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Rückblick: Das war der Intel Dev Day 2010
Verfasst von Michael Hülskötter unter Events, MobileDev am 6. September 2010
So Leute, nachdem ich aus Berlin wieder unbeschadet zurückgekehrt bin und mich mental bereits auf meinen nächsten Trip vorbereite, folgt nun an dieser Stelle ein kurzer Abriss, was in den zweieinhalb Tagen Berlin alles passiert ist. Weitere Detailinfos folgen Stück für Stück.
Am Freitag Nachmittag waren erst mal ein wenig Taschen packen und andere lustige Dinge dran, die man im Zuge einer solchen Veranstaltung halt macht. War aber wirklich Fun, denn neben den Taschenfüllungen gab es auch leckere Kleinigkeiten aus dem KaDeWe (Danke, Beatrice!) und sogar ein leckeres Bier, was solche Arbeiten gehörig auflockert. Schließlich sollte ja alles gut vorbereitet sein, wenn am Intel Developer Day interessierte Entwickler in die Homebase Lounge kommen, um sich Infos rund um Mobile Software und Gadgets aus dem Hause Intel abzuholen.
Kaum zurück im Hotel, stand auch schon der Aufgalopp zum Intel Dev Day an, nämlich ein Mobile Tweetup, zu dem wir recht kurzfristig via Blog und Twitter geladen hatten. Und trotz leichtem Zweifel meinerseits, ob denn auch genug Leute den Weg ins St. Oberholz finden würden, sind richtig viele unserem Ruf gefolgt (was sicherlich auch am WeTab lag, der sich angekündigt hatte). Am Schluss konnten wir gar nicht mehr so viele Tische zusammenschieben wie notwendig gewesen wären, denn es kamen mehr als 30 Leute, um sich mit uns über Mobile Gadgets und Mobile Software zu unterhalten. Das ließ uns auf jeden Fall auf eine gute Veranstaltung am nächsten Tag hoffen.
Am Samstag folgte dann der angekündigte Intel Developer Day, zu dem sich mehr als 100 Leute angemeldet hatten. Es kamen dann genau die Hälfte, was angesichts eines Samstags und der gleichzeitig stattfindenden IFA eine wirklich gute Zahl ist. Vor allem waren hauptsächlich Software-Entwickler da, die mit viel Spaß und Engagement bei der Sache waren. Schließlich konnten sie hier alles über die Entwicklung mobiler Software für Netbooks hören, und die Gelegenheit gibt es nun mal nicht jeden Tag. Und klar, dass die angekündigten Gewinne und das leckere Essen ihren Teil dazu beitrugen…
Presenter-seitig hatte das Event auch einiges zu bieten: So hielten Rami Radi, Christoph Weinmann und Uli Dumschat ihre Workshop-Sessions, die sich intensiv mit der Software-Entwicklung für Atom-basierte Gadgets wie Netbooks beschäftigten. Aber auch der Spaß kam nicht zu kurz: So zeigte Uli mit seiner Gitarre, wozu ein Netbook in der Lage ist und das selbst ein Stück Hardware sehr viel Spaß bereiten kann. Daneben hörten wir von Jens Weller eine Menge zum Thema Software-Portierung mit Qt und 4iitoo stellte das WeTab vor und erklärte auch, warum jetzt doch MeeGo auf ihren Tablet-PC kommt.
Download-Tipp: Ich werde auf Slideshare noch die Präsentationen von Rami, Christoph und Uli einstellen, damit ihr euch diese in Ruhe ansehen könnt. Daneben gibt es auf diesem Blog Stück für Stück weitere Infos rund um die Sessions. Und für alle, die noch mehr wissen wollen, gehen sukzessive Videointerviews online, die ich im Anschluss an den Dev Day mit einigen Leuten gedreht habe. Dabei wird auch ein WeTab-Video sein.
Was gibt es sonst noch zu sagen? Nun, es gab…
… kurzen Szenenapplaus beim 12-Sekunden-Boot eines MeeGo-Netbooks,
… eine Menge Infos über Moorestown,
… eine anschauliche Folie, wie mobile Apps in den Intel AppUp Center gelangen,
… eine recht beeindruckende Zahl, wie viele Apps schon im Intel-App-Store sind,
… die Erkenntnis, dass sich MeeGo prima für Crossplatform-Software-Entwicklung eignet,
… Infos zu den Mobile Development Tools von Intel,
und vieles mehr. So, watch out this space for more information to come!
Intel Dev Day 2010: Uhrzeiten, Themenecken, Fingerfood [Update]
Verfasst von Michael Hülskötter unter Events, Mobile, MobileDev am 31. August 2010
Auf besonderen Wunsch gehen hier und heute weitere Infos zum Intel Dev Day 2010 online. Dieser findet wie angekündigt am 4. September in der Berliner Homebase Lounge statt und ist an Software-Entwickler mobiler Anwendungen für Netbook, Tablet-PC und Co. adressiert.
Die Agenda sieht folgenden Ablauf der Veranstaltung vor:
12.30 – 13.00 Uhr — Registrierung und Fingerfood-Lunch
13.00 – 14.00 Uhr — Erster Teil der technischen Workshops
14.00 – 14.15 Uhr — Pause
14.15 – 16.15 Uhr — Zweiter Teil der technischen Workshops
16.30 – 17.00 Uhr — Registrierung neuer Teilnehmer
17.00 – 17.10 Uhr — Begrüßung
17.10 – 18.00 Uhr — Vier Kurzvorträge à 10 Minuten
Vipul Chopra: Software-Validierung im Intel AppUp Center
Jens Weller: App-Portierung mit Qt
4iitoo: Anwendungsbeispiele auf dem WeTab
Stefan Englet: Intel AppUp Center und Intel Atom Developer Program
18.00 – 18.30 Uhr — Ende des offziellen Teils
20.00 Uhr — Die Netbook- und WeTab-Gewinner werden gezogen und bekannt gegeben
18.30 – 22.00 Uhr — Büffet/Drinks/Networking
Während der gesamten Veranstaltung laden vier Themenecken zum Verweilen, Plaudern und Fachsimpeln ein. In diesen “Areas” geht es um:
- MeeGo: Hier erfahrt ihr alles über MeeGo. Weitere Infos folgen!
- Hardware-Gadgets: Tablet-PCs, Aava-Phone und einiges mehr von Steve “Chippy” Paine. Mehr Infos dazu folgen ebenfalls. Update: Steve wird viele schöne Dinge dabei haben, und zwar Viliv N5, Viliv S10, Viliv X70, Viliv S5, Fujitsu U820 und den UMID BZ.
- WeTab: 4iitoo wird eines der lang ersehnten WeTab-Tablets dabei haben und zeigen, welche Apps darauf laufen – und welches Betriebssystem
So, und wenn ihr jetzt immer noch nicht für dieses Mega-Event angemeldet seid, solltet ihr das flugs nachholen. Oder braucht ihr noch einen Motiviationsschub?!
