Heute habe ich elektronische Post von T-Mobile bekommen. Der Inhalt des Schreibens bezieht sich auf einen Beitrag, den ich für die Kollegen von ZDNet verfasst habe, dessen Inhalt in Teilen aber auch bei uns zu finden ist.
Da sich Herr Graf von Schmettow, Pressesprecher bei T-Mobile, fürchterlich darüber beklagt, dass ich seine vorletzte E-Mail nur in Versatzstücken veröffentlicht habe, möchte ich meiner journalistischen Pflicht nachkommen und seinen heutigen elektronischen Brief im Original-Wortlaut wiedergeben.
Sehr geehrter Herr Hülskötter,
über den inhaltlich Stil Ihres Beitrags [...] bin ich, diplomatisch ausgedrückt, zumindest verwundert. Wie können Sie es begründen, mein Statement nur mit den jeweiligen Passagen zu veröffentlichen, die in Ihre Story passen? Das ist erschreckend manipulativ.
Auch die Wortwahl (“Vergraulen, Farce, Bauerntrick”) Ihres Artikels lässt gewisse Zweifel an Ihrer journalistischen Neutralität zu, deren Anschein Sie zumindest wahren sollten.
Zurück zu den Fakten, auch wenn Sie diese möglicherweise erneut Ihren Lesern vorenthalten wollen:
So schlecht wie von Ihnen beschrieben und Ihnen bereits ausführlich geschildert, können die Bedingungen gar nicht sein, zu denen T-Mobile Bestandskunden wechseln können. Bereits 24 Stunden nach Öffnung des Upgrade-Prozesses für unsere Bestandskunden haben über 1.000 Kunden davon Gebrauch gemacht! Hier gibt es eine gewisse Diskrepanz zwischen der Medienmeinung und der tatsächlichen Akzeptanz.
Zu guter Letzt sei angemerkt, dass auch Ihre Schlussbemerkung “Die Kommentare lassen nur einen Schluss zu: Wer seine Bestandskunden derart verärgert, darf sich nicht wundern, wenn sie täglich weniger werden!” nicht mit der Faktenlage übereinstimmt. Mit über 37 Millionen Mobilfunkkunden befindet sich die Deutsche Telekom auf Wachstumskurs.
Mit freundlichen Grüßen
Deutsche Telekom AG
Konzernzentrale / Headquarters
Zwei Bemerkungen zu seiner E-Mail möge Herr von Schmettow mir erlauben:
1. “Über 1.000 Bestandskunden” von wie vielen? Sind es schon über 100.000? Dann hätte rund ein Prozent der aktuellen iPhone-Besitzer von diesem überaus großzügigen Upgrade-Angebot Gebrauch gemacht. Wie viele könnten es wohl sein, wenn die Konditionen ein wenig kundenfreundlicher wären?!
2. Auf den Rest der “Faktenlage” geht Herr von Schmettow erst gar nicht ein. Ignoriert T-Mobile sehr großzügig die Diskussionen rund um seine Upgrade-Praxis?
Ãhnliche Artikel:

