Windows 8 Premiere Club: Ansichten eines Bloggers

Die volle Packung Windows 8 für Entwickler gab es auch auf dem Windows 8 Premiere Club
Die volle Packung Windows 8 für Entwickler gab es auch auf dem Windows 8 Premiere Club

Berlin ist ja immer eine Reise wert, und wenn obendrein Microsoft nach dir ruft, auf dass du an einer Windows-8-Veranstaltung teilnimmst, reist man doppelt gerne in die Hauptstadt der Republik. So begab es sich also, dass ich auf dem Windows 8 Premiere Club im stylischen nhow Hotel zugegen war, um mir die neuesten und interessantesten Infos zum nächsten Betriebssystem aus Redmond abzuholen. Und ich muss sagen: alles in allem hat sich die Fahrt und der damit verbundene Aufwand gelohnt.

Die Location sollte wohl zur Veranstaltung passen, und hat diesen Anspruch meines Erachtens nur bedingt erfüllt. Klar, alles sehr stylisch und sehr farbig und sehr spacig, aber Windows 8 steht doch eher für schlichte, klare Formen und Farben, oder habe ich da mit Metro etwas falsch verstanden?

So gesehen waren die geschwungenen Formen und das omnipräsente Pink leicht kontraproduktiv, wenngleich dieser Umstand der Qualität einer Veranstaltung nicht zuwider laufen sollte. Aber in diesem Fall hätte Microsoft respektive die ausführende Agentur gut daran getan, eher ein Metro-affines Hotel auszuwählen. Aber gut, das ist möglicherweise ein wenig zu streng.

Die Leute waren von jeglicher Couleur, also nicht nur Entwickler, wie zu vermuten war. Das war allerdings Absicht, wie mir Microsoft bestätigte, und diese Entscheidung war auch gut so. Denn neben echten Developern saß man auch neben UI-Designern, Business-Leuten und ganz „normalen“ Anwendern, die einfach mal gucken wollten, wie sich Windows 8 anfühlt. Und genau diese Mischung gab dem Windows 8 Premiere Club einen ganz besonderen „Touch“ (sorry für das Wortspiel, aber das musste zumindest einmal rein). Aber natürlich war es auch ein bisschen wie Klassentreffen, auf dem man bekannte Leute wiedersieht, aber auch länger nicht getroffene und natürlich ganz neue, was immer den Charme einer solchen Veranstaltung ausmacht.

Ibrahim "Ibo" Evsan zum Thema" Wie entwickle ich mich zur Marke"
Ibrahim "Ibo" Evsan zum Thema" Wie entwickle ich mich zur Marke"

Das Programm war angesichts der unter „Die Leute“ beschriebenen Heterogenität eine gute Mischung aus Entwickler- und Nicht-Entwickler-Vorträgen, wenngleich via Twitter immer wieder mal die Beschwerde kam: „nicht schon wieder Code!. Man kann es halt leider nicht allen recht machen. Ich fand es aber eine gute Mixtur aus technischen und nicht so technischen Sessions, die für jeden etwas zu bieten hatten.

Mein persönliches Highlight war der Talk von Ibrahim „Ibo“ Evsan, der in seiner unnachahmlichen Art eine Menge erzählte über Self-Marketing via Soziale Medien und das Entwickeln der eigenen Marke. Leider ist er für meinen Geschmack nicht ausreichend auf die ToDo’s eingegangen, die beim Aufbau einer solchen Online-Marke zu beachten sind. Da reicht der Hinweis, man solle auf jeden Fall auf den gängigen Plattformen vertreten sein, nicht aus. Aber einen guten, wenn auch sehr generischen Tipp hatte er trotzdem in petto: „Mach‘ es einfach, sonst macht es ein anderer!“.

Das Rahmenprogramm war auch sehr nett. Neben einem perfekten Catering und sehr gutem Essen (wobei ich die Anordnung des Buffets auch am zweiten Tag nicht wirklich verstanden habe) war die Party des ersten Abend sehr unterhaltsam.

Mit Livemusik, die natürlich Geschmacksache war, und ein üppiges Angebot an diversen Speisen und Getränken brachten die Anwesenden in eine entsprechende Stimmung. Und das Feuerwerk bei Einbruch der Dunkelheit hatte auch etwas. Dort wurde dann sogar eine große „8“ illuminiert. Großes Kino! Schade nur, dass angesichts der Aufstehzeit von halb vier meine Kondition schnell im Keller war. Aber so war ich zumindest fit für den zweiten Tag.

Cooles Teil mit tollen Anwendungsmöglichkeiten: der Surface-2-Tisch, der Teil des Events war
Cooles Teil mit tollen Anwendungsmöglichkeiten: der Surface-2-Tisch, der Teil des Events war

Das Drumherum hat Microsoft sehr ernst genommen. Ob das die Demo-Stationen waren, auf denen Windows 8 und Windows Phone begutachtet werden konnten, oder der sehr coole Surface-2-Touchtisch oder die chillige Musik, die sogar als Mitbringsel auf CD verteilt wurde – auch auf die Kleinigkeiten kommt es an, und dazu haben sich die Mädels und Jungs aus Unterschleißheim einige Gedanken gemacht.

Schön fand ich auch das auf die Event-Badge gedruckte Programm, das man so stets bei sich trug und das einen darüber informierte, welche Sessions noch folgen. Das erleichterte die Orientierung ganz erheblich. Sehr beliebt waren aber auch die sogenannten „Fat Boys“, also Sitzgelegenheiten, in denen man zwar sehr bequem lümmeln kann, aus denen man aber nie wieder heraus kommt. Und am zweiten Tag (dem After-Party-Day) wurden die Fat Boys auch zu anderen Zwecken missbraucht.