Intel Dev Day 2010: Drei Lenovo-Touchscreen-Netbooks und ein WeTab gewinnen
Verfasst von Michael Hülskötter unter Events, MobileDev am 26. August 2010
Ok, jetzt lasse ich hier mal ganz offiziell die Intel-Dev-Day-Katze aus dem Gewinnspielsack: Am 4. September gibt es auf dem Intel-Entwicklerevent vier sehr geile Preise zu gewinnen, die alle dort Anwesenden abgreifen können. Die Rede ist von drei superschicken Netbooks der Marke Lenovo IdeaPad und einem der brandneuen WeTabs, die demnächst in die Läden resp. Media Märkte kommen werden. Und, ist das was?! Das meine ich aber auch…
Zum WeTab gibt es eigentlich gar nicht mehr so viel zu sagen, außer dass im Gegensatz zum iPad ein “richtiger” Prozessor drin steckt (nämlich ein Intel Atom Prozessor N450), das Display ein wenig größer ist (11,6 vs 9,7 Zoll), der Speicher sich per SDHC-Karten selber erweitern lässt, eine Webcam verbaut ist und dass das Tablet-Gadget mit Java, Flash und Adobe AIR klar kommt. Na ja, und so einiges mehr kann es natürlich auch noch.
Ach ja: Heute sorgte eine Nachricht der Financial Times Deutschland für ziemlich viel Aufregung. Laut FTD soll das WeTab nämlich mit dem Nokia-Intel-Linux-Derivat MeeGo in die Läden kommen. Das wäre (a) eine kleine Sensation und (b) ziemlich konsequent, da MeeGo auf Intel-Atom-System ziemlich gut läuft, da es für diese Plattform optimiert wurde. Na, wir werden sehen.
Und genau dieses schicke Teil, das Apple das Fürchten lehren soll, gibt es auf dem Intel Dev Day zu gewinnen. Einzige Voraussetzung: Ihr müsst vor Ort sein, um in den Genuss dieses brandneuen Tablet-PCs zu kommen. Und da die Dinger noch nicht verkauft werden, bekommt der Gewinner das WeTab zugeschickt, sobald diese verfügbar sind. Mitnehmen ist also leider nicht.
Hinter dem WeTab müssen sich die drei Netbooks nicht verstecken, die es außerdem zu gewinnen gibt, nämlich drei Lenovo IdeaPad S10-3T. Wie der Zusatz “T” vermuten lässt, handelt es sich beim Lenovo-Netbook um ein – genau, Netvertible, also ein Netbook mit Touchscreen-Display, das sich komplett drehen und auf die Tastatur legen lässt. Damit lässt es sich wie ein Tablet-PC bedienen. Die Specs sind auch sehr ordentlich: CPU-seitig steckt ein Intel Atom Prozessor N470 drin, mit Quick Start 2.0 bootet das IdeaPad die wichtigsten Funktionen blitzschnell und viele andere schöne Dinge.
Im Gegensatz zum WeTab, das unter allen Anwesenden verlost wird, müsst ihr für die Netbooks richtig was tun. Soll heißen, ihr solltet während der Workshop-Sessions gut aufpassen, denn es sind fünf Fragen zu beantworten, was mit ein wenig Wissen rund um Netbooks & Mobile Apps gelingen sollte.
So, und für alle, die nach diesen Aussichten (und den vielen Infos) unbedingt auf den Intel Dev Day kommen wollen, gibt es jetzt noch den passenden Facebook-Link. Dort könnt ihr euch anmelden, weitere Infos abholen und auch einen Kommentar hinterlassen, wenn ihr wollt. Wir sehen uns!
Intel-Off-IFA-Entwickler-Event: Workshop-Agenda steht
Verfasst von Michael Hülskötter unter Events, MobileDev am 18. August 2010
Ich hatte es seinerzeit versprochen, und heute ist es soweit: Es gibt weitere Infos rund um das Intel-Entwicklerevent, dass am 4. September im Dunstkreis der IFA 2010 in Berlin stattfindet. Und diese Neuigkeiten können sich sehen lassen, denn die Agenda der geplanten Workshops steht online und das Geheimnis der versprochenen Überraschung wird gelüftet.
Zunächst einmal könnt ihr auf der Agenda nachlesen, welche Themen in Berlin besprochen werden, und das sieht doch ziemlich vielversprechend aus. Es geht unter anderem
- um den Intel Atom-Prozessor, seine architektonischen Besonderheiten und mit welchen Modellen in Zukunft noch zu rechnen ist,
- um das Linux-basierte Betriebssystem MeeGo und um das zugehörige SDK. Außerdem werden erste Geräte zu sehen sein, auf denen MeeGo zum Einsatz kommt,
- um die Entwicklerumgebung Qt und wie sich damit vor allem crossplattform-basierte Apps bauen lassen.
Darüber hinaus werden die anwesenden Intel-Ingenieure noch ein wenig zum Intel Atom Developer Program und zum Intel-eigenen App Store erzählen. Und sagen, wie man damit Geld verdienen kann. Ach ja, ein paar Infos zu den passenden Intel-Tools für Software-Entwickler mobiler Apps wird es natürlich auch geben.
Und die Überraschung?! Nun, unter allen Anwesenden werden diverse Netbooks verlost! Und, ist das nix?! Aber die werden nicht einfach so verschenkt, sondern ihr müsst dafür etwas tun. Was das sein wird, erfahrt ihr beim nächsten Intel-Off-IFA-Entwickler-Event-Update.
Da gibt’s dann auch weitere Infos zum zweiten Teil, der an diesem Tag stattfindet. Neben den Workshop werden nämlich 10-Minuten-Vorträge zu hören sein, die anschließend in ein hoffentlich unterhaltsames und informatives Get-Together münden. Also, es bleibt spannend…
Einladung: Mobile-Apps-Programmierung aus erster Hand
Verfasst von Michael Hülskötter unter MobileDev am 6. August 2010
So, jetzt wird’s richtig interessant: Intel lädt Software-Programmierer auf ein Crossplattform-Event ein, das am 4. September in Berlin stattfindet. Das Datum ist natürlich kein Zufall, schließlich findet um diese Zeit die Internationale Funkausstellung auf dem altehrwürdigen Messegelände statt. Und dazu passt die Intel-Veranstaltung ziemlich gut.
Auf dem Event, das übrigens in der sehr coolen Homebase-Lounge direkt am Potsdamer Platz stattfindet, geht es nämlich um tragbare Geräte, also um Netbooks, Smartphones und Co. Und darum, welche Apps auf solchen Gadgets laufen sollten und ob man als Software-Entwickler von Anfang an über Crossplattf0rm-Programmierung nachdenken sollte.
Klar, Crossplattform-Entwicklung ist kein ganz einfaches Thema, aber genau deshalb treffen sich ja Intel- und andere Spezialisten in Berlin, um vor interessierten Software-Entwicklern darüber und mit ihnen zu reden. Es wird aber nicht nur geredet, sondern auch gezeigt, mit welchen Tools sich beispielsweise Software von Plattform A (z.B. iPhone) auf Plattform B (z.B. Netbook) portieren lässt. Denn das Ganze ist ja kein Hexenwerk, und genau das soll am 4. September gezeigt werden.
