CeBIT 2014: Berichterstattung in Wort, Bild und Ton

Morgen geht sie also los, die große Fahrt gen Hannover, auf die CeBIT 2014, die auf mich mit drei vollgepackten Tagen wartet. Was so mancher Kollege nicht unbedingt verstehen mag: Ich freue mich auf die Messe, und das trotz der nunmehr 22 Jahren, in denen ich in schönster Regelmäßigkeit in der Landeshauptstadt von Niedersachsen lande.

Ich mag es einfach, dieses „Klassentreffen“, auf dem man jedes Mal viele bekannte Gesichter sieht, die genauso wie man selbst stets auf der Suche nach dem ultimativen Messehighlight Ausschau halten. Oder die Wiedersehen im Pressezentrum, in dem man auf den immer noch sehr unbequemen Hockern angestrengt versucht, das Gleichgewicht zu halten, während man mit der einen Hand den Cappuccino hält und mit der anderen auf seinem iPhone die letzten News checkt.

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CeBIT 2012: Sind 312.000 Besucher nun viel oder nicht viel?

Klar, ich war auch in diesem Jahr auf der CeBIT, was mein ganz persönliches Jubiläum war: genau zum zwanzigsten Mal befand ich mich auf der (noch) weltweit größten Computermesse, und das ohne ein Jahr ausgelassen zu haben. Wenn das mal nix ist, oder?!

Und es war natürlich wie immer, wenn auch der Flair der letzten Jahre ein wenig verflogen scheint. Okay, es mag damit zusammenhängen, dass ich nur Donnerstag und Freitag in Hannover war, und viele meiner Kollegen zu diesem Zeitpunkt wohl schon wieder die Heimreise angetreten hatten. Jedenfalls kann ich mich nicht daran erinnern, so wenige bekannte Gesichter im Pressezentrum wie dieses Jahr getroffen zu haben? Oder sollte etwa keiner mehr auf die CeBIT fahren?

Dazu würde auf jeden Fall die Nachricht gut passen, dass es im Jahr 2012 a.d. lediglich 312.000 Menschen auf die IT-Messe geschafft haben. Dazu muss man allerdings sagen, dass die Messe AG zum ersten Mal nach eigenem Bekunden in diese Zahl kein Standpersonal, keine Medienvertreter (sic!) und keine Servicekräfte reingerechnet hat. Damit relativiert sich natürlich wieder der Rückgang der Besucherzahl, die letztes Jahr bei 339.000 lag (also waren das im letzen Jahr gar nicht nur Besucher). Trotzdem: das sind über 25.000 weniger Leute, die den Weg auf das Messelände gefunden haben. üstra-Streik hin oder her.

Wie auch immer: ich habe eine paar sehr interessante Termine gehabt mit Vertretern von Soundfreaq, Elgato, Microsoft, Pearson, DictaTeam, G Data, Reiner SCT, um nur einige zu nennen. Und das Treffen mit dem lieben Kollegen Joerges war auch wie immer eine Bereicherung. So gesehen wird mich die CeBIT 2013 wohl wiedersehen. Bis dahin also.

CeBIT 2006: Abrechnung mit einer Messe

Geschafft! Nach sieben Messetagen (inklusive An- und Abreise), vielen Kilometern zu Fuß (CeBIT-Wege sind lang!) und unendlichen Gesprächen mit vielen wichtigen Menschen steht sie an: die ultimative Abrechnung mit der CeBIT 2006.

Um erst gar keine Unklarheiten aufkommen zu lassen: Wir von insight-infonet hatten eine tolle Messe! Ehrlich! Wir haben mit interessanten Leuten geredet und ihnen von unserer neuen Informationsplattform erzählt.

Dazu gehörten Gespräche mit Apple, BenQ mobile, Buffalo, devolo, Intel, Lancom, Logitech, Netgear, O2, Swyx, Toshiba und Trendnet. Viele unserer Gesprächspartner haben unsere Ideen verstanden, fanden sie toll und werden insight-infonet entsprechend unterstützen. Damit haben wir schon viel erreicht. Wir sind wirklich guter Dinge, dass sich aus den tausenden von Gesprächen, die wir auf der CeBIT geführt haben, eine große Sache ergibt.

Und die CeBIT selbst? Klar, es war voll. Aber gerade der Donnerstag und Freitag, die erfahrungsgemäß besten Tage, waren dieses Jahr eher mäßig besucht. Jedenfalls kamen wir noch nie am CeBIT-Anfang so schnell von einer Seite der Halle zur anderen. Dafür wurde es dann am Samstag richtig voll, was wohl auch damit zu tun hat, dass viele Leute nicht mehr während der Arbeitswoche die CeBIT besuchen (dürfen). Also gehen sie am Samstag oder Sonntag, natürlich auf eigene Kosten. Voll war’s übrigens auch auf der Intel-Party, die am Samstag in Halle 2 stattgefunden hat. Aber das ist eine andere Geschichte.

