Smartphone-Markt: Samsung immer stärker, Apple und Nokia schwächeln, Sony und LG mit Achtungserfolgen

IDC hat ein eigenes Tool, IDC European Quarterly Mobile Phone Tracker genannt. Damit können die Marktananlysten des Unternehmens offenkundig genau berechnen, welcher Hersteller wie viele Smartphones pro Quartal oder Jahr verkauft. Und da sie gerade das erste Quartal 2013 für Westeuropa ausgewertet haben, ging gestern eine Pressemeldung raus, aus deren wichtige Zahlen Statista eine übersichtliche Grafik gebaut hat (siehe unten).

Bemerkenswert daran sind drei Auffälligkeiten:

1. Samsung konnte in Sachen Smartphone-Verkäufe den Abstand zu Apple innerhalb eines Jahres um beachtliche 11 Prozentpunkte vergrößern. Denn während Samsung von Q1-12 auf Q1-13 sechs Prozent mehr Smartphones absetzen konnte (14,3 Millionen vs. 10,9 Mio. verkaufte Einheiten), ging der Absatz an iPhones im selben Zeitraum um 5 Prozent zurück (6,2 Mio vs. 7 Mio. Stück). Macht in Summe eine Differenz bei den verkauften Smartphones von nunmehr 25 Prozent! Alle Achtung, Samsung.

2. Der zweite Verlierer im westeuropäischen Smartphone-Markt heißt Nokia. Konnte der finnische Hersteller im ersten Quartal 2012 rund 2,3 Millionen Lumia & Co. absetzen, waren es in Q1-2013 nur noch 1,6 Millionen Käufer, die sich für die Nokia-Smartphones begeistern konnten. Frage ist: woran liegt’s? Na, mal sehen, wie groß der Erfolg des sehr schicken Lumia 925 sein wird.

3. Still und heimlich haben Sony und LG Electronics bei den Verkäufen deutlich zugelegt. So konnte Sony seinen Marktanteil an abgesetzten Smartphones verdoppeln (3,2 Mio vs. 1,6 Mio), und LG kommt sogar auf einen Zuwachs von 380 Prozent (von 0,5 Million auf 2,4 Millionen). Sehr beachtlich. Und wieder die Frage: woran liegt’s? Bei LG lässt sich das schnell beantworten: Nexus 4, das sich wohl ziemlich gut verkauft hat. Und bei Sony dürfte das Xperia Z maßgeblich seinen Teil zum Aufschwung beigetragen haben.

marktanteil-der-smartphone-hersteller-in-westeuropa
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Windows Phone für alle: Nokia Lumia 610

Das Lumia 610 gibt es ab sofort zu kaufen, und das für 240 Euro
Das Lumia 610 gibt es ab sofort zu kaufen, und das für 240 Euro

Nokia holt zum nächsten Lumia-Schlag aus, und dran ist dieses Mal das Lumia 610. Dieses Windows-Phone-für-alle-Phone ist tatsächlich ab sofort zu haben (also, Amazon kennzeichnet es zumindest ab Lager), und das für äußerst erschwingliche 240 Euro. Für dieses Geld bekommt ihr ein Nokia-Smartphone, das natürlich nicht mit dem Lumia 800 mithalten kann, aber fürs Geld eine ganze Menge bietet. Nämlich:

  • Ein kompaktes Smartphone, das gerade mal 132 Gramm wiegt.
  • Einen Bildschirm, der leider nur 3,7 Zoll in der Diagonale misst. Mehr ist einfach nicht drin für 240 Euro.
  • 8 GByte Speicher für Daten und 256 MByte für Anwendungen. Das ist zwar jeweils genau die Hälfte des Lumia 800 und damit am unteren Limit, aber wozu gibt es die Cloud und Skydrive?!
  • Einen Prozessor der Marke Qualcomm Snapdragon S1 7227A, der mit 800 MHz getaktet wird. Das sind 500 MHz weniger als beim Lumia 800, aber laut Nokia (und Microsoft, die für das Lumia 610 die Specs nach unten korrigiert hat) sollen 90 Prozent aller verfügbaren Apps auf dem Lumia 610 laufen.
  • Einen Akku, der immerhin mit 1.300 mAh daher kommt. Das sind gerade mal 150 mAh weniger als beim Lumia 800, und die Sprechzeiten per UMTS gibt Nokia in beiden Fällen mit 9,5 Stunden an. Das werde ich mir mal genauer ansehen.
  • Eine Kamera, die mit 5 Megapixel auflöst und mit der sich digitale Bilder schießen lassen, die 2592*1944 Bildpunkt aufweisen. Die Brennweite liegt bei beachtlichen 28mm, der Digitalzoom beträgt 4-fach.
  • Das Lumia 610 gibt es in den Farben Schwarz, Weiß, Cyan und Fuchsia. Da es sich dabei um die von der Telekom geschützten Farbe Magenta handelt, nennt es Nokia wohl Fuchsia.
  • Diverse Apps, die es nur auf Nokia-Smartphones gibt. Dazu gehören Nokia Karten, Nokia Navigation, Nokia Musik und Radio-Mix.

