Tag Archive: Meego

Das war die MobileTech Conference 2010

Ich gebe es ja zu: nachdem ich zum ersten Mal von der MobileTech Conference (MTC10) des Software & Support Verlags gehört hatte, war ich doch ein wenig skeptisch, ob ein Format aufgehen kann, das eine Vielzahl unterschiedlichster Plattformen und Entwickler adressiert und sich nicht nur auf eine bestimmte Technik konzentriert.

Ich habe mich getäuscht!

Denn was auf der MTC10 alles zu sehen und zu hören war, hatte nichts mit einer zufällig zusammengewürfelten Konferenz zu ein paar Mobile-Themen zu tun, sondern zeigte, dass sich die Macher des Events eine Menge Gedanken darüber gemacht haben, was die Leute derzeit hören wollen. Und so kam es, wie es bei solch bestens organisierten Veranstaltungen eben kommt: Für eine Premiere war es extrem gut, extrem informativ und extrem netzwerkig, was wohl bei den allermeisten der Anwesenden gleichermaßen gut angekommen ist.

Ob dass die Organisation an sich war oder das Catering, die Qualität und Auswahl der Techsessions oder die Location, …  Ja, ich gestehe, ich war und bin ziemlich begeistert und gehe davon aus, dass die MTC11 stattfinden wird. Ob das ins Mainz passiert, darauf würde ich nicht unbedingt wetten, aber die Art und Weise, wie die Konferenz “funktioniert” hat, schreit geradezu nach einer Fortsetzung. Okay, über die Mobile Night könnte man noch mal nachdenken, denn die hatte eher Demo- und weniger Party-Charakter…

Der Ausstellerbereich konnte sich ebenfalls sehen lassen. Mit von der Partie: Natürlich Microsoft mit Windows Phone 7 und diversen Vorführgeräten sowie Intel, die sich überraschenderweise auf der MTC10 blicken ließen. Was auch bei dem einen oder anderen Entwickler für größeres Erstaunen sorgte, da sich nicht alle erklären konnten, was ein Chiphersteller auf einer Softwarekonferenz macht. Ok, für alle, die es noch nicht wissen sollten: Intel ist auch in Sachen Software unterwegs, und in diesem Fall ging es um Entwicklertools, mit deren Hilfe mobile Apps in den Intel-eigenen App Store (= Intel AppUp Center) gelangen sollen.

Aber natürlich war Thema auch MeeGo, das ja derzeit in aller Munde ist. Und das nicht nur wegen des WeTab, das ja für viele überraschend auf MeeGo setzt und doch nicht auf Ubuntu, wie es lange angekündigt war. Und genau um MeeGo und deren Einsatz auf Tablets, Netbooks und Konsorten ging es in der Session um viertel vor vier, die von Christoph Weinmann und Uli Dumschat abgehalten wurde. Eine Zusammenfassung ihres Vortrags folgt noch auf diesem Sender in Wort und Video. Und wer schon mal sehen will, wie Uli die Anwesenden mit seiner Gitarre verzückte, der sehe sich am besten das zugehörige Video an.

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Intel-Off-IFA-Entwickler-Event: Workshop-Agenda steht

Ich hatte es seinerzeit versprochen, und heute ist es soweit: Es gibt weitere Infos rund um das Intel-Entwicklerevent, dass am 4. September im Dunstkreis der IFA 2010 in Berlin stattfindet. Und diese Neuigkeiten können sich sehen lassen, denn die Agenda der geplanten Workshops steht online und das Geheimnis der versprochenen Überraschung wird gelüftet.

Zunächst einmal könnt ihr auf der Agenda nachlesen, welche Themen in Berlin besprochen werden, und das sieht doch ziemlich vielversprechend aus. Es geht unter anderem

  • um den Intel Atom-Prozessor, seine architektonischen Besonderheiten und mit welchen Modellen in Zukunft noch zu rechnen ist,
  • um das Linux-basierte Betriebssystem MeeGo und um das zugehörige SDK. Außerdem werden erste Geräte zu sehen sein, auf denen MeeGo zum Einsatz kommt,
  • um die Entwicklerumgebung Qt und wie sich damit vor allem crossplattform-basierte Apps bauen lassen.

Darüber hinaus werden die anwesenden Intel-Ingenieure noch ein wenig zum Intel Atom Developer Program und zum Intel-eigenen App Store erzählen. Und sagen, wie man damit Geld verdienen kann. Ach ja, ein paar Infos zu den passenden Intel-Tools für Software-Entwickler mobiler Apps wird es natürlich auch geben.

