Tag Archive: Lumia 800

Warum das Nokia Lumia 800 auch unter Mac OS X als Office-Gadget taugt

Jetzt habe ich das Nokia Lumia 800 zwar erst seit zwei Wochen im Dauereinsatz, aber es fühlt sich schon so an, als ob ich mit dem Smartphone bereits deutlich länger unterwegs wäre. Das liegt wohl auch an der Office-Tauglichkeit des Lumia, und das in Kombination mit meinem Mac, also ganz ohne Exchange-Anbindung oder ähnlichen Schnickschnack.

E-Mail auf dem Lumia 800, und das via Google Mail, Outlook und eigenen MailservernE-Mail: Klar, dass Windows Phone zahlreiche E-Mail-Konten unterstützt. Dazu gehören Windows Live inklusive Hotmail, Xbox Live und Windows Messenger, Google Mail, Outlook Exchange und Office 365, Nokia Mail (das ist sehr Lumia-spezifisch), Yahoo Mail, LinkedIn sowie eigene POP- und IMAP-Mailserver. Damit ist die komplette Bandbreite an möglichen Mail-Anwendungen abgedeckt.

Nachrichten: Kurznachrichten lassen sich ebenfalls mit dem Lumia 800 verschicken und empfangen, klar. Dabei entspricht die Darstellung einem Chat-Thread, so wie man es beispielsweise auch vom iPhone kennt. Das macht den SMS-Verkehr zwischen zwei Leuten sehr transparent und nachvollziehbar. MMS-Nachrichten lassen sich mit dem Nachrichten-Tool genauso verschicken, und richtig cool ist die Möglichkeit, Textnachrichten zu diktieren, die dann in Text umgewandelt werden. Hierzu ist allerdings ein wenig Übung erforderlich, und die Aussprache sollte möglichst akzentuiert sein.

Navigation: Mit dem Nokia Navigationstool steht auf dem Lumia 800 von Anfang an ein brauchbares Navisystem zur Verfügung. Okay, mit einem ausgewachsenen Navigationsgerät kann es nicht mithalten, und die Navigationssoftware von Navigon und Konsorten leisten auch mehr, aber für die schnelle Orientierung in einer fremden Stadt ist das Nokia-GPS-Tool allemal geeignet. Und das “für lau”…

Das kann das iPhone nicht: Office-Dokumente auf dem Lumia erstellen und via Cloud mit anderen teilenDokumente: Office-Dokumente lassen sich mit dem Lumia 800 erstellen, auf Skydrive, einem Sharepoint-Server, auf dem Handy selbst oder in der Office-365-Cloud speichern und dort weiter bearbeiten. Gerade die kostenlose Skydrive-Variante ist sehr interessant, da man hierfür nicht mal Word auf seinem Rechner installiert haben muss.

Man erstellt also ein Dokument, speichert dieses auf Skydrive und öffnet es innerhalb der Window-Live-Umgebung auf seinem persönlichen Skydrive-Laufwerk. Die Word- oder Excel-Datei kann dann per Webapp editiert und gespeichert werden, und dieses veränderte Dokument steht dann via Cloud auf dem Lumia automatisch zur Verfügung. Und das alles “seamless”. Sehr schick! Auf diesem Weg lassen sich übrigens auch Powerpoint-Präsentationen und OneNote-Notizen erfassen, bearbeiten und teilen.

Kalender: Die Synchronisation mit iCal (dem Mac-OS-X-Kalender) ist nicht ganz so trivial, funktioniert aber trotzdem. Voraussetzung hierfür ist ein Google-Konto und ein eingerichteter Google-Kalender. In diesem Fall erstellt man auf dem Lumia über “Einstellungen”, “System” über die Option “E-Mail-Konten & andere” sein Google-Konto ein. Auf dem Mac richtet man in iCal unter “Einstellungen”, “Accounts” einen neuen Kalender vom Typ “Google” ein. Unter “Allgemein” legt man unter “Standardkalender” den gerade eingerichteten Google-Kalender als erste Option fest. Sobald man nun auf dem Lumia oder Mac einen neuen Termin einträgt, werden die Daten automatisch synchronisiert.

