Samsung GX-1S und GX-1L überzeugen im Praxistest

Im Januar hatte Samsung seine ersten beiden digitalen Spiegelreflexmodelle angekündigt. GX-1S und GX-1L sollten die Neulinge heißen, für die Kooperationspartner Pentax mit seinen *istDs und *istDL offensichtlich Pate gestanden hat.

Inzwischen sind die beiden Neulinge bereits im Handel erhältlich. Unser Partner Fototools.de hat sich das Pärchen genauer angesehen und einem Praxistest unterzogen. Überzeugt hat dabei das gute Handling. Bestes Beispiel dafür ist neben den gut platzierten Bedienelementen die Schärfentiefenkontrolle, die direkt in den Hauptschalter integriert ist: Wenn man auf ein Objekt scharf gestellt hat und den Schalter betätigt, kann man den Schärfentiefebereich gut überprüfen. Auch die Bildqualität überzeugte voll und ganz – bei beiden SLRs wurde mit dem mitgelieferten D-Xenon 18-55m-Objektiv fotografiert.

Fazit: Zwar sind die GX-1S und GX-1L mit einem 6,1-Megapixel-Sensor keine Pixelriesen – die Canon EOS 350D fotografiert schon längst mit 8 Megapixeln. Dennoch werden die Samsung-Zwillinge den SLR-Markt weiter aufmischen. Dafür sorgen die kompakte Bauweise zusammen mit der von Pentax bekannten Bildqualität und den attraktiven Preisen von 750 Euro für die GX-1S im Bundle mit dem Xenon 18-55mm-Objektiv sowie 650 Euro für die GX-1L ist mit dem gleichen Objektiv.

Bilder: Samsung

Von Omega bis Alpha

Sony startet eigene Spiegelreflex-Marke: Unter dem Namen „Alpha“ kündigt Sony seine eigene, neue Marke für digitale Spiegelreflexkameras an. Diese sollen schon bald auf den Markt kommen, verspricht das Unternehmen.

Sony setzt dabei auf die Technologie von Konica Minolta – einen Teil von dessen Fotosparte hatte Sony in diesem Jahr übernommen, nachdem Konica Minolta sich weitgehend aus dem Fotogeschäft zurückziehen wollte. „Alpha“ ist der erste Buchstabe des griechischen Alphabets und knüpft an das „Omega“ – das Ende – von Konica Minolta an.

Sony verspricht, schon bald unter diesem Markennamen eine Reihe von Kameras zu produzieren. Ein genaues Datum für die ersten Alpha-Modelle nannte das Unternehmen jedoch nicht. Offenbar denkt Sony dabei daran, die Bildsensoren aus dem eigenen Hause in die neuen Modelle zu integrieren, während das Dynax-Bajonett-System beibehalten werden soll. Mit der Ankündigung der Marke startet Sony auch eine neue Webseite für Alpha. Dort finden sich bis jetzt aber noch so gut wie keine Informationen – außer einem Grußwort von Sony-Präsident Yutaka Nakagawa.

Weiterführende Links auf neue Webseite:

Neue SLR von Samsung

Neue SLR von Panasonic

Tricklinsen für Foto-Handys – draufpoppen, klicken, fertig

Kamera-Handys machen inzwischen ganz gute Fotos. Und schon sehnen wir uns zurück nach den Zeiten, als die Knipser gerade mal VGA-Auflösung brachten und jede Pixel-Ansammlung im Format 240 x 320 erst als Peter oder Tanja interpretiert werden musste. Das Raten kann weiter gehen. Dank Tricklinsen, die per Gummi-Saugknopf aufs Handy montiert werden.

Special Effects
Die Linsen führen sechs verschiedene Effekte herbei: Die Kaleidoskop-Linse macht aus einem Bild einen Six-Pack, ein Verzerrfilter provoziert lange Gesichter, eine Linsenvariante produziert Vignetierungseffekte, so dass der Bildrand der Fotos unscharf wird, ein Weitwinkel hilft, mehr Inhalt aufs Bild zu bekommen, ein Makro macht Nahaufnahmen möglich und die Linse „Starburst“ zaubert Blendeneffekte aufs Bild. Kostenpunkt: 15 englische Pfund (etwa 22 Euro).