Mit dabei sind Intel-Ingenieure, die über die notwendigen Tools und das erforderliche Wissen referieren. Außerdem werden Software-Entwickler, die mit dem Thema Crossplattform-Programmierung zu tun haben, in der Homebase Lounge zugegen sein. Denn nichts ist anschaulicher als Beispiele aus der Praxis. Und beim anschließenden Networking (samt Speis’ und Trank) kann man das Gehörte in Einzelgesprächen weiter vertiefen.
Falls das jetzt alles zu schnell ging, helfen bestimmt die Infos weiter, die auf der Intel-Facebookseite zu finden sind. Dort gibt es alles noch mal genau aufgelistet. Und dort könnt ihr euch auch gleich für dieses wirklich sehr spannende Event anmelden. Und psst: Wer nach Berlin kommt, kann auf eine Überraschung hoffen. Mehr darf ich dazu aber noch nicht verraten….
10.000 Dollar für ein Netbook-Fußball-Game
Verfasst von Michael Hülskötter unter MobileDev am 5. August 2010
Engländer sind ja mitunter ein lustiges Völkchen: sie trinken Bier ohne Schaum, essen seltsame Dinge und gucken mit großer Leidenschaft Fußball – außer, wenn es um Begegnungen zwischen Englang und Deutschland gehen. Ihr wisst schon, warum!
Tja, und manchmal gewinnen sie 10.000 Dollar und wissen nicht einmal, dass sie an diesem Wettbewerb überhaupt teilgenommen haben – zumindest nicht mehr so ganz im Detail. So ging es zumindest den Jungs von The Game Creators (TGC) in persona Rick Vanner, der vor kurzem eine E-Mail erhalten hat, in der ihm Intel mitteilte, dass die Firma um 10.000 Dollar reicher ist.
Und, wie hat TGC das geschafft? Nun, sie haben neben einer Reihe von anderen Apps die Fußball-Simulation “Goals!” in das Intel AppUp Center eingereicht. Und genau dieses Retro-Spiel im Stil der bekannten C64-Games hat doch glatt in der Kategorie “Best of Games” gewonnen.
Das Beste daran: TGC hat Goals! gar nicht neu entwickelt, sondern lediglich vom iPhone auf die Netbook-Plattform portiert. Das hat laut Rick gerade mal eine Woche gedauert. Und im Gegensatz zum iPhone lässt sich das Game auf einem Netbook sogar noch ein bisschen besser spielen, da man dank der Tastatursteuerung eine bessere Kontrolle über das Spielgeschehen hat. Zudem ist ja der Bildschirm eines Netbooks größer als der eines iPhone, was die Fußball-Simulation besser aussehen lässt. Und über die Prozessorleisung muss ich ja wohl erst gar nicht reden.
Klar, dass Rick und TGC vom Intel AppUp Center ganz begeistert sind, da Windows-Software zum ersten Mal frei von Schadsoftware und ähnlichen Dingen genau dort landet, wo sie hin soll: Zum Anwender, der in solch einem App Store all die Anwendungen suchen und finden kann, die speziell für Netbooks angepasst wurden.
Ach ja: TGC und Intel veranstalten gerade einen gemeinsamen Wettbwerb, bei dem Software-Entwickler 3D-Spiele entwickeln sollen, und zwar mithilfe des TGC-Tools Dark Basic. Das sollte euch auf jeden Fall einen Blick wert sein, oder?!
iPhone-Apps auf Netbooks portieren, Teil 3
Verfasst von Michael Hülskötter unter MobileDev am 17. Juni 2010
Gestern habe ich am Ende des zweiten Teils meiner iPhone2Netbook-Miniserie angekündigt, die möglichen Wege genauer zu betrachten, die man beim Portieren von iPhone-Apps auf Windows-Anwendungen für Netbooks gehen sollte. Here you go!
Szenario I
Ausgangslage: Die iPhone-App ist sehr UI-lastig und basiert vorzugsweise auf Diensten.
Portierungsempfehlung: Die Windows-Anwendung sollte in C# oder Managed C++ umgeschrieben werden und auf Windows Presentation Foundation (WPF) basieren, dem Grafik-Framework von .NET, das die Auszeichnungssprache XAML unterstützt.
Szenario II
Ausgangslage: Die iPhone-App wurde hauptsächlich in C++ programmiert und setzt auf ein Objective-C-UI.
Portierungsempfehlung: Der C++-Code sollte in Managed-C++-Code “eingepackt” (gewrapped) werden. Diese C++-Anwendung kann unter .NET samt WPF gestartet werden.
Szenario III
Ausgangslage: Ein ausgeprägter Objective-C-Anteil, der von der Bedieneroberfläche und den Diensten entkoppelt ist, die allerdings auch in Objective-C vorliegen.
Portierungsempfehlung: Der Quellcode sollte in einen Managed-C++- oder C#-Code überführt werden. Diese “neu” geschaffene App kann dann auf der Zielplattform als C#-Anwendung unter .NET und WPF ausgeführt werden.
Szenario IV
Ausgangslage: Ein Objective-C-basiertes Spiel, das mithilfe von CoreGraphics auf einem selbst entwickelten UI basiert.
Portierungsempfehlung: Das Spiel sollte nach C++ portiert werden, das Grafik-UI zudem mit entsprechenden DirectDraw-Befehlen versehen werden.
Szenario V
Ausgangslage: Ein Objective-C-Spiel, dessen selbst entwickeltes UI auf OpenGL basiert.
Portierungsempfehlung: Die Grafik-Engine des Spiels kann übernommen werden, die Spiel-Algorithmen selbst sollten mithilfe eines geeigneten Wrappers in C++ überführt werden.
iPhone-Apps auf Netbooks portieren, Teil 2
Verfasst von Michael Hülskötter unter Apple, MobileDev am 16. Juni 2010
Wie ich es gestern angekündigt habe, folgt heute der zweite Teil meiner iPhone2Netbook-Miniserie, da ich persönlich das Thema ziemlich “heiß” finde – so wie einige Tausend iPhone- und -iPad-Entwickler da draußen möglicherweise auch. Daher folgt heute nach der gestrigen allgemeineren Betrachtung des Themas die erste detailliertere Beschreibung, was beim Portieren von iPhone-Apps auf Netbooks berücksichtigt werden sollte.
Unterschiedliche Bedieneroberflächen: Klar, die Unterschiede zwischen iPhone und Netbook sind gravierend. Das beginnt bei der Displaygröße (3,5 versus 10-11 Zoll) und endet beim immer noch höchst unterschiedlichen Bedienkonzept (Touchscreen/Sensoren versus Trackpad/Tastatur). Aber: wenn man sich als iPhone-Entwickler dazu entschlossen hat, eine angepasste iPad-Version der App anzubieten, ist die Portierung aufs Netbook unter dem Aspekt “Formfaktor” eher ein Klacks.
