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Review: Reise-Magazin im iPad-Format
Verfasst von Michael Hülskötter unter Apple, Mobile am 1. September 2010
Ja, ich gebe es zu: ich gehe gerne auf Reisen, brauche dazu aber keine Inspiration in Form von dicken Reiseführern, Hochglanzmagazinen oder ähnlich schwerer Kost, die ohnehin nach dem Kauf nur auf meinem Wohnzimmertisch oder im Regal verstauben würde. Was ich allerdings mag, ist mein iPad, und so ergab es sich, dass ich auf das Digitalmagazin “Reise-Inspirationen” stieß (okay, gestoßen wurde). Dieses, laut Herausgeberin Tourism Unlimited aus München, “erste Reisemagazin auf dem iPad” musste ich mir dann doch mal angucken. Dadurch wird mein iPad schließlich nicht schwerer.
Die Idee hinter “Reise-Inspirationen” ist ganz einfach: Man besorgt sich einmal die iPad-App im iTunes App Store für 79 Cent (hier geht’s direkt dort hin) und kann so in Zukunft sämtliche erscheinende Ausgaben für 1,59 Euro pro Ausgabe am Apple-Tablet lesen. Im Umfang der App ist derzeit die Juli-Ausgabe des “Heftes”, die alleine 1,59 Euro kosten würde (das ist zumindest der “Heftpreis” ab der Augustausgabe).
Auf den ersten Blick ist Reise-Inspirationen ein handwerklich gut gemachtes “Heft” (zu den Inhalten kann ich weniger sagen), das mit ein paar wohl durchdachten Details aufwartet:
- Die einzelnen Seiten sind an die iPad-Ausmaße perfekt angepasst. Klar. Zudem kann man per Doppelklick in die hochaufgelösten Bilder reinzoomen, was einen echten Mehrwert darstellt. Denn die vielen sehr anspruchsvollen und ansprechenden Fotos laden gerade dazu ein, weiter hineinzusehen. Schade, dass man nicht einzelne Bilder abspeichern kann, um sie beispielsweise als Hintergrundbild seines iPad einzurichten. Aber dagegen dürften wohl die Rechteinhaber, sprich Fotografen, etwas haben. Aber psst, wozu gibt es auf dem iPad die Screenshotfunktion (Home- und Ein-/Aus-Taste gleichzeitig drücken)…
- Gelungen ist auch die Navigation innerhalb des iPad-Reisemagazins. Wer nämlich nicht jede einzelne Seite durchflippen will (und wer will das schon), berührt einfach nur den unteren Bildschirmrand, und schon öffnet sich eine Miniaturansicht des kompletten “Heftes”. Per Fingerscrolling gelangt man so ganz schnell an eine andere Stelle des Magazins. Das funktioniert übrigens auch, wenn man den oberen Bildschirmrand des iPad berührt: Dann öffnen sich diverse Zusatzfunktionen wie E-Mail an die Redaktion, die Webseite des Verlages, das Öffnen des Twitterstreams und eben das Anzeigen des Inhaltverzeichnisses – allerdings im klassischen Heftstil.
- Weitere Gimmicks wie die Bildergalerien, die über das “Heft” verteilt sind oder das Öffnen von verlinkten Webseiten innerhalb der App oder die Zusatzinfos zu einzelnen Bildern, die beim Antippen des Fotos angezeigt werden, runden das postive Bild der Reise-Inspirationen ab. Was man bemängeln könnte sind die fehlenden Multimediainhalte wie das eine oder andere Video, das einem digitalen Reisemagazin gut zu Gesicht stehen würde. Aber das ist wohl für 1,59 Euro ein bisschen viel verlangt. Und die Bezeichnung “Heft”, wie sie innerhalb des Magazins gerne verwendet wird, könnte auch mal überdacht werden. Aber das ist jetzt doch ziemlich kleinkariert, oder?!
Pre-Alpha-Version von MeeGo für Tablets im Video
Verfasst von Michael Hülskötter unter Apple, Mobile am 24. Juni 2010
Gerade macht auf Youtube ein Video die Runde, das für ziemlich viel Begeisterung sorgt: In gut drei Minuten wird eine sehr frühe Version von MeeGo 1.1 gezeigt, die speziell für Tablet-PCs optimiert worden ist. Der Videoclip zeigt sehr anschaulich die optisch gelungene Bedieneroberfläche von MeeGo 1.1. So werden wie schon unter MeeGo 1.0 beispielsweise sämtliche offenen und geöffneten Objekte wie Bilder, Webseite und Videos auf der Startseite als Thumbnail angezeigt, was den schnellen Zugriff auf sämtliche Medien erlaubt.
Das gilt auch für die Integration von Social-Media-Diensten wie Facebook, Twitter und anderen Services, die automatisch auf der Startseite angezeigt werden. Und so wie es sich für ein touchscreen-basiertes UI gehört, kann man mit dem Finger durch Tweets, Fotos, Facebook-Einträge und andere Medien scrollen. Und für eine Pre-Alpha sieht das schon ziemlich gut und flüssig aus.
Schick ist auch der Bereich “MySlate”, in dem sämtliche offenen und kürzlich geschlossenen Anwendungen gelistet werden, genauso wie die mit dem Tablet verbundenen Geräte.
