iPhone-Akku auf Reisen: PhoneSuit Elite 5 und PhoneSuit Flex

Wer hat sich nicht schon mal über den Smartphone-Akku echauffiert, weil dieser nach weniger als einem Tag die Grätsche gemacht hat. Die Lösung dieses Problems ist allerdings ganz einfach und kommt vom Zubehöranbieter PhoneSuit in zweierlei Ausprägungen daher: entweder in Form einer Hülle oder als Aufstecksatz. Beides unter anderem für das iPhone 5 mit dem passenden Lightning-Stecker.

PhoneSuit Elite 5: Akku-Hülle für den sicheren Transport

Mit dem Phonesuit Elite 5 holt man sich einen schützenden Zusatzakku für iPhone 5/S nach Hause
Mit dem Phonesuit Elite 5 holt man sich einen schützenden Zusatzakku für iPhone 5/S nach Hause

Beide Ladestationen haben ihre Vorzüge: So schützt der PhoneSuit Elite 5 das iPhone 5/s zusätzlich und lässt sich in dieser Form auch besser transportieren. Allerdings wird das Apple Smartphone dadurch ein gutes Stück schwerer, was man bei der Anschaffung beachten sollte.

Für den Gebrauch entfernt man lediglich den oberen Deckel der Hülle, schiebt das iPhone 5/s vorsichtig hinein, steckt den Deckel wird auf und fertig. Halt, nicht ganz: Um das Laden des Smartphone-Akkus zu starten, hält man den Knopf auf der Rückseite der Hülle für zwei, drei Sekunden fest, und schon beginnt der Ladevorgang. Ein Indikator-LED zeigt den Ladestand des PhoneSuit Elite 5 an.

PhoneSuit gibt die zusätzliche Ladekapazität mit 125 Prozent an, und dank Quick-Charge-Technik soll das Laden des iPhone rund zwei Stunden dauern. Am besten ist es jedoch, wenn man das Smartphone in die Ladestation schiebt, bevor der Akku ganz leer ist. Dann kann man weiterarbeiten, während das Gadget den iPhone-Akku wieder füllt. Die Ladekapazität ist übrigens mit 2.100 mAh angegeben.

PhoneSuit Flex: klein, handlich, mobil

Klein, handlich und mobil: das PhoneSuit Flex
Klein, handlich und mobil: das PhoneSuit Flex

Im Gegensatz zum PhoneSuit Elite 5 handelt es sich beim PhoneSuit Flex um einen kleinen, unscheinbaren Zusatzakku, der einfach nur mit den Lightning-Connector des iPhone, iPod oder iPad angeschlossen werden muss.

Der Ladevorgang selbst erfolgt mithilfe eines berührungsempflindlichen Knopfes, der sich an der Seite des externen Akkus befindet. Dort gibt auch ein Indikator-LED darüber Auskunft, wie es um die Restladung des PhoneSuit Flex bestellt ist. Wie beim PhoneSuit Elite 5 wird die zusätzliche Ladung mit 125 Prozent beziffert, in diesem Fall auch im Hinblick auf das iPhone 5. In Zahlen bedeutet das: 2.600 mAh.

Dem PhoneSuit Flex liegt ebenfalls eine Micro-USB-Kabel für das Aufladen des externen Akkus sowie ein Deckel bei, mit dem sich der Lightning-Stecker beim Transport schützen lässt. Allerdings ist ein gehöriger Kraftaufwand und eine passenden Werkzeug wie eine Brieföffner vonnöten, um den Deckel vom PhoneSuit Flex zu entfernen. Da sollte vielleicht noch ein wenig nachgebessert werden.

Preise und Lieferzeiten findet ihr bei arktis.de, technikdirekt.de oder macconnect-shop.de.

 

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4 iPad-Schutzhüllen auf einen Streich

Mit den Schutzhüllen von DesignSkins wird jedes iPad zum Unikat

Der Schutz des Apple-Tablets, das ist es, was eine Tasche oder Hülle leisten soll. Obendrein ist sie Schreibhilfe und Videoständer, je nach Modell und Ausstattung. Und manchmal ist sogar ein Fingerersatz dabei.

Vier Schutztaschen habe ich derzeit für mein iPad mini im Einsatz, je nach Laune und Anwendung. Ich nenne sie „Die Verspielte“, „Die Individuelle“, „Die Schicke“ und „Die Schlichte“. Jede hat so ihre Eigenheiten, von denen in dieser Rezension die Rede sein soll.

Die Verspielte: iPad-Schutztasche für Lego-Fans und andere Spielkinder

Mit der  Lego Bastelschutzhülle für das iPad mini Belkin begibt man sich auf ZeitreiseAuf die Idee muss man erst mal kommen: Mit der Lego Bastelschutzhülle für das iPad mini will Belkin das Kind im Mann (oder der Frau) ansprechen. Oder die Kinder selbst, die ja auch bereits mit dem Apple-Tablet herumlaufen. Wie auch immer, herausgekommen ist eine Schutzhülle, die auf der Rückseite mit einer Lego-Platte versehen ist, auf der man nach Belieben seine Lego-Kreationen bauen kann. Falls man das will.

Falls nicht, lässt sich das iPad mini trotzdem sehr gut mit dem Hülle schützen, indem man es einfach nur reindrückt. Darin sitzt das Tablet sehr fest, und an die Aussparungen für Kamera, Ein-Aus-Schalter, Kopfhörerbuchse und Stromanschluss hat Belkin auch gedacht. Und mit dem faltbaren Schutzdeckel lässt sich am besten von allen vier Kandidaten mit dem iPad mini schreiben.

Disclaimer: Ich habe von Belkin die iPad-Hülle kostenlos zu Testzwecken zur Verfügung gestellt bekommen.

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Powerpoint für das iPad nur mit Office-365-Abo nützlich

Powerpoint für das iPad in AktionDie Gerüchte geisterten schon länger durch die Gazetten, und letzte Woche war es dann soweit: Microsoft hat Office für das iPad in den iTunes Store gebracht.

Das passte mir ziemlich gut in den Kram, denn just an diesem Tag beauftragte mich ein Kunde damit, seine Kundenpräsentation komplett zu überarbeiten, die natürlich im Powerpoint-Format vorliegt. Da ich auf meinem Mac mit Apple Keynote arbeite, wollte ich mir die Originaldatei des Kunden erst mal auf dem iPad ansehen. Guter Plan, wie ich fand.

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Die Internet-TV-Farce: HbbTV kommt in der Post PC Ära nicht vor

Mit Hard- und Software wie EyeTV Netstream DTT empfängt man kein HbbTV
Mit Hard- und Software wie EyeTV Netstream DTT empfängt man kein HbbTV

Also, um es gleich vorweg zu schicken: ich mag neue Konzepte, die Mehrwert liefern. Wenn es allerdings nicht zu Ende gedachte Konzepte sind, werde ich schon mal mürrisch. Wie im Falle von HbbTV. Aber der Reihe nach.