Unterschiedliche Entwicklerumgebungen: In der Apple-Welt nennt sich die Entwicklersuite Xcode, Windows-Programmierer arbeiten meist mit Visual Studio. Der größte Unterschied ist ein eher monetärer: so ist Xcode “for free”, Visual Studio in den Pro-Versionen hingegen kostet eine schöne Stange Geld. Zwar gibt es mit Visual Studio Express eine kostenlose Variante der Microsoft-Entwicklersuite, aber die Einschränkungen rechtfertigen die Kostenersparnisse kaum. Allerding sorgen Add-ons wie Resharper dafür, dass aus Express ein ziemlich vernünftiges Tool wird.
Unterschiedliche Frameworks: iPhone-Entwickler bewegen sich im Cocoa-Touch-Framework, ihre Windows-Kollegen bewegen sich im managed- oder unmanged-Universum. Das macht sich vor allem in Sachen Programmiersprachen bemerkbar: So sind Apple-Entwickler auf Objective-C beschränkt, Windows-Programmierer hingegen können auf eine viel größere Auswahl zurückgreifen wie C/C++, C# und andere Sprachen. Das birgt allerdings auch einen Haken: Da sich derzeit nur C/C++-basierte Apps per Windows-SDK in den Intel AppUp Center einstellen lassen, bleiben C#-Anwendungen außen vor. Allerdings gibt es spezielle Wrapper, mit deren Hilfe beispielsweise aus Managed Code AppUp-kompatible Anwendungen werden. Und morgen werde ich mir die möglichen Wege ansehen, die man beim Portieren einschlagen kann, je nach iPhone-Anwendung.
iPhone-Apps auf Netbooks portieren, Teil 1
Verfasst von Michael Hülskötter unter MobileDev am 15. Juni 2010
Die Überschrift “iPhone-Apps auf Netbooks portieren” habe ich hier schon mal getextet. Jetzt ist es aber nicht so, dass nur mich das Thema besonders interessiert, sondern natürlich auch Intel, die verständlicherweise das Ziel verfolgen, möglichst viele Entwickler dazu zu bringen, ihre bereits konzipierten, programmierten und in den Apple App Store gebrachten Software-Titel mit möglichst wenig Aufwand auf eine Plattform zu portieren, die mittlerweile rund 85 Millionen Mal verkauft worden ist: Netbooks.
Und wie sich das für ein Unternehmen wie Intel gehört, machen sie daraus gleich eine ganze Webseite, auf der man viele nützliche Informationen rund um dieses Thema findet.
- Das beginnt mit einer einfachen Suchanfrage innerhalb der IADP-Webseite. Dort könnt ihr euch einfach mal ein bisschen umsehen, was es dort zum Thema “Porting” so alles Schönes gibt.
- Daneben findet man dort diverse Code-Beispiele, die sehr anschaulich zeigen, welche Aspekte beim Portieren von iPhone-Apps in Richtung Netbooks zu beachten sind. Dazu gehören so Dinge wie die unterschiedlichen Bedienkonzepte, die verfügbaren Entwicklertools, die Frameworks im Vergleich und eine tolle Übersicht, welchen Weg man beim Portieren gehen sollte, je nach Ausgangslage und geplanter Anwendung.
- Wer noch genauer und vor allem multimedialer wissen will, welche Unterschiede zwischen Netbooks und den mobilen Apple-Gadgets exsitieren (und wie man damit umgeht), dem seien die Videos und die zugehörigen Code-Beispiele empfohlen. Dort lernt man, wie sich beispielsweise die Beschleunigungssensoren des iPhone mit der passenden Windows-API simulieren lassen – und das mithilfe von Quellcode und sehr anschaulichen Workshop-Videos. Diese sind sehr empfehlenswert.
- Aber nicht nur intel-eigene Inhalte findet man auf der Porting-Seite. So stellt die angeschlossene Community in unregelmäßigen Abständen ihr Wissen zum Thema “Porting” zur Verfügung. Sehr bemerkenswert finde ich beispielsweise den Dynamic Wrapper der Games-Schmiede baKno, mit dessen Hilfe unter anderem unity-, flash- und java-basierte Apps in eine AppUp-konforme Anwendung portiert werden können. Das kostet gerade mal 100 Dollar pro Runtime und erschließt für wenig Geld eine neue Zielgruppe.
Das klingt alles so spannend und interessant, dass ich mit diesem Eintrag eine Miniserie starten will, die sich mit den unterschiedlichen Porting-Aspekten beschäftigen wird. Würde mich freuen, wenn ich möglichst viele von euch für das Thema ebenfalls begeistern könnte!
My Kalenderwoche 23: iPhone 4, iOS 4 und Netbook-Gewinner
Verfasst von Michael Hülskötter unter Apple, Events, Mobile, MobileDev am 11. Juni 2010
Ganz klar, als echter Mobilist war natürlich der Montag ein ganz wichtiger Tag: Steve Jobs eröffnete die große Apple-Entwicklerkonferenz WWDC 2010 und stellte gleichzeitig das neue iPhone 4 vor. Leider konnte ich dem Jobs’schen Spektakel nicht beiwohnen, aber die Keynote habe ich mir natürlich nicht entgehen lassen und die Konserve komplett konsumiert.
Da ich es mir nicht verkneifen konnte, die wichtigsten Stellen der Jobs-Präsentation per Twitter zu kommentieren, folgen hier noch mal meine ganz persönlichen Highlights:
Sehr cool: Apple iBooks kann jetzt auch mit PDF-Docs umgehen. Danke, Apple!
Hast du gar nicht nötig, Steve: Android-Bashing auf der WWDC: das iPhone hat (noch) die dreifache Reichweite des Google-OS.
Selbstironischer Steve Jobs: “Nein, dieses iPhone 4 habt ihr noch nicht gesehen. Versprochen!”
iPhone 4 soll designmäßig an alte Leica-Kameras erinnern. Ist ziemlich gut gelungen. Ein schönes Stück Technik!
Und wieder gehen 10.000 Dollar an Netbook-Entwickler
Verfasst von Michael Hülskötter unter MobileDev am 10. Juni 2010
Vor gut einem Monat habe ich schon mal darüber berichtet: Intel belohnt kreative Software-Programmierer, die sich darüber Gedanken machen, wie Anwendungen für Netbooks aussehen sollten, um deren spezielle Merkmale wie Displaygröße, lange Akkulaufzeit und andere Features optimal auszunutzen. Der Juni-Sieger wurde nun in der Kategorie “Bildung & Referenz” ermittelt, heißt Jordan Magnuson und kann sich über 10.000 US-Dollar freuen. Jordan hat das Wissensspiel “Country Connect!” so konzipiert und entwickelt, dass es optimal auf einem Netbook läuft.
