Serie: Wir installieren mein neues PowerBook Teil 4

Nach dem endlich Tiger installiert ist, müssen noch die aktuellen Updates geladen werden. Dazu ist es zunächst notwendig, den neuen Rechner an das Internet anzuschließen. Glücklicherweise ist das bei mir kein großes Problem: Der Mac hat schon mein WLAN entdeckt und verlangt nur noch die Eingabe eines WEP-Schlüssels und schon ist er online.

Alternativ hätte ich auch den Migrations-Assistenten verwenden können, da ich ja von einem alten auf einen neuen Rechner umsteige. Sie finden dieses nützliche Programm in Programme/Dienstprogramme. Nach dem Start werden Sie aufgefordert Ihren alten Mac per FireWire-Kabel mit dem neuen Mac zu verbinden. Danach wird der alte Mac im so genannten Target-Mode gestartet. Dazu wird ein Neustart durchgeführt und während des Bootvorganges die Taste [t] gedrückt gehalten. Auf dem Bildschirm erscheint nach kurzer Zeit ein großes gelbes FireWire-Logo und der Rechner verhält sich ab da wie eine externe Festplatte.Migrations-Assitent

Mit Hilfe des Migrations-Assistenten können nun die wichtigsten Netzwerk- und Benutzereinstellungen, Schlüsselbunde und Programme auf den neuen Rechner übertragen werden. Wie schon in einem früheren Posting beschrieben, funktioniert das allerdings nur, wenn auf beiden Macs eine identische Betriebssystem-Version installiert ist. Und klar: Beide Rechner müssen einen FireWire-Anschluss haben.

Ich jedenfalls habe mich für eine komplette Neuinstallation entschieden und wollte mir auf keinen Fall wieder alten Ballast aufhalsen.

Da das Update mit fortschreitendem Alter des Betriebssystems – immerhin musste ich von Mac OS X 10.4.0 auf das aktuelle 10.4.6 updaten – trotz DSL sehr lange Zeit in Anspruch nimmt hatte ich genug Zeit mir zu überlegen, welche Software ich als erstes installiere. Die Wahl viel auf iWork 06, iLive 06, MS-Office und die Creative Suite 2 von Adobe. Der Grund: Wenn ich schon eine Ewigkeit auf das Laden von Updates warte, dann gleich richtig: Für alle oben genannten Softwarepakete stehen nämlich auch eine Menge, zig MegaByte große Aktualisierungen im Netz bereit.

Um es kurz zu machen: Die Update-Orgie hat mehrere Stunden gedauert. Und weil der Tag sowieso schon gegessen war, habe ich auch gleich VirtualPC installiert, was wiederum eine Update-Orgie für Windows XP nach sich zog.

Zeit genug also zu erklären, warum ich ausgerechnet diese Programme installiere:

iLive 06: Ein absolutes Muss in meinen Augen. An erster Stelle steht hier für mich iPhoto, welches gerade in der neuesten Version für meine Belange optimal ist. Hauptsächlich verwende ich es für die Verwaltung meiner privaten Photos. Aber auch als digitaler Leuchttisch im beruflichen Alltag erfüllt es alle meine Anforderungen. Würde ich hingegen mit RAW-Dateien arbeiten, wäre wohl Aperture 1.1 die erste Wahl.

Mindestens ebenso genial sind iWeb, GarageBand 3, iMovie HD 6 und iDVD 6. Allerdings benutze ich diese Programme eher selten. Aber man kann ja nie wissen ;-).

iWork 06: Obwohl ich Pages 2 super finde, benutze ich es kaum. Das liegt nicht an der Qualität des Programms, sondern hat andere Gründe (mehr dazu später). Unabdingbar für mich ist aber Keynote 3. Wer sich mit Präsentationen herumschlagen muss, ist selbst schuld, wenn er nicht dieses Programm benutzt. Verglichen mit Powerpoint arbeite ich mit Keynote um Größenordnung effektiver bei gleichzeitig deutlich besseren Ergebnissen.

MS-Office: Ich muss gestehen, dass ich auf diesen Monolithen am liebsten verzichten würde. Obwohl es eine echte Mac-Applikation ist, wirkt es auf mich mehr wie ein Windows-Programm: Riesig, umständlich und uneffektiv. Irgend wie mehr Windows als Mac. Leider komme ich nicht darum herum, aus zwei Gründen: Erstens, weil es zu Excel noch keine Alternative gibt, und zweitens weil die Menschen, mit denen ich arbeiten muss mir ständig Excel-, Powerpoint und Word-Dateien schicken und Daten von mir in ebenfalls diesen Formaten verlangen.

Ich habe probiert auf MS-Office zu verzichten und statt dessen OpenOffice zu verwenden. Aber erstens finde ich die Tabellenkalkulation in MS-Office besser und zweitens ist es mit der Kompatibilität nicht ganz so weit her. Zumindest dann, wenn man mit Dokumenten arbeiten muss, die sehr viele VBA-Elemente enthalten. Wenn Sie dieses Problem nicht haben, ist OpenOffice auf jeden Fall eine Alternative. Ich empfehle aber die Java-variante NeoOffice. Sie ist deutlich besser in Mac OS X integriert, als das unter X11 laufende OpenOffice selbst.

Adobe Creative Suite 2: Hier gilt im Prinzip das gleiche wie für MS-Office. Ich brauche es, weil es in meinem Job einfach der Standard ist.

So, der Tag neigt sich dem Ende zu und der neue Mac ist fast schon einsatzbereit. In der nächsten Folge zeige ich Ihnen, welche Einstellungen in OS X die tägliche Arbeit erleichtern und welche Software ich zusätzlich installiere.

Published by Michael Hülskötter

Ich bin Blogger, IT-Journalist, (Buch-)Autor, Videotrainer, Content Manager - und das alles in einer Person. Ich gehöre seit 1999 der schreibenden Zunft an, und es macht mir immer noch sehr viel Spaß. Lebe seit 1977 in München und habe drei wundervolle Kinder.

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