Ich nutze schon seit vielen Jahren meinen Mac zum TV gucken. Egal, ob direkt mit Macbook verbunden oder via WLAN-Router und PC-Empfangsgerät, ich will einfach, dass das Fernsehprogramm zu mir kommt, und nicht ich zum Fernseher. Daher steht meine Samsung-Glotze im Keller, wo die Kinder hin und wieder DVD gucken. Ansonsten bleibt die Kiste schwarz, weil aus.

Aber zurück zu HbbTV: Da sich die Fernsehprogramme kürzlich geändert haben (die RTL Fernsehgruppe ist ja im Münchner Empfangsgebiet ausgestiegen, was allerdings kein wirklicher Verlust ist), war mal wieder seit längerem ein Sendersuchlauf angesagt. Tja, und der brachte neben neuen reinen Fernsehsendern wie SAT.1 Gold und DMAX auch sieben Sender, die allesamt den Zusatz „Internet“ im Namen tragen. Ruft man diese aber als DVB-T-Anwender an seinem PC, Mac, iPad oder iPhone auf, erscheint folgendes Bild:

Der HbbTV-Empfang ist ohne das Gerät leider nicht möglich
Der HbbTV-Empfang ist ohne das Gerät leider nicht möglich

Für das Nicht-Erscheinen der neu erkannten Fernsehsender kommen also diverse Gründe in Betracht:

  • Das Empfangsgerät ist nicht internet- bzw. HbbTV-fähig [also, internetfähig ist mein Mac auf jeden Fall]
  • Das Empfangsgerät ist internetfähig, aber nicht mit dem Internet verbunden [doch, das iPhone ist mit dem Internet verbunden]
  • Das Empfangsgerät ist mit dem Internet verbunden, aber noch nicht mit der multithek [wir kommen der Sachen näher]

Für weitere Infos soll ich die Seite multithek.de besuchen, was ich allerdings erst mal verworfen habe. Stattdessen habe ich mich bei Elgato, dem Soft- und Hardware-Anbieter meiner Mac-TV-Lösung, über den Stand der Dinge „HbbTV und EyeTV“ erkundigt. Tja, die Antwort war dann doch einigermaßen überraschend:

Hallo lieber Michael, liebend gern würden wir HbbTV mit unseren Apps für iOS und Android anbieten, aber es gibt aus unserer Sicht keinen Weg, die Oberfläche per Touch bedienbar zu machen. HbbTV ist zwingend auf eine Fernbedienung angewiesen… [Und] mit der Maus auf Elemente klicken [auch] geht nicht, [da ]braucht [man ebenfalls] eine Fernbedienung oder gar Onscreen-Fernbedienung.

Klack! Daher habe ich also keinen HbbTV-Empfang auf meinem Mac oder iGadget, da ohne Fernbedienung nichts zu gehen scheint mit dem interaktiven Fernsehen der Zukunft. Dabei wurde auf den Medientagen 2012 HbbTV-Anwendungen auf Tablet und Smartphone demonstriert. Umgesetzt wurde davon allerdings noch nichts.

Oder doch? Ich habe mich heute per E-Mail an das Institut für Rundfunktechnik (IRT) gewandt, das federführend am PAN-europäischen HbbTV-Projekt beteiligt war. Mal sehen, was die Verantwortlichen des IRT zum Fall „HbbTV spielt auf Post-PC-Ära-Geräten keine Rolle“ sagen. Stay tuned…

Top-iPad-Nachrichten-Apps im April 2013: Tagesschau, Spiegel, Bild [Upd]

Sieht man sich die aktuelle Top-10-Liste der iPad-Nachrichten-Apps an, könnte man fast auf die Idee kommen, der Apple-Tablet-Leser sei elitärer oder schlauer als der Rest der Menschheit. Denn mit rund 20 Prozent wird die Tagesschau-App fast doppelt so häufig genutzt wie die BILD-App, auf Platz 2 liegt mit 12 Prozent sogar noch die Spiegel-App vor dem Springer-Angebot.

Was die Statistik allerdings verschweigt: sowohl für die Bild- als auch die Spiegel-App werden Kosten fällig. So ist zwar der erste Monat kostenfrei, danach werden aber für die Standard-App 13 Euro pro Monat und 15 Euro für die HD-Variante fällig.

Update: Da war ich wohl ein bisschen zu schnell. Denn es liegt de Spiegel-Online-App, und nicht die Spiegel-App auf Platz 2. Interessant daran ist allerdings, dass es im iTunes Store gar keine iPad-App gibt, sondern nur eine für das iPhone. How come, Statista?!

Dasselbe betrifft das Spiegel-Angebot: Print-Abonnenten bezahlen 50 Cent pro iPad-Ausgabe, oder man liest nur digital, dann kosten 11 Ausgaben 29 Euro, 5 kosten 10 Euro und für das ganze Jahr werden knapp 200 Euro fällig.

Das erklärt natürlich die guten Zahlen der Tagesschau-App. Die ist nämlich vor allem eins: gratis!

die-top-10-ipad-nachrichten-apps-im-april-2013
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Top-5-Apple-App-Liste: Diese kostenlose iPhone- und iPad-Dienstprogramme kommen gut an [Update]

Eine liebe Freundin stellte vor kurzem die Behauptung auf, dass es viele Leute gäbe, die stets auf der Suche nach den beliebtesten Mobile Apps seien. Damit hat sie sicher recht, allerdings gehöre ich dieser seltsam anmutenden Spezies an, die sich gerne selbst von einer These überzeugen, bevor sie von dieser überzeugt sind. Also wage ich mich heute an eine Art Selbstversuch und sehe mir die Top-5-Liste der deutschen iTunes-Sektion in Sachen kostenlose Dienstprogramme für iPhone, iPad und iPod touch an.

Platz 1 belegt aktuell die App QR-Code Scanner
Platz 1 belegt aktuell die App QR-Code Scanner

Auf Platz 1 steht QR Code Scanner, mit dem sich QR-Codes von beliebigen Medien abfotografieren lassen. Dazu gehören verschlüsselte Zeichen auf Visitenkarten, auf Webseiten, auf Litfaß-Säulen, etc. Bei QR-Codes mit hinterlegten Adresse öffnet sich automatisch Google Maps, und im Falle einer Webseite oder eines Videos wird man direkt auf die zugehörige Seite umgeleitet, und zwar innerhalb der App selbst. Es wird also keine weitere App geöffnet wie in anderen vergleichbaren QR-Anwendungen. Schön ist auch die History-Funktion, die sämtliche Scans speichert, sodass sich diese mühelos wiederfinden lassen.