Die Idee hinter “Country Connect!” ist recht simpel: Anhand vorgegebener Karten müssen Reisen so geplant werden, dass eine optimale Route entsteht. Die Schwierigkeit dabei: die Länder tragen keine Namen, und die Grenzen sind nur unklar dargestellt, so dass eine Menge an geografischem Wissen erforderlich ist, um die ausgewählten Länder zu identifizieren. Und genau das ist Sinn des Spiels: Anhand der Umrisse, Größe und anderer Merkmale sollen Staaten erkannt und richtig zugeordnet werden. Damit ist es nicht nur ein Spiel, sondern auch ein unterhaltsamer Weg, sein Weltkartenwissen aufzufrischen und zu vertiefen. So gesehen eignet sich “Country Connect!” auch für Schulkinder, denen das herkömmliche Lernen des Geografiestoffes zu langweilig ist.
Damit ihr auch wisst, welche Elemente von “Country Connect!” an das Netbook angepasst wurden, gibt es morgen auf diesem Kanal ein ausführliches Review des Titels. Ach ja: In der Kategorie “Tools & Sicherheit” hat Mahmoud Galal mit seinem E-Book-Reader DJView Reader die fälligen 10.000 Dollar abgeräumt. Auch diesen Software-Titel werde ich morgen genauer unter die Lupe nehmen. Ihr könnt euch die Apps aber auch selbst ansehen, indem ihr zur Webseite des Intel AppUp Center surft, den dort verlinkten Intel App Store für Windows oder Moblin installiert und beide Titel auf euer Netbook zieht.
Falls ihr jetzt ganz spontan sagt, “Hey, das kann ich auch!”, solltet ihr euch schnellst möglich für die Intel Atom Developer Challenge anmelden, eure Netbook-App einreichen und mit etwas Glück 10.000 Dollar gewinnen. Denn noch stehen zwei Kategorien aus (“Entertainment” und “Games”). Und vom 17. bis 27. August setzt sich nochmals die Jury zusammen, um aus allen eingereichten Netbook-Apps drei weitere Gewinner zu ermitteln (“Publikumspreis”, “Innovativste App” und “Best-designte App”). Diese drei Preise haben es so richtig in sich: der Publikumspreis ist 20.000 Dollar wert und die innovativste sowie schönste App sind mit jeweils 50.000 Dollar dotiert.
Und, ist das kein Anreiz? Doch?! Dann schnell anmelden und mitmachen! Es lohnt sich.
iPhone-Games aufs Netbook portieren
Verfasst von Michael Hülskötter unter MobileDev am 5. Mai 2010
Ja, ich geb’s ja zu, ich habe an dem Thema “iPhone-Apps aufs Netbook portieren” ein wenig einen Narren gefressen. Aber ich glaube einfach, dass es für viele Software-Entwickler sehr interessant ist, da sich doch mit den richtigen Maßnahmen und Vorab-Gedanken eine erfolgreiche App nicht nur für 80 Millionen iPhone und iPod touch (und bereits für mehr als eine Million iPad) programmieren lässt, sondern auch für 40+ Millionen Netbooks. Und das ist doch ein echter Anreiz, oder?
Wie die lebhafte Diskussion auf dem Mobilecamp hinsichtlich des Themas gezeigt hat, ist es natürlich recht trivial, bestimmte Apps wie Casual Games (und um ein solches ging es ja in meiner Barcamp-Session) auf ein Netbook zu portieren. Wie aber sieht es beispielsweise mit Spiele-Titeln wie “G:Into the Rain” von Soma Games aus, das grafisch anspruchsvoller als “Smiles” ist? Nun, hierzu wurde der CTO von Soma Games, Chris Skaggs, befragt, und seine Antworten zeigen es: Mit etwas Denkarbeit vor der eigentlichen Programmierung ist die Portierung vom iPhone aufs Netbook kein Hexenwerk.
Anders als bei Smiles (natives C++) wurde “G:Into the Rain” vollständig im apple-eigenen C-Derivat Objective-C programmiert, was die Portierung nicht ganz so trivial machte. Doch mit einem Umweg über die Adobe-Entwicklungsumgebung Flex ließ sich das Soma-iPhone-Game in ein Flash-Game umwandeln und dem Ergebnis mithilfe eines C++-Wrappers einen AppUp-konformen Authentifizierungslayer spendieren.
Chris bemerkt in seinen Interview übrigens, dass man “G” aus Performancegründen gerne komplett in C++ geschrieben hätte, dass ein Netbook allerdings über ausreichende Pferdestärken verfügt, um selbst ein flash-basiertes Spiel ohne Ruckler ablaufen zu lassen.
Bei der Bedienung war schon etwas mehr Aufwand nötig, da sich das iPhone-Spiel hauptsächlich mithilfe der Beschleunigungssensoren steuern lässt, was laut Chris eine schrittweise Adaption der Steuerung erforderte. Interessanterweise macht dieser Umstand die Netbook-Variante von “G” nicht schlechter, sondern stellenweise sogar besser spielbar, da es perfekt an die Netbook-Plattform angepasst wurde. So reagiert die Steuerung genauer, und das Spielerlebnis ist aufgrund der besseren Leistungsdaten eines Netbooks insgesamt besser.
Erstaunlicherweise gab es laut Chris kaum Probleme bei der Portierung, und das, obwohl sein Team nur drei Wochen Zeit dafür hatte. Es gab ein paar Schwierigkeiten mit dem C++-Wrapper, der Rest war aber wohl ok. Damit hatten sie bei Soma Games wohl nicht unbedingt gerechnet.
Als Fazit bleibt zu sagen, dass Chris laut eigener Aussage beide Versionen mag: auf dem iPhone fühlt sich die Steuerung dank Beschleunigungssensoren und Touchscreen “echter” an, dafür ist das Spielerlebnis auf dem Netbook insgesamt besser, da die Atom-Plattform leistungsfähiger ist als das Apple-Handy.
Am besten, ihr probiert mal beide aus: entweder via iTunes App Store oder via Intel AppUp Center.
Intel belohnt Netbook-Entwickler mit 10.000 Dollar
Verfasst von Michael Hülskötter unter MobileDev am 3. Mai 2010
Erst am Donnerstag habe ich darüber berichtet, dass der Wettbewerb “Intel Atom Developer Challenge” in die nächste Runde geht. Im Rahmen der Phase II hat mittlerweile einer der teilnehmenden Software-Entwickler stolze 10.000 Dollar eingeheimst, und zwar für seine Netbook-App “My Little Artist.”
Diese Anwendung richtet sich an Kinder und bietet denen ein intuitiv zu bedienendes Malprogramm, das den Besonderheit des Netbooks besonders angepasst wurde. Die Mobil-App wurde übrigens vom usbekischen Software-Entwickler Dmitry Ryzhkov konzipiert und geschrieben. Und natürlich wurde My Little Artist direkt in den Intel AppUp Center transferiert, wo kostenlos auf den heimischen Windows-Rechner geladen werden kann. Das Programm befindet sich in der Kategorie “Home and Family” und ist gerade mal 3 Megabyte groß.