Neben diesem aufwändigen UI von MeeGo 1.1 gibt es auch einen schlichteren Bereich, in dem sämtliche Anwendungen als Icon dargestellt werden, die per Fingertipp gestartet werden können. Für die offenen Apps hält MeeGo 1.1 für Tablets eine Taskbar bereit, die wie unter Mac OS verschwindet und erst dann erscheint, wenn man in eine laufenden App verzweigt. So sieht man die Fotoapp, mit der sich Bilder manipulieren lassen. Multitouch unter MeeGo 1.1 macht schon einen ziemlich guten Eindruck.
Nett ist auch eine Art Multitasking, das MeeGo 1.1 zu unterstützen scheint. Damit kann man recht schnell zwischen zwei offenen Apps hin- und herschalten. Anwendungen lassen sich aber auch genauso einfach schließen, indem man auf das Kreuz in der rechten oberen Ecke tippt. Was man auch gut sehen kann: MeeGo 1.1 spielt in Verbindung mit Tablets HD-Videos ab, und das sieht recht gut aus. Vermutlich handelt es sich dabei um 720p-Clips, welche Hardware zugrunde liegt, ist allerdings nicht klar. Aber das Gesehene macht wirklich Lust auf mehr.
Woran die Entwickler von MeeGo 1.1 für Tablets auch gedacht haben, ist eine Integration des Intel-Stores, die sich Intel AppUp Center nennt und mit deren Hilfe neue Apps ganz im iPhone- und iPad-Stil auf dem MeeGo-Tablet landen. Im Gegensatz zum Apple App Store lassen sich auf MeeGo-Tablets bereits installierte Anwendungen direkt aus dem AppUp Center starten.
Aber nicht nur ich finde diese doch sehr frühe Version von MeeGo für Tablet sehr gelungen, davon zeugen die vielen, vielen Kommentare, die sich teilweise sehr euphorisch zum Video äußern. Auswahl gefällig?!
Really looking forward to this!
This is the tablet.. not the handset. But it is extremely fast and smooth thanks to Intel’s knowledge about proccesors.
I’m an Android fan, but this looks really great. And really smoothly for an alpha-version! I hope u’ll release a payable tablet under 300€!
Kicks the iPad in the balls in terms of features and innovation.
Will this blow away the iPad?!?
Freakin Amazing! I can’t wait man.. this is what innovation looks like.
This looks far more appealing. I was wondering where to go next after my HD2 – this has pretty much sold Meego for me.
Great and amazing even it is alpha.
Apple are years behind with their old fashioned tablet OS.
If Nokia and Intel do this correctly, iPad is in trouble! P.S. I never liked the iPad anyways, MeeGo looks very promising. All the best Nokia and Intel.
We have an iPad killer on our hands!
This is epic. A true leap in technology. wow Nokia and Intel plan on having this in cars phones and tablets in 2011. Things are a changing. Changing for the good.
So, ihr iPad-Besitzer, was sagt ihr nun?!
My Kalenderwoche 24: App-Portierung, Tweetup und iPad als Businesstool
Verfasst von Michael Hülskötter unter Mobile, MobileDev am 21. Juni 2010
Mal wieder ist eine Woche ins Land gegangen, und wieder ist eine ganze Menge passiert. Daher folgt erneut an dieser Stelle die beliebte Rubrik “My Kalenderwoche”.
An erster Stelle sollen dieses Mal nicht meine Blogposts stehen, die ich letzte Woche verfasst habe, sondern ein Hinweis auf eine Veranstaltung, die ich gerade in Zusammenarbeit mit Intel vorbereite. Es handelt sich dabei um ein sehr spannendes Tweetup, das am Dienstag, 29. Juni 2010, in München stattfindet. Mehr Infos dazu findet ihr in einem separaten Blogbeitrag.
Blogseitig stand (und steht) eine Serie im Vordergrund, mit der ich vor allem all diejenigen erreichen und mit Infos versorgen will, die eine iPhone- oder iPad-App geschrieben haben und die mit dem Gedanken spielen, ihre Anwendung zwecks zusätzlicher Einnahmemodelle auf weitere Plattformen zu portieren.
Im Fall meiner Miniserie sind es Netbooks (Teil 1, Teil 2 und Teil 3 stehen schon online, weitere Teile werden folgen.). Zum dritten Teil hat sich übrigens Jens Weller bei mir gemeldet. Jens ist Software-Entwickler im Bereich Windows, Linux und Web und hatte den sehr guten Tipp für mich, beim Portieren von Anwendungen die Entwicklungsumgebung Qt mal ein wenig genauer anzusehen. Das werde ich doch glatt tun.
Weitere Blogposts, die ich letzte Woche verfasst habe, beschäftigen sich mit der Parallelisierung von meego-basierten Anwendungen und einem Onlineartikel, den der Kollege Joachim Kroll von elektroniknet.de mit dem Titel “Softwarefirma Intel” verfasst hat. Interessante Aspekte, die er da anlässlich der Intel Software Konferenz 2010 aufstellt. Allerdings musste ich mit meinem Beitrag ein wenig darauf regagieren, woraufhin er ebenfalls reagiert hat.
