter selbst mit der Steckdose verbunden. Es sollten die obere und untere LED (Strom und Ethernet aufleuchten).

2. An Adapter 2 habe ich den Router via Ethernetkabel gehängt, an diesen die Festplatte und den PAL 5202 habe ich mit einer Steckdose im übernächsten Raum verbunden. Auch hier sollten beide Lämpchen grün leuchten.

3. Dann habe ich den Encrypt-Taste kurz gedrückt, der sich an der Seite des Powerline-Adapters befindet. Und zwar so lange, bis das Power-LED zu blinken beginnt, was darauf hinweist, dass der PLA auf einen zweiten Stromadapter wartet.

4. Mit dem zweiten PLA 2505 bin ich genauso verfahren. Als die Verbindung zwischen beiden Adaptern hergestellt war, leuchteten beide mittlere Lämpchen grün, was auf eine sehr gute und schnelle Verbindung hinweist.

That’s it. Jetzt kommt die Netzwerkverbindung an die Reihe, damit dem Multimediastreaming nichts mehr im Wege steht.

III. Netzwerkverbindung zwischen Windows-8-PC und Media Router herstellen

1. Auf dem ZyXEL-Router einloggen (IP = 192.168.1.1, Kennwort: 1234) und als erstes das Router-Kennwort ändern.

2. Auf der Startseite des Media Routers auf „Expertenmodus“ klicken.

3. Auf die zwei Zahnräder klicken und dort auf das Pluszeichen vor „Verwaltung“ klicken.

4. Auf „USB-Medienfreigabe“ klicken.

5. „DLNA“ aktivieren. Das erleichtert den späteren Zugriff auf den WLAN-Router und alle Medientypen für beide USB-Anschlüsse freigeben (falls gewünscht). Auf „Übernehmen“ klicken.

ZyXEL Router einrichten - DLNA
ZyXEL Router einrichten – DLNA

6. Zum Reiter „Samba“ wechseln, dort ein Häkchen vor „Samba aktiveren“ setzen, einen Namen vergeben, die Arbeitsgruppe am besten auf WORKGROUP lassen und eine Beschreibung eintragen.

7. Den USB-Zugriff auf lesend und schreibend ändern.

8. Einen oder mehrere User-Accounts inkl. Name und Kennwort für beide USB-Anschlüsse einrichten.

ZyXEL Router einrichten - Samba
ZyXEL Router einrichten – Samba

9. Auf „Übernehmen“ klicken und vom Router abmelden.

IV. Medienwiedergabe via Stromleitung

Um auf dem Windows-8-Rechner beispielsweise ein Video wiederzugeben, das sich auf der externen Festplatte des ZyXEL Media Routers befindet, bin ich wie folgt vorgegangen:

1. Ich habe die Video-App von Windows 8 gestartet, habe per vertikaler Wischbewegung die untere Menüleiste geöffnet und auf „Datei öffnen“ getippt.

2. Ein Fingertipp auf „Dateien“ öffnet ein Drop-down-Menü, aus dem ich die Option „Netzwerk“ ausgewählt habe. Dort habe ich den Namen des Mediaservers (siehe Schritt III.6) wie folgt eingetragen: zyxelusb1-3. (Danke übriges an die Jungs Tippscout, die mich daran erinnert haben, wie man den Backslash „“ auf einem Mac erzeugt).

Unter Windows 8 eine Netzwerkverbindung herstellen
Unter Windows 8 eine Netzwerkverbindung herstellen

3. Ein weiterer Fingertipp auf „Gehe zu“ brachte sämtliche Inhalte zutage, nachdem ich Name und Kennwort eingetragen hatte, die ich unter Schritt III.8 vergeben habe. Und was habe ich da als erstes gestartet: genau, einen meiner absoluten Lieblingsfilme: Soul Kitchen.