 

MTC2012: Für Windows Phone Day anmelden und Nokia-Entwicklergerät abgreifen

Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht: Windows Phone findet auf der MTC 2012 natürlich statt
Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht: Windows Phone findet auf der MTC 2012 natürlich statt

Gerade machte sich auf Facebook kurzfristig ein wenig Erstaunen breit, dass auf der MobileTech Conference das Thema Windows Phone keines sein könnte. Und schaut man sich nebenstehende Grafik genauer an, könnte man diesen Eindruck fast gewinnen. Dass dem allerdings nicht so ist, bestätigt ein Blick auf die Webseite der Konferenz, auf der man unter „Programm“ den Menüpunkt „Windows Phone Day“ findet. Also alles gut. Das mobile OS ist den Machern der Konferenz einen eigenen Workshop wert.

Dieser ganztägige Workshop findet am Montag, den 26. März statt, beginnt um 9 Uhr und endet nachmittags um 16:15 Uhr. Gleich zu Anfang wird Jens Dissmann ein wenig Strategisches erzählen, Marktprognosen abgeben und aktuelle Geräte wie das Lumia 800 näher vorstellen.

Apropos Lumia: Im Anschluss an Jens‘ Talk werden Bewerbungsbögen unter allen teilnehmenden Entwicklern verteilt, auf dass sie ein schickes Demogerät ergattern können. Allerdings verknüpft Nokia diverse Bedingungen an die Herausgabe eines solchen Devices: eine Windows-Phone-App sollte bei der ganzen Sache schon herauskommen, und sei es nur eine portierte iOS-Anwendung.

Der Rest ist wohl allgemein bekannt: Ab 11 Uhr lernen alle Anwesenden, wie…

… sich WP-Apps mithilfe von Visual Studio und Expression Blend erstellen lassen

… das Metro-UI funktioniert

… Apps in der Praxis aussehen können.

Natürlich ist für das leibliche Wohl gesorgt, und die anwesenden Microsoft- und Nokia-Vertreter stehen sicherlich für alle Fragen zur Verfügung.

So, und wer das alles interessant und spannend findet und demnächst Windows-Phone-Entwickler werden will, klicke am besten jetzt auf den zugehörigen Anmeldelink. Ach ja: die Teilnahmekosten sind äußerst überschaubar: gerade mal 49 Euro (zzgl. MWSt.) werden hierfür fällig.

Nokia mit zwei neuen Lumia-Modellen und 41 Megapixeln – vier Antworten auf vier Fragen!

Gestern habe ich in Form eines Blogbeitrags vier Fragen an Nokia gerichtet. Dabei hatte ich mit einer mittleren Antwortsdauer von mehreren Tagen gerechnet. Doch da habe ich mich grundlegend getäuscht, denn schon gestern wollte mit der PR-Chef Deutschland die Antworten per Kommentarfunktion zukommen lassen, was aber an der zugegebenermaßen komplizierten Registrierungsfunktion dieses Blogs scheiterte. Daher habe ich zum einen ein Social-Login-Plugin für Twitter, Facebook und Google installiert und veröffentliche zum anderen die vier Antworten von Ben Lampe. Viel Spaß damit!

Michael Hülskötter: Warum bekommt ein brandneues Handy aka Nokia 808 PureView ein Betriebssystem verpasst (aka Symbian), das selbst bei Nokia als nicht mehr zeitgemäß gilt?

Ben Lampe, Nokia: PureView ist eine große Innovation und die Entwicklung hat rund fünf Jahre gedauert. Zu dieser Zeit war Symbian unser primäres Betriebssystem. Wir haben aber sehr klar gesagt, dass wir PureView zukünftig auch in anderen Bereich einsetzen werden.

Hülskötter: Warum spendiert Nokia eben diesem Handy aka 808 PureView ein Feature (aka 41-Megapixel-Bilder), mit dem sie die Konkurrenz noch heftiger wegpusten könnten, wenn es eben in einem aktuellen Gewand aka Windows Phone daher käme?

Lampe: Wir fahren hier nicht mit angezogener Handbremse, sondern PureView wurde auf dem OS vorgestellt, auf dem es entwickelt wurde. Natürlich freuen wir uns über das sehr positive Feedback sowie den Preis: „Best New Mobile Handset, Device or Tablet at Mobile World Congress 2012“.

