Einladung: Mobile-Apps-Programmierung aus erster Hand

So, jetzt wird’s richtig interessant: Intel lädt Software-Programmierer auf ein Crossplattform-Event ein, das am 4. September in Berlin stattfindet. Das Datum ist natürlich kein Zufall, schließlich findet um diese Zeit die Internationale Funkausstellung auf dem altehrwürdigen Messegelände statt. Und dazu passt die Intel-Veranstaltung ziemlich gut.

Auf dem Event, das übrigens in der sehr coolen Homebase-Lounge direkt am Potsdamer Platz stattfindet, geht es nämlich um tragbare Geräte, also um Netbooks, Smartphones und Co. Und darum, welche Apps auf solchen Gadgets laufen sollten und ob man als Software-Entwickler von Anfang an über Crossplattf0rm-Programmierung nachdenken sollte.

Klar, Crossplattform-Entwicklung ist kein ganz einfaches Thema, aber genau deshalb treffen sich ja Intel- und andere Spezialisten in Berlin, um vor interessierten Software-Entwicklern darüber und mit ihnen zu reden. Es wird aber nicht nur geredet, sondern auch gezeigt, mit welchen Tools sich beispielsweise Software von Plattform A (z.B. iPhone) auf Plattform B (z.B. Netbook) portieren lässt. Denn das Ganze ist ja kein Hexenwerk, und genau das soll am 4. September gezeigt werden.

Mit dabei sind Intel-Ingenieure, die über die notwendigen Tools und das erforderliche Wissen referieren. Außerdem werden Software-Entwickler, die mit dem Thema Crossplattform-Programmierung zu tun haben, in der Homebase Lounge zugegen sein. Denn nichts ist anschaulicher als Beispiele aus der Praxis. Und beim anschließenden Networking (samt Speis‘ und Trank) kann man das Gehörte in Einzelgesprächen weiter vertiefen.

Falls das jetzt alles zu schnell ging, helfen bestimmt die Infos weiter, die auf der Intel-Facebookseite zu finden sind. Dort gibt es alles noch mal genau aufgelistet. Und dort könnt ihr euch auch gleich für dieses wirklich sehr spannende Event anmelden. Und psst: Wer nach Berlin kommt, kann auf eine Überraschung hoffen. Mehr darf ich dazu aber noch nicht verraten….

Review: MeeGo im Netbook-Praxiseinsatz, Teil 2

Gestern habe ich MeeGo 1.0 auf meinem Toshiba-Netbook zum ersten Mal laufen lassen, und zwar per Live-Image vom USB-Stick. Und am Ende des zugehörigen Beitrags habe ich versprochen, einen zweiten Teil mit weiteren Eindrücken zum mobilen Linux-Derivat zu veröffentlichen. Was hiermit geschieht.

Die Bedieneroberfläche gliedert sich in zehn Bereiche. Das sind „Myzone“, „Zone“, „Applications“, „Status“, „People“, „“Internet“, „Media“, „Devices“, „Bluetooth“ und „Network“. Myzone und Zone habe ich gestern ja schon besprochen, hier also die restlichen acht.

Applications: Dieser Bereich ist zweigeteilt: Zum einen lassen sich bevorzugte Apps dort platzieren („Favorite applications“), zum anderen finden man, nach Kategorien sortiert, sämtliche Anwendungen, die auf dem Netbook installiert sind. Dazu gehören Tools, Spiele, Internet-Apps, Multimedia, Office-Anwendungen und System-Tools. Wem das nicht reicht, der findet unter „System Tools“ den Software-Katalog „Garage“, in dem sich weitere Apps befinden. Okay, derzeit sieht es noch etwas mau damit aus, aber das wird sich bestimmt in den nächsten Wochen und Monaten ändern.