Tja, und was soll ich sagen: die Videowiedergabe klappte vorzüglich, selbst wenn das Video nicht in HD kodiert ist und damit ein 600-Mbit-Netz nicht wirklich vor eine echte Herausforderung stellt.

Fazit: einfaches Setup, großes Wirkung

Die Datenübertragung via Stromnetz ist immer dann eine gute Alternative, wenn beispielsweise die WLAN-Reichweite nicht ausreicht oder hohe Datenraten erforderlich sind. Und mit dem Set von ZyXEL, das aus zwei PAL 5202 besteht und beispielsweise bei Amazon für gut 76 Euro zu haben ist, gelingt selbst das Aufsetzen solch einer Verbindung zwischen PC und Router mit wenig Aufwand.  Natürlich sind auch andere Szenarien denkbar.

Howto: Fritzbox 7390 als DECT-Station für GAP-kompatible Drahtlostelefone einrichten

Fritzbox Fon WLAN 7390 als DECT-Station einrichten
Fritzbox Fon WLAN 7390 als DECT-Station einrichten

Am Samstag war ich mit meinem Großen in einem der hiesigen Saturn-Märkte. Er wollte ein wenig Geld ausgeben, und ich war eigentlich nur dabei. Bis ich dieses Superschnäppchen entdeckt habe: ein schnurloses DECT-Telefon der Telekom namens Sinus 206 (lustigerweise kostete das Teil im Laden 10 Euro weniger als auf saturn.de, wie eine schnelle Recherche ergab).

Bis dato besaß ich nämlich nur ein ziemlich veraltetes Analogtelefongerät, das nicht einmal den GAP-Standard unterstützt. Folge: es ließ sich nicht drahtlos via DECT mit meiner Fritzbox 7390 verbinden. Was ich stets sehr bedauerte.

Da dieser Umstand nun endlich behoben ist, möchte ich euch nicht vorenthalten, wie man sein GAP-taugliches DECT-Telefon mit jeder kompatiblen Fritzbox (wie der 7390) mit wenig Aufwand verbindet.

1. Öffne deinen Lieblings-Webbrowser, gib die lokale Webadresse fritz.box ein und melde dich mit deinem Kennwort an.

2. Klicke innerhalb der Übersicht auf den Eintrag „DECT“, setze ein Häkchen vor „DECT aktiv“ und klicke auf „Übernehmen“.

Tipp: Wenn das DECT-Telefon den Eco-Modus unterstützt sollte man ihn unbedingt aktivieren. Das reduziert nämlich die Strahlenbelastung. Das gilt auch für die Reduzierung der DECT-Funkleistung, was allerdings bei einer zu großen Entfernung zwischen Fritzbox und DECT-Telefon zu Verbindungsproblemen führen kann.

3. Falls noch kein DECT-Telefon eingerichtet ist (und davon gehe ich einfach mal aus), erscheint ein passender Hinweis, dass man diesen Umstand per Mausklick auf OK beheben kann. Tue dies bitte!

4. Es erscheint eine Anleitung, was für das Verbinden des DECT-Telefons und der Fritzbox zu erledigen ist. Erledige dies bitte!

5. Sobald das Mobiltelefon nach der Basisstation sucht, drücke die DECT-Taste auf der Fritzbox, bis die INFO-Taste blinkt. Das führt dazu, dass sich beide Geräte finden.

6. Klicke innerhalb des noch offenen Fritzbox-Fensters auf „Weiter“. Das startet den Anmeldeprozess, womit das DECT-Telefonat mit der Fritzbox verbunden wird. Sobald das geschehen ist, wird dies optisch durch das Telefonklingeln bestätigt.

7. Falls mehrere Telefonnummern in der Fritzbox hinterlegt sind, wähle die für das DECT-Telefon passende aus und bestätige, dass das Telefon alle eingehenden Anrufe annehmen kann.