Bewertung der App-Anwender: 4,5 von 5 Sternen iTunes-Link

Platz 2 belegt aktuell die App iSafe Spy
Platz 2 belegt aktuell die App iSafe Spy

Den zweiten Platz belegt aktuell die App iSafe Spy. Allerdings nicht wegen deren Beliebtheit, sondern weil der Anbieter einen Trick anwendet, der bei den App-Anwendern sehr schlecht ankommt: wer dessen Tool-App iSafe Pro aktualisiert, bekommt iSafe Spy zwangsweise auf dem iPhone oder iPad installiert. Ein absolutes No-Go aus der Sicht vieler verärgerter Kunden, zumal es sich bei iSafe Pro um eine kostenpflichtige App handelt (0,89 Euro). Dabei ist die App ein echtes Schweizer Taschenmesser, mit dem Bilder und Videos versteckt werden können, sich Klingeltöne erstellen lassen, Musik aus Videos extrahiert werden kann, etc.

Bewertung der App-Anwender: 1 von 5 Sternen. iTunes-Link

Platz 3 belegt aktuell die App Emocticons - Emoji Unlimited
Platz 3 belegt aktuell die App Emocticons – Emoji Unlimited

Platz drei der kostenlosen Dienstprogramme nimmt derzeit Emocticons: Emoji Unlimited Edition ein. Da soll noch einer sagen, bei den Tools-Apps zähle nur der Nutzwertfaktor. Diese Anwendung belegt zum einen das Gegenteil und zeigt zum anderen, dass viele iOS-Anhänger trotz der Post-PC-Ära (oder gerade deshalb?!) ihren Mails, Kurznachrichten und Chats mehr Leben, sprich Emotionen einhauchen wollen. Und das gelingt mit dieser Gratis-App besonders gut. Unterstützt werden die iOS-Apps Nachrichten, Mail, Kontakte, Safari, Kalender und weitere Text-Apps.

Tipp: Nach der Installation der App muss zunächst die Emoji-Tastatur aktiviert werden, was aber ganz einfach via Anwendung passiert. Dann stehen hunderte von Emoticons auf der iOS-Tastatur zur Verfügung.

UPDATE: Der sehr aufmerksame iPhone- und iPad-Experte Giesbert Damaschke hat mich darauf hingewiesen, dass diese Emoticon-Sammlung schon seit geraumer Zeit unter iOS verfügbar ist. Daher handelt es sich bei der App um einen großen Fake!

Bewertung der App-Anwender: 4 von 5 Sternen. iTunes-Link

Platz 4 belegt aktuell die App Mein IPhone suchen
Platz 4 belegt aktuell die App Mein IPhone suchen

Den vierten Platz der Tools-Apps verbucht aktuell „Mein iPhone suchen“ von Apple. Diese Anwendung richtet sich an zwei Kategorien von Anwendern: An die Vergesslichen, die ihr iPhone schon mal verlegen und an die Ängstlichen, die hinter jedem Strauch einen Dieb vermuten. Zielgruppe Nummer 1 kann ich zurufen: für euch ist die App genau die Richtige, da ihr mit ihrer Hilfe einen Ton am nicht-auffindbaren iOS-Gadget abspielen und dieses damit ruck, zuck orten könnt. Und den Ängstlichen muss ich leider sagen: sobald das schicke Apple-Gerät ausgeschaltet wird vom „Entwender“, nützt die App gar nix mehr. Es soll allerdings Leute geben, die ihr iPad mini im Bus liegen gelassen und dieses mithilfe der App wiedergefunden haben. Also von wegen, man können damit nur sein iPhone suchen…

Bewertung der App-Anwender: 4 von 5 Sternen. iTunes-Link

Platz 5 belegt aktuell die App Google Chrome
Platz 5 belegt aktuell die App Google Chrome

Platz 5 der am derzeit meist geladenen Dienstprogramme-Apps nimmt der Chrome-Browser von Google in Anspruch. Falls ihr also mal keine Lust mehr auf den mobilen Safari-Browser habt oder ihr am Mac ohnehin Google Chrome bevorzugt einsetzt, ist diese App auf jeden Fall eine Installation wert. Und so wie man das von der Desktop-Variante gewohnt ist, erlaubt das Anmelden per Google-Account das Synchronisieren sämtlicher Tabs, Lesezeichen und Kennwörter zwischen Mac und iOS-Gadget. Sehr praktisch.

Bewertung der App-Anwender: 3,5 von 5 Sternen. iTunes-Link

So geht’s: Youtube-Musikvideos mit Gitarre, iPad und Macbook Air produzieren

In Verbindung mit einem Poppschutz klingt das Meteor Mic bei Gesangsaufnahmen eine Klasse besser

Heute hab ich’s tatsächlich getan: nach langem Hin und her habe ich mein erstes Musikvideo auf Youtube gepackt. Also nicht eines von diesen „ganz lustigen“, sondern etwas eher Ernsthaftes. Mit kulturellem Hintergrund, und so (den Jüngeren unter euch wird der Name Hannes Wader womöglich nichts sagen, darum habe ich mal ein schönes Interview mit ihm verlinkt).

Zwar habe ich zum Thema „Das iPad als digitales Tonstudio“ schon mal eine Trilogie verfasst (Teil 1, Teil 2 und Teil 3), aber erstens ist das schon ein wenig her, und zweitens ist das Erstellen eines Musikvideos noch mal eine andere Kiste als ein digitales Audiostück. Daher kommt hier der ultimative Workshop, wie das ganze mit Kamera für Youtube funktioniert. Und los geht’s.

Diese Zutaten sind erforderlich

Natürlich gibt es viele Wege zum eigenen Musikvideo, daher will ich einfach mal auflisten, welche Zutaten für meinen ersten Audioclip zum Einsatz kamen:

  • Mit einem lichtstarken Objektiv gelingen vor allem Innenaufnahmen ohne großes Rauschen
    Mit einem lichtstarken Objektiv gelingen vor allem Innenaufnahmen ohne großes Rauschen

    Die digitale Spiegelreflexkamera Kamera stammt von Canon, nennt sich EOS 700D, und ist für diese Zwecke sehr gut zu gebrauchen. Am Body befindet sich ein lichtstarkes Objektiv, ebenfalls der Marke Canon.

    Dabei handelt es zwar um ein 50-mm-Brennfestweiten-Objektiv, was das Finden der richtigen Aufstellposition zwar ein wenig kniffliger macht, dafür benötigt man keine grelle Lampe, um in diesen tageslichtarmen Zeiten für die entsprechende Beleuchtung zu sorgen. Eine kleine Steh- und Tischlampe reichen da völlig aus. Also, zumindest für meine Zwecke.