Status: Das ist ein Teil des Social-Media-Hubs von MeeGo. Hier kann man seinen Twitter- und Last.fm-Account eintragen und somit stets auf dem neuesten Stand bleiben, was sich da draußen gerade so tut. Natürlich lassen sich über „Status“ auch eigene Tweets absetzen, retweeten und auf Tweets antworten. Schade ist nur, dass Facebook und andere soziale Dienste (noch) nicht unterstützt werden.

People: Hinter dem etwas irritierenden Begriff „People“ befindet sich Empathy, ein Messenger- und VoIP-Tool, das es erlaubt, sämtliche Chat-Kanäle einzurichten und so mit anderen via Internet zu plaudern. Da kommt dann sogar Facebook ins Spiel, aber auch AIM, Google Talk, ICQ, MSN, Yahoo und andere Dienste. Also kann man mit MeegGo nicht nur chatten, sondern sogar Internettelefonate führen. Allerdings gelang es mir nicht, alle Chat-Apps zum Laufen zu bringen. Dazu gehörten Facebook (sic!) und AIM. Google Talk ließ sich einrichten und nutzen, und zwar über das MeeGo-eigene Messenger-Tool, das sich über die People-Seite starten lässt.

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Review: MeeGo auf einem Toshiba-Netbook per USB-Stick als Live-Image

Sodala, endlich komme ich dazu, MeeGo 1.0 als Live-Image per USB-Stick auf meinem Toshiba-Netbook laufen zu lassen und ein paar erste Eindrücke mit euch zu teilen. Zu diesem Zweck habe ich natürlich erst mal das aktuelle Image 1.0 auf meinen Mac geladen und dann per einfachem Terminalbefehl auf einen 2-Gigabyte-großen USB-Stick kopiert. Anschließend wird der USB-Stick am Netbook angesteckt und MeeGo per Bootoption von dort gestartet. So einfach ist das.

Allerdings gibt es Hardware-seitig zwei Einschränkungen, die man kennen sollte:

  • Zum einen werden nur diejenigen Prozessoren unterstützt, die mit dem SSE3-Befehlssatz ausgestattet sind. Allerdings betrifft das keine der Atom-CPUs, Netbook-Besitzer sind also „safe“.
  • Zum anderen werden offiziell keine Grafikchips von AMD/ATI, Nvidia und auch nicht der Intel-eigene integrierte Grafikchip GMA500 von MeeGo 1.0 unterstützt. Im Falle von GMA 500 betrifft das sämtliche Netbooks mit dem schon etwas betagten Z-Prozessor. Um herauszufinden, welche Netbooks denn mit MeeGo 1.0 laufen, findet man auf meego.com eine Liste von Netbooks, die erfolgreich getestet wurden. Diese Liste umfasst folgende Modelle: Asus EeePC 901, 1000H, 1005HA, 1008HA, EeePC 1005PE, Eeetop ET1602, Dell mini10v, Inspiron Mini 1012, Acer Aspire One D250, AO532-21S, Revo GN40, Aspire 5740-6025, Lenovo S10, MSI U130, AE1900, HP mini 210-1044, Toshiba NB302.

Was für ein Glück, dass ich seinerzeit „zukunftssicher“gekauft und ein Toshiba-Netbook mit der Modellbezeichnung NB200-110 erworben habe, in dem ein Atom-Prozessor N280 steckt, der mit dem GMA-950-Grafikchip ausgestattet ist. Daher war mein erster MeeGo-Test auch erfolgreich. Sehr überrascht war ich von der Bootzeit, die im Vergleich zu Moblin deutlich verbessert werden konnte. Ich habe zwar nicht handgestoppt, aber es sind vom Einschalten bis zum Erscheinen des MeeGo-GUI nur wenige Sekunden vergangen, und das trotz des USB-Stick-Starts. Respekt!

Die Bedieneroberfläche hat sich im Vergleich zu Moblin auf den ersten Blick nicht verändert: So findet man auf der Startseite „Myzone“, die als Sammelstelle für aktuelle Tweets fungiert und neueste Mails und Termine anzeigt. Natürlich lässt sich Myzone individuell gestalten. Schade, dass man nach wie vor keine Facebook-Meldungen einbinden kann. Das fehlte unter Moblin auch schon.