Ach ja: Am letzten Dienstag ergab es sich aufgrund eines kleinen Serverproblems, dass mein iPad für eine weitere Businessanwendung zum Einsatz kam. Ich musste nämlich per iPad, SSL und Terminaltool auf unseren Webserber zugreifen, da sich mein Macbook zu diesem Zeitpunkt im Büro befand und ich den Server sofort neu starten wollte. Also hab ich mir für 79 Cent ein SSL-Tool besorgt, den Server rebootet und einen Beitrag dazu verfasst. Und wie man per VNC auf Musikserver und andere entfernte Geräte zugreift, lernt man in diesem Beitrag auch.
Am Mittwoch, den 16.6. habe ich übrigens per Zufall entdeckt, dass die Bahn endlich die Option bietet, Onlinetickets nicht mehr nur ausgedruckt, sondern auch per MMS auf dem Handy mitzunehmen, um es als gültiges Ticket nutzen zu können. Und da ich heute meine Fahrkarte für Freitag gebucht habe (an diesem Tag fahre ich auf den Samsung Dev Day nach Frankfurt/Main), musste ich dieses Feature natürlich gleich mal ausprobieren. Nachdem ich mehrere Anläufe gebraucht habe, diese Funktion freizuschalten, gelang es mir trotzdem nicht, eine MMS-Version des Zugtickets anzufordern. Tja, die Bahn mal wieder… Oder vielleicht doch ich?!
Mit iPad auf entfernte Geräte per VNC und SSL zugreifen
Verfasst von Michael Hülskötter unter Apple, Mobile am 15. Juni 2010
Manchmal frage ich mich, ob all die Lästermäuler und Schwarzseher in diesem Land (und davon gibt es leider immer noch genug, wie die unsägliche Vuvuzela-Diskussion mal wieder zeigt) wirklich eine Ahnung davon haben, was man neben dem Surfen und Video gucken auf der Couch sonst noch alles mit dem iPad anstellen kann.
Also, ich für meinen Teil habe erst gestern eine ganz wesentliche Anwendung gefunden: das Neustarten eines Servers mithilfe des Apple-Tablets. Hierzu habe ich mir lediglich das Terminal-Programm SSH for iPad für 79 Cent auf mein iPad geladen, die URL des Servers sowie Login im Tool eingetragen und schon konnte ich auf den Remote-Rechner zugreifen. Und das ganz ohne Macbook oder einen anderen “richtigen” Computer.
Meine zweite coole Anwendungen nennt sich VNC Lite, ist von Mocha und dient mir als Fernbedienung meines Musikservers der Marke Hifidelio. Damit kann ich in meiner Musiksammlung stöbern, Musik starten und sogar einzelne Stücke oder komplette Alben umbenennen, modifizieren oder löschen. Und das – zugegebenermaßen – von der Couch aus….
My Kalenderwoche 23: iPhone 4, iOS 4 und Netbook-Gewinner
Verfasst von Michael Hülskötter unter Apple, Events, Mobile, MobileDev am 11. Juni 2010
Ganz klar, als echter Mobilist war natürlich der Montag ein ganz wichtiger Tag: Steve Jobs eröffnete die große Apple-Entwicklerkonferenz WWDC 2010 und stellte gleichzeitig das neue iPhone 4 vor. Leider konnte ich dem Jobs’schen Spektakel nicht beiwohnen, aber die Keynote habe ich mir natürlich nicht entgehen lassen und die Konserve komplett konsumiert.
Da ich es mir nicht verkneifen konnte, die wichtigsten Stellen der Jobs-Präsentation per Twitter zu kommentieren, folgen hier noch mal meine ganz persönlichen Highlights:
Sehr cool: Apple iBooks kann jetzt auch mit PDF-Docs umgehen. Danke, Apple!
Hast du gar nicht nötig, Steve: Android-Bashing auf der WWDC: das iPhone hat (noch) die dreifache Reichweite des Google-OS.
Selbstironischer Steve Jobs: “Nein, dieses iPhone 4 habt ihr noch nicht gesehen. Versprochen!”
iPhone 4 soll designmäßig an alte Leica-Kameras erinnern. Ist ziemlich gut gelungen. Ein schönes Stück Technik!
Praxistest: VGA-Adapter fürs iPad mit einigen Schwächen
Verfasst von Michael Hülskötter unter Apple, Mobile am 9. Juni 2010
Gestern Nachmittag war es soweit: Nach der Redaktionssitzung mit den mac-developer-Leuten bin ich schnurstracks zum Apple Store in die Rosenstraße gefahren, um in Sachen iPad ein wenig zu shoppen. Ich wollte mir nämlich unbedingt das iPad Case und den VGA-Adapter besorgen. Das Case, um komfortabler schreiben und Videos gucken zu können (und um den Schutz des Tablets willen), und den Adapter für künftige Vorträge und Sessions, die ich auf diversen Events halten werde. Da packe ich mein schickes Apple-Tablet-Gadget aus, verbinde es via Adapter mit dem hoffentlich kompatiblen Projektor und werfe meine Keynote-Präsentation an die (Leind)wand.