  • Die Kamera habe ich auf einem Stativ befestigt, und auf der Kamera selbst ein Richtmikrofon von Sennheiser. Dieses ist allerdings gar nicht erforderlich, da ich die Tonaufnahme mit dem iPad aufzeichne. Dazu später aber noch mehr.
  • Auf meinem iPad ist eine Aufnahme-App installiert, die sich StudioTrack nennt und die sogar Mehrspurtonaufnahmen erlaubt. Für meinen Zweck ist allerdings ein Track völlig ausreichend.
  • In Verbindung mit einem Popschutz klingt das Meteor Mic bei Gesangsaufnahmen eine Klasse besser.
  • In Verbindung mit einem Poppschutz klingt das Meteor Mic bei Gesangsaufnahmen eine Klasse besserAls externes Mikrofon benutze ich das wirklich sehr gute Meteor Mic, das sogar mit einem Schraubgewinde ausgestattet ist, an dem sich beispielsweise ein Mikrofonständer befestigen lässt. So nutze ich das Teil zumindest, wie man meinem Videoclip gut entnehmen kann. Dafür habe ich noch einen Pop- respektive Windschutz vor dem Mikro platziert, was unangenehme Störgeräusche filtern soll, die schon mal beim Singen entstehen.
  • Das Mikro ist via USB-Kabel mit dem iPad verbunden, was allerdings nur möglich ist, wenn man sich einen Apple iPad Camera Connection Kit für 29 Euro besorgt. Dann klappt es auch mit der Verbindung USB-Kabel-iPad.
  • Für das Schneiden und Hochladen des Videos kam mein Macbook Air zum Einsatz, auf dem sich – wie auf jedem Mac – das sehr gute, wenngleich auch technisch limitierte Videoschnittprogramm iMovie befindet. Das hat mir bereits in der Vergangenheit gute Dienste geleistet. 

So funktioniert die Aufnahme

Das Schwierigste an der ganzen Geschichte war das Finden der richtige Kameraposition. Denn ich wollte natürlich, dass sowohl ich als auch die Gitarre gut zu sehen sind. Das hat mich zwar ein wenig Zeit gekostet, aber am Schluss hat’s dann ganz gut funktioniert. Das Scharfstellen des Objektivs ist so ganz ohne Unterstützung auch eine diffizile Sache, aber auch das habe ich einigermaßen hingekommen, wenngleich mich im Nachhinein das Gefühl beschlich, dass ich selbst etwas unscharf, dafür ist das Mikro voll im Fokus!

Das externe Mikrofon habe ich etwa auf Höhe des Mundes platziert, sodass die Gitarre bei der Aufnahme auch gut zu hören ist. Natürlich könnte ich Gitarre und Gesang auch separat aufnehmen und dann zusammen mischen, aber ich will das Video ja nicht verkaufen.

StudioTrack
Mit der iPad-App StudioTrack lassen sich sogar mehrspurige Tonaufnahmen erstellen

Als dann: StudioTrack starten, und mit einem Fingertipp auf das große Plus-Zeichen öffnet sich eine neue Aufnahmeumgebung. Es wird automatisch eine erste Spur angelegt, was für meine Zwecke ausreichend ist.

Ein weiterer Fingertipp auf die Schaltfläche Rec Arm bringt ein rotes Licht zum leuchten, gleichzeitig erscheint in der linken unteren Ecke Slide to Record. Sobald man diese interaktive Schaltfläche nach rechtes schieb, beginnt die Aufnahme. Natürlich muss man zuvor die Videoaufnahme an der Kamera gestartet haben. Sobald die Aufnahme fertig ist, tippt man auf Stopp Recording.

Abschließend habe ich mithilfe des „Drehknopfs“ Reverb die Aufnahme noch mit einem Hall-Effekt versehen. Dabei sollte man es allerdings nicht übertreiben, andernfalls klingt es ganz schnell nach Kirchenmusik.

Nach der Aufnahme geht’s an den Videoschnitt

Sobald ich die Videoaufnahme gestoppt hatte, konnte ich das Rohmaterial auf das Macbook laden. Hierzu habe ich die SD-Karte aus der Kamera genommen, in den SD-Kartenslot des Rechners geschoben, den Finder geöffnet und das Video per Drag&Drop in die Ereignis-Mediathek von iMovie geladen, das ich zuvor geöffnet hatte.

Beim Musik-Videoschnitt kommt es vor allem auf den Austausch der Audiospur an
Beim Musik-Videoschnitt kommt es vor allem auf den Austausch der Audiospur an

Anschließend habe ich den Teil der Videoaufnahme mit der Maus markiert, die für den Videomusikclip infrage kommt. Dieser kommt in den oberen Bereich von iMovie, der sich Projekt-Mediathek nennt.

Dort muss allerdings zunächst ein neues Projekt angelegt werden. Dabei sollte man auf das richtige Darstellungsformat achten: wenn man also mit der Kamera im 16:9-Format aufnimmt, sollte das Videoprojekt dasselbe Format aufweisen.

Für das Transferieren der Audioaufnahme benötigt man iTunes und eine funktionierende USB- oder WLAN-Verbindung zwischen iPad und Mac. Sobald diese besteht, klickt man auf die iPad-Schaltfläche, verzweigt in die Sektion Apps und sucht unter Dateifreigabe nach dem StudioTrack-Eintrag. Dort kann man den iPad-Ordner Sessions auf dem Mac speichern. Darin befindet sich die Tonaufnahme, die im WAVE-Format vorliegt.

Sobald das Musikvideo richtig geschnitten ist, geht es mit ein wenig Fingerspitzengefühl darum, die vorhandene Tonspur der Videoaufnahme durch die iPad-Audioaufnahme zu ersetzen. Hierzu markiert man den Videoclip innerhalb der Projekt-Mediathek von iMovie mit der Maus und macht die Audiospur mithilfe des Menübefehls Clip | Audio trennen sichtbar. Sobald man auf diese Tonspur klickt, kann man sie einfach entfernen. Anschließend kopiert man die WAVE-Audiodatei der iPad-Aufnahme per Drag&Drop unter den Videoclip. Mit etwas Verschiebetechnik muss dann dann noch Video und Audio synchronisieren. Aber das ist kein Hexenwerk.

Abschließend kann man noch einen Vor- und Abspann in das Video einbauen und ganz nach Lust und Laune die Übergänge mit passenden Effekten versehen. Fertig ist der eigene Videomusikclip.

So kommt das Musikvideo auf Youtube

Video auf Youtube hochladen
Mit wenigen Mausklicks lässt sich Video auf Youtube hochladen

Wenn man wie ich will, dass das Video die ganze Welt zu sehen bekommt, sollte es noch auf Youtube hochgeladen werden. Hierzu braucht man ein Google-Konto.