Mit „Zones“ hat man einen komfortablen Taskmanager, der sämtliche offenen Anwendungen zeigt, die man auch per Mausklick in den Vordergrund holen kann. Dies gelingt übrigens ebenfalls mit der bekannten Tastenkombination <ALT>+<TAB>.

Das war der erste Teil meines MeeGo-Reviews. Der zweite folgt sehr bald. Stay tuned…

Es kommt Schwung ins MeeGo-Projekt: Fedora 14 und MeeGo Handset UX 1.0

Gestern war Annahmeschluss in Sachen Fedora 14. Soll heißen, dass ab sofort keine neuen Features mehr für die nächste Fedora-Version seitens der Community angenommen werden. Aber auch so können sich die geplanten neuen Funktionen sehen lassen. Bemerkenswert ist vor allem die Tatsache, dass Fedora 14 eine angepasste MeeGo-Bedieneroberfläche für Netbooks haben wird. Das klingt doch ganz danach, dass in Sachen MeeGo ein neues Momentum entsteht.

Aber auch sonst sind die geplanten Fedora-14-Features nett anzusehen:

  • D-Compiler samt Standard-Runtime „Tango“
  • Gnome 3.0
  • LZMA-Komprimierung für Live-Images
  • NetBeans 6.9
  • Perl 5.12 und Python 2.7
  • Spice für virtuelle Desktops
  • und viele mehr.

Und falls ihr euch mal MeeGo Netbook UX 1.0 ansehen wollt, dann ist jetzt ein guter Zeitpunkt dafür. Ach ja: Fedora 14 soll Ende Oktober als Finale Release feststehen.

Neben dieser Ankündigung in Sachen Fedora 14 ist schon seit ein paar Tagen MeeGo Handset UX 1.0 draußen, das auf MeeGo 1.1 basiert, das im Oktober offiziell vorgestellt wird. Das Handset-Framework umfasst schon eine ganze Menge:

  • Statusleiste inklusive Uhr und Anzeigesymbole für Netzwerk, Wifi, Bluetooth, 3G, Benachrichtigungen und Akkustatus
  • Home-Bildschirm
  • Lock-Screen
  • Application Launcher
  • vituelle Tastatur
  • diverse Anwendungen: Telefon, SMS, Webbrowser, Kontakte und Fototool
  • Hardsware-Support für Moorestown-basierte Handhelds und Nokia N900
  • und andere Dinge.

Die komplette Featureliste samt Donwloadlink und weitere nützliche Infos gibt es auf meego.com

Meet:MeeGo in Berlin mit Anregungen in Sachen Mobile Linux

Zugegeben, die Ankündigung kommt ein wenig kurzfristig, aber mich erreichte die Nachricht selber erst vor wenigen Minuten via Twitter: Morgen findet im c-base zu Berlin eine ziemliche coole Veranstaltung in Sachen MeeGo/Maemo statt. Ziel dieses Events (das in einer Event-Reihe ausarten soll und weder von Nokia noch von Intel gesponsort wird): Wie bringe ich Community und Entwickler zusammen, damit sich diese bestmöglich zum Thema MeeGo/Maemo austauschen können. Und das Ganze nennt sich dann „Mobile Freidae“.

Auf dem ersten Mobile Freidae wird unter anderem Uwe Kaminski aka jukey darüber referieren, wie sich MeeGo- resp. Maemo-Fehler suchen, beheben und weitergeben lassen. Das klingt doch ziemlich spannend.

Also, falls ihr morgen Abend noch nix vorhabt und euch das Thema MeeGo/Maemo interessiert, kommt ab 20:00 Uhr im c-base zu Berlin vorbei. Und falls ihr sogar selbst einen Beitrag leisten wollt, solltet ihr ganz schnell via E-Mail mit den Organisatoren des Mobile Freidae Kontakt aufnehmen. Denn je mehr Leute sich in solch ein Community-Event einbringen, desto mehr haben alle davon. Also dann: Auf ins c-base!