Richtig überrascht waren wir aber vom Andrang an den Tagen fünf und sechs, sprich am Montag und Dienstag. Den Wochenanfang hatten wir eigentlich zu unseren Hauptgesprächstagen auserkoren, da hier meist weniger los ist. Denkste! Voll war’s. Teilweise so sehr, dass wir sogar nach draußen ausweichen mussten, um einigermaßen zügig voranzukommen. Und das bei minus drei bis vier Grad Celsius. Danke, ihr Messebesucher.

Fazit: Die Messe AG redet sich die CeBIT 2006 mal wieder an einigen Stellen schön (voriges Jahr kamen z.B. rund 475.000 Leute, heuer nur 450.000). Wir nicht! Denn eigentlich war es wie immer: voll, warm, stickig und laut. Aber die Partys hatten es in sich. Und das Wetter auch. Danke, Petrus!

CeBit zweiter Tag

Auf der diesjährigen CeBIT mangelt es wieder einmal an wirklich interessanten neuen Produkten. Kein Wunder also, dass das Thema der Messe ein Phantom ist, welches man so gut wie nicht zu Gesicht bekommt und das auch nur recht verschämt präsentiert wird. Die Rede ist von Origami. Unter diesem Codenamen präsentiert Microsoft zusammen mit Asus und Samsung einen so genannten UMPC (Ultra Mobile PC). Wenn sie den angegebenen Links zu Microsoft, Asus oder Samsung folgen, dann sehen Sie, dass Sie nichts sehen. Keiner der genannten Hersteller präsentiert Origami/UMPC auf seinen CeBit-Webseiten. Origami ist größenmäßig angesiedelt zwischen Handheld und Subnotebook und soll ein multimedialer Tausendsassa werden. Kennzeichen: Stiftbedienung mit Windows XP Tablet-PC Edition, WLAN und viele andere Goodys. Aber so recht will niemand an den Erfolg des Gerätes glauben. Manche Kollegen sprechen gar von einem Marketing-Gag.

Gestern haben T-Mobile und Vodafone den UMTS-Turbo HSDPA (High Speed Downlink Packet Access) gestartet. Die neue Technik erlaubt Übertragungsraten bis 1,8 MBit. UMTS bleibt bei höchstens 384 KBit stecken. Mit dem neuen Übertragungsstandard wird mobiles Surfen im Internet endlich wirklich schnell. Aber natürlich nur dort, wo es guten Empfang gibt. Und die Kosten … Vodafone will dafür rund 50 Euro im Monat plus rund 9 Euro Verbindungsgebühren. Und dann der Hammer: Wer in zwei aufeinander folgenden Monaten mehr als 5 GByte herunterlädt, fliegt aus der Flatrate raus.

Die Zeitschrift PC-Professionell hat gestern ihre Innovations-Awards 2006 verliehen. Normalerweise gibt es pro Kategorie drei Finalisten. Aber offensichtlich sind auch Windows-Fuzzis Apple-Liebhaber. Wie sonst ist zu erklären, dass es einen Sonderpreis für den iMac Dual Core gab? Andere Preisaspiranten gab es für diesen speziellen Preis offensichtlich nicht.

innovaphone im VoWLAN-CeBIT-Fieber

Für die innovaphone AG aus dem schwäbischen Sindelfingen hat die CeBIT 2006 wohl eine ganz besondere Bedeutung. Anders ist die persönliche Einladung, die uns erreicht hat, nicht zu erklären. Denn anstatt des „gewohnten Newsletters“ (O-Ton) präsentiert innovaphone auf einer eigenen CeBIT-Seite ihre geplanten Highlights zur weltweit größten Computermesse. Zu diesen Höhepunkten zählen unter anderem:

• In Kooperation mit dem schwedischen DECT-Spezialisten Ascom Tateco wurden zwei schnurlose VoIP-Lösungen auf Basis der VoWLAN-Technologie entwickelt, die auf die Bezeichnungen IP70 und IP72 hören. Das IP72 wird allerdings nur als Prototyp auf der CeBIT zu sehen sein. Mit der in den Anfängen steckenden VoWLAN-Technik will innovaphone ihrem Name alle Ehre machen und als einer der ersten Anbieter diese neue Technologie in ihre Telefone einbauen. Damit soll das drahtlose Telefonieren auf Basis von WLAN und Voice over IP funktionieren. Wir werden uns das Ganze natürlich ansehen und ausprobieren.

• Die andere Richtung, in die innovaphone verstärkt gehen will, ist der industrielle Einsatz von IP-Telefonen. Gemeinsam mit der Firma Funke & Huster Fernsig, die seit Jahren Produkte aus den Bereichen Telekommunikation und Signaltechnik entwickelt und anbietet, hat innovaphone das IP-Telefon IP150 konzipiert, das auf IP-Basis im industriellen Umfeld eingesetzt werden soll. Auch hierauf werden wir einen Blick werfen.

Interessant an der CeBIT-Seite von innovaphone ist auch die Aussage, das man mihilfe der neuen Produkte „verstärkt Nischenmärkte erobern“ will, „die bislang durch Anbieter der klassischen Telefonie besetzt waren“. Das klingt wie eine echte Kampfansage an die etablierten Anbieter wie Siemens & Co.

CeBIT 2006: Zahlen, Fakten, Wissenswertes

Jetzt ist es raus: Auf der CeBIT werden laut der Deutschen Messe AG 6.300 Aussteller aus etwa 70 Ländern teilnehmen. Stärkste Gruppe unter den neuen Teilnehmern sind die Firmen aus China, Hongkong und Südkorea. Stolze 1.700 Teilnehmer werden aus dem Raum Asien/Pazifik erwartet. Die Gesamtausstellungsfläche summiert sich auf rund 300.000 Quadratmeter.

Insgesamt gibt es 150 Neuzugänge. Darunter auch einige, die nach einer Auszeit wieder dabei sind. Die bekanntesten: Ericsson und Netgear. Wir vermissen aber die Hersteller von der Foto-Front, etwa Olympus und Nikon.

Gespannt dürfen wir auf die Sonderveranstaltung Digital Living sein. Die Buchungen sind zunächst schleppend angelaufen. Jetzt sollen aber doch rund 100 Aussteller den Digital Livestyle präsentieren. Darunter beispielsweise Intel, AMD, Volkswagen und Microsoft. Digital Living präsentiert sich in Halle 27. Gespannt sind wir darauf, ob, und wenn ja: wie, dort die Post abgehen wird. Immerhin ist die Veranstaltung bis 22.00 Uhr geöffnet…

Aus dem Messe-Ticker

++++++++++++ Trekstor zeigt vier neue Mini-MP3-Player ++++++++++++

TrekStor zeigt auf der CeBIT 2006 vier neue MP3-Player. Dabei handelt es sich um die Kleinstgeräte i.Beat classico, den i.Beat fashion, den i.Beat mood und den i.Beat cebrax. Alle Player beruhen auf einer Ordner-Navigation und sind auch als Diktiergerät einsetzbar. Der i.Beat classico hat standardmäßige einen Radiotuner eingebaut, den man beim i.Beats cebrax und mood dazu kaufen muss. Der i.Beat fashion und der i.Beat classico sind außerdem mit Sennheiser-Kopfhörern und USB 2.0-Anschlüssen ausgestattet. Einen echten Clou präsentiert Trekstor am 10. März auf ihrer Standparty: dort treten die Sängerin JesS und Claus Eisenmann von den Söhnen Mannheims auf. — Halle 1 • Stand A61

++++++++++++ sipgate präsentiert GSM-/WLAN-Handy ++++++++++++

sipgate zeigt mit dem Dual-Mode-Handy GF200 (PDF) auf der CeBIT 2006 ein neues GSM/WLAN-Mobiltelefon, mit dem sich sowohl via Mobilfunk- als auch übers IP-Netz telefonieren lässt. In Zusammenarbeit mit UTStarcom, dem Anbieter des dualen Mobiltelefons, wird sipgate als erster VoIP-Provider in Deutschland das GF200 ihren Kunden anbieten. Preise hierfür sind noch nicht bekannt. — Halle 15 • Stand A14

Das Informatikjahr auf der Cebit

Hat es jemand gemerkt? Nach dem Einsteinjahr, schreiben wir nun das Informatikjahr! Getragen wird es vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, der Initiative Wissenschaft im Dialog und der Gesellschaft für Informatik. Dahinter steht laut Selbstdarstellung eine hehre Idee: „Die leitende Idee auch dieses Wissenschaftsjahres ist es, auf informative, spannende und unterhaltsame Weise mit der breiten Öffentlichkeit Inhalte, Prozesse und Umsetzung von Wissenschaft zu diskutieren“.

Klar, daß die Cebit genau das richtige Forum für diese Initiative ist. Und so präsentiert sich dort das Informatikjahr im future parc. Geboten werden eine Reihe von Veranstaltungen. Dazu gehört die Ausstellung „Mensch-Technik-Information“ am Stand B40. Auf einer Fläche von 1000 Quadratmetern werden dort 43 Exponate zur Interaktion des Menschen mit IT-Technologien zu bewundern sein. Ausserdem gibt es den so genannten future talk mit täglich stattfindenden Podiumsdiskussionen rund um die IT.

Die Cebit bildet auch den Auftakt für die Wanderausstellung Jahrhundert des Computers mit Exponaten vom historischen Großrechner bis zum modernen Mikrochip. Weitere Veranstaltungen sind das Schülerquiz Bit jagt Byte am 10., 13. und 15 März sowie eine Präsentation von Lego mit einem Bauwettbewerb. Ausserdem wird dort das aktuellste Lego-Robotersystem Mindstorms NXT vorgestellt.

Spannend dürfte die Podiumsdiskussion zum kontroversen Thema RFID-Standort Deutschland werden. Sie findet am Freitag den 10. März von 11.00 bis 13.00 Uhr im CC, Saal 3A statt. Ein Höhepunkt der Veranstaltungen rund um das Informatikjahr auf der Cebit dürfte der am 11. März stattfindende Tag des Supercomputing sein. Den krönenden Abschluß bildet am 12. März ein Vortrag von Dr. Horst Zuse über das Werk seines Vaters, des deutschen Computerpioniers Konrad Zuse.