8. Ein abschließender Mausklick auf „Übernehmen“ schließt die Prozedur ab.

9. Ein erstes Telefonat über die Fritzbox als DECT-Telefonanlage bringt Gewissheit, ob das Setup von Erfolg gekrönt war – oder nicht. In diesem Fall solltest du bei Schritt (2) noch einmal anfangen.

Ach ja: Falls ihr noch wissen wollt, wir die iCloud- oder Google-Kontakte auf der Fritzbox landen, solltet ihr diesen Beitrag lesen, der genau erklärt, wie das funktioniert.


Und, habt ihr weitere Fragen zur Fritzbox? Dann stellt mir sie doch, und zwar mithilfe meiner Kanäle auf Twitter, Facebook, Xing oder Google+.

So geht’s: Youtube-Musikvideos mit Gitarre, iPad und Macbook Air produzieren

In Verbindung mit einem Poppschutz klingt das Meteor Mic bei Gesangsaufnahmen eine Klasse besser

Heute hab ich’s tatsächlich getan: nach langem Hin und her habe ich mein erstes Musikvideo auf Youtube gepackt. Also nicht eines von diesen „ganz lustigen“, sondern etwas eher Ernsthaftes. Mit kulturellem Hintergrund, und so (den Jüngeren unter euch wird der Name Hannes Wader womöglich nichts sagen, darum habe ich mal ein schönes Interview mit ihm verlinkt).

Zwar habe ich zum Thema „Das iPad als digitales Tonstudio“ schon mal eine Trilogie verfasst (Teil 1, Teil 2 und Teil 3), aber erstens ist das schon ein wenig her, und zweitens ist das Erstellen eines Musikvideos noch mal eine andere Kiste als ein digitales Audiostück. Daher kommt hier der ultimative Workshop, wie das ganze mit Kamera für Youtube funktioniert. Und los geht’s.

Diese Zutaten sind erforderlich

Natürlich gibt es viele Wege zum eigenen Musikvideo, daher will ich einfach mal auflisten, welche Zutaten für meinen ersten Audioclip zum Einsatz kamen:

  • Mit einem lichtstarken Objektiv gelingen vor allem Innenaufnahmen ohne großes Rauschen
    Mit einem lichtstarken Objektiv gelingen vor allem Innenaufnahmen ohne großes Rauschen

    Die digitale Spiegelreflexkamera Kamera stammt von Canon, nennt sich EOS 700D, und ist für diese Zwecke sehr gut zu gebrauchen. Am Body befindet sich ein lichtstarkes Objektiv, ebenfalls der Marke Canon.

    Dabei handelt es zwar um ein 50-mm-Brennfestweiten-Objektiv, was das Finden der richtigen Aufstellposition zwar ein wenig kniffliger macht, dafür benötigt man keine grelle Lampe, um in diesen tageslichtarmen Zeiten für die entsprechende Beleuchtung zu sorgen. Eine kleine Steh- und Tischlampe reichen da völlig aus. Also, zumindest für meine Zwecke.

  • Die Kamera habe ich auf einem Stativ befestigt, und auf der Kamera selbst ein Richtmikrofon von Sennheiser. Dieses ist allerdings gar nicht erforderlich, da ich die Tonaufnahme mit dem iPad aufzeichne. Dazu später aber noch mehr.
  • Auf meinem iPad ist eine Aufnahme-App installiert, die sich StudioTrack nennt und die sogar Mehrspurtonaufnahmen erlaubt. Für meinen Zweck ist allerdings ein Track völlig ausreichend.
  • In Verbindung mit einem Popschutz klingt das Meteor Mic bei Gesangsaufnahmen eine Klasse besser.
  • In Verbindung mit einem Poppschutz klingt das Meteor Mic bei Gesangsaufnahmen eine Klasse besserAls externes Mikrofon benutze ich das wirklich sehr gute Meteor Mic, das sogar mit einem Schraubgewinde ausgestattet ist, an dem sich beispielsweise ein Mikrofonständer befestigen lässt. So nutze ich das Teil zumindest, wie man meinem Videoclip gut entnehmen kann. Dafür habe ich noch einen Pop- respektive Windschutz vor dem Mikro platziert, was unangenehme Störgeräusche filtern soll, die schon mal beim Singen entstehen.
  • Das Mikro ist via USB-Kabel mit dem iPad verbunden, was allerdings nur möglich ist, wenn man sich einen Apple iPad Camera Connection Kit für 29 Euro besorgt. Dann klappt es auch mit der Verbindung USB-Kabel-iPad.
  • Für das Schneiden und Hochladen des Videos kam mein Macbook Air zum Einsatz, auf dem sich – wie auf jedem Mac – das sehr gute, wenngleich auch technisch limitierte Videoschnittprogramm iMovie befindet. Das hat mir bereits in der Vergangenheit gute Dienste geleistet. 