Mein Fazit lautet daher: Bravo, Microsoft, für eine alles in allem gelungene Veranstaltung, die dank ihrer heterogenen Zuschauer ein Format der Zukunft werden könnte. Denn wer will immer nur Entwickler um sich herum haben…

MobileTech Conference 2012: Anmelden und ein Nokia Lumia 800 mit nach Hause nehmen

Das ist mal ein echter Knaller! Allen Teilnehmern der MobileTech Conference 2012, die vom 26. bis 29. März in der schönsten Stadt Deutschlands stattfindet, überreicht die teilnehmende Software & Support Media GmbH ein Nokia Lumia 800. Für lau!

Allerdings gibt es das nicht einfach so: nur, wer sich für drei der vier Tage anmeldet, darf das schicke Nokia-Smartphone mit nach Hause nehmen. Und dafür werden genau 999 Euro fällig. Dafür gibt es aber auch zahlreiche Kominationsmöglichkeiten, wie man diese drei Tage in München sinnvoll nutzen kann.

In Verbindung mit der zweitägigen Konferenz inklusive Ausstellerbereich kann man beispielsweise einen ganztägigen Android-Workshop dazu buchen. Oder mehr über Javascript-Webapps lernen. Oder etwas über iOS. Oder…

Wie auch immer ihr euch entscheidet: die MobileTech Conference 2012 ist wieder pickepackevoll mit interessanten Themen und Ausstellern. Mehr dazu gibt es morgen hier – gleiche Stelle, gleich Welle.

M-Days-iPhone-App: Gut gedacht, nicht ganz so gut gemacht

Die iPhone-App zur Konferenzmesse mit Macken
Die iPhone-App zur Konferenzmesse "M-Days" mit Macken

So sitze ich also hier im ICE 728 auf meinen Weg nach Frankfurt am Main, der M-Days 2012 wegen. Und was macht so ein Technik-Geek wie ich um diese Uhrzeit? Genau, er verfasst seinen ersten iPhone-App-Test des Tages. Und die handelt von der Konferenz-App höchstpersönlich, die ich an den nächsten Tagen gerne und sinnvoll eingesetzt hätte. Leider bleibt es wohl beim Teil-Konjunktiv. Warum aber nur?

Nun, die Gründe hierfür sind mannigfaltig, da die Konferenz-App mit Namen „M-Days Navigator“ nicht den Anforderungen genügt, die man an solch eine mobile Anwendung stellt. Die Schwachpunkte sehen wie folgt aus:

  • Die Funktion „Geländeplan“ erlaubt den grafischen Zugriff auf den kompletten Ausstellerplan.Theoretisch. Praktisch sind erstens nicht alle Ausstellerinfos verlinkt, und zum zweiten sind die vorhandenen Informationen pro ausstellender Firma derart dürftig, dass nicht  mal der Kompetenzbereich des Unternehmens vermerkt ist. Zu Recherchezwecken ist das leider nicht ausreichend.
  • Mithilfe der App-Funktion „Aussteller“ kann man nach den vertretenen Unternehmen suchen, und zwar anhand der Kategorien „Firma“ und „Produkte“. Schön. Weniger schön ist allerdings die Tatsache, dass „Produkte“ keinerlei Einträge aufweist. Sollten Nokia und Co. etwa ohne Lumia & Co.nach Frankfurt gereist sein?!
  • Was sich hinter „Buddys“ verbirgt, kann ich nur erahnen, da sich diese Funktion nicht wirklich nutzen lässt. Meine Vermutung: „Buddys“ ist so etwas wie Foursquare, speziell für die M-Days konzipiert. Allerdings lassen sich keinerlei Kontakt importieren (zum Beispiel über das iPhone-eigene Adressbuch), so dass eine Kontaktaufnahme mit anderen M-Days-Besuchern (sofern das die Idee hinter „Buddyfinder“ ist) nicht zustande kommen kann. Und wirklich nutzen scheint die App-Funktion bisher auch kaum jemand. Na ja, vor Ort werde ich das nochmals überprüfen.
  • Der Eintrag „Events“ führt den App-Anwender zu den zwei Kongresssträngen, zum Vortrags- und zum Messestrang. Abgesehen davon, dass der Messebereich seit dem 24. Januar nicht mehr kostenlos ist, sondern an der Tageskasse mit 20 Euro zu Buche schlägt, sind die Inhalte, die der Funktion hinterlegt sind (also die Detailinfos zum jeweiligen Vortrag) leider nicht an die Bildschirmgröße des iPhone angepasst, so dass ein manuelles Hinein-Zoomen notwendig ist; außerdem ist eine Rotation ins Querformat nicht möglich! Schade. Aber: interessante Sessions lassen sich als Favorit markieren und direkt in den Kalender kopieren.

Und was es mit der Funktion „Scanner“ auf sich hat, werde ich wohl auch erst auf der Veranstaltung erfahren. Hoffentlich.

Fazit: Gut gedacht, leider nicht so gut gemacht, die M-Days-iPhone-App der Messe Frankfurt. Da beschleicht mich ein wenig das Gefühl, dass unbedingt eine mobile Anwendung entstehen sollte, die aber leider nicht zu Ende gedacht wurde. Aber sehen wir es mal positiv: da ist noch ganz viel Raum für Verbesserungen…

Ach ja, noch ein Tipp an die Macher der App: Mal bei Ivo Wessel nachfragen, wie er so seine Apps konzipiert.

M-Days 2012: Mobile, Mobile, Mobile!

Heute beginne ich mal ganz musikalisch:

All my bags are packed, I’m ready to go,
I’m standing here outside the door,
I hate to wake you up to say good bye.
But the dawn is breakin‘, it’s early morn’in,
The taxi’s waitin‘, he’s blowin‘ his horn.
Already I’m so lone some I could die.