Dabei gibt es allerdings Folgendes zu beachten: Legt man einen neuen Termin auf dem Lumia an und löscht diesen wieder am Smartphone, werden sämtliche Veränderungen auch in iCal übernommen. Erstellt man im Gegensatz dazu einen Termin in iCal und löscht diesen wieder am Mac, bleibt der Termin am Lumia erhalten, da der Termin nicht im Web-Frontend von Google Kalender gelöscht wird. Da bleiben nur zwei Optionen: entweder den Termin am Lumia oder in der Webansicht von Google Kalender entfernen.

Kontakte: Als Kontaktbörse ist das Lumia 800 inklusive Windows Phone bestens geeignet. Innerhalb des “People Hub” werden sämtliche Details zu einem bestimmten Kontakt angezeigt, also Telefonnummern, Mailadressen, Twitter- und Facebook-Name und so fort. Und das Synchronisieren via Google-Mail-Kontakte und dem Lumia ist recht einfach, vor allem, wenn man eine gut gepflegte iCloud-Adressdatenbank sein Eigen nennt.

Zunächst einmal sollte man seine iCloud-Adressen sichern, indem man alle Kontakte auswählt (CMD+A) und in der Adressbuch-Anwendung von OS X unter “Ablage” den Befehl “Exportieren”, “vCard exportieren” ausführt. Anschließend geht man via Webbrowser in seinen Google-Mail-Account, öffnet seine Kontakte, wählt alle aus und löscht diese. Dann klickt man auf “Mehr”, “Importieren” und lädt die zuvor gesicherten iCloud-Kontakt in Google Mail.

Abschließend führt man am besten eine Zusammenführung aller doppelten Kontakte durch, falls diese vorhanden sind. Dies geschieht über den Befehl “Mehr”, “Duplikate suchen und zusammenführen”. Wenn man nun seinen Google-Account am Lumia einrichtet, stehen die zuvor importierten Kontaktdaten allesamt zur Verfügung.

Tipp: Dies geschieht analog dazu auch via Windows Live…

Weitere Tools: Egal, ob die Bahn-App für die eigene Reiseplanung, die App “Aufgaben” für die zu erledigenden Dinge des Alltags, ein digitales Diktiergerät oder die kostenlose Anwendung “Zeiterfassung” von Lexware – im Windows Phone Marketplace findet man schon viele nützliche Tools, die das Arbeitsleben mit dem Lumia erleichtern. Dabei lässt man sich die App seiner Wahl am besten via E-Mail auf sein Lumia schicken, woraufhin man mit einem Fingertipp im Marketplace landet, um von dort aus die App zu installieren.

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Warum das Nokia Lumia 800 dem iPhone Konkurrenz machen kann (Teil 3)

Dank eines schusseligen Bauarbeiters, der laut unseres Zugbegleiters einen wichtigen Kabelstrang durchtrennt und damit für eine Umleitung inklusive 30-minütiger Verspätung des ICE 820 von München nach Essen gesorgt hat, komme ich tatsächlich noch dazu, den dritten Teil meiner Lumia-800-Trilogie ins Netz zu stellen. Allerdings wird und kann dieser abschließende Abschnitt zu meinen Lumia-800-Impressionen nicht vollständig sein. Neue respektive fehlende Aspekte werde ich hier Stück für Stück nachtragen.

Was mir gefällt

Die Kamera: 8 Megapixel, ein vernünftiger Blitz und zahlreiche Bearbeitungsfunktionen machen aus dem Lumia 800 eine echte Alternative zu Kompaktkameras. Wenn da nicht dieser seltsame Lilaschleier wäre, sobald der Weißanteil eines Bildes höher als auf “normalen” Bildern ist. Was könnte das nur sein, Nokia?