Ach ja: Keynote für das iPad braucht man natürlich auch noch (wenngleich es für Präsentationszwecke Tools wie MightyMeeting gibt). Die angepasste App kostet 7,99 Euro und landete via App Store vor ein paar Stunden auf meinem iPad. Und hier kommen meine ersten Eindrücke, was mit der Anwendung und dem VGA-Adapter alles geht – und was nicht. Dazu muss ich einräumen, dass ich das iPad in Ermangelung eines Beamers zu Testszwecken an meinen TFT-Bildschirm angeschlossen habe.
Die Verbindung zwischen iPad und Monitor/Beamer ist kein Hexenwerk: 30-Pol-Stecker des VGA-Adapters mit dem iPad-Connector verbinden, das VGA-Kabel in die Female-Buchse des externen Ausgabegeräts stecken, und schon steht die Verbindung. Allerdings liegt noch kein Signal an. Dies passiert erst beim Aktivieren der passenden Aktion. Hiervon gibt es aktuell derer vier:
- Präsentation aus Keynote heraus starten: Hierzu tippt man auf das Abspielsymbol in der rechten, oberen Ecke von Keynote fürs iPad. Das aktiviert die Verbindung zum Beamer/Monitor. Allerdings bekommt man auf dem iPad kein Vorschaubild der aktuellen Folie angezeigt, was natürlich grob fahrlässig von Apple ist. Zumindest kann man sich per Fingertipp eine Miniaturvorschau der Folien anzeigen lassen und so ganz schnell zu einer beliebigen Folie springen. Und sehr witzig ist der “Laserpointer”, den man aufruft, indem man mit dem Finger auf eine beliebige Stelle des iPad tippt und diesen dort hält. Das aktiviert einen roten Kreis, mit dem man auf bestimmte Folienbereiche hinweisen kann.
- Diashow aus Foto-App starten: Diashows auf digitalen Bilderrahmen sind ja schon seit längerem ein großer Renner (meine Mutter besitzt so ein Ding auch schon seit geraumer Zeit und es ist dort ständig im Einsatz). Klar, dass Apple daran gedacht hat und die Diashow-Funktion via VGA-Adapter unterstützt. Aber leider auch nur die. So ist eine Auswahl einzelner Bilder beispielsweise nicht möglich. Das schränkt das Ganze doch erheblich ein. Auch an diesem Punkt sollte Apple nacharbeiten.
- Videos aus Video- und Youtube-App starten: Das ist vor allem für die Wiedergabe von HD-Videos am hauseigenen LCD-Fernseher toll. Vorausgesetzt, das TV-Gerät verfügt über eine VGA-Buchse und Audioeingänge, an denen sich das iPad anschließen lässt. Am Apple-Tablet wird das Videobild zwar nicht angezeigt, aber zumindest kann man die Lautstärke ändern und innerhalb des Videos navigieren. Und bei den Youtube-Videos sollte man möglichst darauf achten, dass es sich um HD-Inhalte handelt. Ansonsten verkommt der Kinoabend ganz schnell zum Pixelmatsch.
- Webseiten-Videos abspielen: iPad-kompatible Quicktime-Internetvideos lassen sich ebenfalls flächenfüllend via Beamer oder am LCD-Fernseher darstellen, aber natürlich genauso wenig in echtem HD wie per Video- oder Youtube-App. Mehr kommt am externen Ausgabegerät von der Webseite allerdings nicht an. Falls man also komplette Internetseiten projizieren will, braucht man ein entsprechendes Tool im App Store wie den Web Presenter für 79 Cent, mit dem sich Internetinhalte vollständig vom iPad auf dem Beamer oder Monitor darstellen lassen. Trotzdem sollte Apple dafür sorgen, dass sich Webinhalte auch direkt aus Safari heraus beamen lassen.
My Kalenderwoche 21: Android, Multicore und iPhone-Games portieren
Verfasst von Michael Hülskötter unter Events, Mobile, MobileDev am 1. Juni 2010
Sodala, ab sofort gibt’s hier auf dem IT-techBlog ein neues Format, das ziemlich weit verbreitet ist: die gute, alte Wochenrückschau. Damit seid ihr stets auf dem Laufenden, was in meinem mobilen Leben so passiert und wie ich das finde. Und los geht’s natürlich mit der letzten Woche, der KW 21, die vom 24. bis 30. Mai dauerte.
Montag war’s erwartungsgemäß sehr ruhig, da wir einen weiteren, bundesweiten Feiertag begehen durften, nämlich den Pfingstmontag. Da hatte sogar mein Twitter-Acount frei.