Hülskötter: Warum ist das Lumia 610 ein wenig schmalspurig ausgestattet, dass es ersten Berichten zufolge ein wenig unterdimensioniert zu scheint für Windows Phone?

Lampe: Das Lumia 610 ist absolut konkurrenzfähig in seiner Preisklasse und bietet die gleiche Social Media-Integration und Nokia Navigation wie die anderen Lumia-Modelle. Hier bitte auch mal das entsprechende Analysten-Feedback anschauen. Der Author des c’t-Beitrags hat auf unsere Kontaktaufnahme hin freundlicherweise ergänzt, dass es sich hier um ein Vorserienmodell (Prototyp) gehandelt hat. Hier bitte einfach das Serienmodell später selbst testen. [Wer ich sehr gerne tun!]

Hülskötter: Warum wird das Lumia 900 für Europa nicht von Hause aus mit einem LTE-Chip ausgestattet?

Lampe: Wir wählen die jeweils passenden Produkte und Technologien für jeden Markt aus und in Gesprächen mit unseren Netzbetreiberpartnern ergab sich, dass DC-HSPA die beste Mobilfunktechnologie ist, die wir für das Lumia 900 außerhalb der USA integrieren können.

Hülskötter: Warum sind die Berliner in Sachen Nokia Transport besser dran als die Münchner?

Lampe: Schöne Frage! Natürlich möchten wir auch weitere Städte und Regionen anbieten. Der ÖPNV in Deutschland ist aber nunmal in mehrere Regionen unterteilt und Berlin-Brandenburg ist ein guter Anfang.

Nokia mit zwei neuen Lumia-Modellen und 41 Megapixeln – meine vier Fragen dazu

Der Mobile World Congress 2012 ist schon wieder Geschichte, und neben Mobile World Congress 2012 und Windows 8 hat vor allem Nokia allerlei neuen Smartphones  für erheblichen Aufruhr in der Szene gesorgt. Klingt alles ziemlich gut, was die Finnen in Spanien so vorgestellt haben, allerdings werfen die veröffentlichten Infos rund um mit drei neuen Geräten, Lumia 610 und  Lumia 900 zumindest bei mir zwei bis vier Fragen auf, die ich Nokia auf diesem Weg stellen möchte. Mal sehen, wie die Antworten ausfallen…

1. Warum bekommt ein brandneues Handy aka Nokia 808 PureView ein Betriebssystem verpasst (aka Symbian), das selbst bei Nokia als nicht mehr zeitgemäß gilt? [Wenngleich noch zahlreiche Modelle mit diesem schon etwas betagteren OS ausgestattet sind]

2. Warum spendiert Nokia eben diesem Handy aka 808 PureView ein Feature (aka 41-Megapixel-Bilder), mit dem sie die Konkurrenz noch heftiger wegpusten könnten, wenn es eben in einem aktuellen Gewand aka Windows Phone daher käme?

3. Warum ist das Lumia 610 ein wenig schmalspurig ausgestattet, dass es 808 PureView ein wenig unterdimensioniert zu scheint für Windows Phone? [So ist beispielsweise die Rede von einer ruckeligen Bedieneroberfläche und Apps, die sich aufgrund des geringen Speichers nicht installieren lassen]

4. Warum wird das Lumia 900 für Europa nicht von Hause aus mit einem LTE-Chip ausgestattet? [Zugegeben, LTE spielt hier noch keine besonders große Rolle, aber warum sollte ich mir das Highend-Smartphone von Nokia kaufen, wenn ersten Berichten zufolge sind?]

5. Warum sind die Berliner in Sachen andere Hersteller schon einen Schritt weiter besser dran als die Münchner? [Soll heißen: die Beta-App unterstützt derzeit nur Berlin, nicht aber München]

 

Meine Lumia-800-Apps: alle auf einen Blick

Jetzt setze ich das Nokia Lumia 800 seit ungefähr eineinhalb Monaten intensiv ein (ich habe sogar derzeit mein iPhone 4 eingemottet), und in diesen rund 45 Tagen haben ich schon so manche Windows-Phone-App auf dem Smartphone installiert, von denen ich die einen mehr und die anderen weniger benutze. Daher folgt an dieser Stelle die Ansammlung meiner mobilen Lumia-Apps, die ich dann nach und nach genauer vorstellen werde. Zunächst folgt aber erst einmal ein  kurze Übersicht.