Die Texteingabe: Dafür kann Nokia zwar nix, aber selbst das Tippen längerer Texte gelingt mit dem Lumia 800 schneller und stressfreier als mit meinem iPhone. Zuständig hierfür ist das sehr gute Wörterbuch, das in Echtzeit die möglichen Wortkombinationen anzeigt, aus der man das Wort seiner Wahl per Fingertipp in den Text einfügen kann. Und was Apple bis heute nicht implementiert hat, ist das Hinzufügen neuer Wörter in das WP-Lexikon. Danke, Microsoft!

Sprachgesteuerte Suche: Anfangs hielt ich das für ein gut gemeintes Gimmick, aber die sprachgesteuerte Suche von Bing, der Antwort seitens Microsoft auf Google, funktioniert ziemlich gut, und das sogar auf Deutsch. Allerdings sollte man auf eine möglichst saubere Aussprache achten – wie im richtigen Leben eben.

Animierte Kacheln: Das, was sich auf dem iPhone sehr statisch präsentiert, mutet auf dem Lumia 800 dank Windows Phone fast schon zu verspielt an: animierte Kacheln, die etwas über den jeweiligen Zustand der dahinter liegenden App verraten. Ob der aktuelle Foursquare-Punktestand, neue Nachrichten oder die Kontaktliste als bewegliche Fotosammlung – stets sieht man auf einen Blick, was sich gerade im eigenen Mikrokosmos so tut. Das gilt übrigens auch für den Sperrbildschirm, der die Anzahl neuer Nachrichten verrät und das Musikstück anzeigt, das man gerade hört.

Was mir nicht so gefällt

Fehlende App-Ordner: Zugegeben, Apple hat auch eine ganze Weile gebraucht, bis sich Apps zu Ordner zusammenfassen ließen. Das ist aber kein Grund für Microsoft, darauf zu verzichten. Selbst bei “nur” 40.000+ Apps im Marketplace kann es da ganz schnell unübersichtlich werden. Da nützt dann auch nix, wenn sich die Lieblings-Apps auf der Startseite beliebig anheften und anordnen lassen.

Akkulaufzeit: Ich hatte es zwar schon mal bemängelt, will es aber nochmals wiederholen: Von einem modernen Smartphone erwarte ich eine Akkuleistung, die mich zumindest einen Arbeitstag lang mit Strom fürs mobile Surfen, Musik hören und mehr versorgt. Daher ist die Rund-um-die-Uhr-Tauglichkeit des Lumia 800 noch verbesserungswürdig. Allerdings geht es Apple mit dem iPhone 4/S in Kombination mit iOS 5.0.1 nicht viel besser. Und beide Seiten (also Nokia und Apple) haben in Form eines baldigen Updates Abhilfe des Problems versprochen. Hoffentlich!

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Kein Tethering mit dem Nokia Lumia 800 und wann es kommen soll

Jetzt sitze ich hier in diesem ICE 820 auf dem Weg nach Köln, der iPhone developer conference 2011 wegen, und habe natürlich das ein oder andere zu schreiben. Und da ich ein Online-Mensch bin, ist hierfür eine funktionierende Internetverbindung unerlässlich, klar. Die WLAN-Anbindung der Bahn funktioniert (mal wieder) nicht, so dass ich auf meine seitens T-Mobile freigeschaltete Tethering-Funktion zurückgreife. Aber dafür habe ich sie ja schließlich.

Ein kurzer Blick ins mobile 3G-Web genügte allerdings, um festzustellen, dass das Lumia 800, mit dem ich gerade “on tour” bin, diese Funktion (noch nicht) unterstützt. Denn glaubt man den offiziellen Verlautbarungen, wird diese Funktion erst mit dem größeren Windows-Phone-Update Anfang nächsten Jahres freigeschaltet. Das soll dann auch die Akkuprobleme endgültig beheben, die beim neusten Nokia-Spross zu bemängeln sind. Also warten wir aufs Update, und alles wird gut…