So funktioniert die Aufnahme

Das Schwierigste an der ganzen Geschichte war das Finden der richtige Kameraposition. Denn ich wollte natürlich, dass sowohl ich als auch die Gitarre gut zu sehen sind. Das hat mich zwar ein wenig Zeit gekostet, aber am Schluss hat’s dann ganz gut funktioniert. Das Scharfstellen des Objektivs ist so ganz ohne Unterstützung auch eine diffizile Sache, aber auch das habe ich einigermaßen hingekommen, wenngleich mich im Nachhinein das Gefühl beschlich, dass ich selbst etwas unscharf, dafür ist das Mikro voll im Fokus!

Das externe Mikrofon habe ich etwa auf Höhe des Mundes platziert, sodass die Gitarre bei der Aufnahme auch gut zu hören ist. Natürlich könnte ich Gitarre und Gesang auch separat aufnehmen und dann zusammen mischen, aber ich will das Video ja nicht verkaufen.

StudioTrack
Mit der iPad-App StudioTrack lassen sich sogar mehrspurige Tonaufnahmen erstellen

Als dann: StudioTrack starten, und mit einem Fingertipp auf das große Plus-Zeichen öffnet sich eine neue Aufnahmeumgebung. Es wird automatisch eine erste Spur angelegt, was für meine Zwecke ausreichend ist.

Ein weiterer Fingertipp auf die Schaltfläche Rec Arm bringt ein rotes Licht zum leuchten, gleichzeitig erscheint in der linken unteren Ecke Slide to Record. Sobald man diese interaktive Schaltfläche nach rechtes schieb, beginnt die Aufnahme. Natürlich muss man zuvor die Videoaufnahme an der Kamera gestartet haben. Sobald die Aufnahme fertig ist, tippt man auf Stopp Recording.

Abschließend habe ich mithilfe des „Drehknopfs“ Reverb die Aufnahme noch mit einem Hall-Effekt versehen. Dabei sollte man es allerdings nicht übertreiben, andernfalls klingt es ganz schnell nach Kirchenmusik.

Nach der Aufnahme geht’s an den Videoschnitt

Sobald ich die Videoaufnahme gestoppt hatte, konnte ich das Rohmaterial auf das Macbook laden. Hierzu habe ich die SD-Karte aus der Kamera genommen, in den SD-Kartenslot des Rechners geschoben, den Finder geöffnet und das Video per Drag&Drop in die Ereignis-Mediathek von iMovie geladen, das ich zuvor geöffnet hatte.

Beim Musik-Videoschnitt kommt es vor allem auf den Austausch der Audiospur an
Beim Musik-Videoschnitt kommt es vor allem auf den Austausch der Audiospur an

Anschließend habe ich den Teil der Videoaufnahme mit der Maus markiert, die für den Videomusikclip infrage kommt. Dieser kommt in den oberen Bereich von iMovie, der sich Projekt-Mediathek nennt.

Dort muss allerdings zunächst ein neues Projekt angelegt werden. Dabei sollte man auf das richtige Darstellungsformat achten: wenn man also mit der Kamera im 16:9-Format aufnimmt, sollte das Videoprojekt dasselbe Format aufweisen.