Ok, mein Koffer ist noch nicht gepackt, und ich werde auch nicht mit dem Taxi zum Bahnhof fahren. Fakt aber ist: morgen geht es in aller Herrgottsfrühe nach Frankfurt am Main, in die Halle 1.2 der Messe Frankfurt. Dort findet an zwei Tagen eine der europaweit größten Kongressmessen für mobile Komunikations-, Vertriebs- und Contentlösungen statt, die M-Days, und das mittlerweile zum siebten Mal.

Es ist schon beeindruckend, was aus dieser ehemaligen Kleinstveranstaltung geworden ist. Waren es bei der ersten Ausgabe 2005 eine Hand voll Leute, zählte die Veranstalterin der M-Days letztes Jahr über 3.000 Kongress- und Messeteilnehmer, und heuer sollen es etwa 4.500 Leute werden, was einem Zuwachs von 50 Prozent entspräche. Daneben haben sich rund 120 Aussteller für die M-Days 2012 angemeldet, und um die 200 Referenten werden auf den Bühnen der Kongressmesse ihr Wissen zum Besten geben. Die Vorträge beschäftigen sich unter anderem mit folgenden Fragen:

  • Kapiert die Printbranche doch noch, dass für ihr Überleben Mobile & Co. wichtig sind? (Hierfür konnte sogar Dr. Andreas Wiele vom Axel Springer Verlag engagiert werden, der zum Vorstand Bild-Gruppe und Zeitschriften gehört).
  • mAdvertising: Hört Werbung bei Online und Print auf (u.a. mit Microsoft und Ferrero)?
  • Welchen Herausforderungen stellen sich Unternehmen in Sachen Gerätefragmentierung?
  • Können Kunden mithilfe von Barcodes, LBS und Couping unterhalten und gebunden werden?
  • mPayment: Wohin entwickelt sich die mobile Geldbörse?
  • Liest du noch oder schaust du schon?
  • und viele andere mehr.

Daneben gibt es im Gegensatz zu den kostenpflichtigen Kongressinhalten (490 Euro) vier Bühnen im Messebereich, die für alle offen stehen und deren Eintritt schlappe 20 Euro kostet (Messebesuch inklusive). Dort geht es um die Themen mAdvertising, Mobile Apps, mCommerce, Mobile Web und Mobile Development. Zu Wort werden dort unter anderem RIM (Blackberry), Microsoft und Nokia (Windows Phone).

Klar, es gibt auch eine Abendveranstaltung auf den M-Days 2012, die sich standesgemäß Mobile Media Night nennt und auf der es im SKYclub Frankfurt wohl hoch hergehen wird.

Für alle, die es interessiert: ich werde auch auf den M-Days zugegen sein. Und für alle zu Hause gebliebenen: ich werde sicherlich das ein oder andere twittern und facebooken. Also, immer schön folgen…

Ach ja: die obige Textstelle stammt aus einem der wohl bekanntesten Countrysongs: „Leavin‘ on a jetplane“. Es wurde geschrieben von einem gewissen John Denver (ja, okay, auch ich habe meine Laster), und zwar in Jahr 1966. Da konnte ich gerade mal laufen…

Die iPhone-App zur iPhone Developer Conference 2011

Die iPhone Developer Conference 2011 lässt sich mit der zugehörigen App prima planen
Die iPhone Developer Conference 2011 lässt sich mit der zugehörigen App prima planen

Letzte Woche habe ich darüber gebloggt: ich fahre auf die iPhone Developer Conference 2011, die heuer zum vierten Mal stattfindet, und zwar in Köln, im schicken Radisson Blu Hotel, unweit der Messe. Und da ich noch nicht ganz genau weiß, welche Sessions ich besuchen soll, kam heute eine E-Mail gerade recht, in der etwas von einer Konferenz-App geschrieben stand, die auf den schlichten Namen IPDC hört. Klar, dass ich mir die mobile Anwendung direkt auf mein iPhone gezogen habe.

Sehr positiv fällt beim ersten Start auf, dass die App ihre Daten automatisch aktualisiert. Das ist natürlich toll, falls sich am Programmablauf oder bei den Referenten etwas Entscheidendes tun sollte (dieses Update kann auch manuell ausgelöst werden). Daneben bietet der Startbildschirm einen Countdown, der darüber Auskunft gibt, wie viele Tage, Stunden und Minuten wir noch warten müssen, bis die Show beginnt. Warum allerdings die Namen sämtlicher Referenten in der Abspannmanier der 70er Jahre durchs Bild laufen, erschließt sich mir nicht so ganz.

Neben diesen Spielereien bietet die App allerhand Nützliches und Durchdachtes. Hierzu gehört eine Übersicht sämtlicher Referenten und Vorträge, die die iPhone Developer Conference 2011 zu bieten hat. Ein Fingertipp liefert Infos zum Vortragendem und Vortrag und bietet weitere Details wie eine vorhandene Webseite des Referenten, eine Kurzbio und mehr. Wirklich praktisch aber ist die Möglichkeit, die jeweilige Session mithilfe von ein bis fünf Sternen zu bewerten. Feedback in Echtzeit, sozusagen. Aber auch das Eintragen eines interessanten Vortrags in den Kalender und das Anlegen eigener Notizen pro Session und Referent sind weitere nützliches Features der App.

Neben diesen Konferenz-Infos und interaktiven Möglichkeiten hat Ivo Wessel, der Entwickler der IPDC-App, den RSS-Stream der Community-Hilfe-Seite codekicker.de in die mobile Anwendung gepackt. Schade, dass es nur die Fragen und nicht die News sind, die die Seite täglich generiert. Was allerdings der etwas alberne Timer unter „Utilities“ soll, weiß wohl Ivo nur allein. Aber vielleicht erklärt er es mir ja in Köln.

