Steve Jobs Keynote WWDC 2007 – Safari, Leopard, iPhone

Steve Jobs' bester SpruchDas schöne an den Keynotes von Steve Jobs ist, dass sie immer ganz anders werden, als man im Vorfeld zu wissen meint. So glaubten nicht wenige Apple-Fans, dass dieses mal ein Tablett-Mac vorgestellt werden würde. Oder eine Art PDA bzw. UMPC auf iPhone-Basis.

Jüngste Gerüchte sprachen gar von neuen .Mac-Diensten auf Google-Basis. Nichts davon kam und trotzdem war es nicht langweilig. Auch wenn die offizielle Apple-Pressemitteilung auf den ersten Blick etwas lau wirkt.

Fangen wir mit der Eröffnung an. Als erstes stellte Jobs fest, dass die WWDC 2007 mit 5.000 Besuchern so groß ist wie noch nie. Gut zu wissen: Die Zahl der ADC-Mitglieder, also der Entwickler, die sich für die Programmierung von Software für Apple-Produkte interessieren, stieg innerhalb von einem Jahr um 200.000 auf nun 950.000. Da kann man sicherlich noch ein paar spannende Produkte erwarten.

Dann kam Intel-CEO Paul Otellini auf die Bühne und bekam von Steve Jobs eine Auszeichnung überreicht, weil die Zusammenarbeit zwischen Apple und Intel so gut klappt. Das wäre an sich nicht unbedingt erwähnenswert. Aber niemand geringerer als iPod- und iMac-Designer Jonathan Ives zeichnete für die Gestaltung der überreichten Medaille verantwortlich. Und genau so sah sie aus: Cool!

Dann das erste Highlight. Wer gehofft hat, dass mit Einzug der Intel-Chips auch wieder verstärkt Spiele auf dem Mac Einzug halten würden, darf sich bestätigt sehen. Electronic Arts CEO Bing Gordon kündigte vier Mac-Titel für Juli und zwei weitere Sportspiele für August an. Es handelt sich um Command & Conquer III, Battlefield 2142, Need for Speed Carbon sowie Harry Potter und der Orden des Phoenix. Die angekündigten Sportspiele sind neue Versionen von John Madden Football und Tiger Woods Golf.

Dem nicht genug, betrat kurz danach John Carmack die Bühne. Er ist der 3D-Spiele-Engine-Guru schlecht hin und nebenbei auch Gründer vom Doom- und Quake-Macher id-Software. Er zeigte eine beeindruckende Demo einer neuen 3D-Spiele-Engine und Entwicklungsumgebung. Wir dürfen uns also auf einige spannende neue Games freuen, zumal es die Umgebung neben OS X auch für alle anderen wichtigen Spiele-Plattformen geben wird. Die Portierung neuer Titel sollte dadurch also nicht besonders schwer fallen.

Dann das Highlight, neue Features in Mac OS X Leopard. Wie gewohnt präsentierte Steve Jobs zunächst ein paar Zahlen. Insgesamt gibt es seiner Aussage nach 22 Millionen Anwender von Mac OS X. Davon nutzen 67 Prozent das aktuelle Mac OS X Tiger, 23 Prozent arbeiten noch mit Panther und nur 10 Prozent setzen noch auf ältere Versionen wie Jaguar und Cheetah.

Das neue Leopard soll mit über 300 neuen Features glänzen. Die zehn wichtigsten demonstrierte er live, wobei fünf bisher noch nicht gezeigt wurden. Bei den restlichen fünf gab es wenigstens neue Funktionen zu sehen.

So gibt es unter anderem einen neuen Desktop mit Transparent-Effekten. Dahboard wurde um so genannte Stacks erweitert. Außerdem gibt es einen überarbeiteten Finder mit Coverflow und eine neue Vorschau, die Quickview heißt. Mehr dazu lesen Sie im folgenden Posting.

One more thing
Dann die erste und einzige Neuvorstellung: Ab sofort müssen auch Windows-User nicht mehr darben und können mit Safari im Internet browsen. Die Beta von Safari 3.0 kann auf der Apple-Site herunter geladen werden, sowohl für Windows Vista und XP, als auch für Mac OS X. Die größte Änderung findet man unter der Haube, nämlich ein komplett neues WebKit. Mehr dazu später.

Auf den ersten Blick neu in Safari 3.0: Tabs können jetzt beliebig per Maus verschoben werden. Zieht man ein Tab nach unten, dann lässt es sich in einem neuen Browser-Fenster öffnen.

One last thing
Ganz zum Schluss dann noch eine Überraschung. In einem früheren Interview zum iPhone deutete Steve Jobs an, dass es aus Sicherheitsgründen ein geschlossenes System werden würde. Das heißt, dass es keine Software dafür von anderen Herstellern geben würde.

Das wurde jetzt auf eine gewisse Art und Weise revidiert. Ein neues WebKit, so zu sagen der Motor von Safari, ermöglicht es Web 2.0- und Java-Applikationen für das iPhone zu entwickeln. Die Programme sind vollständig in die iPhone-Umgebung integriert und können auf alle iPhone-Services zugreifen. Mit anderen Worten: Jeder Entwickler kann jetzt iPhone-Programme generieren.

Der Vorteil der Methode: Dadurch, dass die Applikationen auf dem WebKit laufen, können sie keinen Schaden am iPhone-System anrichten. Oder wie Steve Jobs es gesagt hat: Sie laufen in einer Sandbox.

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