Für das Transferieren der Audioaufnahme benötigt man iTunes und eine funktionierende USB- oder WLAN-Verbindung zwischen iPad und Mac. Sobald diese besteht, klickt man auf die iPad-Schaltfläche, verzweigt in die Sektion Apps und sucht unter Dateifreigabe nach dem StudioTrack-Eintrag. Dort kann man den iPad-Ordner Sessions auf dem Mac speichern. Darin befindet sich die Tonaufnahme, die im WAVE-Format vorliegt.

Sobald das Musikvideo richtig geschnitten ist, geht es mit ein wenig Fingerspitzengefühl darum, die vorhandene Tonspur der Videoaufnahme durch die iPad-Audioaufnahme zu ersetzen. Hierzu markiert man den Videoclip innerhalb der Projekt-Mediathek von iMovie mit der Maus und macht die Audiospur mithilfe des Menübefehls Clip | Audio trennen sichtbar. Sobald man auf diese Tonspur klickt, kann man sie einfach entfernen. Anschließend kopiert man die WAVE-Audiodatei der iPad-Aufnahme per Drag&Drop unter den Videoclip. Mit etwas Verschiebetechnik muss dann dann noch Video und Audio synchronisieren. Aber das ist kein Hexenwerk.

Abschließend kann man noch einen Vor- und Abspann in das Video einbauen und ganz nach Lust und Laune die Übergänge mit passenden Effekten versehen. Fertig ist der eigene Videomusikclip.

So kommt das Musikvideo auf Youtube

Video auf Youtube hochladen
Mit wenigen Mausklicks lässt sich Video auf Youtube hochladen

Wenn man wie ich will, dass das Video die ganze Welt zu sehen bekommt, sollte es noch auf Youtube hochgeladen werden. Hierzu braucht man ein Google-Konto.

Sobald man das besitzt, kann direkt aus iMovie heraus mithilfe des Menübefehls Bereitstellen | Youtube das Video auf die Videoplattform hochladen. Vor dem Upload sollte man unbedingt den Haken vor Film als privat festlegen entfernen. Andernfalls können es nur Leute sehen, die den Youtube-Link kennen. Und wenn man das eigene Video noch ein wenig promoten will, leisten die sozialen Dienste Facebook & Co. gute Dienste.

Windows 8: So leitet man seine POP3- und IMAP-Mailkonten auf die Mail-App um

Eigene E-Mail-Konten auf Outlook.com umleitenIch habe mich im Zuge meines Windows-8-Tablet-Buchs schon ein wenig darüber gewundert, warum die Mail-App keine anderen E-Mail-Konten als Hotmail/Outlook.com, Google Mail und Outlook Exchange zulässt. Und wenn man die Kritiken zu Windows 8 liest, ist es die am meist vorgebrachte Beschwerde, warum sich denn anderen POP3- und IMAP-Mailkonten nicht mit der Mail-Metro-App von Windows 8 verbinden lassen.

Aber heute, heute ist alles wieder gut! Na ja, zumindest fast. Denn heute habe ich einen Weg gefunden, wie ich meine IMAP-E-Mails mit geringem Aufwand auf meinem Windows-8-Tablet empfangen kann – und die sich von dort aus auch versenden lassen:

1. Meldet euch auf Windows Live mit eurer Live-ID an und verzweigt dann in die Outlook-Optionen.

2. Dort seht ihr unter Konto verwalten die Option Ihre E-Mail-Konten. Mit dieser Funktion könnt ihr jedes beliebige E-Mail-Konto auf Outlook umleiten.

3. Um ein Mailkonto auf Outlook.com einzurichten, einfach auf Konto zum Senden und Empfangen hinzufügen klicken oder tippen.

4. Es öffnet sich ein neues Fenster, in dem ihr euer POP- oder IMAP-Mail-Konto einrichten könnt. Hierzu auf Erweiterte Optionen klicken.