Wer also nächste Woche auf die iOS-Entwicklerkonferenz kommen will, der sollte sich (a) mit der Anmeldung ein wenig beeilen, da laut Veranstalter nur noch wenige Tickets erhältlich sind, und (b) diese App auf sein iPhone laden. Der besseren Planung wegen. Man sieht sich in Köln!

Interessanter Mobile-Track auf der W-JAX 2011

Zwar bezeichnet sich die W-JAX 2011 als „Konferenz für Java, Web, Architektur, Agile & Cloud“, doch gerade habe ich per Zufall den mobilen Sessiontrack der Entwicklerveranstaltung entdeckt. Da die Präsentationen zu iPhone, Android & Co. allesamt morgen (also am 10.11.) stattfinden, werde ich mich auf den Weg gen Arabellapark aufmachen, wo die W-JAX im Westin Grand Hotel tagt.

Der „Mobile Day“, wie ihn die Veranstalterin Software & Support Media getauft hat, wird vom Kollegen Kay Glahn moderiert, den ich schon selbst als Autor „unter meinen Fittichen“ hatte und der eine Menge zu sagen hat in Sachen mobile Apps-Entwicklung. Das Programm des „mobilen Tags“ kann sich durchaus sehen lassen:

Um 8:30 Uhr gehen Florian Müller und Domenic Benz der Frage nach, ob man als Software-Entwickler immer noch in „nativ“ und „webbasiert“ denken muss. Um die Antwort vorweg zu nehmen: nein, muss man nicht, und heraus kommen mobile Mash-Ups, mit denen sich eine größtmögliche Zahl an mobilen Plattformen adressieren lassen.

Um 10:15 Uhr geht es weiter mit Michael Chaize von Adobe, der in seiner hoffentlich werbefreien Session das Entwicklungs-Framework Flex 4.5 vorstellen wird, mit dem sich Smartphone- und Tablet-Apps mit Java-, .NET- und PHP-Backend-Lösungen verknüpfen lassen.

Nach der Mittagspause geht es um 13:45 Uhr weiter Lars Röwekamp von der open knowledge GmbH, der sich während seiner Session der Frage stellen wird, wie in Zukunft mobile Enterprise-Strategien aussehen sollten, ob man besser auf nativ oder HTLM5 setzt und was passieren kann, wenn die mobile App mal die Verbindung zum Backend verliert.

Ekkehard Gentz macht um 15:15 Uhr weiter mit dem spannenden Thema „Mobile Push-Services“. Dabei will und wird er zeigen, wie sich für ein und dieselbe Backend-Anwendung die unterschiedlichen Push-Service-SDKs optimal implementieren lassen. Denn der Knackpunkt sind hierbei nicht genormte Vorgehensweisen, so dass jedes SDK entsprechend angepasst werden muss.

Den Abschluss des „Mobile Day“ auf der W-JAX 2011 bildet der Vortrag von Sven Haiges, der bei der Hybris GmbH beschäftigt ist und der über das Drahtlosthema der Zukunft NFC sprechen wird. Sein Schwerpunkt wird dabei der Einsatz von Near Field Communication unter Android sein: was ist es, was kann es, was bringt es. Und Codebeispiele hat Haiges ebenfalls dabei.

Falls Sie also morgen auf dem Mobile Day dabei sein wollen, können Sie sich noch online anmelden. Das Ticket kostet regulär 550 Euro. Und wenn Sie sich mit mindestens zwei Kollegen gemeinsam anmelden, geht der Preis runter auf 490 Euro pro Teilnehmer. Also, vielleicht sieht man sich!

iPhone, iPad und Mac im Business-Einsatz: i-meeting 2011

27 26 5 0 mal werden wir noch wach, dann beginnt hier im schönen München die i-meeting 2011. Diese Mac-iPhone-iPad-im-Business-Einsatz-Konferenz findet heuer bereits zum vierten Mal statt, und auch dieses Jahr gibt es viele interessante Beiträge rund um die Apple-Welt für Geschäftsanwender.

Auf der i-meeting 2011 geht es um iPhone und iPad im Unternehmenseinsatz

Ein Blick auf die Agenda bietet ein gut ausgewogenes Potpourri, bestehend aus Firmenvorträgen (die wichtig sind für die Finanzierung solch eines Events), Workshops (die wichtig sind für die Neugierigen), Anwenderberichten (wichtig für den praktisch-orientierten Teilnehmer der Konferenz) und Diskussionsrunden (wichtig für die Interaktiven unter den Besuchern).

Ich hab mir das Programm schon mal ein wenig näher angesehen, und finde vor allem folgende Vorträge recht spannend:

  • Am Montag (21.11.) um 11:00 Uhr zeigt Lars Bangemann von SAP in seiner Keynote-Präsentation, wie das Unternehmen seine Mobility-Strategie sinnvoll und effizient umsetzt.
  • Gleich darauf ab 11:45 Uhr gewährt Herwig Niggemann allen Teilnehmern einen Blick hinter die Kulissen seiner Firma und wie dort iPad und iPhone zum Einsatz kommen. Dort  läuft nämlich eine angepasste Filemaker-Go-Lösung auf den Apple-Geräten, die dem Logistik-Unternehmen dabei hilft, sein Inventar, seine Lebensmitteltouren und einiges mehr zu administrieren.
  • Um 14:15 Uhr spricht Hagen Hupperts über den Einsatz von iPad und anderen Tablet-Rechnern in der Charité, Berlin, und ab 15:00 Uhr geht es um das iPad als Außendienst-Tool bei C+P Möbelsysteme.
  • Am Dienstag (22.11.) werden in zahlreichen Vorträgen kurz und knackig der Einsatz von iPhone und iPad im Unternehmen gezeigt. Dazu gehören Beiträge der Deutschen Vermögensberatung, United Planet, HSD Consult, QGroup, SAP und einigen mehr.
  • Interessant könnte auch der Vortrag um 11:00 Uhr werden, der zeigen will, wie sich das eigene BYOD-Konzept im Unternehmen umsetzen lässt. BYOD ist die Kurzform für „Bring Your Own Device“ und steht für die sichere und möglichst problemlose Integration mobiler Geräte in eine bestehende IT-Infrastruktur.
  • Ein echter Augenöffner könnte auch die Präsentation von Marco di Filippo werden, der über mögliche Spionage-Attacken auf mobile Sprach- und Datendienste referiert.