Am Dienstag war ich erst mal mit Reisevorbereitungen beschäftigt, denn es stand meine Republikrundreise auf dem Programm: Mittwoch und Donnerstag Berlin, der droidcon 2010 wegen, und am Donnerstag Abend sollte es dann direkt weiter nach Köln gehen, auf die dotnet Cologne 2010. Und weil ich manchmal den Hals nicht voll kriegen kann, sollte für den Samstag noch ein kleine Überraschung auf mich warten. Ach ja: twitter-seitig war bei mir nicht viel los, bis auf das Android-Chef-Zitat, dass das kommende Halbjahr in Sachen Google-OS alle “umhauen” wird. Na dann: gut festhalten! Ach ja: Da ich es versprochen habe, soll nicht unerwähnt bleiben, dass ich abends in Berlin eine liebe Kollegin getroffen habe, die gleichzeitig die Lektorin dieses Blogs ist. Aber das nur so am Rande…
Mittwoch und Donnerstag waren natürlich vollgepackt mit Live-Tweets, Tech-Sessions und Gesprächen rund um die droidcon 2010. Es waren so viele Leute da, dass die Konferenz über eine halbe Stunde später anfing als ursprünglich geplant. Tja, der Android-Chef hatte es ja am Tag zuvor schon angekündigt. Wer meine sehr persönliche Zusammenfassung der droidcon 2010 nochmal lesen will, begibt sich am besten zum dazugehörigen Beitrag. Erwähnenswert ist vielleicht noch die Tatsache, dass ich mir des komfortableren Schreibens wegen Pages für mein iPad zugelegt habe. Eine prima Investition. Das Review folgt noch. Und einen ausführlichen Praxistest des Mifi-Routers, den ich testweise dabei hatte (Danke, Vodafone!), gibt es auch noch.
Bemerkenswert fand ich übrigens die Aussage André Lönnes von HTC, dass das Smartphone-Geschäft bis 2014 so richtig explodieren soll. Er rechnet auf jeden Fall mit 1,3 Milliarden verkauften Gadgets. Die meisten davon tragen natürlich am besten den HTC-Schriftzug…
How-to: So kommt die Folie aufs Apple iPad
Verfasst von Michael Hülskötter unter Apple, Mobile am 21. Mai 2010
Zunächst einmal: Ohne großes Aufheben darum machen zu wollen, aber dieser Beitrag ist Nummer 2.000 des IT-techBlog, und das ist zumindest eine kleine Randnotiz wert. Oder auch eine größere. Und wem gebührt die Ehre des Jubiläums-Blogposts?! Der nigelnagelneuen iPad-Entspiegelungsfolie von Folix, die ich heute testweise von Soular über deren Agentur erhalten habe. Und, seid ihr stolz darauf bei Soular?! Gut.
Der Kartoninhalt ist sehr spartanisch: Neben der Folie befindet sich eine dreisprachige Aufbringungsanleitung sowie ein Putztuch und eine Glattstreichkarte mit in der Verpackung. Die Anleitung erklärt ziemlich kleingeschrieben, wie die Folie aufs iPad kommt. Dabei soll man erst mal probekleben (also ohne gleich zu kleben), sich wegen der statischen Aufladungmöglichst von Tischdecken o.ä. fern halten und das iPad vor dem Aufbringen der Entspiegelungsfolie möglichst staubfrei machen.
Für den Punkt “staubfrei” gibt es das weiße Putztuch, das sich samt Glattstreichkarte in einer Plastikhülle befindet (des Staubes wegen). Nachdem das iPad-Display völlig sauber ist, legt man das Apple-Tablet am besten auf einem Tisch (ohne Tischdecke) auf eine rutschfeste Unterlage und entfernt die Folie von der Trägerfolie um einige Zentimeter (nachdem man sie aus der Schutzhülle genommen hat, was die Anleitung geflissentlich verschweigt) und knickt sie ein Stückchen weg.
Anschließend setzt man die Folie an der Home-Button-Seite auf das iPad und bringt die Entspiegelungsfolie Stück für Stück auf dem Apple-Tablet an. Dabei nimmt man am besten die beiliegende Karte zu Hilfe, um die Folie damit sukzessive beim Anbringen glatt zu streichen (diese Karte wird in der Anleitung übrigens auch nicht erwähnt). Dabei sollte man auf jeden Fall das Tuch um die Karte “wickeln”, da ansonsten die Folie sofort verkratzt.
Leider geht das Ganze nicht völlig blasenfrei ab (zumindest ist es mir nicht gelungen). Allerdings kann man die Folie relativ leicht lösen und dann sein Glück nochmals versuchen. Und die Blasen, die dann immer noch zu sehen sind, lassen sich mit dem Staubtuch ganz gut eliminieren. Dabei solltet ihr versuchen, die Blasen nach außen zu wischen, bis sie völlig weg sind.
Fazit: Ganz so einfach, wie es dargestellt wird, ist das Anbringen der iPad-Entspiegelungsfolie nicht. Aber der Entspiegelungsfaktor ist wirklich toll. Und Fingerabdrücke sind auch weniger sichtbar. Alles in allem also ein sinnvolle Anschaffung für iPad-Besitzer.
iPad-Apps jetzt auch im deutschen iTunes App Store erhältlich
Verfasst von Michael Hülskötter unter Apple, Mobile am 20. Mai 2010
Sodala, seit heute ist es soweit: Man kann endlich auch hierzulande direkt auf dem iPad schoppen gehen – und zwar in Euro, wie anhand des Bildes gut zu erkennen ist. Leider fehlen noch die deutschsprachigen Pendants zu den iWork-Tools Pages, Numbers und Keynote. Und gerade auf Keynote warte ich schon ziemlich sehnsüchtig – wie auch auf den passenden VGA-Adapter, mit dem Projektor und Konsorten in Verbindung mit dem Apple-Tablet eingesetzt werden können. Na ja, der 28. Mai ist ja nicht mehr so weit weg.
iPad-Wordpress-App im Review
Verfasst von Michael Hülskötter unter Apple, Mobile am 6. Mai 2010
Ich habe gerade mal zu Testzwecken die relativ neue iPad-Wordpress-App aus dem mobilen US iTunes Store geladen (wozu man allerdings einen US-Apple-Account braucht). Und mein erster Eindruck: ganz gut umgesetzt. Die Displaygröße wird analog zu Apple Mail berücksichtigt: im Hochformat werden sämtliche Menüs u.ä. ausgeblendet, so dass man sich rein auf die Bloggerei konzentrieren kann. Im Querformat werden die jüngeren Beiträge als Liste angezeigt, die sich per Fingertipp öffnen lassen.
