Sind Netbooks noch nicht richtig mobil?

Heute findet in Paris der Netbook World Summit statt, auf dem zahlreiche Vertreter namhafter Branchengrößen wie Intel, Google, Mandriva, Phoenix Technologies und andere über den Stand der Dinge in Sachen Netbooks diskutieren. Dabei geht es natürlich auch um die Frage, wohin sich Netbooks entwickeln und was alles notwendig ist, um noch mehr aus den kleinen, tragbaren Computern herauszuholen.

Zu diesem Behufe hat Walter Bender von Sugar Labs gleich mal in seiner Keynote Session die etwas ketzerische These aufgestellt, dass Netbooks noch gar nicht richtig mobil seien. Das geht zumindest laut Bender aus diversen Studien hervor, denen zu entnehmen ist, dass rund 60 Prozent aller Netbook-User ihr Mini-Notebook hauptsächlich stationär nutzen, also in der Wohnung. Das ist zwar ein wenig überraschend (ich habe mir für diesen Zweck mein Netbook ganz sicher nicht zugelegt), zeigt aber, dass das Netbook seiner wahren Bestimmung noch gar nicht zugeführt wurde.

Und was bedeutet das für Software-Entwickler, die beispielsweise unter Moblin Tizen schöne, neue, speziell angepasste Netbook-Apps entwickeln wollen? Auch hierfür hat Bender einen Tipp parat: Software für Netbooks muss in Zukunft innovativer werden, um den Anforderungen der kleinen Geräte besser gerecht zu werden. Zudem macht er sich für Netbooks als Lernplattform für Kinder stark. Wen wundert’s, so ist doch Sugar Labs für die so genannte Sugar-Bedieneroberfläche des OLPC-Laptops verantwortlich.

Bender regte in Paris aber auch einen Wandel an: weg vom Netbook als reines Konsumgut und hin zum Kleinstnotebook, mit dem sich Inhalte erschaffen lassen. Nur dann hätten Netbooks auch das Prädikat „Computer“ verdient.

via netbooknews.de

3 Gedanken zu „Sind Netbooks noch nicht richtig mobil?

Kommentare sind geschlossen.