Sobald man das besitzt, kann direkt aus iMovie heraus mithilfe des Menübefehls Bereitstellen | Youtube das Video auf die Videoplattform hochladen. Vor dem Upload sollte man unbedingt den Haken vor Film als privat festlegen entfernen. Andernfalls können es nur Leute sehen, die den Youtube-Link kennen. Und wenn man das eigene Video noch ein wenig promoten will, leisten die sozialen Dienste Facebook & Co. gute Dienste.

Mini-Fotobuch per iPhone und iPad erstellen und verschenken

Mit der kostenlosen clixxie-fotobuch-App verwandeln Sie Ihre schönsten iPhone-Bilder in Hochglanz-ErinnerungenMeine Kinder lieben es, wenn ich mit meinem iPhone Bilder von ihnen mache und sie diese gleich anschauen können. Und wie oft habe ich gedacht, wie schön es doch wäre, wenn die Großeltern meiner Kinder diese Erinnerungsfotos unkompliziert und schnell in den Händen hielten. So als Geschenk für zwischendurch, quasi.

Für alle, denen es beim Betrachten ihrer Lieblingsbilder genauso geht, gibt es an dieser Stelle die gute Nachricht: mit der clixxie-fotobuch-App für iPhone, iPad und iPod touch lassen sich die schönsten Momente ruck, zuck mit anderen teilen – und zwar in Form eines Mini-Fotobuchs, das sich direkt aus dem Fotoalbum der Apple-Gadgets erstellen lässt.

Damit dies schnell und unkompliziert gelingt, sind mit der Fotobuch-App des Münchner Startup-Unternehmens femory lediglich drei Schritte notwendig (ok, inklusive Fotoaufnahmen sind es eigentlich vier):

1. Sie legen fest, ob das Fotobuch 15 oder 30 Bilder umfassen soll und wählen Ihre schönsten Bilder aus.

2. Sie ordnen die Schnappschüsse gegebenenfalls neu, spendieren Ihrem Fotobuch einen Titel und tragen bei Bedarf eine Widmung ein.

3. Dann laden Sie noch die Bilder via App zum clixxie-Bilderdienst hoch und schicken die Bestellung ab – fertig ist das Fotobuch!

Klar, für die Bestellung sind noch Ihre und die Empfängerdaten notwendig, aber das ist schnell erledigt (und falls Sie den oder die Adressaten in Ihrem iPhone gespeichert haben, geschieht der Dateneintrag sogar noch schneller). Derzeit lässt sich das Mini-Fotobuch per Rechnung begleichen, weitere Bezahlmöglichkeiten sind in Arbeit. Und mit ein wenig Glück ist die Bestellung schon am nächsten Tag bei den Empfängern des Mini-Fotobuchs. Toll, oder?!

Toll sind übrigens auch die neuen Funktionen, die das Update 1.1 der clixxie-fotobuch-App parat hält. Neben diversen kosmetischen Korrekturen und der Zeichenverdopplung des Widmungstextes lassen sich die selbst erstellen Fotobücher via Facebook und E-Mail mit anderen teilen. Falls Sie also denken, dass neben Oma und Opa noch der Rest der Verwandtschaft die Bilder Ihrer Kinder zu sehen bekommen sollten, können Sie das Fotobuch online zugänglich machen.

Das ist ganz unkompliziert: auf einer separaten, nicht-öffentlichen Webseite können Freunde und Verwandte das Fotobuch begutachten und je nach Lust und Laune das schicke Mini-Fotobuch direkt bestellen. Einfach, oder?!

Ach ja: Ihre Bilder werden auf mattem Fotopapier in bester Qualität gedruckt und per Klebefalz gebunden, was dem clixxie-fotobuch ein hochwertiges Aussehen verpasst. Und preislich findet das Ganze unter 10 Euro statt: 15 Bilder kommen auf 7,50 Euro, für 30 Fotos bezahlen Sie 9,50 Euro. Daneben werden noch Versandkosten in Höhe von 3,95 Euro fällig – das war‘s. Sie bekommen also für unter 15 Euro ein individuelles Geschenk, das Sie mit Ihrem iPhone und wenigen Fingertipps erstellen können. Einfach so.

Screenshots zur clixxie-fotobuch-App

 

Apple, mal wieder! ODER Was von den Quartalszahlen zu halten ist

Gestern war es mal wieder soweit: da haben Tim Cook, CEO von Apple, und Peter Oppenheimer, Finanzchef des Unternehmens, sehr stolz und sehr glücklich die Zahlen des ersten Geschäftsquartals 2012 ihrer Firma verkündet. Und klar, betrachtet man die reinen Zahlen, so ist es mal wieder gewaltig, was dieses Unternehmen aus Cupertino, Kalifornien, innerhalb von nur 14 Wochen bis zum 31. Dezember 2011 geleistet hat. So lesen sich die Fakten wie folgt:

  • Umsatz: 46,33 Milliarden US-Dollar (Q1-11: 26,74 Mrd. Dollar, das ist ein Anstieg um fast 20 Mrd. Dollar)
  • Nettogewinn: 13,06 Mrd. Dollar (Q1-11: 6 Mrd Dollar, was einem Zuwachs von gut 7 Mrd. Dollar entspricht)
  • Bruttogewinnspanne: 44,7 Prozent (Q1-11: 38,5 Prozent)

Um dieses wirklich sehr gute Ergebnis zu erzielen, musste sich Apple gewaltig strecken: so wurden nach eigenem Bekunden über 37 Millionen iPhone, nicht ganz 15,5 Millionen iPad, gut 5 Millionen Mac-Computer und mehr als 15 Millionen iPod verkauft. Das sind im Vergleich zum ersten Quartal 2011 mehr als doppelt so viele iPhone und iPad und eine 26-prozentige Zunahme an Mac-Umsätzen. Lediglich beim iPod hat Apple fast schon traditionell geschwächelt: die MP3-Player gingen umsatzmäßig um 21 Prozentpunkte zurück. Aber klar: wer sich ein iPhone kauft, braucht keinen iPod zum Musik hören.