Schön ist auch die Option, Bilder aus der Fotogalerie einzubinden. Das ist sehr komfortabel und steht mit dem mobilen Safari-Browser des iPad nicht zur Verfügung, da dort nur in der HTML-Ansicht gebloggt werden kann. Allerdings sollte man sich eine vernünftige Bildbearbeitung für das iPad besorgen, mit dem man beispielsweise Bilder vom Hoch- ins Querformat drehen kann.
Was allerdings gar nicht geht mit dem iPad-Wordpress-Tool ist das Einfügen und Kopieren von Text. Warum nicht?! Und was auch nicht funktioniert, ist das komfortable Einsetzen von Hyperlink. Eigentlich ein No-Go!
Und das iPad funktioniert doch im Freien!
Verfasst von Michael Hülskötter unter Apple, Mobile am 5. Mai 2010
Die Erkenntnis meines vierten Tages auf Kreta lautet: man kann ja doch mit dem iPad im Freien schreiben und arbeiten und sonst was tun. Zumindest sitze ich gerade bei bestem Wetter und 20 Grad Celsius auf der Terrasse des Onira zu Pitsidia und blogge. Und zwar über die Strapazen eines zwar eher kurzen, aber dafür um so heftigeren Bike-Trips an den Strand von Timbaki. Ich war derart knülle, dass ich mich danach erst mal ablegen musste.
Gelohnt haben sich die mühevollen Aufstiege nach Kamilari und Co aber auf jeden Fall. Wie auch der abschließende Aufstieg zu einem der besten Aussichtspunkte Pitsidias. Da schmeckt das Kaltgetränk doppelt so gut. Und gegen den Lärm seitens der ganz in der Nähe werkelnden Bauarbeiter samt Dampfwalze half Peter Fox, den ich auf meinem HTC Desire dabei hatte.
Ach ja, noch zwei Tipps Sachen iPad:
1. Das Arbeiten im Freien klappt nur dann halbwegs augenschonend, wenn man im Schatten sitzt und die Helligkeit relativ hoch eingestellt ist, was sich natürlich ungünstig auf die Akkulaufzeit auswirkt. Aber das ist beim iPad nicht ganz so gravierend, da die Batterie ziemlich lange hält (ich habe gestern Abend zum ersten Mal geladen, und das seit Sonntag Morgen!).
2. Die Rechtschreibkorrektur des iPad wurde halbwegs verbessert. Damit ist sie zwar immer noch nicht so gut wie die von Android 2.1, aber zu falsch geschriebenen Worten schlägt iPhone OS 3.2 per Fingertipp auf das rot unterringelte Wort Alternativen vor – soweit vorhanden. Neue Wörter lernt die Software leider immer noch nicht. Auch in diesem Punkt sollte Apple mal bei Android/Google spicken.
Kalimera, Kreta! Hallo, iPad!
Verfasst von Michael Hülskötter unter Apple, Mobile am 3. Mai 2010
Ich hab es also tatsächlich geschafft: ich bin mal wieder seit eineinhalb Jahren wieder auf meiner Lieblingsinsel: Kreta. Und heute ist sogar schon mein zweiter Tag. Gestern musste ich mich erst Mal vom frühen Aufstehen erholen (mein Flieger ging nämlich schon um 5:30!).
Was ich dann aber noch geschafft habe war ein Kurzbesuch des Como. Das ist hier der ortsansässige Strand, der sich mir gestern fast völlig unbewohnt präsentierte. Und es hat sich wirklich gelohnt, wie ihr anhand des Bildes sehen könnt. Und meine Füße im Wasser fanden das auch ganz toll.
Das Bild habe ich übrigens mit meinem HTC Desire geschossen (gar nicht schlecht, oder?!). Das hab ich dann per HTC-Flickr-App online geschoben, um es anschließend zu verbloggen. Das ist vor allem der immer noch abgeschotteten Bluetooth des iPad geschuldet (der Desire könnte das nämlich). Allerdings musste ich meinemflickr-Einstellungen aktualisieren, in denen mein Blog auf einmal nicht mehr vorhanden war!
Na, und der Rest ist schnell erzählt: mit dem iPad auf den Knien schreibe ich hier im 4-Finger-System diesen Beitrag. Allerdings bin ich dazu reingegangen, denn auf der Terrasse war es mit den vielen Reflexionen kein Spaß. Daran muss Apple echt noch arbeiten.
Das Schreiben gelingt wirklich gut, was auch an den Tippgeräuschen liegt, die ein wenig Feedback geben (wen es nervt, kann es natürlich abschalten). Und solange der Workflow aus Bilder uploaden und verbloggen so gut klappt, fehlt mir auch kein Multitasking.