A

Accurate Tuner

Amazon Kindle

Aufgaben

C

Connectivity ShortCuts

D

DB Navigator

DigiDictate Mobile

E

Einkaufsliste

F

Facebook

Fahr in München

Fahrplan

Foursquare

Free Ringtones

H

Handyscan

HotSpot Login

I

Immowelt.de

Internet Radio

K

Kicker Online

Kochbar

Kontaktlupe

L

Leo Dictionary

Lomolizer

M

meinestadt.de

Mixtapes

P

Photo FX Free

PhotoFunia

Pocket Recorder

Post mobil

Q

Qype

R

Remote

RHAnalytics Free

Ringtone Recorder

Runtastic

S

Sag’s anders

Shazam

Sie zählen

SilverVNC

SkyDrive

Songbook Xmas

SoundHound

Stopwatch

System Infomation

T

TuneIn Radio

TV Spielfilm

Twitter

Wetter.Info

WP Shortcut Tiles

Y

Youtube

Z

Zattoo

Und ab morgen stelle ich die Apps einzeln vor. Versprochen!

Lumia 800: Mit der richtigen Zahlenkombination die Akkukapazität identifizieren

Kürzlich war es so weit: Nokia bekannte sich zu den Akkuproblemen, die es beim Lumia 800 gibt, und versprach, diese Anfang Januar mithilfe eines geeigneten Firmware-Updates zu beheben. Doch worum geht es bei der Akku-Problematik überhaupt?

Nun, dass neueste Nokia-Smartphone mit Windows Phone verfügt über eine elektrische Kapazität von gut 1.500 mAh. So weit, so gut. Allerdings führt ein Fehler in der Lumia-Software dazu, dass dieses Kapazität nicht voll ausgeschöpft werden kann. Viele Benutzer im Nokia Support Forum berichten von unter 1.00 mAh, die trotz eines vollen Akkus lediglich zur Verfügung stehen. Klar, dass damit die Batterielaufzeit des Lumia 800 äußerst bescheiden ist.

Wer nun wissen will, wie es mit seinem eigenen Lumia-800-Akku aussieht, kann hierzu das Nokia-Diagnose-Tool benutzen, dass auf dem Lumia installiert. Um es zu starten, gebt ihr auf der Telefontastatur einfach nur die Tastenfolge

##634#

 

ein, und schwupps, öffnet sich das Werkzeug. Aber Achtung, macht nur Dinge damit, von denen ihr sicher sein könnt, dass sie eurem schönen Nokia-Smartphone keinen Schaden zufügen. Wäre doch echt schade drum!

Bei meinem Lumia schaut es mit der verfügbaren Akkukapazität gar nicht so schlecht aus: im geladenen Zustand sind es immerhin 1.350 mAh von maximal 1.5.12 mAh. Ich bin also wohl nicht ganz so betroffen. Schön ist die Batterielaufleistung des Smartphones trotzdem nicht…

Warum das Nokia Lumia 800 dem iPhone Konkurrenz machen kann (Teil 2)

Das Nokia Lumia 800: zukünftiger iPhone-Killer?!
Das Nokia Lumia 800: zukünftiger iPhone-Killer?!

Am Freitag habe ich den ersten Teil meiner Miniserie zum Lumia 800 online gestellt. Und gleich dazu via Twitter einen Kommentar bekommen, dass das Nokia-Smartphone trotz diverser positiver Aspekte nicht mal ansatzweise zum iPhone-Konkurrenten taugt. Das Argument Pro-iPhone lautete: „Geh mal in beide Appstores, dann weißt du es mit Sicherheit.“.

Nun gut, dann werde ich das doch heute mal tun und nachgucken, was dem Windows Phone Marketplace im Vergleich zum iPhone App Store noch so alles fehlt. Was aber korrekt heißen muss: was mir noch alles fehlt. Denn was andere auf ihrem Smartphone installieren, interessiert mich an der Stelle nicht, da ich im Laufe der vier iPhone-Jahre ganz gut herausgefunden habe, was für mich auf einem Smartphone wichtig ist – und was nicht.

Darüber hinaus werde ich mich noch mit den Themen Social-Media-Integration und Multimedia auf dem Lumia 800 beschäftigen. Na dann mal los!

Windows-Phone-Apps: Klar, mit mehr als einer halben Million Apps für das iPhone kann der Windows Phone Marketplace nicht mithalten. Dafür ist der Vorsprung seitens Apple einfach schon viel zu groß, schließlich gibt es deren Appstore bereits seit März 2008. Aber mit über 40.000 Windows-Phone-Anwendungen muss sich der Microsoft-Appstore wahrlich nicht verstecken, und dank des aktuellen Lumia-Hypes werden sicherlich weitere Software-Entwickler über Windows Phone als dritte Plattform neben iOS und Android nachdenken. Dazu könnte unter anderem die iPhone developer conference beitragen, die morgen und übermorgen in Köln stattfindet und auf der beide Protagonisten – also Nokia und Microsoft – anwesend sein werden.