Ach ja: Zum Glück habe ich mein iPhone noch nicht eingemottet und nenne eine Büroklammer mein Eigen. So konnte ich einen schnellen SIM-Karten-Tausch vornehmen und mein Apple-Handy reaktivieren. Des Tetherings wegen. Und auf einer iPhone-Entwickler-Konferenz macht sich das Teil ohnehin besser, oder?! Obwohl Nokia und Microsoft gemeinsam auf der IPDC11 sein werden. So gesehen habe ich die Wahl, ganz ohne schlechtes Gewissen…

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Warum das Nokia Lumia 800 dem iPhone Konkurrenz machen kann (Teil 2)

Das Nokia Lumia 800: zukünftiger iPhone-Killer?!

Das Nokia Lumia 800: zukünftiger iPhone-Killer?!

Am Freitag habe ich den ersten Teil meiner Miniserie zum Lumia 800 online gestellt. Und gleich dazu via Twitter einen Kommentar bekommen, dass das Nokia-Smartphone trotz diverser positiver Aspekte nicht mal ansatzweise zum iPhone-Konkurrenten taugt. Das Argument Pro-iPhone lautete: “Geh mal in beide Appstores, dann weißt du es mit Sicherheit.”.

Nun gut, dann werde ich das doch heute mal tun und nachgucken, was dem Windows Phone Marketplace im Vergleich zum iPhone App Store noch so alles fehlt. Was aber korrekt heißen muss: was mir noch alles fehlt. Denn was andere auf ihrem Smartphone installieren, interessiert mich an der Stelle nicht, da ich im Laufe der vier iPhone-Jahre ganz gut herausgefunden habe, was für mich auf einem Smartphone wichtig ist – und was nicht.

Darüber hinaus werde ich mich noch mit den Themen Social-Media-Integration und Multimedia auf dem Lumia 800 beschäftigen. Na dann mal los!

Windows-Phone-Apps: Klar, mit mehr als einer halben Million Apps für das iPhone kann der Windows Phone Marketplace nicht mithalten. Dafür ist der Vorsprung seitens Apple einfach schon viel zu groß, schließlich gibt es deren Appstore bereits seit März 2008. Aber mit über 40.000 Windows-Phone-Anwendungen muss sich der Microsoft-Appstore wahrlich nicht verstecken, und dank des aktuellen Lumia-Hypes werden sicherlich weitere Software-Entwickler über Windows Phone als dritte Plattform neben iOS und Android nachdenken. Dazu könnte unter anderem die iPhone developer conference beitragen, die morgen und übermorgen in Köln stattfindet und auf der beide Protagonisten – also Nokia und Microsoft – anwesend sein werden.

Mit der Umsetzung der wichtigsten Apps, die auf meinem iPhone laufen, geht es recht zügig voran. Egal, ob Facebook, Twitter oder die Bahn-App – ich habe bereits zahlreiche Anwendungen auf dem Lumia 800 installiert, die mir jeden Tag gute Dienste leisten. Zwar sind noch nicht alle Apps perfekt an das Metro-Design angepasst, aber die ersten iOS-Anwendungen waren auch nicht allesamt fehlerfrei. Natürlich fehlt mir noch die 90elf-App, aber dafür gibt es zumindest die kicker.de-App, wenngleich es diese mit der 90elf-Anwendung bei weitem nicht aufnehmen kann.

Auch sind im Marketplace schon diverse Koch-Apps verfügbar und die Wikipedia-App, eine Fahrplan-App für den ÖPNV und vieles mehr. Und wer sich schon mal die Navi- und Karten-Apps von Nokia angesehen hat, wird die Karten-App auf dem iPhone und die Navigon-Navi-App nie wieder vermissen.

Ach ja: Multitasking ist unter Windows Phone 7.5 bei weitem noch nicht perfekt umgesetzt. So sind lediglich die fünf zuletzt geöffneten Anwendungen per Zurück-Taste direkt erreichbar. Das ist für Viel-Apps-Benutzer wie mich natürlich nicht sehr befriedigend.