Und die Überraschung?! Nun, unter allen Anwesenden werden diverse Netbooks verlost! Und, ist das nix?! Aber die werden nicht einfach so verschenkt, sondern ihr müsst dafür etwas tun. Was das sein wird, erfahrt ihr beim nächsten Intel-Off-IFA-Entwickler-Event-Update.

Da gibt’s dann auch weitere Infos zum zweiten Teil, der an diesem Tag stattfindet. Neben den Workshop werden nämlich 10-Minuten-Vorträge zu hören sein, die anschließend in ein hoffentlich unterhaltsames und informatives Get-Together münden. Also, es bleibt spannend…

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Einladung: Mobile-Apps-Programmierung aus erster Hand

So, jetzt wird’s richtig interessant: Intel lädt Software-Programmierer auf ein Crossplattform-Event ein, das am 4. September in Berlin stattfindet. Das Datum ist natürlich kein Zufall, schließlich findet um diese Zeit die Internationale Funkausstellung auf dem altehrwürdigen Messegelände statt. Und dazu passt die Intel-Veranstaltung ziemlich gut.

Auf dem Event, das übrigens in der sehr coolen Homebase-Lounge direkt am Potsdamer Platz stattfindet, geht es nämlich um tragbare Geräte, also um Netbooks, Smartphones und Co. Und darum, welche Apps auf solchen Gadgets laufen sollten und ob man als Software-Entwickler von Anfang an über Crossplattf0rm-Programmierung nachdenken sollte.

Klar, Crossplattform-Entwicklung ist kein ganz einfaches Thema, aber genau deshalb treffen sich ja Intel- und andere Spezialisten in Berlin, um vor interessierten Software-Entwicklern darüber und mit ihnen zu reden. Es wird aber nicht nur geredet, sondern auch gezeigt, mit welchen Tools sich beispielsweise Software von Plattform A (z.B. iPhone) auf Plattform B (z.B. Netbook) portieren lässt. Denn das Ganze ist ja kein Hexenwerk, und genau das soll am 4. September gezeigt werden.

Mit dabei sind Intel-Ingenieure, die über die notwendigen Tools und das erforderliche Wissen referieren. Außerdem werden Software-Entwickler, die mit dem Thema Crossplattform-Programmierung zu tun haben, in der Homebase Lounge zugegen sein. Denn nichts ist anschaulicher als Beispiele aus der Praxis. Und beim anschließenden Networking (samt Speis’ und Trank) kann man das Gehörte in Einzelgesprächen weiter vertiefen.

Falls das jetzt alles zu schnell ging, helfen bestimmt die Infos weiter, die auf der Intel-Facebookseite zu finden sind. Dort gibt es alles noch mal genau aufgelistet. Und dort könnt ihr euch auch gleich für dieses wirklich sehr spannende Event anmelden. Und psst: Wer nach Berlin kommt, kann auf eine Überraschung hoffen. Mehr darf ich dazu aber noch nicht verraten….

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Review: MeeGo im Netbook-Praxiseinsatz, Teil 2

Gestern habe ich MeeGo 1.0 auf meinem Toshiba-Netbook zum ersten Mal laufen lassen, und zwar per Live-Image vom USB-Stick. Und am Ende des zugehörigen Beitrags habe ich versprochen, einen zweiten Teil mit weiteren Eindrücken zum mobilen Linux-Derivat zu veröffentlichen. Was hiermit geschieht.

Die Bedieneroberfläche gliedert sich in zehn Bereiche. Das sind “Myzone”, “Zone”, “Applications”, “Status”, “People”, “”Internet”, “Media”, “Devices”, “Bluetooth” und “Network”. Myzone und Zone habe ich gestern ja schon besprochen, hier also die restlichen acht.

Applications: Dieser Bereich ist zweigeteilt: Zum einen lassen sich bevorzugte Apps dort platzieren (“Favorite applications”), zum anderen finden man, nach Kategorien sortiert, sämtliche Anwendungen, die auf dem Netbook installiert sind. Dazu gehören Tools, Spiele, Internet-Apps, Multimedia, Office-Anwendungen und System-Tools. Wem das nicht reicht, der findet unter “System Tools” den Software-Katalog “Garage”, in dem sich weitere Apps befinden. Okay, derzeit sieht es noch etwas mau damit aus, aber das wird sich bestimmt in den nächsten Wochen und Monaten ändern.

