Warum das Nokia Lumia 800 dem iPhone Konkurrenz machen kann (Teil 1)

Das Nokia Lumia 800: zukünftiger iPhone-Killer?!
Das Nokia Lumia 800: zukünftiger iPhone-Killer?!

Jetzt habe ich das Nokia Lumia 800 genau eine Woche, was förmlich nach einem längeren Blogbeitrag schreit. Da ich aber so viel zu dem neuen Smartphone von Nokia zu sagen habe, gibt es heute den ersten Teil einer Miniserie, die sich mit dem Lumia 800 vor allem aus der Sicht eines langjährigen iPhone-Anwenders beschäftigt.

Ja, das bin ich, denn mein erstes iPhone habe ich Mitte November 2007 käuflich erworben und seither nicht mehr die Marke, sondern nur das jeweilige Modell gewechselt. Aber das Lumia 800, ja, doch, das hat auf jeden Fall das Potenzial, legitimer Nachfolger meines iPhone 4 zu werden. Na, mal sehen…

Äußerlichkeiten: Beim ersten Einschalten fand ich spontan das superhelle, sehr scharf auflösende Display des Lumia überzeugend, wenngleich ich es im Modus „Automatische Helligkeit“ ein wenig zu hell finde. Dafür gelingt das Lesen von noch so kleinen Buchstaben (beispielsweise auf Webseiten) wesentlich müheloser als mit dem iPhone 4, und das trotz Retina-Display des Apple-Smartphones.

Aber auch das Design des Nokia-Neulings hat es mir von Anfang an angetan: das leicht abgesetzte Display, die klaren Konturen und die sehr ansprechende Haptik verleihen dem Lumia 800 sehr viel Eleganz. Dabei wirkt es gleichzeitig sehr robust und widerstandsfähig, wovon ich mich allerdings bis dato noch nicht überzeugen konnte. Zum Glück!

Innere Werte: In Sachen innere Werte unterscheiden sich die bisherigen Windows-Phone-Smartphones kaum voneinander, da Microsoft klar regelt, was in solch ein Gerät eingebaut werden muss. Dazu zählt unter anderem ein schneller Prozessor (hier: 1,4 GHz) und ein halbwegs vernünftig dimensionierter Speicher (hier: 16 GByte).

Diese Leistungsmerkmale machen sich beim Lumia 800 in zweierlei Hinsicht bemerkbar: positiv im Sinne von Top-Leistung (was man beispielsweise beim Rendern des Nokia-Kartenmaterials gut merkt) und negativ im Sinne der Akkuleistung, die derzeit noch nicht an die des iPhone heranreicht (obwohl, momentan dürfte der Unterschied nicht sonderlich groß sein). Aber Nokia hat bereits Abhilfe in Form zweier Updates versprochen, die Anfang und Ende Dezember zur Verfügung gestellt werden sollen.

Bedienung: Hinsichtlich der Bedienung kann man iPhone und Lumia 800 kaum vergleichen, zu unterschiedlich sind die Bedienkonzepte der beiden Betriebssysteme, das im Hintergrund werkeln. Das iPhone setzt mit iOS auf eine klare Struktur, die für jede App-Funktion ein eigenes Fenster oder ein eigenes Symbol vorsieht. Damit springt man von Aktion zu Aktion, was nicht immer im besten Sinne einer intuitiven Bedienung ist.

Microsoft hingegen verfolgt mit Windows Phone einen völlig anderen Ansatz: das zugehörige Metro-Design sieht eine sogenannte Panorama-Ansicht vor, die es erlaubt, per Wischbewegung von einer Funktion zu anderen zu navigieren. Man bleibt also stets innerhalb desselben Fensters. Soweit die Theorie. In der Praxis sieht es leider nicht immer so aus, das merkt man besonders den Apps an, die vom iPhone (oder von Android) kommen und lediglich eine Portierung, aber keine echte Anpassung an das Metro-Design verpasst bekommen haben.

Was das iPhone auch nicht kennt, sich Bedienknöpfe, so wie es Microsoft in seinen WP-Designrichtlinien vorsieht. Klar, ein Smartphone, das nur mit einem Home-Knopf auskommt, ist schlichter im Design, aber die drei Tasten auf der Vorderseite des Lumia 800 (und all den anderen WP-Smartphones) haben durchaus ihre Vorzüge. Wobei Taste es nicht ganz trifft: Es sind lediglich Funktionssymbole, die erst mit Einschalten des Geräts aktiv und damit benutzbar werden.

Diese Funktionstasten sind mit „Zurück“, „Home“ und „Suchen“ belegt. Darüber hinaus gibt es an der rechten Seite einen Lautstärkeregler, eine Ein-/Aus-Taste sowie einen Kameraknopf, den Microsoft ebenfalls vorschreibt und mit dem sich die Foto-/Videofunktion direkt starten lässt. Das ist schon praktisch und durchdacht. Na gut, das kann das iPhone seit der aktuellen Version 5 von iOS auch…

Apropos durchdacht: Bei der Erst-Inbetriebnahme des Lumia 800 sollen zwei Aufkleber auf der Oberseite des Smartphones dabei helfen, die SIM-Karte richtig einzusetzen. Die gute Nachricht: man benötigt keine Büroklammer wie beim iPhone. Die schlechte: ich musste trotzdem in die Schnellanleitung gucken, da ich die angegebenen zwei Schritte nicht wirklich verstanden habe. Für alle, die sich das Lumia zulegen wollen oder bereits zugelegt haben: Der USB-Deckel wird per leichtem Druck auf die linke Abdeckungsseite aufgeklappt, damit man anschließend den SIM-Schacht durch einen leichten Druck auf die linke Seite desselben lösen und öffnen kann. Aber wie gesagt: eine Büroklammer braucht man nicht dazu…

Sodala, und bald, sehr bald, folgen hier die Teile 2 und 3, die sich unter anderem mit den Themen Social-Media-Integration, Multimedia, verfügbare Apps, Gimmicks, Schwächen und mehr beschäftigen werden.

Sneak Preview: Was ich am Nokia Lumia 800 toll finde

Nokia LumiaDa ich heute leider nicht mehr dazu komme, endlich mal etwas Substantielles über das Nokia Lumia 800 zu schreiben, folgten an dieser Stelle die wichtigsten Eigenschaften, die mir zu dem jüngsten Spross aus der Familie der Windows-Phone-Phones einfallen. Musik ab, bitte! Aber bitte ganz sanft und leise…

Echter iPhone-Konkurrent!

                  Formschön!

      Mal was anderes!

        Windows Phone at its best!

Die totale Social-Media-Integration!

     Robustes Ding!

Die wichtigsten Apps gibt es auch!

                                  Vollständig anpassbar!

Metro-Design!

                                    Einfach schön!

    Versteht sich auch mit meinem Mac!

Echter iPhone-Konkurrent!