Und was sagen uns all diese Zahlen? Nun, daraus lassen sich diverse Erkenntnisse ableiten:

  • Zweifelsohne hat sich das iPhone 4S dank Siri als echter Verkaufsschlager entpuppt, aller Unkenrufe zum Trotz. Offensichtlich reicht vielen Anwender ein sprachgesteuerter Assistent als wirkliche Neuerung schon aus, um sich für ein Smartphone zu entscheiden, das vielen Kritikern nach wie vor zu teuer, zu geschlossen und zu apple-ig ist. Aber gut, 37 Millionen Käufern war das ziemlich egal.
  • Der für 2012 bereits eingeläutete Abgesang auf die Vorherrschaft Apples in Sachen Tablet-PC muss erst einmal aufgeschoben werden. Denn wer mehr als 15 Millionen iPad in einem einzigen Quartal verkauft, dem muss nicht bange werden um einen Markt, auf dem sich so gerne die Größen der Branche tummeln würden, aber kaum einer das Zeug (und die Technik) dazu hat, Cupertino wirklich ans Bein zu pinkeln. Mal sehen, ob und wann der große Umschwung zugunsten von Asus, Samsung & Co. in Sachen Tablet-PC kommt.
  • Eine erneute Steigerung der Bruttogewinnspanne auf fast 45 Prozent muss neutrale Betrachter Tränen in die Augen schießen lassen – und leichtes Unbehagen ob des Zustandekommens solcher Zahlen. Klar, Apple freut sich natürlich darüber, dass aufgrund dieses Ergebnisses weitere 17,5 Milliarden US-Dollar zum Barmittelbestand hinzugekommen sind, aber in der Konsequenz heißt das auch: Apple hat seine Kosten enorm im Griff. Damit das alles ineinander greift und solch ein hoher Gewinn erzielt werden kann, muss vor allem die Produktion von iPhone, iPad und Konsortien äußerst effizient erfolgen.

Und gerade darum hat sich Steve Jobs zeitlebens immer sehr intensiv gekümmert, denn er wusste wohl sehr früh: jeder Lohnposten, der nicht von Apple selbst, sondern von sogenannten „Partnerfirmen“ bezahlt wird, spart bares Geld. Und so verhält es sich natürlich auch mit Produktionsstätten, die Apple nicht selbst bauen und betreiben muss. Und von einem Netzwerk an gut aufeinander abgestimmten Zuliefererfirmen ganz zu schweigen.

All diese Praktiken führten und führen dazu, dass Apple seine Produkte sehr kosteneffizient bauen lassen kann, was sich natürlich wiederum günstig auf die Ausgaben und damit günstig auf die Gewinne auswirkt. Das es dabei aber nicht immer ganz geräuschlos abgeht und was Apple gegen aufkeimende Unruhe bezüglich seiner Geschäftspraktiken tut, könnt ihr auf m-magazin.net nachlesen, wo ich mir meine Gedanken dazu gemacht habe.

Mein ganz persönlicher Rückblick auf die iPhone developer conference 2011

Zwei Tage, zahlreiche interessante Sessions um iOS & Co., eine „Coding Battle“ und eine Coding Night von und mit Ivo Wessel – das waren die zahlreichen Highlights der vierten Ausgabe der iPhone Developer Conference 2011. Aber es gab auch meine ganz persönlichen „Ahs“ und „Ohs“. Von alledem soll hier die Rede sein

Die Vorträge: Da eine Entwicklerkonferenz nicht nur zum Zwecke der Rund-um-die-Uhr-in-Vorträgen-sitzen da ist, habe ich mir ein paar Sessions herausgesucht, die leider nicht alle das hielten, was sie zu versprechen schienen.

So war „Drupal und iOS – ein starkes Team“ für meinen Geschmack viel zu Drupal-lastig. Der Referent wollte zwar ein iPad-Magazin vorstellen, das sich eines Drupal-Backends bedient, am Ende ging es aber nur ein bisschen um iOS und viel zu viel um Drupal. Was auch der Zeit geschuldet war, die dem Kollegen am Ende davon lief. Interessant fand ich aber seine Aussage, dass 81 Prozent aller iPad-Anwender etwa 8 bis 9 Euro pro Monat für eine digitale Tageszeitung ausgeben würden. Das ist doch mal eine Hausnummer.

Gleich im Anschluss wollte Reimund Schmald von Nuance ein wenig über das Thema „Mobiltelefon und Apps mit Sprache steuern“ sprechen. Das hat er zwar auch getan, aber doch sehr mit der Nuance-Brille, die er natürlich trug. Daher artete sein Vortrag zu einer Verkaufsveranstaltung aus, was nicht nur mir nicht gefallen hat, wenn man die zugehörigen Tweets ein wenig verfolgt hat. Ah ja, doch, er sprach gefühlte zwei Minuten über das Entwicklerprogramm NDEV, mit dem Nuance interessierten Developern ihre Sprach-API zur Verfügung stellen will. Teilweise gegen Geld, versteht sich. Immerhin ließ sich Kollege Schmald dazu hinreißen, die Beteiligung von Nuance an der Entwicklung von Siri publik zu machen. So öffentlich hat er das meines Wissens nach noch nie getan!

Die anschließende Session von Professor Dr. Bresges von der Uni zu Köln war zwar weniger werbelastig, zeigte aber letztlich auch viele Ansätze des E-Learning-Plattform Ilias, mit dem Dozenten und Studierende in Zukunft besser vernetzt werden können. Dabei waren allerdings schon sehr interessante Ansätze dabei, so wie diverse Apps, mit denen sich physikalische Lerninhalte besser und intuitiver begreifen lassen. Das hätte mir zu meiner Schulzeit bestimmt auch geholfen…

Auf Professor Bresges folgte Doktor Lutz Kohl von match2blue, der mithilfe von Java-Code auf einer iOS-Entwicklerkonferenz für das Developer-SDK matooi werben wollte. Und das auf einem Windows-Rechner. Zwei Skandälchen auf einmal…

Meine erste Session am zweiten Tag beschäftigte sich mit dem Thema „Agile Software-Entwicklung“. Das war schon sehr interessant. Dabei zeigte Sven Günther anschaulich, welche Vorteile die testgetriebene Software-Entwicklung bringt, dass man mithilfe von automatischen Akzeptanztests die fachliche Funktionalität einer App überprüfen kann, dass mit Betabuilder oder Testflight mobile Anwendungen „on the fly“ auf einem Testgerät landen, und vieles mehr. Good stuff, Mister Günther!

Der folgende Vortrag von Marcus Ross trug den etwas sperrigen Titel „Crossplattformentwicklung mit Titanium Mobile“, aber Marcus füllte seine Session mit derart viel Leben, dass man nie den Eindruck bekam, dass es sich hierbei um ein eher trockenes Thema handelte. Mit viel Enthusiasmus und Know-how ließ er uns teilhaben an der Titanium-Entwicklersuite  und wie sich mit dieser Umgebung mobile Anwendungen für iPhone, iPad und Android-Smartphones programmieren lassen. Bemerkenswert fand ich die Erkenntnis, das Titanium Mobile wie PhoneGap funktioniert, nur schnellere Apps ermöglicht, dass es bereits 200.000 registrierte Entwickler und etwa 25.000 Titanium-Mobile-Apps gibt und dass es zwei sehr anschauliche Coding-Beispiele zu sehen gab. Das ist es schließlich, was die Leute von einer Entwicklerkonferenz erwarten.

