Howto: Per Fritzbox 7390 und DECT-Telefon iCloud- und Google-Kontakte anrufen

Fritzbox Fon WLAN 7390Die Fritzboxen von AVM sind zweifellos einer der WLAN-Router, die am häufigsten eingesetzt werden. Weil sie eine Menge können und sie nahezu jeder ISP im Portfolio hat.

Es gibt so viele coole Dinge, die man mit den Geräten von AVM anfangen kann, dass  ich hier künftig das ein oder andere zeigen will, selbst wenn es nicht hundertprozentig „mobile“ ist.

Lesetipp: Warum die Fritzbox ein massentauglicher WLAN-Router ist

Den Anfang macht das Einbinden seiner iCloud- und/oder Google-Kontakte, die mit den richtigen Schritten auf der Fritzbox landen, von wo sie dann auf jedem angeschlossenen DECT-Telefon landen. Klingt wie „magic“, und das ist es auch. Und so geht’s:

1. Importiert die iCloud-Kontakte auf die Festplatte eures Rechners. Die zugehörige Funktion findet ihr in der Kontakte-Anwendung des Mac unter „Ablage | Exportieren… | vCard exportieren“.

2. Verzweigt im Webbrowser zu euren Google-Kontakten, klickt auf „Mehr | Importieren“, wählt die zuvor erstellte vCard-Datei aus und klickt auf „Importieren“. Ein weiterer Mausklick auf „Mehr“ erlaubt es euch, Mehrfacheinträge automatisch bereinigen zu lassen. Eine nützliche Funktion.

3. Ruft im Webbrowser über die Webadresse „fritz.box“ die Bedieneroberfläche der Fritzbox auf.

4. Öffnet den Menüeintrag „Telefonie | Telefonbuch“.

5. Klickt auf „Neues Telefonbuch“, vergebt einen Namen, wählt die Option „Telefonbuch eines E-Mail-Kontos nützen“, wählt „Google“ als Anbieter, tragt eure GMail-Daten ein und ordnet noch euer DECT-Telefon diesem Telefonbuch zu. Ein Mausklick auf OK legt das Telefonbuch an.

6. Verzweigt innerhalb der Sektion „Telefonbuch“ in den Reiter „Wählhilfe“. Markiert die Option „Wählhilfe verwenden“ und gebt das DECT-Telefon an, das ihr mit dem zuvor erstellten Telefonbuch nutzen wollt. Mausklick auf „Übernehmen“ nicht vergessen!

Tipp: Ein Mausklick auf „Telefon testen“ zeigt, ob euer DECT-Telefon diese Funktion unterstützt. Falls es das tut, klingelt es.

7. Verzweigt wieder in die Sektion „Telefonbuch | Telefonbuch“. Wenn ihr alles richtig gemacht habt, seht ihr, dass sämtliche Telefonnummern verlinkt sind. Ein Mausklick auf eine Nummer bringt ein Fenster mit der Frage zum Vorschein, ob ihr die Verbindung jetzt aufbauen wollt. Per Mausklick auf OK wird die Telefonnummer an das DECT-Telefon übertragen, auf dem ihr nur noch die grüne Telefontaste drücken müsst, und schon steht die Verbindung zu eurem Kontakt.

Tipp: Ihr solltet von Zeit zu Zeit eure Kontaktdaten zwischen Google Kontakte und der Fritzbox abgleichen. Dies geschieht innerhalb der Sektion „Telefonbuch“ per Mausklick auf das Sync-Symbol mit den zwei kleinen geschwungenen Pfeilen.

Lion, iOS 5 und iCloud: das war die WWDC-Keynote (Teil 3)

Mit iCloud gelangen Bilder, Musik, Dokumente und andere Daten automatisch auf allen verbunden Geräten
Mit iCloud gelangen Bilder, Musik, Dokumente und andere Daten automatisch auf allen verbundenen Geräten

Folge 1 und Teil 2 des großen WWDC-2011-Keynote-Rückblicks sind ja bereits online, daher folgt heute die dritte und letzte Folge meiner Apple-Trilogie. Thema: iCloud.

Zunächst muss ich erst mal loswerden, dass ich doch sehr hoffe, dass Apple allen MobileMe-Mitgliedern in Sachen Jahresbeitrag entsprechend entgegenkommt. Realtime-Update: Wie ich gerade in meinem MobileMe-Account entdeckt habe, hat Apple wegen iCloud sämtliche Konten bis zum 30. Juni 2012 verlängert. Ich bin also schon ganz still…

Der iCloud-Service wird wohl wieder einmal das Thema Cloud Computing in Schwung bringen. Denn was sich Apple da ausgedacht hat (und laut Steve Jobs haben sie das schon ziemlich lange getan), könnte mal wieder eine ganze Technik „revolutionieren“. Vorausgesetzt, es funktioniert dieses Mal besser als seinerzeit bei der Umstellung von .Mac auf MobileMe Mitte 2008. Damals hat sich Apple sogar für die Schwierigkeiten mit dem damals neuen Cloud-Service bei seinen Kunden entschuldigt. Das wollen sie im iCloud-Falle sicherlich um jeden Preis vermeiden.