Ein Gummi fürs Handy
Wer also cool sein will, muss bei der nächsten Party einfach die Gummilinsen aus der Hosentasche ziehen und auf die Kamera des Handys drücken. Und schon kann die Spaßfotografie losgehen. Albern? Auch manche Photo-Phones wie z.B. das K800i von Sony Ericsson können Fotos verzaubern. Die entsprechende Bildbearbeitungssoftware heißt Photoeffects oder ähnlich und ist bei vielen Handys schon mit an Bord.

Flasche leer, Kamera drauf: Flaschenstativ von Hama

Flasche leer, Kamera drauf – fertig ist das Flaschenstativ von HamaNa denn Prost: Eine interessante Variante, seine Kamera verwackelungssicher zu stützen, bietet Zubehör-Spezialist Hama mit seinem neuen Flaschen-Stativ.

Hamas neues Stativ lässt sich einfach auf jede – leere – Flasche stecken und bietet so relativ sicheren Halt für die Digitalkamera. Das Stativ selbst ist nur fünf Zentimeter groß und wiegt gerade einmal 46 Gramm – damit ist es sehr leicht zu transportieren.

Wie bei einem Flaschen-Verschluss wird der Gummiaufsatz des Stativs einfach über den Kopf einer beliebigen Flasche (mit bis zu drei Zentimetern Durchmesser) gezogen. Die Kamera wird dann mittels einer Standard-Schnellkupplung mit A-1/4-Zoll-Gewindezapfen am Kugelgelenk befestigt.

Der kleine praktische Helfer bietet sich damit auch für Selbstauslöser-Aufnahmen bei Party-Gruppenfotos an. Allerdings weist Hama darauf hin, dass die Flasche dann möglichst schwer und standfest sein sollte. Gerade letzteres sollte wohl besser auch für den Fotografen gelten, möchte man an dieser Stelle für den Hersteller ergänzen.

Das Ministativ besitzt eine Öse zum Befestigen an der Trageschlaufe der Kamera und kostet rund 17 Euro.

Leicas Fotofrühling: C-Lux 1 kommt im Mai

Sie ist klein, sie hat einen 6-Megapixel-Sensor, und sie bringt ein 3,6-fach Zoom mit einer Brennweite von 28 bis 102 Millimetern in einem Gehäuse unter, das nur 2,4 Zentimeter dick ist. Kommt das vielleicht jemanden bekannt vor? Stimmt: Die C-Lux ist das Zwillingsmodell der Leica von Panasonic, die im Februar mit einem neuen Zoomsystem und Linsen aus hochbrechendem Glas von sich reden gemacht hat.

Leica setzt mit 500 Euro den Preis für die C-Lux jedoch 70 Euro höher an als Panasonic für das baugleiche Modell. Ausnahmsweise lässt die Edelschmiede sich damit nicht nur den roten Punkt bezahlen. Mitgeliefert wird nämlich die aktuelle Bildbearbeitung Lumix DMC-L1 von Leica. Die allein kostet schon 90 Euro.

Mit der C-Lux 1 will Leica im Ultrakompaktmarkt Fuß fassen und findet auch dazu wieder starke Kooperationspartner. Bereits auf der CeBIT war die neue Panasonic-SLR Lumix DMC-L1 zu bewundern, die neben den technischen Neuerungen von Olympus wie dem Live-Histogramm auch ein starkes Objektiv für den 4/3-Standard mitbringt – natürlich von Leica.

Digitale Bilder mit Canon Ixus Wireless direkt von Kamera drucken, mailen und speichern

Endlich, könnte man sagen, hat Canon sein drahtloses Herz auch für Mac-Fans entdeckt. So soll es ab Mai 2006 per Firmware-Update möglich sein, unter OS X Bilder direkt per Funk von der Kamera auf den passenden Drucker zu schicken. Natürlich lassen sich die schönsten Bilder per Wireless LAN auch auf den Airport-bestückten Mac-Rechner kopieren und dort per Mail versenden, mit GraphicConverter nachbearbeiten oder ganz einfach mit iPhoto als Diashow ansehen.

