So profitieren AIR-Entwickler vom Intel AppUp Center

Letzte Woche machte eine kleine News die Runde, nämlich dass Intel sein App Store AppUp Center für eine weitere Plattform öffnet und neben nativen C-/C+-Anwendungen für Windows und Moblin ab sofort auch Adobe AIR unterstützt. Das passende SDK ist bereits verfügbar, und ab dem 14. August können Software-Entwickler ihre AIR-Apps bei Intel und Adobe einreichen, damit sie zum Behufe der zusätzlichen Einnahmequelle im AppUp Center landen.

Das bedeutet also, dass AIR-Entwickler dieser Welt noch etwa drei Wochen Zeit haben, um ihre ersten Apps an Intel oder Adobe zu Validierungszwecken zu übermitteln. Damit dabei auch möglichst nix schief geht, sollte man sich vorab schon mal einige Dinge vergegenwärtigen:

  • Um mobile Apps für Netbook und Konsorten bei Intel einreichen zu können, ist zunächst einmal eine Login-ID notwendig, an die man allerdings recht einfach und unkompliziert kommt. Zudem kostet die Mitgliedschaft beim Intel Atom Developer Program derzeit noch nicht mal was.
  • Natürlich unterliegen AppUp-konforme Anwendungen bestimmten Richtlinien, denen sie genügen müssen. Dazu gehört, dass die App gegen keine Marken- und Lizenzrichtlinie verstößt, dass sich die Software problemlos installieren und de-installieren lässt, dass die Bedieneroberfläche konsistent aufgebaut ist, dass sich keine Schadsoftware wie Malware in der Anwendung befindet und vieles mehr. Sämtliche Validierungsrichtlinien findet man direkt bei Intel.
  • Selbstredend ist, dass die Netbook-App auf AIR-Basis fehlerfrei arbeitet. Auch hierzu macht Intel Stichproben, aber die Entwickler selbst sollten dafür sorgen, dass sie keine fehlerhaften Programme in das AppUp Center einreichen. Wäre doch zu peinlich, oder?

Neben diesen Formalia gibt es weitere Aspekte, die für die AIR-Entwicklung sprechen:

  • AIR-Apps unterstützen im besten Sinne den Crossplattform-Gedanken. Egal also, ob die mobile App auf einem Netbook, Smartphone, unter Windows, Moblin oder MeeGo laufen soll – die Kompatibilität ist gewährleistet, da Adobe für AIR-Entwickler sämtliche Plattformen Tools-seitig unterstützt. Egal, ob man mit Flash-, Flex- oder Ajax-Tools entwickelt – am Ende kommt immer eine AIR-konforme Anwendung heraus.
  • Neben den Browser-Fähigkeiten, die man ja von Flash kennt, bieten AIR-Programme weit mehr als nur den Webeinsatz. So laufen AIR-Apps auch außerhalb von Firefox und Co. als eigenständige Anwendung, unterstützen Datenbankzugriffe, erlauben hochkomplexe Multimedia-Apps und vieles mehr.
  • Mit AIR-Programmen lassen sich Daten beinahe beliebig manipulieren. Ob die Daten aus dem Internet kommen, von einem zentralen Server oder von der lokalen Festplatte – AIR-Apps ist das ziemlich egal.

Michael Hülskötter

http://www.mhuelskoetter.de

Ich bin Blogger, IT-Journalist, (Buch-)Autor, Videotrainer, Content Manager - und das alles in einer Person. Ich gehöre seit 1999 der schreibenden Zunft an, und es macht mir immer noch sehr viel Spaß. Lebe seit 1977 in München und habe drei wundervolle Kinder.

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