Social-Media-Integration: Damit wirbt Microsoft seit Anfang an: die hohe “Integrationsdichte” sämtlicher Kontaktdaten, über die man verfügt. Sei es also ein Windows-Live- oder Twitter- oder Facebook-Kontakt, alle werden unter einer gemeinsamen Oberfläche dargestellt, und zwar im sogenannten People-Hub. Dabei werden die wichtigsten Kontaktdaten anhand der Facebook- und Twitter-Einträge im Adressbuch des Smartphones sichtbar gemacht. Und die eigenen Details zum jeweiligen Kontakt natürlich auch.

Genauso funktioniert auch die “private” Timeline, die man mit seinen Kontakten pflegt. Denn zu jedem Kontakteintrag werden sämtliche Aktivitäten angezeigt, also jede Mail, jede SMS, jedes Telefonat und jeder Facebook-Eintrag. Damit sind Konversationen mit einzelnen Leuten transparenter und sehr kompakt. Und natürlich lassen sich auch einzelne Kontakte zu Gruppen zusammenfassen, sodass man sich schnell und bequem mit einzelnen Gruppenmitglieder austauschen kann.

Multimedia: Was für die Kontakte gilt, lässt sich auf die Multimedia-Daten genauso anwenden. Denn sämtliche Videos und Musikstücke, die sich auf dem Lumia 800 befinden (oder jedem anderen WP-Smartphone), werden im Multimedia-Hub angezeigt. Und wenn man eine Audio- oder Video-App auf seinem WP-Handy installiert hat, wird diese ebenfalls dort integriert. Vom Multimedia-Hub gelangt man auch in den Marketplace, den Windows-Phone-Appstore.

So, und wem das immer noch nicht reicht, der warte am besten auf den dritten Teil meiner Lumia-800-Trilogie, in der es um die Themen “Gimmicks”, “Schwächen” und mehr geht.

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Warum das Nokia Lumia 800 dem iPhone Konkurrenz machen kann (Teil 1)

Das Nokia Lumia 800: zukünftiger iPhone-Killer?!

Das Nokia Lumia 800: zukünftiger iPhone-Killer?!

Jetzt habe ich das Nokia Lumia 800 genau eine Woche, was förmlich nach einem längeren Blogbeitrag schreit. Da ich aber so viel zu dem neuen Smartphone von Nokia zu sagen habe, gibt es heute den ersten Teil einer Miniserie, die sich mit dem Lumia 800 vor allem aus der Sicht eines langjährigen iPhone-Anwenders beschäftigt.

Ja, das bin ich, denn mein erstes iPhone habe ich Mitte November 2007 käuflich erworben und seither nicht mehr die Marke, sondern nur das jeweilige Modell gewechselt. Aber das Lumia 800, ja, doch, das hat auf jeden Fall das Potenzial, legitimer Nachfolger meines iPhone 4 zu werden. Na, mal sehen…

Äußerlichkeiten: Beim ersten Einschalten fand ich spontan das superhelle, sehr scharf auflösende Display des Lumia überzeugend, wenngleich ich es im Modus “Automatische Helligkeit” ein wenig zu hell finde. Dafür gelingt das Lesen von noch so kleinen Buchstaben (beispielsweise auf Webseiten) wesentlich müheloser als mit dem iPhone 4, und das trotz Retina-Display des Apple-Smartphones.

Aber auch das Design des Nokia-Neulings hat es mir von Anfang an angetan: das leicht abgesetzte Display, die klaren Konturen und die sehr ansprechende Haptik verleihen dem Lumia 800 sehr viel Eleganz. Dabei wirkt es gleichzeitig sehr robust und widerstandsfähig, wovon ich mich allerdings bis dato noch nicht überzeugen konnte. Zum Glück!

Innere Werte: In Sachen innere Werte unterscheiden sich die bisherigen Windows-Phone-Smartphones kaum voneinander, da Microsoft klar regelt, was in solch ein Gerät eingebaut werden muss. Dazu zählt unter anderem ein schneller Prozessor (hier: 1,4 GHz) und ein halbwegs vernünftig dimensionierter Speicher (hier: 16 GByte).