So, jetzt mach ich mal wieder Schluss, des traumhaften Wetters wegen (für alle Kreta-Kenner: heute geht es nach Matala). Aber ich melde mich wieder. Versprochen!
Bestellt: das Apple iPad ist Anfang Mai bei mir [Upd]
Verfasst von Michael Hülskötter unter Apple, Mobile am 15. April 2010
Als es gestern auf Twitter ganz hektisch die Runde machte, dass sich die Auslieferung des iPad für den europäischen Markt (also auch für Deutschland) um einen weiteren Monat verzögern wird, hielt ich das zunächst für einen schlechten Scherz. Aber dann kam mit der offiziellen Pressemeldung seitens Apple die traurige Gewissheit:
Konfrontiert mit dieser überraschend starken Nachfrage [des iPad] in den USA, haben wir die schwierige Entscheidung getroffen die internationale Markteinführung des iPad um einen Monat auf Ende Mai zu verschieben.
Dabei hatte ich wenige Minuten zuvor das iPad selbst zum ersten Mal in den Händen gehalten und hab mich sofort verliebt in das Ding. Selbst das Schreiben mit dem Tablet auf einem Tisch gelang auf Anhieb besser, als ich vermutet hatte. Und das Gewicht finde ich im Gegensatz zu manch anderem Zeitgenossen gar nicht so schwerwiegend. Alles in allem: ein schickes Ding, das ich sicherlich noch oft einsetzen werde.
Doch zum Glück brachte mich ein lieber Kollege via Facebook drauf, dass ich das iPad doch via Apple-US-Store bestellen könnte. Dazu braucht man ja nur eine US-Adresse, die Diensleister wie Borderlinx kostenlos zur Verfügung stellen, und eine Kreditkarte. Als ich dann noch sah, dass mich das iPad 16 GB Wifi inklusive aller Steuern und Versandkosten weniger als 500 Euro kosten wird, stand mein Entschluss fest: das Apple-Gadget muss her.
Jetzt besitze ich also eine US- (und eine UK-)Adresse, was eventuell auch für künftige Einkäufe bei Amazon, Apple und Co. interessant sein könnte. Und mit ein wenig Glück halte ich mein iPad Anfang Mai in den Händen, also kurz vor meinem geplanten Kreta-Urlaub. Na, ich drück mir mal selbst die Daumen.
Update: Die Auguren hatten es ja bereits vorausgesehen: meine iPad-Bestellung wird wohl nicht akzeptiert. Tja, und heute Morgen fand ich folgende Mail vor:
Thank you for your recent Apple ordwer.
To ensure that all customers are given equal opportunity to acquire this product we have limited the amount available per customer. Therefore, this order has been cancelled.
“Limited per customer”?! Ich hatte doch nur ein iPad bestellt! Wäre es Apple lieber, man bestellt Null iPad?! Oder gar minus iPads?! Sagt doch einfach, dass man via Dienstleister nicht bestellen kann…
WePad: misslungener Frühstart des iPad-Killers
Verfasst von Michael Hülskötter unter Events, Mobile am 13. April 2010
Es hätte so schön werden sollen. Was dann aber folgte, war wohl entweder gewollt oder nicht gekonnt. Denn was sich gestern während der Vorstellungs-PK des WePad aus dem Hause Neofonie abgespielt haben muss, spottete wohl jeder Beschreibung. Abgesehen davon, dass die Pressekonferenz völlig chaotisch abgelaufen sein muss, gab es nicht mal ein lauffähiges Gerät zu sehen. Zwar hatte Geschäftsführer Helmut Hoffer von Ankershoffen (der früher mal anders hieß) ein WePad dabei, das er auch sehr stolz in die anwesenden Kameras hielt. Allerdings passierte dann etwas wirklich Blödes: Das Filmchen, das auf dem Tablet-PC lief und die Funktionalitäten des WePad zeigen sollte, schmierte unverhofft ab und offenbarte – eine Windows-Fehlermeldung….
Darüber hinaus muss Neofonie wohl ziemlich aufpassen, wenn es nach der Stimmungslage auf der eigens eingerichteten Facebook-Fanseite geht (die immerhin schon über 13.000 Anhänger aufweist). Denn die einen finden die Preise nicht angemessen, gemessen am Anspruch von Neofonie, dem iPad ein paar Marktanteile wegnehmen zu wollen (wenngleich sich Herr von Ankerhoffen diesem Ansinnen offiziell widersetzt). Aber auch der recht späte Verkaufsstart im August kommt bei vielen nicht gut an, da Apple bis dahin möglicherweise schon die nächste Preisrunde des iPad einläuten könnte.