Vergessen will ich aber nicht die vielen Mac-Sessions, in denen es fundiert zu Sache geht und die zeigen werden, wie sich Apple-Rechner im Unternehmenseinsatz Stück für Stück etablieren.

Und wie auf jeder guten Konferenz findet man auch auf der i-meeting 2011 einen Ausstellerbereich, in dem bekanntere und unbekanntere Firmen ihre Produkte und Lösungen präsentieren und sicherlich auf viele gute Gespräche mit den Besuchern des Events hoffen.

Die Preise für die Konferenz sind recht moderat: so kosten beide Tage knapp 500 Euro, für die separat laufenden Workshops werden für beide Tage nochmals 150 Euro fällig. Und wer nur an einem Tag kommen kann oder mag, der legt für den 21.11. knapp 300 Euro hin, für den zweiten Tag sind es 345 Euro. Und für die Teilnahme an der Abendveranstaltung am 21. bezahlen die Einzel-Tag-Bucher weitere 50 Euro.

Also, wer sich zur i-meeting 2011 anmelden will, kann dies per Online-Formular direkt erledigen. Wir sehen uns dann dort!

Ach ja: die i-meeting 2011 findet im Westin Grand Hotel statt, das sich im schicken München-Bogenhausen befindet. Und noch mal für alle, die es übersehen haben sollten: für die Apple-Konferenz sollte man den 21. und 22. November 2011 im Kalender blockieren.

Interessante Sessions auf der Macoun 2011

Endlich, endlich komme ich dazu, ein wenig über die bevorstehende Macoun 2011 zu schreiben, die am 1. und 2. Oktober in Frankfurt am Main stattfinden wird. Zugegeben, bis dahin vergeht noch ein wenig Zeit, aber der Sessionplan steht bereits (es gab wohl um die 50 Einreichungen), und einige der geplanten Vorträge sind wirklich eine Erwähnung wert. Denn da sind ein paar echte Leckerbissen dabei, die man sonst nicht unbedingt auf einer Veranstaltung dieser Art zu hören und sehen bekommt.

Die Macoun 2011 beginnt am Samstag (1.10.) um 10:30 mit einer halbstündigen Eröffnungssession, die die Macher der Macoun, Chris Hauser, Thomas Biedorf und Uli Kusterer gemeinsam abhalten werden. Anschließend wird die Konferenz auf drei Räume verteilt, in denen es bis zum Abend 17:30 an beiden Tagen ans Eingemachte geht. Exemplarisch will ich neun Sessions herausgreifen:

  • Am Samstag, 11:00 beschäftigt sich Daniel Höpfl, warum man sich als Mobile Developer mit der Speicherverwaltung ARC (Automatic Reference Counting) beschäftigen sollte. Vielleicht, weil Apple das so will?!
  • Ebenfalls um 11 Uhr zeigt Jan Weinkauff, warum die Test-Automatisierung auch für iOS-Entwickler wichtig ist und was das alles mit BBD (Behavior Driven Development) zu tun hat.
  • Um 12:30 Uhr kommen vor allem Spieleprogrammierer auf ihre Kosten. Denn da zeigt Patrick Völker inklusive Livecoding, wie man mit Hilfe einer speziellen Methode komplexe Gesten und Zeichen erkennen und auswerten kann, die per Touchscreen gezeichnet werden.
  • Um 16:30 kommt Klaus M. Rodewig zu Wort, um über Sicherheitsaspekte von iOS zu referieren. Dabei wird er eine Software einsetzen, die die Risiken für iPhone und iPad in Sachen Datenschutz sichtbar macht. Thema werden unter anderem auch die Sicherheitsmechanismen von iOS sein.
  • Der Sonntag (2.10.) beginnt um 11:00 Uhr mit dem spannenden Thema, wie sich die Frontkamera des iPad 2 abgesehen von Facetime-Chats wirklich sinnvoll einsetzen lässt. Die Rede wird sein von Gestensteuerung à la Minority Report.
  • Für alle, die sich zumindest teilweise von iTunes befreien wollen (und was iOS 5 nicht selbst erledigt) sollten um 12:30 Uhr in die Session von Norbert M. Doerner kommen. Der zeigt nämlich, wie Daten ohne die Software auf iPhone und iPad kommen – unter Zuhilfenahme von Bonjour und Sockets.
  • Zur gleichen Zeit spricht Daniel Dönigus über das GLKit und dessen Einsatz in der OpenGL-basierten 3D-Programmierung. Daniel wird vor den Augen aller Anwesenden ein 3D-Planetarium programmieren, dass auf dem iPad laufen wird und einen Teil unseres Sonnensystems animiert.
  • Musiker werden den Vortrag von Boris Bügling wohl lieben, der ab 15:00 Uhr zeigt, wie man unter iOS einen Synthesizer inklusive MIDI-Eingabe programmiert.
  • Um 16:30 Uhr steigt Ortwin Gentz „in die Bütt“ und erklärt, wie sich die Standard-Buttons, -Slider, -Navigations- und -Button-Bars ein wenig pimpen und damit individualisieren lassen. Und das mit dem Segen Apples.

Und für alle, die noch mehr wissen wollen zur Macoun 2011, sei die zugehörige Webseite empfohlen. Und anmelden könnt ihr euch natürlich auch schon.