Tipp: Selbst wenn man eine kostenlose App aus dem AppUp Center auf den PC laden will, muss man innerhalb seiner AppUp-Einstellungen seine kompletten Daten, also auch die der Kreditkarte eintragen. Andernfalls lässt sich die Anwendung nicht downloaden.
Die App ist sehr schlicht gehalten: Es stehen gerade mal acht verschiedene Tools zur Verfügung, mit denen sich aber per Maus fantasievolle Bilder erstellen lassen. Daneben können diverse Farben ausgewählt und einzelne Bildstellen auch radiert werden. Speichern lassen sich die kleinen Kunstwerke natürlich auch. Und noch einfacher ist die Malsoftware mit dem richtigen Netbook zu bedienen.
Und was lernen wir aus der Sache? Dass es sich auf jeden Fall lohnt, dem Intel Atom Developer Program beizutreten, um anschließend für Netbooks zu programmieren und möglicherweise einen der lukrativen Preise abzugreifen. 10.000 Dollar sind doch nicht schlecht, oder?!
Intel unterstützt kreative Netbook-Entwickler
Verfasst von Michael Hülskötter unter MobileDev am 29. April 2010
Anfang März habe ich darüber berichtet, dass Intel im Laufe des Jahres 2010 insgesamt eine Million Dollar in die Entwicklung neuer Netbook-Anwendungen stecken wird. Ziel des Ganzen sind innovative Apps, die dem speziellen Formfaktor des Netbooks (Displaygröße und Auflösung, Akkulaufzeiten, Tastatur, etc.) verstärkt Rechnung tragen als die Tonnen von Windows-Software, die natürlich auf einem Mini-Notebook laufen, aber eben nicht angepasst sind an die Eigenheiten eines Netbooks.
Zwei Phasen gab es bereits in Sachen 1-Million-Dollar-Fonds: Dollars for Download bzw. Fast Track 2010 und die nächste Runde der Atom Developer Challenge. Phase I lief bis Ende März und hat schon mal ein paar Software-Entwickler glücklich gemacht. Phase II läuft noch eine ganze Weile, genauer gesagt bis Mitte August. Tja, und jetzt hat Intel die dritte Phase seines Entwickler-Unterstützer-Programms ausgerufen, die sich Intel Atom Developer Program Accelerator 2010 nennt.
Wie der Name vermuten lässt, soll in das Thema “Spezielle Netbook-Apps” noch ein bisschen mehr Bewegung kommen. Daher investiert Intel in innovative und kreative Netbook-App-Ideen zwischen 10.000 und 25.000 US-Dollar. Dabei muss es sich erst mal gar nicht um eine schon fertige Applikation handeln. Es reicht völlig, eine tolle Idee zu haben und diese vernünftig vorzustellen. Dazu gehören so Dinge wie die Besonderheit eurer App, was die Anwendung netbook-tauglich macht und welche Wachstumsraten zu erwarten sind. Ach ja: Eure Vorschläge könnt ihr im dazu passenden Formular eintragen und an Intel senden. Es dauert dann ungefähr drei Wochen, bis ihr erfahrt, ob Intel die Idee genauso toll findet wie ihr.
Natürlich bekommt ihr die Kohle nicht für die Idee alleine. Die Unterstützung erhaltet ihr, sobald aus dem Konzept auch eine Applikation geworden ist, die ihr schließlich im Intel AppUp Center einreichen müsst. Sobald die App die Validierung überstanden hat, kassiert ihr doppelt: das Unterstützergeld von Intel und die Umsätze, die ihr mit eurer neuen Netbook-App generieren könnt.
So, und für alle Fälle kommen hier noch mal die wichtigsten Links, damit ihr an dem Wettbewerb auch teilnehmen könnt:
- Registrierung für das Intel Atom Developer Progam (IADP)
- das Bewerberformular für Accelerator 2010, das allerdings nur dann zu sehen ist, wenn ihr beim IADP angemeldet seid
- die Validierungsrichtlinien für das Intel AppUp Center sowie das notwendige SDK für Windows oder Moblin
iPhone-Apps auf Netbooks portieren
Verfasst von Michael Hülskötter unter MobileDev am 9. April 2010
Zugegeben, die Games Developer Conference 2010 liegt schon wieder eine Weile zurück, aber gerade habe ich einen sehr interessanten Beitrag auf Appdeveloper.intel.com gefunden, der auf einem Interview mit Mike Kasprzak, CEO von Syhkronics, basiert. Syhkronics ist eine kanadische Entwicklerschmiede, die sich auf Casual Games spezialisiert hat und mit ihrem Erfolgstitel Smiles für das iPhone schon diverse Preise abräumen konnte.
In diesem Interview und Beitrag erzählt Mike davon, was seine Entwickler alles tun mussten, um das iPhone-Game auf ein Netbook zu portieren. Ich will hier gar nicht eine Fassung des Interviews abbilden, sondern nur die wirklich wichtigen Aussagen bezüglich der Software-Portierung wiedergeben:
- Das Spiel basiert grafikseitig auf OpenGL, was ja sowohl von der PC- als auch iPhone-Plattform unterstützt wird. Objective-C-spezifische Konstrukte wurden einfach hinter C-Funktionen und Variablen “versteckt”. Damit konnten diese mit recht wenig Aufwand einfach umgeschrieben werden.
- Die Unterschiede in Sachen Auflösung (480*320 versus 1024*600) konnte mithilfe eines kleinen Tricks recht elegant ausgeglichen werden: Anstatt eine feste Auflösung zu definieren, wird lediglich eine “Referenzauflösung” festgelegt (z.B. 480*320). Um daraus eine höhere Auflösung zu generieren, muss das GUI lediglich mit dem Faktor 2 skaliert werden, was eine 720p-Auflösung ergibt.
- Der GMA950-Chipsatz, der in vielen Netbooks verbaut ist, skaliert doch viel besser, als Mike anfangs dachte. Verglichen mit dem im iPhone integrierten PowerVR-MBX-Grafikprozessor ist GM950 doppelt so schnell beim Rendern und ähnlichen Dingen, ohne dass die Gesamtleistung des Systems beeinträchtigt wird.
- Das Navigieren des Spiels ist auch ohne Beschleunigungssensoren und Touchscreen kein Problem. Das Steuern erfolgt einfach mithilfe der Pfeiltasten, wie bei vielen anderen Windows-Spielen auch. Und mit einem Mausersatz wie dem Trackpad eines Netbooks sind sogar Steuerungsmechanismen möglich, die ein touchscreen-basierten Gerät wie das iPhone gar nicht bietet (Mouse-Over zum Beispiel). Im Falle von Smiles kommt tatsächlich nur das Trackpad zum Einsatz. Und die Abwesenheit des Beschleunigungssensors für das Kippen und Schwenken eines mobilen Gerätes werden einfach mit entsprechenden Rotationsschaltern innerhalb der Bedieneroberfläche von Smiles “emuliert”.