Mit der Umsetzung der wichtigsten Apps, die auf meinem iPhone laufen, geht es recht zügig voran. Egal, ob Facebook, Twitter oder die Bahn-App – ich habe bereits zahlreiche Anwendungen auf dem Lumia 800 installiert, die mir jeden Tag gute Dienste leisten. Zwar sind noch nicht alle Apps perfekt an das Metro-Design angepasst, aber die ersten iOS-Anwendungen waren auch nicht allesamt fehlerfrei. Natürlich fehlt mir noch die 90elf-App, aber dafür gibt es zumindest die kicker.de-App, wenngleich es diese mit der 90elf-Anwendung bei weitem nicht aufnehmen kann.

Auch sind im Marketplace schon diverse Koch-Apps verfügbar und die Wikipedia-App, eine Fahrplan-App für den ÖPNV und vieles mehr. Und wer sich schon mal die Navi- und Karten-Apps von Nokia angesehen hat, wird die Karten-App auf dem iPhone und die Navigon-Navi-App nie wieder vermissen.

Ach ja: Multitasking ist unter Windows Phone 7.5 bei weitem noch nicht perfekt umgesetzt. So sind lediglich die fünf zuletzt geöffneten Anwendungen per Zurück-Taste direkt erreichbar. Das ist für Viel-Apps-Benutzer wie mich natürlich nicht sehr befriedigend.

Social-Media-Integration: Damit wirbt Microsoft seit Anfang an: die hohe „Integrationsdichte“ sämtlicher Kontaktdaten, über die man verfügt. Sei es also ein Windows-Live- oder Twitter- oder Facebook-Kontakt, alle werden unter einer gemeinsamen Oberfläche dargestellt, und zwar im sogenannten People-Hub. Dabei werden die wichtigsten Kontaktdaten anhand der Facebook- und Twitter-Einträge im Adressbuch des Smartphones sichtbar gemacht. Und die eigenen Details zum jeweiligen Kontakt natürlich auch.

Genauso funktioniert auch die „private“ Timeline, die man mit seinen Kontakten pflegt. Denn zu jedem Kontakteintrag werden sämtliche Aktivitäten angezeigt, also jede Mail, jede SMS, jedes Telefonat und jeder Facebook-Eintrag. Damit sind Konversationen mit einzelnen Leuten transparenter und sehr kompakt. Und natürlich lassen sich auch einzelne Kontakte zu Gruppen zusammenfassen, sodass man sich schnell und bequem mit einzelnen Gruppenmitglieder austauschen kann.

Multimedia: Was für die Kontakte gilt, lässt sich auf die Multimedia-Daten genauso anwenden. Denn sämtliche Videos und Musikstücke, die sich auf dem Lumia 800 befinden (oder jedem anderen WP-Smartphone), werden im Multimedia-Hub angezeigt. Und wenn man eine Audio- oder Video-App auf seinem WP-Handy installiert hat, wird diese ebenfalls dort integriert. Vom Multimedia-Hub gelangt man auch in den Marketplace, den Windows-Phone-Appstore.

So, und wem das immer noch nicht reicht, der warte am besten auf den dritten Teil meiner Lumia-800-Trilogie, in der es um die Themen „Gimmicks“, „Schwächen“ und mehr geht.

Warum das Nokia Lumia 800 dem iPhone Konkurrenz machen kann (Teil 1)

Das Nokia Lumia 800: zukünftiger iPhone-Killer?!
Das Nokia Lumia 800: zukünftiger iPhone-Killer?!

Jetzt habe ich das Nokia Lumia 800 genau eine Woche, was förmlich nach einem längeren Blogbeitrag schreit. Da ich aber so viel zu dem neuen Smartphone von Nokia zu sagen habe, gibt es heute den ersten Teil einer Miniserie, die sich mit dem Lumia 800 vor allem aus der Sicht eines langjährigen iPhone-Anwenders beschäftigt.

Ja, das bin ich, denn mein erstes iPhone habe ich Mitte November 2007 käuflich erworben und seither nicht mehr die Marke, sondern nur das jeweilige Modell gewechselt. Aber das Lumia 800, ja, doch, das hat auf jeden Fall das Potenzial, legitimer Nachfolger meines iPhone 4 zu werden. Na, mal sehen…

Äußerlichkeiten: Beim ersten Einschalten fand ich spontan das superhelle, sehr scharf auflösende Display des Lumia überzeugend, wenngleich ich es im Modus „Automatische Helligkeit“ ein wenig zu hell finde. Dafür gelingt das Lesen von noch so kleinen Buchstaben (beispielsweise auf Webseiten) wesentlich müheloser als mit dem iPhone 4, und das trotz Retina-Display des Apple-Smartphones.

Aber auch das Design des Nokia-Neulings hat es mir von Anfang an angetan: das leicht abgesetzte Display, die klaren Konturen und die sehr ansprechende Haptik verleihen dem Lumia 800 sehr viel Eleganz. Dabei wirkt es gleichzeitig sehr robust und widerstandsfähig, wovon ich mich allerdings bis dato noch nicht überzeugen konnte. Zum Glück!