Erste Highlights der mobile DevCon München stehen fest

Es ist schon wieder geraume Zeit her, dass ich hier über das neue Mobile-Konferenz-Konzept der NMG berichtet habe. Doch heute gibt’s ein paar Neuigkeiten zu vermelden, denn es stehen die ersten Highlight-Sessions der München-Ausgabe der mobile DevCon 2011 fest, die am 25. Juli stattfinden wird. Dazu zählen unter anderem:

  • Mobile Technolgien von und mit Alexander Schulze: Ob Location Based Services, Near Field Communication oder weitere mobile Themen – Alex wird mit seiner Keynote-Session alle Anwesenden auf den aktuellen Stand der Technik bringen.
  • App-Entwicklung in der Praxis: Wer anders als Ivo Wessels könnte auf unterhaltsame Weise über die möglichen Stolperfallen berichten, in die vor allem Neulinge der App-Programmieren geraten können.
  • Plattformübergreifende Entwicklung: Robert Virkus von Enough Software zeigt während seiner Session, welche plattformübergreifenden Entwicklertools am Markt sind, welche Alternativen zu Browser-Apps exisitieren und wie sich das Ganze in der Praxis darstellt.

Was sich übrigens nicht geändert hat sind Preise und Anmeldefristen: bis zum 13. Juni kostet die München-Ausgabe der mobile DevCon 2011 ermäßigte 399 Euro, danach wird’s 50 Euro teurer. Also, am besten möglichst bald buchen…

Neue Entwicklerkonferenz für iOS, WP7, Android und Co: Mobile DevCon

Auf der Mobile DevCon geht es in drei Städten rund um mobile Entwicklerthemen
Auf der Mobile DevCon geht es in drei Städten rund um mobile Entwicklerthemen

Ab sofort macht sich die Neue Mediengesellschaft Ulm einen bereits in Vergessenheit geglauben Credo zu Eigen: „Think global, act local!“.

Soll heißen: Ab Sommer diesen Jahres geht es los mit einer neuen Regional-Konferenz-Reihe, die sich ganz dem Thema Mobile Development widmet, also dem Konzipieren und Entwickeln mobiler Apps. Hierzu wird es in diesem Jahr drei Veranstaltungen unter dem Namen „Mobile DevCon“ geben, die wie folgt stattfinden werden:

  • am 25. Juli macht München den Auftakt,
  • dann geht es am 21. September in Köln weiter und
  • am 19. Oktober endet die Konferenz-Tour im schönen Hamburg.

Allen drei Veranstaltungen ist natürlich eines gemein: sie sollen einen

Überblick [geben] über die neuesten Techniken und praxisrelevanten Lösungen für Entwickler mobiler Applikationen. Im Fokus stehen u. a. Sprachen wie Objective-C und Java sowie Entwicklungsumgebungen und Testing. Außerdem wird die App-Entwicklung für Tablets und plattformunabhängige Programmierung diskutiert.

Soweit ein Auszug der Pressemeldung, die noch über den Äther gehen wird.

Die zugehörige Webseite ist übrigens schon ganz gut gefüllt und vermittelt zumindest schon mal einen groben Eindruck, um was es auf den Mobile-DevCon-Konferenzen gehen wird. Das sieht wie folgt aus:

Plattformen
* Android: Ist die neue Android-Version bereit für die Tablet-Welt?
* iOS: Welche Neuerung hält Apple für Entwickler bereit?
* Windows Phone 7: Wie weit ist das Betriebssystem von Microsoft?

Sprachen
* Java
* .NET
* Objective-C
* HTML5, CSS und JavaScript

Apps
* Nativ: Braucht es noch die native App?
* Hybrid: Wie nutztman das Beste aus beiden Welten?
* Web: Reichen die Webtechniken für eine konkurrenzfähige App?

Trends
* Plattformunabhängige Entwicklung
* Tablet-Apps
* Neue Smartphone-Plattformen

Programmierung
* IDE: Welche Umgebung eignet sich für die mobile Entwicklung?
* Testen: Auch mobile Apps müssen getestet werden. Wie geht man am besten vor?

Und das ist natürlich nur der Anfang. Denn noch ist Markus Stäuble, der für die Inhalte verantwortlich ist, auf der Suche nach geeigneten Vorträgen und Vortragenden, die er laut Pressemitteilung persönlich einladen wird. Er hat aber sicherlich auch nichts dagegen, wenn man gute Themen an ihn heranreicht.

Ach  ja: Die Anmeldung ist bereits live geschaltet, und so kann man sich schon heute eines der begehrten Tickets ergattern. Diese kosten regulär 449 Euro, aber natürlich gibt es auch ein Early-Bird-Angebot. Das sieht einen Rabatt von 50 Euro vor, und zwar, wenn man das Ticket vorzeitig erwirbt:

  • für München bis zum 13. Juni
  • für Köln bis zum 10. August und
  • für Hamburg bis zum 7. September

Na dann: man sieht sich…

Review: iPhone Developer Conference 2010 – Teil 2 [Upd]

Wie ich gestern versprochen habe, folgt heute der zweite Teil meiner ganz persönlichen iPhone-Dev-Con-Rückschau 2010. Und für alle, die noch mehr wollen, folgen morgen zwei Videos, die ich in Köln gedreht habe. Eines handelt vom Verhältnis iOS-Entwickler vs. Windows Phone 7, und das andere ist ein Interview mit Florian Bender. Na, dann mal los!

Update: Das Interview mit Frank Prengel von Microsoft zu Windows Phone 7 ist online und zum Anschauen bereit.