Ich hätte es eigentlich wissen sollen: die iCloud-Session, äh, -Keynote, brachte kaum neue Erkenntnisse, außer die: wenn du als Referent nicht auf die Bedenken und Zwischenrufe deiner Zuhörer eingehst, hast du eigentlich schon verloren. Schade irgendwie…

Der Veranstaltungsort: Das Radisson Blu präsentierte sich als passende Location: die gesamte Veranstaltung fand in einem großen, holzgetäfelten Bereich statt, so dass Räume suchen oder mangelnder Kontakt zu anderen Teilnehmern ausgeschlossen waren. Allerdings schien alles ein wenig zu klein bemessen zu sein, sodass sich die Veranstalter möglicherweise für das nächste Jahr schon wieder einen neuen Veranstaltungsort suchen dürfen. Dabei muss auch die Frage erlaubt sein, ob sich Köln als Entwickler-Event-Stadt wirklich eignet.

Die Organisation: Seitens der Neuen Mediengesellschaft Ulm gab es in Sachen Organisation nichts zu bemängeln (bis auf die fehlenden Schnittchen während der Abendveranstaltung vielleicht). Das Hotel selbst allerdings hat noch ein wenig dazuzulernen, wie solch eine Veranstaltung funktioniert. Denn fehlende Teller, zu wenig Personal und laues Essen dürfen auf solch einem Event einfach nicht vorkommen.

Der Ausstellerbereich: Nokia und Microsoft hatten sich zusammengetan, um auf der iPhone developer conference die anwesenden iOS-Entwickler von der Güte ihrer Plattform Windows Phone zu überzeugen. Ob das ihnen nachhaltig gelungen ist, kann ich nicht sagen. Der Stand war allerdings gut besucht, was auch an der Kaffeebar und an dem großen Automaten lag, in dem sich insgesamt vier Nokia Lumia 800 befanden, die einen neuen Besitzer suchten.

Die Abendveranstaltung: Zwei Sessions standen auf dem Programm: eine sogenannte Coding-Battle, die zeigen sollte, wie sich Windows-Phone-Apps programmieren lassen. Die Protagonisten hießen Oliver Scheer und Felix Rieseberg (der ja eigentlich Apple-Fanboy ist), die beide für Microsoft arbeiten und die eine sehr unterhaltsame und zugleich informative Show lieferten. Die Tools und Methoden, mit denen ihr Windows-Phone-Apps entwickeln könnt, scheinen ihre Zwecke wirklich zu erfüllen. Am Schluss gab es noch einen kleinen Quiz, an dem ich teilgenommen habe (obwohl ich eigentlich gar nicht wollte). Und was soll ich sagen: am Schluss besaß ich ein neues Lumia 800. Cool, oder?!

Während der Coding Night mit Ivo Wessel konnten die zahlreichen Anwesenden lernen, wie er die Konferenz-iPhone-App programmiert hat. Die Leute waren derart begeistert, dass sie am liebsten die ganze Nacht Ivos Worten gelauscht hätten. Um 22:30 Uhr war dann aber doch Schluss.

Mein Fazit: Die iPhone developer Conference 2011 bot sicherlich nicht für alle Beteiligten genug Coding-Sessions, wenngleich der zweite Tag für den ersten entschädigen konnte. Die Orga war gut, das Essen nicht so, die Kontakte waren toll und die zwei Tage haben sich alles in allem wirklich gelohnt. Mal sehen, wo und in welchem Rahmen die iPhone developer conference 2012 stattfinden wird. Man sieht sich!

hotel.de-iPad-App: Aufgeräumt, sinnvoll aufgebaut und mit fettem Fehler [Upd]

Eigentlich bin ich ja Stamm-HRS-Kunde, wenn es um das Buchen eines Hotelzimmers für meine Reisen geht. Aber kürzlich erreichte mich eine E-Mail, die mich freundlich darauf hinwies, dass es da ja auch noch hotel.de gibt, und die haben jetzt neben ihren mobilen Apps für iPhone, Android, Blackberry und Windows Phone eine angepasste Mobilanwendung für das iPad herausgebracht. Die sieht auf den ersten Blick gar nicht so schlecht aus, hat allerdings einen fetten Fehler zu bieten.

[Update] Die hotel.de AG hat sich bei mir via Twitter gemeldet, und sie sind wohl schon dran, den Fehler zu beheben. Na, da bin ich schon sehr gespannt, wann das Update im Appstore landet… [/Update]

Zunächst die gute Nachricht: mit der iPad-App der hotel.de AG lassen sich entweder per Geo-Ortung Hotels in der unmittelbaren Nähe finden oder via Stadtsuche. Das ist nichts Besonderes, funktioniert aber tadellos und recht zügig. Die gefundenen, freien Hotels werden auf der Karte und in einer vertikalen Liste angezeigt, die per Fingertipp nach eigenen Kriterien sortiert dargestellt werden kann. Ein weiterer Tipp auf das Hotel der Wahl öffnet ein neues Fenster, das die wichtigsten Infos zur Unterkunft darstellt. Dazu gehören eine Bildergalerie, der Preis, die Stornierungsbedingungen (was sehr praktisch und sinnvoll ist), die Adresse des Hotels und eine Kurzinfo zum Objekt.

Daneben stehen in drei weiteren Unterfenstern Infos zur Ausstattung, zu den Kundenbewertungen und der Hotellage via Google Maps bereit. So weit, so gut. Das ist alles sehr übersichtlich und an das iPad angepasst. Falls das Hotel akzeptabel erscheint, kann man es entweder direkt buchen (wozu ein hotel.de-Login notwendig ist) oder man packt es erst einmal auf den Merkzettel, um es später schneller wiederzufinden.

Praktisch ist auch der Schaltknopf „Nächstes Hotel“, mit dem man von Angebot zu Angebot wechseln kann, ohne zuerst auf die Übersichtseite zu gehen, um von dort aus zum nächsten Hotel zu springen. Und genau hier offenbart sich der große Bug (= Fehler), der sich in die hotel.de-App eingeschlichen hat. Wechselt man nämlich beispielsweise zur Kategorie „Ausstattung“ und verzweigt aus dieser Ansicht zum nächsten Objekt (mit eben jenem Schalter „Nächstes Hotel“), werden zwar die Infos des folgenden Angebots angezeigt, allerdings ohne eine Anpassung des Preises. Dieser wird also nicht aktualisiert! Dies geschieht erst, wenn man auf die Unterseite „Hotelinfos“ wechselt.