Innere Werte: In Sachen innere Werte unterscheiden sich die bisherigen Windows-Phone-Smartphones kaum voneinander, da Microsoft klar regelt, was in solch ein Gerät eingebaut werden muss. Dazu zählt unter anderem ein schneller Prozessor (hier: 1,4 GHz) und ein halbwegs vernünftig dimensionierter Speicher (hier: 16 GByte).

Diese Leistungsmerkmale machen sich beim Lumia 800 in zweierlei Hinsicht bemerkbar: positiv im Sinne von Top-Leistung (was man beispielsweise beim Rendern des Nokia-Kartenmaterials gut merkt) und negativ im Sinne der Akkuleistung, die derzeit noch nicht an die des iPhone heranreicht (obwohl, momentan dürfte der Unterschied nicht sonderlich groß sein). Aber Nokia hat bereits Abhilfe in Form zweier Updates versprochen, die Anfang und Ende Dezember zur Verfügung gestellt werden sollen.

Bedienung: Hinsichtlich der Bedienung kann man iPhone und Lumia 800 kaum vergleichen, zu unterschiedlich sind die Bedienkonzepte der beiden Betriebssysteme, das im Hintergrund werkeln. Das iPhone setzt mit iOS auf eine klare Struktur, die für jede App-Funktion ein eigenes Fenster oder ein eigenes Symbol vorsieht. Damit springt man von Aktion zu Aktion, was nicht immer im besten Sinne einer intuitiven Bedienung ist.

Microsoft hingegen verfolgt mit Windows Phone einen völlig anderen Ansatz: das zugehörige Metro-Design sieht eine sogenannte Panorama-Ansicht vor, die es erlaubt, per Wischbewegung von einer Funktion zu anderen zu navigieren. Man bleibt also stets innerhalb desselben Fensters. Soweit die Theorie. In der Praxis sieht es leider nicht immer so aus, das merkt man besonders den Apps an, die vom iPhone (oder von Android) kommen und lediglich eine Portierung, aber keine echte Anpassung an das Metro-Design verpasst bekommen haben.

Was das iPhone auch nicht kennt, sich Bedienknöpfe, so wie es Microsoft in seinen WP-Designrichtlinien vorsieht. Klar, ein Smartphone, das nur mit einem Home-Knopf auskommt, ist schlichter im Design, aber die drei Tasten auf der Vorderseite des Lumia 800 (und all den anderen WP-Smartphones) haben durchaus ihre Vorzüge. Wobei Taste es nicht ganz trifft: Es sind lediglich Funktionssymbole, die erst mit Einschalten des Geräts aktiv und damit benutzbar werden.

Diese Funktionstasten sind mit „Zurück“, „Home“ und „Suchen“ belegt. Darüber hinaus gibt es an der rechten Seite einen Lautstärkeregler, eine Ein-/Aus-Taste sowie einen Kameraknopf, den Microsoft ebenfalls vorschreibt und mit dem sich die Foto-/Videofunktion direkt starten lässt. Das ist schon praktisch und durchdacht. Na gut, das kann das iPhone seit der aktuellen Version 5 von iOS auch…

Apropos durchdacht: Bei der Erst-Inbetriebnahme des Lumia 800 sollen zwei Aufkleber auf der Oberseite des Smartphones dabei helfen, die SIM-Karte richtig einzusetzen. Die gute Nachricht: man benötigt keine Büroklammer wie beim iPhone. Die schlechte: ich musste trotzdem in die Schnellanleitung gucken, da ich die angegebenen zwei Schritte nicht wirklich verstanden habe. Für alle, die sich das Lumia zulegen wollen oder bereits zugelegt haben: Der USB-Deckel wird per leichtem Druck auf die linke Abdeckungsseite aufgeklappt, damit man anschließend den SIM-Schacht durch einen leichten Druck auf die linke Seite desselben lösen und öffnen kann. Aber wie gesagt: eine Büroklammer braucht man nicht dazu…

Sodala, und bald, sehr bald, folgen hier die Teile 2 und 3, die sich unter anderem mit den Themen Social-Media-Integration, Multimedia, verfügbare Apps, Gimmicks, Schwächen und mehr beschäftigen werden.

Sneak Preview: Was ich am Nokia Lumia 800 toll finde

Nokia LumiaDa ich heute leider nicht mehr dazu komme, endlich mal etwas Substantielles über das Nokia Lumia 800 zu schreiben, folgten an dieser Stelle die wichtigsten Eigenschaften, die mir zu dem jüngsten Spross aus der Familie der Windows-Phone-Phones einfallen. Musik ab, bitte! Aber bitte ganz sanft und leise…

Echter iPhone-Konkurrent!