Diese Leistungsmerkmale machen sich beim Lumia 800 in zweierlei Hinsicht bemerkbar: positiv im Sinne von Top-Leistung (was man beispielsweise beim Rendern des Nokia-Kartenmaterials gut merkt) und negativ im Sinne der Akkuleistung, die derzeit noch nicht an die des iPhone heranreicht (obwohl, momentan dürfte der Unterschied nicht sonderlich groß sein). Aber Nokia hat bereits Abhilfe in Form zweier Updates versprochen, die Anfang und Ende Dezember zur Verfügung gestellt werden sollen.

Bedienung: Hinsichtlich der Bedienung kann man iPhone und Lumia 800 kaum vergleichen, zu unterschiedlich sind die Bedienkonzepte der beiden Betriebssysteme, das im Hintergrund werkeln. Das iPhone setzt mit iOS auf eine klare Struktur, die für jede App-Funktion ein eigenes Fenster oder ein eigenes Symbol vorsieht. Damit springt man von Aktion zu Aktion, was nicht immer im besten Sinne einer intuitiven Bedienung ist.

Microsoft hingegen verfolgt mit Windows Phone einen völlig anderen Ansatz: das zugehörige Metro-Design sieht eine sogenannte Panorama-Ansicht vor, die es erlaubt, per Wischbewegung von einer Funktion zu anderen zu navigieren. Man bleibt also stets innerhalb desselben Fensters. Soweit die Theorie. In der Praxis sieht es leider nicht immer so aus, das merkt man besonders den Apps an, die vom iPhone (oder von Android) kommen und lediglich eine Portierung, aber keine echte Anpassung an das Metro-Design verpasst bekommen haben.

Was das iPhone auch nicht kennt, sich Bedienknöpfe, so wie es Microsoft in seinen WP-Designrichtlinien vorsieht. Klar, ein Smartphone, das nur mit einem Home-Knopf auskommt, ist schlichter im Design, aber die drei Tasten auf der Vorderseite des Lumia 800 (und all den anderen WP-Smartphones) haben durchaus ihre Vorzüge. Wobei Taste es nicht ganz trifft: Es sind lediglich Funktionssymbole, die erst mit Einschalten des Geräts aktiv und damit benutzbar werden.

Diese Funktionstasten sind mit “Zurück”, “Home” und “Suchen” belegt. Darüber hinaus gibt es an der rechten Seite einen Lautstärkeregler, eine Ein-/Aus-Taste sowie einen Kameraknopf, den Microsoft ebenfalls vorschreibt und mit dem sich die Foto-/Videofunktion direkt starten lässt. Das ist schon praktisch und durchdacht. Na gut, das kann das iPhone seit der aktuellen Version 5 von iOS auch…

Apropos durchdacht: Bei der Erst-Inbetriebnahme des Lumia 800 sollen zwei Aufkleber auf der Oberseite des Smartphones dabei helfen, die SIM-Karte richtig einzusetzen. Die gute Nachricht: man benötigt keine Büroklammer wie beim iPhone. Die schlechte: ich musste trotzdem in die Schnellanleitung gucken, da ich die angegebenen zwei Schritte nicht wirklich verstanden habe. Für alle, die sich das Lumia zulegen wollen oder bereits zugelegt haben: Der USB-Deckel wird per leichtem Druck auf die linke Abdeckungsseite aufgeklappt, damit man anschließend den SIM-Schacht durch einen leichten Druck auf die linke Seite desselben lösen und öffnen kann. Aber wie gesagt: eine Büroklammer braucht man nicht dazu…

Sodala, und bald, sehr bald, folgen hier die Teile 2 und 3, die sich unter anderem mit den Themen Social-Media-Integration, Multimedia, verfügbare Apps, Gimmicks, Schwächen und mehr beschäftigen werden.

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