Das kann schon mal zu unliebsamen Überraschungen führen, denn aus einer Unachtsamkeit heraus geht man direkt zur Buchung, ohne dass man der fehlerhaften Preis bemerkt. Diesen App-Bug sollte die hotel.de AG schnellstens beheben (lassen)!

Ansonsten findet ihr hilfreiche Tipps und Infos zum Thema Reisen in Form von Internetlinks zum Auswärtigen Amt, zur myTaxi-App, zu Reiseberichten, zum Thema Reisemedizin und vieles mehr. Mithilfe der App könnt ihr aber auch eure Buchungen einsehen, die beliebtesten Hotels abrufen und euch per Schüttelfunktion und Zufallsgenerator die schönsten Hotel anzeigen lassen. Das ist mal die etwas andere Reiseplanung!

Ein wenig Bastelarbeit: mobile Klangqualität mit Zeppelin Air und iPhone

Musikanlage für iPhone & iPad vom Feinsten: Zeppelin Air

Mitte/Ende Oktober habe ich über eine App von Bowers & Wilkins berichtet, die sich Zeppelin Air nennt und den gemeinsamen Partyspaß via Airplay-Technik von Apple verspricht.

Ihren Namen hat sich die mobile Anwendung vom gleichnamigen Audiosystem ausgeliehen, das sich sehr futuristisch in Zigarrenform präsentiert und das von vielen Anwendern (zumindest auf Amazon) in den Himmel gelobt wird. Zumindest für seine Klangeigenschaften. Für seine Hürden bei der Installation allerdings weniger, was mir bei der ersten Inbetriebnahme des Zeppelin Air auch sofort aufgefallen ist. Daher will ich mit diesem Beitrag versuchen, das Setup des drahtlosen Musik-Gadgets genauer zu beleuchten.

Der erste Versuch, das Zeppelin Air in das drahtlose Netzwerk meines Büros einzubinden, ging gründlich daneben, was daran lag, dass das Testgerät, das mir die PR-Agentur von B&W zur Verfügung gestellt hat, noch die Einstellungen des Vor-Testers aufwies, die mit meinem WLAN natürlich nicht zusammenpassten.

Daher ein Tipp für die Kollegen bei tschingderassasa&bum: vor dem Versand an einen neuen Tester ist es äußerst hilfreich, das Zeppelin Air mithilfe einer Büroklammer zurückzusetzen. Diese kommt im eingeschalteten Zustand in die kleine Buchse, die sich zwischen USB- und Ethernet-Anschluss befindet. Damit wird die Reset-Taste solange festgehalten, bis die Power-LED des Zeppelin Air rot zu zu blinken beginnt. Sobald die LED dauerhaft rot leuchtet, ist das Audiosystem auf die Fabrikeinstellungen zurückgesetzt.

Nachdem das also erledigt war, konnte ich mich an das Einbinden des B&W-Audiosystem in mein drahtloses Netzwerk machen. Zwar funktioniert die Boombox auch ganz ohne Wifi-Schnickschnack (denn ein iPhone oder iPod touch können zum Behufe der Musikwiedergabe einfach auf die Docking-Station gesetzt werden), aber wer die Musikanlage mit anderen Geräten wie einem Notebook oder gar mit der drahtlosen Streaming-Technik Airplay von Apple einsetzen will, kommt an dem Wifi-Setup nicht vorbei.

Also, als erstes ist das Zeppelin Air einzuschalten. Zunächst leuchtet die LED an der Vorderseite des Geräts lila, fängt an zu blinken und wechselt nach kurzer Zeit die Farbe, und zwar zu grün. Dabei verändert sich auch das Blinkverhalten. Dies bedeutet, dass das Audiosystem zum Einrichten bereit steht.

Anmerkung: Ich habe das Setup mit einem Macbook Air vorgenommen. Unter Windows sieht das Ganze ähnlich aus, aber doch irgendwie anders. Das kann ich hier leider nicht abbilden.

Zunächst einmal muss man das Zeppelin Air dem drahtlosen Netzwerk bekannt machen. Hierzu klickt man auf das WLAN-Symbol in der OS-X-Taskleiste und wählt unter „Geräte“ das Zeppelin Air aus. Dies stellt eine so genannte Adhoc-Verbindung zwischen B&W-Gadget und Mac her.

Via Safari und Bonjour gelingt das Einbinden des Zeppelin Air in das eigene WLAN recht einfach
Via Safari und Bonjour gelingt das Einbinden des Zeppelin Air in das eigene WLAN recht einfach

Öffnet jetzt den Safari-Browser und klickt auf „Bonjour“ und den Zeppelin Air. Das öffnet die Setup-Webseite des B&W-Audiosystems. Vergebt hier einen Namen eurer Wahl und wählt euer drahtloses Netzwerk aus der Liste aus. Tragt dann noch das zugehörige Kennwort ein und klickt auf „Join“, „OK“. Und schon ist das Zeppelin Air Teil eures WLANs.

Geht zurück auf euer WLAN und öffnet iTunes für eine erste Hörprobe mit der B&W-Anlage. Klickt auf das Airplay-Symbol, das sich rechts unten auf der Taskleiste befindet. Stellt auf „Zeppelin Air“ um, wählt ein Musikstück eurer Wahl aus und startet es. Achtet unbedingt darauf, dass der Lautstärkeregler von iTunes nicht zu weit rechts steht. Andernfalls bläst euch das Zeppelin Air direkt aus dem Stuhl oder Sessel – oder den Putz von der Decke!

Über den Klang muss ich nicht viele Worte verlieren – der ist nämlich wirklich sehr beeindruckend. Das kann man von einer Minianlage, die 600 Euro kostet und mehr als sechs Kilo wiegt, allerdings auch erwarten. Zudem handelt es sich um ein 2.1-System, also um zwei Stereo- und einen Bass-Lautsprecher. Und das hört man dem Ding auch an, vor allem bassseitig. Damit lässt sich locker ein mittelgroßer Raum beschallen.

Ach ja: das Einbinden des Zeppelin Air mit dem Mac hat einen netten Nebeneffekt: das Aktivieren der Airplay-Streaming-Funktion auf iPhone & iPad entfällt, da diese vom iGadget automatisch erkannt wird. Ihr müsst also nur die Musik-App des iPhone oder iPad starten, ein Musikstück oder eine Playliste auswählen, per Airplay-Symbol das Zeppelin Air auswählen und das Klangerlebnis starten. Na, das geht doch relativ einfach.

Warum übrigens die beiliegende Bedienungsanleitung den einfachen Setup-Weg via Bonjour nicht erklärt, und dafür die umständliche Option mit IP-Adresse und dem ganzen technischen Kram, bleibt wohl das Geheimnis von Bowers & Wilkins.