Sorry, Helmut HvA ODER wie ein Tab zum Stolperstein wird

Irgendwie tut er mir leid, der Helmut HvA! Schließlich ist er mit der Entwicklung seines WeTab schon mehr als drei Jahre beschäftigt, hat sich seitdem sicherlich viele tausend große und kleine Gedanken zu seinem Tablet-PC gemacht und bestimmt auch schon die ein oder andere schlaflose Nacht hinter sich. Und jetzt das!

Da kommt doch einfach so ein Blogger daher, entpuppt sich als instinktsicher und mit detektivischem Spürsinn ausgestattet und entlarvt den WeTab-Chef ganz unverholen als Betrüger, der sich aus Gründen der Ankurbelung schleppender WeTab-Verkaufszahlen zu einer Amazon-Rezension hinreißen lässt, die ihm weitere schlaflose Nächte einbringen dürfte. Warum macht der Mann so etwas?

Klar ist: Helmut kann eigentlich nichts dafür, schließlich ist er Software-Entwickler. Und das meine ich gar nicht zynisch, denn diese Spezies Mensch kann vieles, nur eines meistens nicht: sich selbst vermarkten. Klar, Herr HvA beherrscht die Klaviatur der Selbstvermarktung bis zu einem gewisssen Grad ganz gut, aber aus PR-Sicht ist er ein absoluter Diletant (sorry, Helmut!).

So saß ich Anfang September in Berlin bei einem schönen Bier und mit Helmut und anderen Gadget-Verrückten, und natürlich war das WeTab der Star des Abends. Und was sagt er auf meine Frage, warum er und sein Team die Facebook-Anhänger nicht mehr so ernst nehmen und die Schlammschlachten auf der zugehörigen FB-Seite völlig unkontrolliert geschehen lassen? „Das ist Teil unserer Strategie!“. Aha…

Tja, und nun bekommt er die Rechnung dafür präsentiert. Denn hätte er das Social-Media-Forum geschickter für seine Zwecke genutzt und die Community besser in den kompletten Prozess eingebunden, wären auch die ganzen negativen Statements und Berichte rund um sein unfertiges Produkt aka WeTab nicht so hochgekocht.

Doch zu einer Kommunikationsstrategie gehört mittlerweile auch eine passende Social-Media-Strategie, und die hatte und hat Helmut HvA einfach nicht, und drum sah er sich wohl dazu gezwungen, unter falschen Namen, aber eigenem Profil (und das passiert einem Prädikatisabsolventen der TU Berlin!) eine Super-Duper-WeTab-Lobhudelei zu verfassen. Und sich dabei erwischen zu lassen!

Aber bei aller versuchter Intransparenz zieht Helmut zumindest die Konsequenzen und tritt (vorläufig) von seinem GF-Posten der WeTab GmbH zurück. Das muss man ihm ja lassen: was er macht, macht er richtig. Sorry, Helmut von HvA…