Aber auch das Marketing lässt stellenweise ein wenig zu wünschen übrig. So stellte Herr von Ankershoffen tatsächlich die zwei USB-Steckplätze in den Vordergrund seiner Ausführungen. Wow, wirklich ein wichtiges Feature! Dass es dabei viel wichtigere Dinge gibt, die das WePad gegenüber dem iPad zu bieten hat, fiel ein wenig unter den Tisch (wobei Neofonie ja gar nicht das iPad im Visier hat!). Zu nennen sind hier ein offenes Betriebssystem, Flash, und so fort. Und der Hinweis, dass das WePad SIM-lock-frei ist, hilft auch nicht wirklich weiter, da Apple beim iPad (im Gegensatz zu vielen iPhones) ebenfalls auf den SIM-Lock verzichtet. Und ja, Android (oder was immer es auch ist) kann Multitasking…
Da kann man für Neofonie und das WePad nur hoffen, dass trotz dieses holprigen Starts das Projekt “iPad-Killer” erfolgreich verlaufen wird. Und um alle Lästermäuler und Skeptiker eines Besseres zu belehren, wird Neofonie den ultimativen Test des WePad wagen und am 26. April sein Tablet zu diesem Behufe einem “renommierten Tech-Journalisten” übergeben. Auf dass er es auf Herz und Nieren überprüfe…
Nachklapp: Drei Tage iPad-Hysterie [Upd]
Verfasst von Michael Hülskötter unter Apple, Mobile am 6. April 2010
So, jetzt ist das iPad seit fast drei Tagen in den Apple-Store-Regalen und anderen Verkaufskanälen, und es wurde (und wird) so viel über das Apple-Tablet berichtet, dass ich hier auf dem IT-techBlog natürlich nicht umhin komme, ein wenig zurückzublicken.
Wer hautnah dabei sein wollte, konnte entweder selbst nach New York oder sonst wo hin fahren – oder der gut gemachten Blogberichterstattung des Richard Gutjahr folgen. Richard ließ nichts aus: er bloggte, twitterte und prozduzierte kürzere und längere Videoposts rund um den iPad-Verkaufsstart am 3. April a.d. 2010, den er live in New York erlebte. Auch wenn diese Form des Reportertums nicht jedermanns Geschmack traf – es war auf jeden Fall unterhaltsam und verschaffte mir zumindest einen Hauch von Gänsehaut.
Über die möglichen Verkaufszahlen des iPad wurde im Vorfeld natürlich ausgiebig spekuliert: die einen sprachen von 400.000 bis 500.000, angebliche Marktexeperten wie Gene Munster gingen sogar von von 600.000 bis 700.000 verkauften Apple-Tablets am ersten Tag aus. Doch sie alle hatten dem iPad zu viele Vorschusslorbeeren spendiert, denn Apple selbst beendete das Rätselraten um ihren jüngsten Verkaufsschlager und veröffentlichte per Pressemeldung die tatsächliche Zahl: 300.000 iPad haben am Samstag den Besitzer gewechselt, was Steve Jobs trotzdem zu der Ausage verleiten ließ, dass das iPad die Spielregeln neu definieren werde. Zudem verkündete Apple sichtlich stolz, dass jeder iPad-Besitzer etwa drei angepasste Apps sowie ein iBook auf sein brandneues Spielzeug geladen habe.
Neben all den Jubelarien fürs iPad gibt es auch kleinere Probleme, die sich um die Themen Wifi und USB ranken. So berichten diverse Anwender vom schwachen Wifi-Signal; selbst Techcruncher Michael Arrington scheint davon betroffen zu sein. Aber auch das Laden via USB stellt den ein oder anderen USB-Anschluss vor Probleme. Offenbar benötigt das iPad mehr Strom, als es USB-Hubs und ähnliche Komponenten liefern können. Das ist allerdings keine allzu große Überraschung!
Dass es nicht nur iPad-Fans, sondern auch -Hasser gibt, ist ja keine neue Erkenntnis. So schrederten natürlich wieder die Leute rund um Blendtec das iPad in einem ihrer Mixer (was allerdings weniger mit Hass denn mit reiner Aufmerksamkeit-Hascherei zu tun hat). Mehr Vorbehalte hatten wohl ein paar amerikanische Freaks, die meinten, ihr iPad mit einem gewöhnlichen Baseball-Schläger maltretieren zu müssen. Schade um das schöne Teil!
Zu der ganzen iPad-Hysterie passt natürlich auch die Nachricht, dass Apple am morgigen achten April die lang erwartete vierte Version seiner iPhone-Firmware präsentieren wird (und möglicherweise auch das iPhone der vierten Generation). Das Hauptmerkmal des iPhoneOS 4.0 wird wohl Multitasking sein, und das ist auch gut so. Denn nur die Option, auf iPhone und iPad mehrere Apps parallel nutzen zu können, wird die Verkaufszahlen weiter in die Höhe. treiben. Und ich weiß schließlich seit fünf Tagen, wie sich das anfühlt.
Update: Ich wollte es nicht versäumen, euch den Link einer Webseite nachzuliefern, die zeigt, wie eure eigene oder jede andere Webseite auf dem iPad aussieht (abzüglich vorhandener Flash-Inhalte). Man kann sogar zwischen Hoch- und Querformat umschalten, indem man auf den Gehäuserand des virtuellen iPad klickt. Blöd ist allerdings, dass die Emulation zeigt, dass Webseiten im Apple Safari-Browser im Hoch- (oder auch Portrait)-Format nicht richtig darstellt werden! Grund dafür: Webseiten auf dem iPad im Hochformat werden auf 75 Prozent der Originalgröße skaliert, was mithilfe von CSS3-Transformationen geschieht, die derzeit am besten unter Firefox 3.5+, Chromium 5+ and Opera 10.5+ funktionieren. Tja, blöd irgendwie…