Bevor ich aber mit dem Tag-2-Fazit beginne, will ich es nicht versäumen, kurz auf die Preisverleihung im Rahmen der „Besten deutschen iPhone-App 2010“ einzugehen. Die Zeromonie war sehr schlicht gehalten und uferte auch nicht zur heimlichen Oscar-Verleihung aus, was ich als sehr angenehm empfunden habe. Und nochmal ein großes Lob an dieser Stelle für die Jungs rund um Florian Bender, die in einer Wochenendaktion sämtliche Einspieler der jeweils bestplatzierten Apps selbst produziert haben. Tolle Arbeit! Ach ja: Die Gewinner sind allesamt auf der zugehörigen ipdc10-Seite nachzulesen, und Erik Franz, Chefredakteur der mac-developer, hat schon mal das erste Gewinnervideo gedreht und online gestellt.

Ok, dann geht’s zurück zum zweiten Tag auf der iPhone Developer Conference 2010. Dort hatte ich wieder die Ehre und Aufgabe, einen der beiden Business-Tracks zu moderieren. Rückblickend war die Track genau mein Ding, und das wegen zweier Themenschwerpunkte:

Den Anfang machte Ingo Dellwig, der mit seinem Vergleich „iPhone vs. iPad“ Grundsätzliches zu erzählen hatte. Für mich war nicht so richtig viel Neues dabei, allerdings war die Session gut besucht, ergo von vielen als interessant eingestuft. Und mein Lieblingszitat von Ingos Vortrag ist ein besonders schönes:

Das iPad ist nicht wirklich Auto-Navigeräte-tauglich. Als digitale Weinkarte hingegen schon.

Den nächsten Versuch, das Phänomen iPad etwas genauer zu beleuchten, unternahm dann Benno Bartels von insertEFFECT, der sich den DOs und DONTs des iPad-UI-Designs widmete. Auch Benno hatte ein paar schöne Statements parat:

Die unendlichen Anwendungsmöglichkeiten des iPad: als Kochbuch, als E-Book-Reader, als Musikinstrument, als Klolektüre, als sonst was

Netbooks produzieren Content, den man mit dem iPad konsumiert und mit dem iPhone kommuniziert

Tablet-Apps folgen bestimmten Regeln: einfache Bedienbarkeit, schnelles Verstehen, Mehrwert vs. Webseiten und Ausnutzen der vorhandenen Technik

Gute Usability zeichnet sich auch dadurch aus, dass es eine gewisse „Wurstfinger-Kompatibilität“ bietet.

UI-Tipp: Reale Gegebenheiten in die App implementieren (eBooks), was man allerdings nicht übertreiben sollte (Blättern).

Mit Axure lassen sich für iPhone und iPad recht einfach und schnell UI-Dummys bauen. http://www.axure.com/

Benno wurde dann von Steffen Trenkle von der denkwerk GmbH abgelöst, der die Frage beantworten wollte, ob das iPad als Lebensretter einer ganzen Branche taugt. Und zwar der Verlagsbranche, die seit Jahren händeringend nach neuen Konzepten und Trends forscht, diese regelmäßig verschläft und am Ende sind dann wieder die anderen schuld! Ok, so weit ging Steffen nicht, aber was seine Vision von Anspruch und Wirklichkeit in Sachen iPad-Verlags-Apps offenbarte, ist es vielleicht doch mal wieder so.

Nach der Mittagspause ging es programmatisch um den Blick über den Tellerrand hinaus (sic!), und das im teils besten Sinne. Den Anfang damit machte Felix Heimbrecht von Clamno, der sich des Themas Multiplattform-Apps und mobile Portale genauer annehmen wollte. Allerdings konnte ich während des Vortrags den Verdacht nicht abschütteln, dass es sich hierbei eher um eine Firmenpräsentation handelte. Schade, dabei klang das Thema sehr vielversprechend.

Wie dann der Vortrag von Jens Dissmann von Nokia lief, kann ich leider nicht sagen, da ich in dieser Zeit zwei Videointerviews geführt habe, und zwar mit Frank Prengel von Microsoft und Florian Bender von der veranstaltenden NMG (beide werde ich noch diese Woche online stellen). Allerdings hatte ich das Vergnügen, mit Jens letzte Woche auf dem Ovi Dev Day in München auf einem Podium zu sitzen und eifrig zu diskutieren. Auch hierzu gibt es noch diese Woche eine kleine Rückschau.

De letzte Session des Businesstrack 4 auf der iphone dev con 2010 hielt dann besagter Frank Prengel, der als Technical Evangelist durch die Lande reist und vor allem Software-Entwickler von Microsofts neuestem Baby zu überzeugen sucht. Und ganz ehrlich: angesichts der fortgeschrittenen Uhrzeit von 17:00 war der Raum wirklich gut gefüllt, was man als gesteigertes Interesse an der mobilen Plattform aus Redmond werten kann.

Franks Fazit der gesamten Veranstaltung war gleichzeitig der Einstieg in seinen Vortrag:

Software-Entwickler mobiler Anwendungen sind neuen Technologien wie Windows Phone 7 gegenüber sehr aufgeschlossen

Aber auch Sätze wie „Windows Phone 7 will anders sein statt wieder auf Einheitsbrei zu setzen, selbst mit dem Risiko, dass es nicht jeder mag“ und „Die Kombination aus Silverlight und Windows Phone 7 ist eine echte Liebesgeschichte“ hatten durchaus Unterhaltungscharakter, wenngleich der Informationsgehalt aus Entwicklersicht nicht so berauschend war. Aber wir befanden uns ja auch im Businesstrack und es ging daher eher um das große Ganze. Und die letzte gute Nachricht des Tages in Sachen Windows Phone 7 kam dann von mir selbst:

Zune gibt es zwar nur für Windows, allerdings gibt es für den Mac ein alternatives Tool: http://ow.ly/3iUbU

Review: iPhone Developer Conference 2010 – Teil 1 [Upd]

Ja, ich geb’s ja zu, die iPhone Developer Conference 2010 ist schon wieder seit einer guten Woche Geschichte, aber ich hatte letzte Woche einfach so viel zu tun, dass ich nicht dazu gekommen bin, mein ganz persönliches Fazit in Sachen dritte iOS- und Mac-Konferenz niederzuschreiben und zu veröffentlichen. Aber heute, heute folgt diese Rückschau.