                  Formschön!

      Mal was anderes!

        Windows Phone at its best!

Die totale Social-Media-Integration!

     Robustes Ding!

Die wichtigsten Apps gibt es auch!

                                  Vollständig anpassbar!

Metro-Design!

                                    Einfach schön!

    Versteht sich auch mit meinem Mac!

Echter iPhone-Konkurrent!

Wie Nokia die Krise einfach wegLUMIAt [Upd]

Ist das der Lebensretter für Elop und Co.? Nokia Lumia 800
Ist das der Lebensretter für Elop und Co.? Nokia Lumia 800

Sie war schon sehr bemerkenswert, die gestrige Keynote-Präsentation von Nokia auf deren Hausmesse Nokia World in London. Denn in nur 90 Minuten wurde alles weggeredet, weggeschrien und wegpräsentiert, was in den letzten 90 Wochen und mehr an Sorgen und Nöten vorhanden war.

So konnte man während der Präsentation von Stephen Elop und seinen Mannen den Eindruck gewinnen, als habe Nokia nie eine Krise erlebt und würde auch in keiner stecken. Und daran sind offensichtlich fünf kleine Buchstaben Schuld: L-U-M-I-A.

Okay, so klein sind sie dann doch nicht, denn für Nokia bedeuten sie alles in den nächsten Wochen und Monaten. Das erste Windows Phone-basierte Smartphone aus Espoo wird nämlich über das Wohl und Wehe des finnischen Handy-Herstellers entscheiden. Und genauso fühlte sich die Keynote-Veranstaltung am gestrigen Mittwoch an. So gesehen könnte der 26. Oktober 2011 als Meilenstein in die Geschichte Nokias eingehen.

Denn dieser 26.10.11 könnte künftig in den Annalen als der Tag X auftauchen, an dem Elop und seine Gefolgschaft verloren geglaubte Fans wieder hinter sich versammelte, an dem sich die Aktionäre weinend vor Glück in den Armen lagen und an dem Steve Ballmer in Redmond tief ein- und ausatmete und sehr zufrieden mit sich und seiner Entscheidung war, Nokia als exklusiven Hardware-Partner für Windows Phone engagiert zu haben.

Die Gazetten und das Internet sind auf jeden Fall voll mit guten Nachrichten, die sie Nokia und den Lumia-Modellen 800 und 710 zuschreiben. Es ist nicht mehr viel zu spüren von den Abgesängen, die man in der Vergangenheit auf die Zukunft des finnischen Handyherstellers lesen oder hören konnte. Nein, es scheint gerade so, als ob sämtliche Kolumnisten, Kritiker und Fans gleichermaßen auf ein derart positives Signal von Nokia gewartet haben. Und sie wurden erst mal nicht enttäuscht.

Ob Lumia letztlich für das Ende oder den Neuanfang steht, weiß derzeit niemand. Aber mit ihrem auffälligen und frischen Design, mit Funktionen wie Nokia Music und Nokia Sports sowie einer tiefen Integration der sozialen Netzen à la Twitter und Co. kann man dem Lumia 710 und Lumia 800 sicherlich gute Chancen am Markt einräumen. Und Window Phone „Mango“ wird auch seinen Teil dazu beitragen.

Dass das klappen könnte, dafür sollte schon die „Kampfpreise“ von 500 Euro für das 800 bzw. 320 Euro für den kleinen Bruder 710 sorgen. Wenngleich wir auf das Lumia 710 noch bis Anfang 2012 warten müssen. Dafür soll das Lumia 800 schon ab November zu haben sein.

Update: Wie mich Robert gerade in seinem Kommentar darauf hingewiesen hat, gibt es das Lumia 800 bei der Telekom für nur 400 Euro inklusive einm 50-Euro-Download-Gutschein. Und mit dem entsprechenden Tarif werden gar nur 4,95 Euro fällig.Lieferbar ab 15.11.

In diesem Sinne: onneksi olkoon, Nokia!

Nokia C7 mit dem Mac synchronisieren

Ab Werk unterstützt das Nokia C7 kein Apple iSync
Ab Werk unterstützt das Nokia C7 kein Apple iSync

Ja, ich gebe es ja zu: ich besitze neben meinen iPhone auch ein Nokia C7, das ich mal für das Einreichen meines Blogs als mobile Webseite gewonnen habe. Nun liegt es da in meinen Schrank schon eine ganze Weile herum, und heute hatte ich einfach Mitleid mir dem armen Ding, und so wollte ich spaßeshalber gucken, wie sich das Handy mit meinem Macbook Air verträgt.