5. Tragt eure relevanten Mailkonto-Daten ein. Dazu gehört die Mail-Adresse, euer Mail-Account-Name, das zugehörige Kennwort, sowie die URL des Postausgangsservers. Unter Anschluss legt ihr fest, ob es sich dabei um einen POP3-Account (110) oder ein IMAP-Konto (995) handelt. Entscheidet euch dann noch dafür, ob die Verbindung SSL unterstützt und ob eine Kopie auf dem Mailserver verbleiben soll (was ich unbedingt empfehle!).

6. Ein Mausklick auf Weiter richtet euer Mailkonto unter Hotmail ein. Jetzt könnt ihr noch festlegen, unter welcher Bezeichnung euer POP3- oder IMAP-Konto innerhalb der Mail-App von Windows 8 erscheinen soll. Ich empfehle den Domain-Namen in dieser Bezeichnung zu verwenden. Die farbige Markierung neuer Mails in Hotmail ist für die Windows-8-Mail-App natürlich irrelevant. Ein Tipp auf Speichern sichert die Einstellungen.

Tipp: Ihr könnt zwar sofort neue E-Mails via Outlook.com über euren Account empfangen, verschicken funktioniert allerdings noch nicht. Hierfür müsst ihr auf den Aktivierungslink klicken oder tippen, den ihr an eure E-Mail-Adresse geschickt bekommt. Der landete bei mir übrigens im Spam-Ordner!

Tipp: Falls ihr innerhalb der Mail-App von Windows 8 bereits ein Hotmail-Konto eingerichtet habt (das geschieht ja einfach über eure Windows-Live-ID), tauchen die umgeleiteten E-Mails automatisch innerhalb des Hotmail-Ordners unter dem in Schritt 6 vergebenen Ordnernamen auf. Und falls ihr noch keine Hotmail-Konto eingerichtet habt, öffnet ihr die rechte Funktionsleiste, tippt auf Einstellungen, Konten, Konto hinzufügen, Hotmail und tragt eure Windows-Live-ID samt Kennwort ein.

Windows 8: So kommen die digitalen Bilder von der Kamera auf das Tablet

Was war das früher unter Windows für eine Mühsal, Bilder von der digitalen Kamera auf den PC zu laden. Zum Glück ist das mit Windows 8 gar kein Problem mehr, denn in 9 Schritten landen die Fotos von der Digitalkamera dort, wo sie hin sollen: auf dem Tablet-PC. Und so geht’s:

1. Foto-App per Fingertipp starten.

2. Kamera anschalten, via USB mit Tablet-Rechner verbinden, was am Bildschirm eine Meldung auslöst, die das Kameramodell bezeichnet und darüber Auskunft gibt, man soll doch Tippen [auf den Bildschirm, die Red.], um eine Aktion für das angeschlossen Gerät auszuwählen.

3. Meldung ignorieren und die untere Funktionsleiste der Foto-App per zugehöriger Geste öffnen.

4. Auf die Funktion Importieren tippen und per Fingertipp das Kamerasymbol auswählen.

5. Es öffnet sich ein neues Fenster, das sämtliche Bilder und Videos anzeigt, die sich auf der Speicherkarte der Kamera befinden. Standardmäßig sind alle Bilder für den Import markiert.

Tipp 1: Links unten wird ein Ordner inklusive Name vorgeschlagen, in den die Bilder kopiert werden sollen. Mit einem Fingertipp auf den Namen können Sie diesen neu benennen. Allerdings ist die Namenskonvention JAHR-MONAT-TAG ganz praktisch.

6. Tippen Sie auf alle Bilder, die Sie NICHT importieren wollen. Von denen wird die farbige Umrandung und das Häkchen entfernt.

Tipp 2: Falls Sie nur ein, zwei Bilder importieren wollen, tippen Sie zunächst auf Auswahl aufheben und dann auf die Fotos, die Sie auf den Tablet kopieren wollen.

