Könnte es sein, dass Skype traditionelle Pfade verlässt und in seine Telefonsoftware neue Funktionen einbaut, die zunächst nur in der Mac-Variante zu sehen sind? Zumindest trifft dies auf die Beta-Version 2.8 für den Mac zu.
Ok, dies ist in diesem Fall zwangsläufig so, da das Update auf der Apple-Messe Macworld Expo 2009 vorgestellt wurde. Aber bemerkenswert ist es trotzdem, dass ein bekannter Software-Anbieter wie Skype den umgekehrten Weg geht: erst Mac, dann Windows.
Die zwei Neuheiten der Mac-Skype-Version sind übrigens sehr nützlich: Die eine nennt sich Skype Access und bietet die Möglichkeiten des drahtlosen Logins in jeden beliebigen Hotspot der weltweit operierenden Firma Boingo Wireless. Für alle, die Boingo nicht kennen: Alleine in Deutschland gibt es gut 1.600 drahtlose Zugangspunkte, die ab sofort mit Skype 2.8 für Mac direkt erreichbar sind. Die Bezahlung erfolgt dabei minutengenau und beläuft sich auf zirka 16 Eurocent für 60 Sekunden.
Sehr praktisch ist aber auch Funktion Nummer zwei, die die Beta-Software bietet: Screensharing. Damit lässt sich der Mac-Bildschirm freigeben, so dass der Gesprächspartner freien Blick auf den Bildschirminhalt gewährt bekommt. Das eignet sich sehr gut zu Schulungszwecken, aber auch für Hilfestellungen ist solch eine Funktion sehr nützlich. Damit rückt Skype noch ein wenig näher an Apples Software iChat heran.
Interessanterweise (und im Gegensatz zu iChat) müssen für das Screensharing nicht zwangsläufig beide Macs mit der Software 2.8 ausgestattet sein. Natürlich kann dann nur derjenige die Sharingfunktion nutzen, der die brandneue Beta auf seinem Rechner installiert hat.
Übrigens: Skype-Screensharing funktioniert auch mit ausgeschaltetem Screensharing von Mac OS X (“Systemeinstellungen”, “Sharing”). Es handelt sich bei Skype 2.8 also nicht um ein echtes Screensharing, sondern nur um die Videoübertragung des Bildschirminhaltes. Daher besteht auch keine Interaktivität zwischen den Skype-Teilnehmern.
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