Meine erste Recherche im Web ergab, dass das Nokia C7 via iSync mit jedem Mac synchronisiert werden kann. Also habe ich Bluetooth ab Mac- und C7 eingeschaltet, beide Geräte miteinander gepairt und iSync angeworfen. Doch leider teilte mit das Sync-Tool mit, dass das C7 nicht unterstützt wird. Hm, blöd…

... doch mit einem kleinen Plugin funktioniert iSync
... doch mit einem kleinen Plugin funktioniert iSync

Ein zweiter Rechercheversuch ergab allerdings, dass ich ein kleines Plugin benötige, um das Handy mit meinen Mac-Daten zu bespielen. Also habe ich mit das Zusatztool besorgt, auf meinem Apple-Rechner installiert und schon hat mein Air das C7 nach Neustart von iSync erkannt, und nach Einbinden des Handys in das Sync-Tool und einen Mausklick auf „Geräte-Sync“ klappt das Zusammenführen von Kontakten und Terminen problemlos. Allerdings sollte man bei einer großen Kontaktdatendaten ein wenig Zeit einplanen, da die Bluetooth-Verbindung naturgemäß eher lahm ist.

Das ist allerdings nur die eine Hälfe der Geschichte, da per iSync lediglich Kontakte und Termine auf das C7 gelangen. Für die Multimedia-Abteilung, bestehend aus Bildern, Videos und Musik, benötigt man ein zweites Tool, das sich Nokia Multimedia Transfer nennt und das kostenlos auf dem Mac installiert werden kann. Dabei sollte man darauf achten, die möglichst aktuellen Versionen von OS X, iTunes und iPhoto auf seinem Apple-Rechner zu haben.

Sobald das Tool entpackt wurde, sollte man es erst mal in den App-Ordner von Mac OS X schieben, da es sich noch im Ordner „Downlads“ befindet. Dann kann man sich daran machen, erste Bilder und Musik probehalber von Mac auf dass C7 zu kopieren.

Hierzu verbindet man beide Geräte mit dem zugehörigen USB-Kabel. Augenblicklich aktiviert das C7 den USB-Verbindungsmodus und trägt das Nokia-Handy in die Systemumgebung ein, das zu einem späteren Zeitpunkt als USB-Modem konfiguriert werden kann. Darüber hinaus wird iPhoto geöffnet.

Das Nokia Transfer Multimedia Tool klinkt sich in der Taskleiste von Mac OS X ein
Das Nokia Transfer Multimedia Tool klinkt sich in der Taskleiste von Mac OS X ein

Dann öffnet man das Nokia-Transfer-Tool, das sich unmittelbar in die obere Taskleiste von OS X einklinkt. In Klick auf „Device Setting“ bringt ein Fenster zum Vorschein, über das man alle Multimedia auswählen und auf das C7 übertragen kann, also Audio, Video und Bilder. Aber auch Bookmarks gelangen so vom Mac auf das C7.

Allerdings muss man mit einigen Einschränkungen rechnen. Dazu gehört beispielsweise beim Audio-Sync, dass nur die gesamte Musikbibliothek übertragen werden kann, also keine einzelnen Alben oder Interpreten. Dies lässt sich allerdings mithilfe von Playlisten kompensieren. Schön an dem Tool ist die Möglichkeit, alle Audiodateien, die nicht C7-kompatibel sind,  vor dem Synchronisieren in ein unterstütztes Format umzuwandeln.

Hinsichtlich des Bilder-Sync gibt es keine wesentlichen Einschränkungen. Im Gegenteil: Bilder lassen sich analog zu den Musikdateien automatisch in das passende (Bild)format umwandeln. Ungünstig gelöst hingegen ist die Sektion „Video“: es können nur alle Videos, die sich in iTunes befinden, auf das C7 übertragen werden!

Gut ist hingegen die Möglichkeit, per Transfertool sämtliche Inhalte auf dem Handy zu löschen. Dies geschieht entweder per „Kategorie“ (Photo, iTunes) oder „einzeln“, also via Handy Explorer, der Teil des Transfertools ist. Davon kann sich der Platzhirsch auf dem App-Markt noch was abschauen.

Und wie sich das C7 mit dem Mac als externes UTMS-Modem einsetzen lässt, erfahrt ihr hier auch noch…

Mit Nokia Transfertool gelangen leider keine einzelnen Alben oder Interpreten auf das C7
Mit Nokia Transfertool gelangen leider keine einzelnen Alben oder Interpreten auf das C7

 

Mit Nokia Transfertool lassen sich die Bilder vor dem Syncen in das passenden Bildformat umwandeln
Mit Nokia Transfertool lassen sich die Bilder vor dem Syncen in das passenden Bildformat umwandeln
Mithilfe des Handy-Explorers können Dateien auf dem C7 gelöscht, verschoben und kopiert werden
Mithilfe des Handy-Explorers können Dateien auf dem C7 gelöscht, verschoben und kopiert werden