MeeGo-Smartphone in Wort, Ton und Bild

Letzte Woche hatte ich es angekündigt und heute ist es soweit: Steve „Chippy“ Paine hat auf carrypad.com einen ausführlichen Beitrag zum ersten MeeGo-Smartphone auf Moorestown-Basis veröffentlicht, den ich hier kurz aufgreifen und die Highlight besprechen möchte. Am Ende von Steves Beitrag gibt es übrigens ein 16-minütiges Video, das das Ganze multimedial zusammenfasst.

Vorab sei ganz klar gesagt, dass es sich bei dem Aava-MeeGo-Moorestown-Smartphone lediglich um einen Prototypen handelt, der mit Beta-Hardware- und Pre-Alpha-Software daher kommt. Es ist also kein Gerät, das so auf den Markt kommen wird, wie Steve es in seinen Ausführungen und im Video vorstellt. Aber es gibt einen guten ersten Eindruck, wie Intel-basierte Smartphones in Zukunft aussehen könnten. Und das ist vor allem für Hard- und Software-Entwickler ein wichtiger Hinweis, wohin die Reise gehen wird.

Schön an dem Beitrag finde ich den Einstieg, der davon spricht, wie klein ein „PC“ sein kann. Genau, kein Smartphone, sondern ein mobiler Rechner, den man in seiner Hand hält und mit dem man sogar telefonieren kann. Das Aava-Phone ist mit allem ausgestattet, was man von solch einem Gadget erwarten kann: Touchsceen, diverse Sensoren, diverse Anschlüsse, Kamera und vieles mehr. Und ein Prozessor, der alles in den Schatten stellt, was bisher in Smartphones verbaut wurde. So zeigte der Javascript-Test mit Sunspider, dass das Aava-Phone im Vergleich zu einem Android-Smartphone mit Android 1.6 und Snapdragon-CPU etwa fünfmal schneller ist! Wir reden also tatsächlich von einem echten mobilen Rechner.

Aber auch die MeeGo-Bedieneroberfläche hat großes Potenzial und wird uns sicherlich noch viel Spaß bereiten. Ok, und jetzt guckt ihr euch die Sache am besten selbst an.

Preview: Erstes Intel-Smartphone mit MeeGo

Als unser lieber Kollege Steve „Chippy“ Paine auf dem Tweetup in München anwesend war, hatte er zwar eine ganze Menge an neuesten Gadgets dabei, aber das folgende leider noch nicht: das Atom-Prozessor, also mit einem speziellen ein weiteres Highlight, der bisher hauptsächlich in Netbboks verbaut wird. Und MeeGo ist ein Linux-Derivat für mobile Geräte und stellt einen „Zusammenschluss“ aus Intels Moblin und Nokias Maemo dar.

Der Grund, warum Steve das Aava-Smartphone letzte Woche nicht im Gepäck hatte, ist recht trivial: Es kam erst heute bei ihm an. Und da er aus „terminlichen Gründen“ wohl erst morgen dazu kommen wird, sich das Teil genauer mit seiner Kamera anzusehen, heißt für alle MeeGo-Smartphone-Intel-Fans: ausharren und Vorfreude aufbauen. Zum Glück gibt es ja heute schon ein weiteres Highlight, das uns die Warterei ein wenig verkürzen wird.

Ach ja: Das Aava-MeeGo-Smartphone befindet sich in einem sehr frühen Zustand, sodass man wohl keine Wunderdinge von dem Gadget erwarten darf. Aber die Wifi-Verbindung scheint zu funktionieren, und der Webbrowser läuft auch. Das garantiert zumindest ein paar erste Einblicke, wie so ein MeeGo-Smartphone der Zukunft aussehen wird. Na, da bin ich echt gespannt…