- Das Gute an der Portierung: es ist eine Investion in die Zukunft. Denn schon sehr bald werden neben Netbooks MIDs, Smartphones und Tablet-PCs auf den Markt drängen, die alle dieselbe Prozessorplattform in sich tragen: Intel Atom. Damit lässt sich mit wenigen Handgriffen ein- und derselbe Spieletitel tausendfach zweit- und drittverwerten. Wenn das keine aussichtsreiche Perspektive für Spiele- und andere Entwickler ist.
Intel unterstützt Software-Entwickler mit 1 Million Dollar
Verfasst von Michael Hülskötter unter MobileDev am 1. März 2010
Ok, ihr Software-Entwickler da draußen, jetzt solltet ihr gut aufpassen: Intel hat einen Fonds eingerichtet, mit dessen Hilfe im Laufe der nächsten Monate (sprich: bis Ende des Jahres) insgesamt eine Million US-Dollar ausgeschüttet werden sollen. Damit will der Chip-Hersteller die Entwicklung neuer, mobiler Anwendungen für Netbook und so weiter beschleunigen und ermöglichen. Der Name dieses brandneuen Programms lautet Intel Atom Developer Program Million Dollar Development Fund. Ich nenne das hier mal der Einfachheit halber IADP-MDDF.
Der Fonds steht allen Software-Entwicklern offen – also vom Einzelkämpfer über mittelständische Entwicklerfirmen bis hin zu großen Softwareschmieden. Neben der finanziellen Unterstützung werden die teilnehmenden Entwickler auch mit der notwendige Hardware seitens Intel versorgt, also mit brandneuen Netbooks, damit ihr eure mobilen Anwendungen auch plattformgerecht testen könnt. Ziel des IADP-MDDF sind innovative Apps, die den mobilen Formfaktor eines Netbooks noch stärker berücksichtigen und das mobile Erlebnis mit solch einem Gerät weiter verbessern sollen.
Der IAPD-MDDF setzt sich aus einer Vielzahl von Einzelmaßnahmen zusammen. Die ersten drei stehen bereits fest und während der nächsten Monate zur Verfügung:
Fast Track 2010: Für ganze schnelle Entwickler ist dieses Sub-Programm gedacht. Die Idee dahinter: Die ersten 250 Anwendungen, die zwischen dem 1. und 31. März 2010 bei Intel eingereicht werden und den Validierungsprozess erfolgreich durchlaufen, erhalten eine Art Bonus in Höhe von 500 Dollar (nicht-US-Entwickler bekommen das Geld natürlich in der jeweiligen Landeswährung ausbezahlt). Und klar, dass diese Apps direkt im Intel AppUp Center landen und ab dem ersten Tag Umsatzerlöse erzielen können.
Dollars for Download 2010: Die ersten 100 Anwendungen, die Software-Entwickler vom 1. bis 31. März an Intel schicken und die den Validierungsrichtlinien entsprechen, erhalten für die Dauer von vier Monaten einen Zuschlag, der den Umsatz in dieser Zeit entsprechend erhöht. Das betrifft sogar kostenlose Apps! In Zahlen ausgedrückt bedeutet dies: Für jede runtergeladene App bekommt der Entwickler 2 Dollar (resp. denselben Betag in seiner Landeswährung) gutgeschrieben, allerdings nicht mehr als 5.000 Dollar für jede kostenlose Anwendung und 25.000 Dollar pro Bezahl-App. Dabei spielt es übrigens keine Rolle, wie viele Netbook-Apps ein Entwickler einreicht. Das betrifft Fast Track 2010 ganz genauso.
Intel Atom Developer Challenge: Intels Entwicklerwettbewerb geht in die nächste Runde und lockt mit einer Reihe attraktiver Preise. Am 9. März gibt es hier auf diesem Sender mehr Informationen dazu.
Ach ja: Wichtige Infos zum Intel Atom Developer Program, zu den Validierungsrichtlinien, zum notwendigen SDK und zum brandneuen Linux-Derivat MeeGo findet ihr per Mausklick auf den jeweiligen Link.
Scott Apeland über Intel AppUp, IADP und MeeGo
Verfasst von Michael Hülskötter unter MobileDev am 25. Februar 2010
Vor ziemlich genau einer Woche fand während des Mobile World Congress ein wirklich toller Techtalk mit Steve “Chippy” Paine, Sascha Pallenberg und Scott Apeland von Intel statt. Während dieses lockeren und informativen Gesprächs gab es vor allem für Entwickler mobiler Anwendungen für Netbook & Konsorten eine Menge nützlicher Einblicke, die Scott freizügig gewährte. Zu meinen Glanzlichtern zählen unterer anderem folgende Erkenntnisse:
- Das Intel Atom Developer Program soll Entwicklern dabei helfen, ihre mobilen Apps in das Intel AppUp Center zu transferieren und dort möglichst erfolgreich zu verkaufen.
- Die Entwicklung des Intel App Stores erforderte ungefähr 100 Tage (und einige Nächte) und es waren rund 75 Leute in das Projekt involviert. Keine schlechte Quote für einen kompletten App Store, oder?!
- Das zugehörige AppUp-SDK wurden bereits rund 8.000-mal vom Intel-Server abgerufen, was eine wirklich beachtliche Zahl ist. Und das führte innerhalb der ersten 30 Tage nach Veröffentlichung des SDK zu rund 300 Anwendungen, die den Weg zu Intel fanden. Klar, das waren erst mal bereits bestehende Windows-Anwendungen, aber nach und nach kommen auch ganz neue Apps bei Intel an, die den Formfaktor Netbook besser berücksichtigen.
- Noch in diesem Jahr wird es erste OEM-AppUp Center geben, für die Intel eine Art Framework bereit hält, sodass interessierte Netbook-Hersteller ihren eigenen Netbook-Store auf ihren Geräte vorinstallieren können. Denn nur dann wird der Verkauf von Netbook-Apps auch erfolgreich sein (siehe iPhone).
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Die installierte Basis an Netbooks macht den Intel AppUp Center so interessant. Derzeit reden wir von rund 50 Millionen verkauften Einheiten, bis Ende des Jahres sollen etwa 100 Millionen Mini-Notebooks den Besitzer gewechselt haben. Das ist für interessierte Entwickler mobiler Anwendungen natürlich eine echte Chance, ganz viele Käufer zu erreichen.
- Das Gute am kürzlich angekündigten Linux-Derivat MeeGo, das Intel und Nokia gemeinsam verwirklichen wollen, ist dessen Flexibilität: Anstatt für eine Vielzahl von unterschiedlichen Geräten neue Anwendungen entwickeln zu müssen, steht mit MeeGo und der dazu gehörigen Entwicklerumgebung Qt ein einziger Rahmen zur Verfügung, mit dessen Hilfe eine App für mehrere Geräteklassen gleichzeitig programmiert werden kann. Klar, die Besonderheiten des jeweiligen Gadgets müssen berücksichtigt werden, aber die Bibliotheken, Module und andere Teile einer Anwendungen basieren alle auf derselben Basis. Und das spart Entwicklungszeiten und damit richtig Geld.