Status: Das ist ein Teil des Social-Media-Hubs von MeeGo. Hier kann man seinen Twitter- und Last.fm-Account eintragen und somit stets auf dem neuesten Stand bleiben, was sich da draußen gerade so tut. Natürlich lassen sich über “Status” auch eigene Tweets absetzen, retweeten und auf Tweets antworten. Schade ist nur, dass Facebook und andere soziale Dienste (noch) nicht unterstützt werden.

People: Hinter dem etwas irritierenden Begriff “People” befindet sich Empathy, ein Messenger- und VoIP-Tool, das es erlaubt, sämtliche Chat-Kanäle einzurichten und so mit anderen via Internet zu plaudern. Da kommt dann sogar Facebook ins Spiel, aber auch AIM, Google Talk, ICQ, MSN, Yahoo und andere Dienste. Also kann man mit MeegGo nicht nur chatten, sondern sogar Internettelefonate führen. Allerdings gelang es mir nicht, alle Chat-Apps zum Laufen zu bringen. Dazu gehörten Facebook (sic!) und AIM. Google Talk ließ sich einrichten und nutzen, und zwar über das MeeGo-eigene Messenger-Tool, das sich über die People-Seite starten lässt.

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Review: MeeGo auf einem Toshiba-Netbook per USB-Stick als Live-Image

Sodala, endlich komme ich dazu, MeeGo 1.0 als Live-Image per USB-Stick auf meinem Toshiba-Netbook laufen zu lassen und ein paar erste Eindrücke mit euch zu teilen. Zu diesem Zweck habe ich natürlich erst mal das aktuelle Image 1.0 auf meinen Mac geladen und dann per einfachem Terminalbefehl auf einen 2-Gigabyte-großen USB-Stick kopiert. Anschließend wird der USB-Stick am Netbook angesteckt und MeeGo per Bootoption von dort gestartet. So einfach ist das.

Allerdings gibt es Hardware-seitig zwei Einschränkungen, die man kennen sollte:

  • Zum einen werden nur diejenigen Prozessoren unterstützt, die mit dem SSE3-Befehlssatz ausgestattet sind. Allerdings betrifft das keine der Atom-CPUs, Netbook-Besitzer sind also “safe”.
  • Zum anderen werden offiziell keine Grafikchips von AMD/ATI, Nvidia und auch nicht der Intel-eigene integrierte Grafikchip GMA500 von MeeGo 1.0 unterstützt. Im Falle von GMA 500 betrifft das sämtliche Netbooks mit dem schon etwas betagten Z-Prozessor. Um herauszufinden, welche Netbooks denn mit MeeGo 1.0 laufen, findet man auf meego.com eine Liste von Netbooks, die erfolgreich getestet wurden. Diese Liste umfasst folgende Modelle: Asus EeePC 901, 1000H, 1005HA, 1008HA, EeePC 1005PE, Eeetop ET1602, Dell mini10v, Inspiron Mini 1012, Acer Aspire One D250, AO532-21S, Revo GN40, Aspire 5740-6025, Lenovo S10, MSI U130, AE1900, HP mini 210-1044, Toshiba NB302.

Was für ein Glück, dass ich seinerzeit “zukunftssicher”gekauft und ein Toshiba-Netbook mit der Modellbezeichnung NB200-110 erworben habe, in dem ein Atom-Prozessor N280 steckt, der mit dem GMA-950-Grafikchip ausgestattet ist. Daher war mein erster MeeGo-Test auch erfolgreich. Sehr überrascht war ich von der Bootzeit, die im Vergleich zu Moblin deutlich verbessert werden konnte. Ich habe zwar nicht handgestoppt, aber es sind vom Einschalten bis zum Erscheinen des MeeGo-GUI nur wenige Sekunden vergangen, und das trotz des USB-Stick-Starts. Respekt!

Die Bedieneroberfläche hat sich im Vergleich zu Moblin auf den ersten Blick nicht verändert: So findet man auf der Startseite “Myzone”, die als Sammelstelle für aktuelle Tweets fungiert und neueste Mails und Termine anzeigt. Natürlich lässt sich Myzone individuell gestalten. Schade, dass man nach wie vor keine Facebook-Meldungen einbinden kann. Das fehlte unter Moblin auch schon.

Mit “Zones” hat man einen komfortablen Taskmanager, der sämtliche offenen Anwendungen zeigt, die man auch per Mausklick in den Vordergrund holen kann. Dies gelingt übrigens ebenfalls mit der bekannten Tastenkombination <ALT>+<TAB>.

Das war der erste Teil meines MeeGo-Reviews. Der zweite folgt sehr bald. Stay tuned…

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