iCloud setzt sich aus diversen Einzeldiensten zusammen, die allesamt ein Ziel haben sollen: die automatisierte Synchronisation von Bildern, Musikstücken, Dokumenten, Apps, Büchern, Daten, Kontakten, Terminen und E-Mails. Im Einzelnen sieht das wie folgt aus:

Per iCloud gelangen via iTunes gekaufte Musikstücke automatisch auf anderen iCloud-aktivierten Geräten
Per iCloud werden via iTunes gekaufte Musikstücke automatisch auf andere iCloud-aktivierte Geräte übertragen

Musik: Neue Musikstücke, die man über iTunes kauft, landen automatisch auf sämtlichen Geräten, die man für iCloud freigeschaltet hat. Eine manuelle Synchronisation oder inkonsistente Musikbibliotheken sind damit obsolet. Und ältere, bereits gekaufte Songs landen per Mausklick oder Fingertipp auf allen Geräten, auf denen man sie haben will. Dies geschieht mithilfe der Einkaufshistorie. Das klappt übrigens bereits, sofern man iTunes 10.3 auf seinem Rechner installiert hat.

Und was ist mit der selbst erstellten, also gerippten Musik auf seinem Computer? Nun, hierfür bietet Apple einen Zusatzdienst an, der sich iTunes Match nennt, der 25 Dollar pro Jahr kosten soll (der Euro-Preis steht noch nicht fest) und der eine Datenbank mit 18 Millionen Musikstücken bietet, mit deren Hilfe man seine Musikbibliothek aktualisieren kann, egal, wie groß diese ist. Die Match-Stücke liegen dann im 256-KBit-Format vor. Coole Sache, oder?!

Bilder: Mit dem Fotostream stehen die letzten 1.000 geschossenen Bilder in der Cloud zur Verfügung – egal, ob die Fotos mit dem iPhone oder iPad 2 geschossen wurden (dies funktioniert allerdings nur per Wifi). Da die Schnappschüsse aber auch auf dem Mac in iPhoto landen, stellt diese 1.000-Bilder-Begrenzung kaum eine Begrenzung dar, da man sich aus dem Fotostream ohnehin nur die schönsten Fotos aussucht. Und auf Appe TV stehen die Bilder via Fotostream ebenfalls zur Verfügung.

Dank der iCloud-Docs-Funktion beginnt man auf dem Mac mit einem Brief, der sich dann nahtlos auf dem iPad zu Ende schreiben lässt
Dank der iCloud-Docs-Funktion beginnt man auf dem Mac mit einem Brief, der sich dann nahtlos auf dem iPad zu Ende schreiben lässt

Dokumente: Ich hab ja eine Zeit lang mit Google Docs gearbeitet, aber eine mobile Anbindung an die Cloud kann ich dort bis heute nicht finden. Anders bei iCloud: man schreibt beispielsweise auf dem iPad mit Pages einen Brief und speichert diesen. Im selben Moment wird via iCloud eine Kopie des Dokuments auf dem iPhone und dem Mac abgelegt. Will man dann unterwegs den Brief weiterschreiben, ist das übergangslos möglich. Ist es das, was man „Seamless Computing“ nennt?

Momentan würde das cloud-basierte Speichern von Dokumenten nur mit den iWorks-Apps funktionieren – also mit Pages, Numbers und Keynote -, aber dank neuer Apple-Tools können Entwickler die passenden Schnittstellen in ihre eigenen Apps einbauen, so dass weitere Anwendungen die iCloud-Docs-Funktionalität nutzen können. Und Backups geschehen in Zukunft ebenfalls via Cloud – und zwar inkrementell, der zu übertragenden Datenmengen zuliebe.

Einkäufe: Wie bei gekaufter Musik, gelangen auch Apps und Bücher automatisch auf sämtlichen Geräten, die iCloud-kompatibel und -aktiviert sind. Und das nachträgliche Übertragen bereits gekaufter Programme und Bücher geschieht ebenfalls per Mausklick oder Fingertipp auf das Wolkesymbol.

Und sonst? Nun, wie bereits unter MobileMe bekannt, lassen sich via iCloud sämtliche Kontakte, Termine und E-Mails synchron halten. Darüber hinaus lassen sich Kalendereinträge mit anderen teilen – man bekommt also gleich noch ein Groupware-Tool dazu. Und kosten wird das Ganze übrigens nix, und das trotz 5 GByte freien Speichers (und zwar ohne die Daten von Fotostream, Apps, Musik und Bücher). Wenn das nix ist…

Mehr Infos rund um iCloud gibt es natürlich auch bei Apple selbst.