Bis zu acht drahtlose Geräte lassen sich mit der Ixus Wireless per Funk ansprechen. Die Auswahl des jeweiligen Geräts erfolgt über das OSD der Kamera. Drahtlosverbindungen können Sie zu Canon-Druckern (PIXMA, Selphy CP) mit dem beiliegenden Wifi-Druckeradapter herstellen. Aber auch mit WiFi-kompatiblen Mac-Rechnern sowie mit anderen Ixus Wireless erfolgt der drahtlose Datenaustausch. Für die Kamera-Kamera-Connection muss das Firmware-Update auf den Kameras installiert sein.

Die Ixus Wireless unterstützt beide WLAN-Modi: Ad-hoc- und Infrastruktur-Modus. In der Ad-hoc-Verbindung tritt die drahtlose Canon-Kamera direkt mit einem anderen WiFi-Gerät in Kontakt. Dies ist sehr unkompliziert, allerdings nehmen Sie dabei in Kauf, dass keinerlei Sicherheitsmechanismen wie Verschlüsselung o.ä. aktiv sind.

 

Im weitaus sichereren Infrastruktur-Modus erfolgt der Zugriff auf drahtlose Geräte wie Notebook oder Drucker indirekt über einen vorhandenen Access Point, der sich in Reichweite befinden muss. Dies erfordert aber je nach aktiven Sicherheitseinstellungen einiges mehr an Handarbeit.

Übrigens: Die Ixus Wireless unterstützt leider nur den schon leicht veralteten WiFi-Standard IEEE 802.11b. Damit sind gerade mal Nettodatenraten von etwa 5 MBit/s möglich. Angesichts der möglichen 5 Megapixel kann die Übertragungszeit je nach Bildermenge und -größe schon mal zum Geduldsspiel ausarten.

Neue Inkjet-Papiere von Kodak

Im Juni letzten Jahres ging ein Aufschrei durch die Fotoszene. Kodak erklärte damals die Einstellung der Produktion seines Papiers für Schwarz-Weiß-Abzüge. Schuld sei der Siegeszug der Digitalfotografie. Mittlerweile setzt der geschichtsträchtige Fotokonzern in Sachen Papier stark auf die selbstdruckende Klientel. Jatzt hat Kodak sein Fotopapier-Portfolio für Inkjet-Drucker neu aufgestellt.

Die dazugehörige Pressemitteilung ist in ihren Aussagen nicht gerade zurückhaltend: Unter anderem möchte man den aktuellen und schnelleren Drucktechnologien Rechnung tragen. So soll eine „neue Technologie für besonders gute mikroporöse Eigenschaften der Oberflächen“ sorgen und dazu führen, dass die Drucke „praktisch sofort trocknen und wischfest“ werden. Die Haltbarkeit der Ausdrucke soll „kompromisslos gut“ sein. Das eigentliche Argument für das neue Inkjet-Papier ist in meinen Augen aber die Tatsache, dass es auf dem Kodak-Fotopapier basiert, welches auch von den Fotolabors benutzt wird. Wie gut die Qualität tatsächlich ist, werden Tests der Fachpresse noch zeigen.

Das Kodak-Inkjet-Papier wird in drei Sorten angeboten: Ultra Premium mit einem Gewicht von 285 Gramm, jeweils in einer Hochglanz- und Seidenmatt-Variante sowie das einfachere Premium-Fotopapier mit einem mittleren Glanzfaktor und 165 Gramm Gewicht. An Formaten stehen für alle Sorten DIN-A4 und DIN-A6 (10 x 15) zur Verfügung. Das Ultra-Premium-Papier gibt es auch im DIN-A3-Format. Erhältlich sein werden die neuen Papiere ab dem 2. Quartal 2006.