Sparsam und flexibel telefonieren per WLAN-Phone

Wireless LAN ist schon eine tolle Erfindung: Damit komme ich Zuhause, im Büro oder per Hotspot drahtlos ins Internet. Ganz ohne Kabel, die perfekte digitale Freiheit also. Doch man kann auch drahtlos drucken, ein komplettes Netzwerk auf WLAN-Basis aubauen oder sogar per Funk in 3D zocken.

Als ich dann gestern morgen mal wieder unsere Telefonrechnung aus dem Briefkasten gezogen habe, fiel mir schlagartig eine weitere drahtlose Möglichkeit ein: per WLAN und VoIP günstig und sehr flexibel telefonieren. Zwar könnte ich aus Kostengründen Handy und Telefon auch ganz abschaffen, aber das kommt dann doch nicht in Frage. Also hab ich das leicht angestaubte WLAN-Telefon aus dem Regal gezogen und micht daran gemacht, das Ding für die Internettelefonie einzurichten.

Gleich vorneweg: es war ziemlich simpel, mein WLAN-Fon zum Telefonieren zu bringen. Zunächst musste ich erst mal die MAC-Adresse des Drahtloshandys in meinen WLAN-Router eintragen. Sonst gibt’s gar keinen Kontakt zum Access Point. Dann noch überprüfen, ob DHCP aktiv ist und nach meinem Drahtlosnetz gescannt. Hat das WLAN-Telefon prompt gefunden und es hat auch direkt nach dem WEP-Schlüssel gefragt. Den Key hab ich flott über die Telefontastatur eingegeben (wie beim SMSen), und fertig war die neue Art des Telefonierens.

Der erste Versuch, drathlos via WWW zu telefonieren, hielt gleich die erste Überraschung parat: Denn anstatt auf meinem Bürotelefon rauszukommen, klingelte es auf meinem T-Mobile-Handy?! Liegt vielleicht an der Rufnummerumleitung, die ich oft drin hab.

Dann, beim zweiten Anruf, klappte es aber vorzüglich. Und selbst der Anruf auf das Handy eines Freundes kam anstandslos zustande. Schade nur, dass die Verbindung nicht ganz frei von Aussetzern war. Aber daran arbeite ich noch. Mit ein wenig Quality of Service lässt sich die Verbindungsqualität sicherlich noch verbessern. Die Sprachqualität ist dafür wirklich gut: Mit meinem Razr klingt’s auch nicht besser.

Das Tolle an der Internettelefonie ist aber nicht nur die Kostenersparnis. Das bekommt man mit geschickter Call-by-Call-Strategie auch einigermaßen hin. Praktisch ist nämlich die Flexibilität, sein WLAN-Handy überall mit hin zu nehmen und damit mit einer einzigen Nummer erreichbar zu sein. Ob Zuhause, im Büro oder unterwegs: stets hab ich in Zukunft mein WLAN-Handy dabei.

Post scriptum: Ich sollte noch erwähnen, dass meine WLAN-Telefonverbindung über den VoIP-Anbieter sipgate zustande kommt. Das WLAN-Telefon hat daher auch eine eigene Nummer, die sich per ENUM-Verfahren wie eine herkömmliche Telefonnumer nutzen lässt.