7. Tippen Sie auf Importieren, und die markierten Bilder werden auf das Tablet kopiert.

8. Tippen Sie auf Album öffnen, um direkt zu den importierten Bildern zu verzweigen.

9. Tippen Sie auf das Foto, das Sie im Großformat ansehen, Löschen oder gar als App-Hintergrund, App-Kachelbild oder für den Sperrbildschirm einrichten wollen.


Zu Schritt 3


zu Schritt 3


zu Schritt 4


zu Tipp 2


zu Schritt 9

Workshop: Per Bildcode und Finger in Windows-8-Tablets einloggen

Wie ich gestern ziemlich euphorisch via Twitter verkündet habe, kann man sich in Windows-8-Tablets komfortabel mit genau drei Fingerbewegungen per Windows-Live-ID einloggen. Wie das funktioniert, erklärt der folgende Beitrag.

1. Per Vom-rechten-Bildschirmrand-zur-Mitte-Wischbewegung ruft ihr die rechte Taskleiste auf, wo ihr auf „Weitere PC-Einstellungen“ tippt.

2. Tippt auf „Benutzer“, und dort öffnet ihr per Fingertipp die Funktion „Bildcode erstellen“.

3. Es erscheint ein Willkommens-Bildschirm, der erklärt, wie die Funktion „Bildcode“ funktioniert. Ein Tipp auf „Bild auswählen“ öffnet die Foto-App.

4. Im Grund kommt jedes Bild in frage, um einen Bildcode zu erstellen. Am besten sind Bilder mit klaren Konturen, die ihr mit dem Finger nachziehen könnt. Damit kann man sich den Code besser merken.

5. In insgesamt sechs Schritten legt man einen individuellen Code fest, indem man mit dem Finger Linien, Kreise und Punkte auf dem Tochscreen „erstellt“, und das zweimal, da die gezeichnete Geste bestätigt werden muss.

6. Der Bildcode lässt sich wieder ändern und löschen. Und falls man beim Einloggen den Code nicht parat hat, kann man sich auch per Live-ID-Kennwort anmelden.

Gestensteuerung unter Windows 8: mit diesen Wischbewegungen werden Tablets gesteuert

Durch die Wischgeste vom rechten Bildschirmrand des Tablet-PCs zur Display-Mitte erscheint die rechte Menüleiste
Durch die Wischgeste vom rechten Bildschirmrand des Tablet-PCs zur Display-Mitte erscheint die rechte Menüleiste

Erst gestern habe ich nach einem anfänglichen Irrtum meinerseits auf die Möglichkeit hingewiesen, mit einer einfachen Fingergeste Metro-Apps unter Windows 8 zu beenden. Da sich Windows-8-Tablets mit diesen „Wischbewegungen“ sehr gut steuern lassen, möchte ich die Gelegenheit wahrnehmen und weitere Gesten vorstellen, mit denen sich Windows-8-Tablet prima und mit wenig Aufwand bedienen lassen.

Und falls ihr weitere Gesten kennt, die hier nicht auftauchen, freue ich mich über jeden Kommentar, der uns daran teilhaben lässt.

Innerhalb einer App lässt sich mit dem bekannten Swipen, also dem nach links und rechts wischen mit einem Finger navigieren. Das ist intuitiv und funktioniert auf meinem Windows-8-Tablet ziemlich gut.

Das sogenannte Pinchen (also das Zusammenziehen von Zeigefinger und Daumen) löst eine Zoom-Aktion aus, die beispielsweise ganz praktisch ist, wenn man alle Apps auf dem Startbildschirm auf einen Blick sehen will.

Das Tippen mit einem Finger auf den Bildschirm öffnet entweder eine App oder lässt das Seitenmenü wieder verschwinden.

Multitasking: Offene Metro-Apps holt man ganz einfach in den Vordergrund, indem man mit einem Finger vom linken Bildschirmrand in die Mitte des Screens zieht.

Windows-8-Metro-Menü: Das Windows-8-eigene Menü öffnet sich, indem man mit einem Finger vom rechten Bildschirmrand in die Mitte des Displays zieht. Damit könnt ihr folgende Aktionen ausführen:

  • Ein Tipp auf Suchen erlaubt beispielsweise die schnelle Suche nach einer App, die nicht unmittelbar auf der Metro-Oberfläche zu sehen ist
  • Die Option Teilen ist app-basiert. Das bedeutet also, dass nicht jeder App (der Startbildschirm gehört auch dazu) eine Teilen-Funktion zugeordnet ist. So lassen sich beispielsweise Bilder aus der Foto-App mit anderen via E-Mail teilen.
  • Ein Tipp auf das Start-Symbol öffnet die Metro-Bedieneroverfläche, die das Starten sämtlicher Metro-Apps erlaubt.
  • Das Symbol Geräte gewährt innerhalb bestimmter Apps den Zugriff auf bestimmte Devices, die mit der App in Verbindung stehen.
  • Und mit dem Symbolschalter Einstellungen lässt sich die jeweilige Apps personalisieren und einstellen. Daneben erreicht man via Startbildschirm von Windows 8 die Funktionen „Wifi“, „Lautstärke“, „Helligkeit“, „Benachrichtigungen“, „Ein/Aus“, „Tastatur“. Sehr praktisch!

Daneben gibt es zwei weitere Wischgesten, und zwar vom unteren Bildschirm nach oben respektive vom oberen Rand nach unten, jeweils in die Bildschirmmitte. Diese beiden Gesten sind wiederum im App-Kontext zu betrachten. So öffnet sie beispielsweise innerhalb des Metro-Startbildschirms ein Leiste, über die alle Apps auf einen Blick zu sehen sind. Daneben erlaubt die Geste folgende Aktionen:

Kalender: Öffnet eine Symbolleiste am unteren Bildschirmrand, die die Funktionen „Tag“, „Woche“, „Monat“, „Feedback“, „Heute“ und „Neu“ bereit stellt.

Wetter: Die Wischbewegung von unten nach oben öffnet die Symbolleiste mit den Funktionen „Home“ (Heimatort), „Places“ (sämtliche eingetragene Orte), „World Weather“ und „Feedback“. Diese Funktionen erreicht man übrigens auch mit der Swipe-Wischbewegung.

Nachrichten:  Die Geste „von oben nach unten“ öffnet die Taskleiste mit „Status“, „Feedback“ , “ Löschen“ und „Neu“.

SkyDrive: Mit einem Wisch öffnen sich die Funktionen „Feedback“, „Aktualisieren“ und „Hinzufügen“, mit der sich beliebige Daten mithilfe eines Metro-Explorers auf Skydrive kopieren lassen.

Kontakte: Hier stehen zwei Funktionen zur Verfügung: „Feedback“ und „Neu“, was das Anlegen eines neuen Kontaktes erlaubt.

Internet Explorer: Mit der Wischbewegung „von-oben-nach-unten“ öffnen sich die geöffneten Seiten, die in der Tab-Ansicht dargestellt werden und auf die schnell zugegriffen werden kann.

Maps: Innerhalb der Taskleiste der Metro-Karten-App erscheinen die Funktionen „My Location“, „Show traffic“, „Map Style“ und „Feedback“. Allerdings muss ich anmerken, dass die Maps-App noch nicht wirklich ausgereift scheint.

Mail: Hier stehen per Unten-nach-oben-Geste folgenden Funktionen zur Verfügung: „Konten“ (aufrufen), „Ordner“ (aufrufen), „Feedback“, „Verschieben“, „Als ungelesen markieren“ und „Synchronisieren“.

Ach ja, und die Geste Einmal-von-oben-nach-unte-quer-über-den Bildschirm-streichen schließt ihr die aktive App. Aber das wisst ihr ja schon seit gestern.