- Möglicherweise werden wir noch in diesem Jahr eine Reihe von Events sehen, die sich mit dem Thema MeeGo auseinander setzen. Warum nicht das erste “MeeGo Dev Camp” zum Thema Open-Source-Entwicklung für mobile Endgeräte? Wäre bestimmt sehr interessant.
- Mit dem Veröffentlichen der nächsten Version von Moblin, nämlich 2.2, wird Intel den Wechsel zu MeeGo vollziehen. Was das für die vielen Moblin-Entwickler inner- und außerhalb von Intel bedeutet, konnte Scott leider nicht sagen. Da muss man wohl abwarten.
- Die europäische Version des Intel AppUp Center soll innerhalb der nächsten Wochen gelauncht werden. Wenn das mal nix ist!
So, genug der einleitenden Worte, jetzt sollter ihr euch den dreiteiligen Techtalk am besten in Ruhe ansehen. Die ganze Show dauert rund 26 Minuten. Aber jede einzelne Sekunde ist wirklich sehr informativ und gut investierte Zeit. Also, Film ab!
M-Days 2010: Wolfgang Petersen über Intel AppUp Center
Verfasst von Michael Hülskötter unter MobileDev am 31. Januar 2010
Auf den diesjährigen M-Days, die in der BMW Welt zu München stattgefunden haben, stand unter anderem Wolfgang Petersen von Intel auf der Bühne, um seine Sicht der Dinge auf Netbook-Apps, den Intel AppUp Center und die daraus resultierenden Chancen für Software-Entwickler darzulegen. Und für ein kleines Interview stand mir Wolfgang hinterher auch noch zur Verfügung.
Dabei hat er mir verraten, wie die Killer-App für Netbooks aussehen könnte. Und dass diese am allerbesten aus Deutschland kommen sollte. Also, ihre Software-Entwickler da draußen: Schließt euch dem Intel Atom Developer Program an, programmiert die beste App für Netbooks und vielleicht kommt ihr schon bald in den Genuss des Titels “Killer-App-Schreiber für Netbooks”!
Intel auf den M-Days 2010: Netbook-Apps und AppUp Center
Verfasst von Michael Hülskötter unter MobileDev am 27. Januar 2010
Heute Abend beginnt mit dem Mobile Zeitgeist München Mixer unsere “mobile Woche”, die Donnerstag und Freitag ihre Fortsetzung auf den M-Days 2010 findet. Diese “Kongressmesse” soll heuer noch größer werden als im vorigen Jahr, was sich schon an der vorgesehenen Besucherzahl ausdrückt: Bis zu 1.400 Konferenzteilnehmer werden erwartet, weshalb das Kongressprogramm deutlich ausgedehnt wurde. Außerdem wird es ein Public Forum geben, auf dem weitere Themen zur Sprache kommen. Dieses offene Plenum steht im Gegensatz zum Kongress jedem Messebesucher offen (Tickets hierfür kosten an der Kasse 20 Euro).
Intel wird auf den M-Days vertreten sein, und das in zweierlei Hinsicht: Zum einen zeigt der Chip-Hersteller innerhalb des Ausstellerbereichs seine neuesten Projekte in Sachen Mobile Computing, namentlich das Intel AppUp Center, also den auf der CES 2010 vorgestellten App Store. Dazu gehören natürlich die passenden Informationen rund um das Intel Atom Developer Program (IADP), für das ihr euch anmelden müsst, um eure Anwendungen im Intel AppUp Center einstellen zu können.
Darüber hinaus wird Wolfgang Petersen zu Wort kommen. Wolfgang ist einer der führenden Köpfe rund um IAPD und Intel AppUp bei Intel Deutschland. In seiner 10-minütigen Präsentation innerhalb der Session “Open Mobile: Innovation – from Networks to Apps” am Freitag ab 10:00 Uhr im Kongressbereich wird er zeigen, dass das Ecosystem Netbooks große Chance für Software-Entwickler bietet. Das hat vor allem mit dem Mehrwert “Mobile Apps” und der daraus resultierenden Einnahmequelle zu tun.
Es gibt also diverse gute Gründe, auf die M-Days zu kommen. Am Intel-Stand gibt’s nämlich schicke, neue Netbooks mit Pine-Trail-Technik, auf denen Moblin 2.1 zu sehen sein wird, der Intel AppUp Center sowie einige der ersten Netbook-Apps, die dort bereits verfügbar sind. Darüber hinaus sollten interessierte Software-Entwickler die Chance ergreifen, um mit Intel über die Möglichkeiten des Atom Developer Program zu reden und darüber, wie sich mit mobilen Anwendungen für Netbooks Geld verdienen lässt. Die Session von Wolfgang ist sicherlich ebenfalls besuchenswert – falls man einen Konferenzpass sein Eigen nennt.
Und nicht zuletzt ist solch eine Veranstaltung natürlich eine prima Networking-Gelegenheit. Man kann alte Bekannte wiedersehen, neue Leute kennen lernen und möglicherweise auch interessante Projekte auftun.
Ach ja: Auf den M-Days wird der erste Mobile Monday des Jahres stattfinden (und das an einem Donnerstag!). Als Thema steht eine Demo Night im Vordergrund, auf der fünf Startup-Unternehmen innerhalb von fünf Minuten ihre Geschäftsmodelle oder ähnliches vorstellen dürfen. Am Ende gibt es einen Gewinner, dem neben Ruhm und Ehre vier Karten für die Mobile Media Night sowie diverse Erwähnungen auf den MoMo-Postillen winken.
Netbook-Apps müssen sich automatisch installieren lassen
Verfasst von Michael Hülskötter unter MobileDev am 21. Januar 2010
Für alle Software-Entwickler, die bereits Netbook-Apps im Rahmen des Intel Atom Developer Program zu Validierungszwecken an Intel geschickt und sich gewundert haben, warum die Applikation abgelehnt wurde, nennt Brian auf dem IADP-Blog einen triftigen Grund: Die App unterstützt kein “silent install”, also das automatische Installieren der Software. Dies erachtet Intel als ganz wesentlichen Faktor, um den Anwender mit so wenig Interaktion wie möglich zu belästigen.
Um diese “geräuschlose Installationsroutine” möglichst effizient und fehlerfrei umzusetzen, verrät Brian diverse Tricks, wie das auch wirklich klappt:
- Teste eine eigene App gründlich. War ein überflüssiger Mausklick dabei, entspricht die App nicht den Validierungsrichtlinien.
- Mithilfe von Microsoft Visual Studio lässt sich die Silent-Install-Funktion recht einfach gewährleisten. Hierzu muss man nur innerhalb der Installationsroutine für die Bedieneroberfläche diverse Fenster entfernen.
- Um ein unerwünschtes Eingreifen seitens des Anwenders zu vermeiden, hilft es auch, den für das Sammeln von Daten notwendigen Code in das Programm selbst zu packen. Das ist zwar ein wenig umständlich, hilft aber dabei, den Validierungsprozess erfolgreich zu absolvieren.
Mehr Infos dazu findet ihr in Brians Blogpost.