Dazu möchte ich gleich mal anmerken, dass dieses Review nur einen Bruchteil dessen wiedergibt, was auf der iPhone Dev Con an zwei Tagen passiert ist. Das soll mich aber nicht davon abhalten, meine persönlichen Highlights kundzutun.

Los ging es eigentlich erst am 1. Dezember, jedoch fand an der Uni zu Köln eine Pre-Conference statt, und zwar an der Fakultät für Physik, an der Professor Doktor André Bresges sein Unwesen treibt (sorry für den Ausdruck, aber ich konnte einfach nicht anders). Herr Bresges ist schon seit Erscheinen des iPhone sehr daran interessiert, die mobilen Endgeräte von Apple in seinen Lehrplan einzubauen und seinen StundentInnen die Möglichkeit zu gewähren, sich stets mit der neuesten Technik auseinander zu setzen. So sah das Pre-Event auch drei Vorträge und eine Art Podiumsdiskussion vor: es ging um Poptalk, um das Thema Campus meets Career und um die Jungs von Coupies, die derzeit für einige Furore im mobilen Couponing-Markt sorgen.

Die Veranstaltung selber war nicht so der Brüller, dafür war das gemütliche Beisammensein im Anschluss im Hardrock Café um so netter. Mit guten Gesprächen und und lecker Essen.

So richtig los ging es dann am nächsten Tag um 9:00 Uhr mit der Auftakt-Keynote von Marc Schlüpmann, der die Geschichte von Apple ein wenig Revue passieren ließ und auch Glaskugel-Leser spielte. Ich sag mal so: für eingefleischte Apple-Fanboys war da nix wesentlich Neues dabei, für alle anderen waren es nette Infos zum „Revoluzzer“ aus Cupertino. Interessant fand ich die Anekdote, dass Apple bereits 1988 wissen wollte, wie der Tablet-PC der Zukunft aussehen wird. Tja, und dann hat’s noch mal 22 Jahre gedauert, bist das iPad das Licht der Welt erblickte.

Mein erstes persönliches Highlight folgte dann um 11:30. Dort nahm sich Ivo Wessel auf sehr unterhaltsame und anschauliche Weise des Themas Core Data und SQLite an. Dabei habe ich gelernt, dass JSON eines Tages XML ablösen soll, dass sich unter iOS komplette Datenbanken schneller komplett aktualisieren lassen als nur einzelne Datensätze und dass man mit In-App-Purchase kostenlose Apps anbieten und trotzdem Geld verdienen kann.

Kurz vor der Pause dann die erste Überraschung: iPad und iPhone haben es tatsächlich schon ins Gesundheitswesen geschafft. Ob das Röntgen-Apps für das iPad sind oder Pilli für das iPhone – die mobilen Endgeräte von Apple scheinen für Ärzte und andere Menschen aus ihrem Alltag nicht mehr wegzudenken sein.

Nach dem Mittagessen hatte ich dann das Vergnügen, einen der Busninesstracks zu moderieren, woraus sich mal ganz neue Themen für mich ergaben. Dazu gehörte beispielsweise die Frage, wie es Apps schaffen können, mithilfe von madvertise in die Top 25 der Appstore-Charts katapultiert zu werden (und das sogar im Wortsinne). Daneben hatte Jana Sievers eine Menge nützlicher Tipps parat, wie es Apps vielleicht auch ohne madvertise ganz nach oben schaffen können.

Dazu zählen die Erkenntnisse, dass die App-Beschreibung nicht ganz so wichtig, dafür die Wahl der Kategorie um so entscheidender ist. Darüber hinaus hat auch die Anzahl der Downloads auf den Erfolg einer App wesentlichen Einfluss. Daher sollte man laut Jana unbedingt über eine kostenlose und eine kostenpflichtige Variante seiner App nachdenken. Das eine beschleunigt nämlich das andere.

Dann hatte Christian Lupp von codedifferent wichtige Nachrichten für alle iOS-Entwickler parat: Apps müssen ge- oder erfunden, konzeptioniert, gestaltet, entwickelt, kommuniziert und gepflegt werden. Und das immer und immer wieder, also iterativ, wie man das von „richtigen“ Softwareprojekten gewohnt ist. Schön fand ich übrigens auch die Erkenntnis, dass Ideenfindung bedeutet, bösartige Probleme zu lösen (frei nach Horst Rittel). Und dies geschieht am einfachsten, indem man das Problem genau beschreibt, was wiederum bedeutet, dass man damit das Problem bereits löst.

Mit der letzten Session des ersten Tages der iPhone Dev Con hielt dann noch wenig internationaler Flair Einzug. Es ging nämlich um die Frage, wie Apps auch auf internationalem Parkett erfolgreich sein können. Dabei sollte man laut Thorsten Rauser nie vergessen, dass eine App grundsätzlich gut sein muss, damit sie auch im Ausland erfolgreich sein kann. Wichtig ist aber auch die richtige Kommunikation: so sollte man unbedingt lokale PR betreiben, entweder klassisch oder in Form von Blogbeiträgen oder sonst wie. Darüber können Youtube-Videos in der jeweiligen Landessprache helfen, den Kaufanzeiz zu erhöhen. Diese Videos sollten aber unbedingt kurz und knackig sein.

So, und da mein iPhone-Dev-Con-Fazit doch ein wenig länger ausfällt, gibt es morgen den zweiten Teil – inklusive der Veranstaltung „Beste iPhone-App 21010“.

Update: Hier könnt ihr den zweiten Teil meiner Rückschau „iPhone Dev Con 2010“ ansehen.